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Corporate Finance (Fach) / Lektion 05 (Investitionsrechenverfahren) (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Dennis1602 erstellt.

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  • Grundlagen - Investition = Zahlungsreihe, die mit einer Anschaffungsauszahlung beginnt und in Zukunft Rückflüsse in Form von Einzahlungsüberschüssen - Investitionsentscheidungen Basis für jegliches untern. Handeln - Fragestellungen bzgl. Investitionsentscheidungen: -- Investitionsprojektdurchführung sinnvoll? (Einzelinvestitionsentscheidung) -- Welches soll durchgeführt werden? (Auswahlproblem) -- Welche Laufzeit? (Problem der optimalen Nutzungsdauer) -- Investitionsprogramme vielleicht abhängig von anderen Projekten, Wahl welcher? (Investitionsprogrammentscheidungen) - Investitionsrechnung zur Beurteilung der Wertgenerierung/finanz. Auswirkung, isolierte Projektbetrachtung, Aussage bzgl. Vorteilhaftigkeit, Vorauss. Bekanntheit des Zahlungsstromes - Merkmale Zahlungsstrom: -- Höhe, Länge, Sicherheits- bzw. Unsicherheitsgrad der Zahlungen -- Vergleich Aus- und Einzahlungen -- Fälligkeitszeitpunkt der Z. (frühere Z. mehr wert als spätere) -- Sicherheitsgrad der Z. (sichere Z. mehr wert als unsichere) - Statische Verfahren = Kostenvergleichsverfahren, Gewinnvergleichsverfahren, Rentabilitätsvergleichsverfahren, Amortisationsrechnung - Dynamische Verfahren = Kapitalwert-, Annuitäten-, Interne Zinsfuß-, Dynamische Amortisationsmethode
  • Statische Investitionsrechenverfahren - keine Berücksichtigung zeitlicher Unterschiede im Auftreten von Einzahlungen/Auszahlungen - Berücksichtigung einer Periode, Durchschnittsbetrachtung, Datenableitung aus gesamten Planungszeitraum - verschiedene Modelle unterscheiden sich bzgl. berücksichtigten Zielgröße, periodenbezogene Erfolgsgröße oder daraus abgeleitete Größe z.B. Kosten, Gewinn, Rentabilität, Amortisationszeit) - Nachteile statischer Verfahren: -- Vernachlässigung des Werteverzehrs bzw. Gewinns, der aus Anfallen zu unterschiedlichen Zeitpunkten resultiert -- fehlender Einbezug von Unsicherheiten -- zwar leichte Anwendbarkeit, jedoch oft realitätsferne Voraussetzungen z.B. gleichbleibende ND)
  • Statische Investitionsrechenverfahren (Return on Investment) - Rentabilitätsvergleichsrechnung - ROI = Gewinn vor Zinsen / durchschn. gebundenes Kapital - bei Angabe Rückfluss über 5 Jahre -> für ein Jahr ausrechnen durchschn. geb. Kapital = (Rückfluss/5)  - versch. Rentabilitätsgrößen: EKR,GKR, UKR - Investition vorteilhaft, wenn ROI größer ist als eine vorher festgelegte Mindestrentabilität - bei mehreren Alternativen, Wahl der Altern. mit höheren Rentabilität - im Rahmen des Ersatzproblems sind die Objekte vorteilhaft, deren Minderkosten eine entsprechende Rentabilität des Kapitalersatzes gewährleisten - Vorteile ggü. anderen statischen Investitionsrechenverfahren: -- anwendbar bei ungleichem Kapitaleinsatz der Investitionsalternativen -- Vergleich verschiedenartiger Investitionsobjekte möglich -- Vergleich mit alternativen Kapitalanlagen möglich - Nachteile: -- berechneter ROI basiert auf kurzfr. Annahmen (im Zeitablauf ggf. Veränderungen) -- setzt konstanten Kapitaleinsatz voraus (i.d.P. verringert sich das durchschn. gebundene Kapital jährlich, sodass ROI bei gleicher Gewinnsituation und zunehmender ND automatisch steigt) -- durch Berücksichtigung durchschn. Jahresgewinn wird Gewinn aus erstem Jahr mit Gewinn im Folgejahr gleichgesetzt -> Verzerrung des Rechenergebnisses, da Gewinn aus erster Periode zinsbringend reinvestiert werden kann -- Abgrenzungsprobleme wegen Voraussetzung, dass Gewinn einzelnen Objekten zurechenbar ist -- Unterstellung, dass finanz. Mittel zur Mindestrendite angelegt werden können
  • Statische Investitionsrechenverfahren (Amortisationsrechnung) - Ermittlung, wann die eingesetzten finanz. Mittel zurückgeflossen sind - Berücksichtigung mehrerer Perioden, Rechnung nicht mit Kosten sondern Einnahmen/Ausgaben - entsprechender Zeitraum -> Amortisationsdauer oder Pay-off-Periode - bei mehreren Alternativen, Wahl der Altern. mit kürzester Amortisationsdauer - durch Kapitalbindungsdauerermittlung bessere Risikoeinschätzung, jedoch keine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung - allg. Formel der AR: Investitionsauszahlung (I0)= Summe Rückflüsse (Z) - i.d.P.: Amortisationszeit AZ = Anschaffungswert/durchschnittliche Rückflüsse - Vorteile: -- Eignung für Risikobeurteilung (je länger Planungsperiode ist, desto größer die Unsicherheiten) -- Minimierung bei kürzerer Amortisationszeitraum -- Informationslieferung für Finanz- und Liquiditätsplanung -- nicht als alleinige Methode, zur Ergänzung von anderen Verfahren z.B. Kapitalwertmethode - Nachteile: -- Unberücksichtigte Betrachtung des Zeitraums nach Amortisation -- Durchschnittsrechnung nur bei konstanter Rückflüsse während der ND -- bedingte Vergleichbarkeit von Objekten wegen Nichtberücksichtigung untersch. ND -- problematische Zurechenbarkeit der Erlöse insb. bei Produktion auf mehreren Maschinen
  • Dynamische Investitionsrechenverfahren - zeitraumbezogen, berücksichtigen Zeitpräferenzen - Unterscheidung Anfall betriebswirtschaftlicher Größen in Gegenwart und Zukunft - damit werden Größe, die in gleicher Höhe, aber zu versch. Zeitpunkten nicht gleich behandelt - dynamische Verfahren sind mehrperiodige Modelle, Vergleichbarkeit der Zahlungen mit Hilfe Auf- und Abzinsen - sind konsequent an Zahlungsströmen (Cashflows) ausgerichtet - Investitionsobjekte sind durch Ein- und Auszahlungen charakterisiert, Erwartung im zeitl. Ablauf
  • Dynamische Investitionsrechenverfahren (Kapitalwertmethode) - Überschuss der Rückflüsse über Kapitalamortisation und Kapitalverzinsung nach Ablauf der ND - auch Barwertmethode, Net Present Value genannt, baut auf folgenden Prämissen auf: -- vollkommender Kapitalmarkt vorhanden (gleich Soll- und Habenzinssätze) -- Zielsetzung des Investors muss erfüllt werden -- Notwendigkeit Bekanntheit aller benötigten Daten zum jetzigen Zeitpunkt - Kapitalwert C0 > 0 = dann investieren, führt zu Unternehmenswertsteigerung - bei mehreren Investitionsprojekten das Projekt mit höchsten Co wählen - Kapitalwert zeigt barwertigen Zahlungsüberschuss - Verzinsung des gebundenen Kapitals ist höher als Kalkulationszinsfuß - Kapitalwert ist durch Investitionsobjekt bedingte, sofort entnehmbare Vermögenszuwachs des Investors - Co = Summe der Rückflüsse der Periode E-A  * 1/(1+i)t - Zahlungsüberschüsse abzinsen, alle Summieren, Summe der Barwerte, Auszahlung abziehen, Ergebnis Kapitalwert
  • Dynamische Investitionsrechenverfahren (Methode interner Zinsfuß) - spiegelt Verzinsung des eingesetzten Kapital wieder (Rendite oder Effektivzinssatz der Investition) - Interne Zinsfuß entspricht mithin der Verzinsung des gebundenen Kapitals - wird diese Renditeziffer als Abzinsungsrate eingesetzt erhält man Kapitalwert von 0 - Investition lohnt sich, wenn interner Z. höher als interner Z. einer Alternativanlage ist - mehrere Alternativen, die Anlage mit höchstem IZ am günstigsten - auch zur Beurteilung von Projekten mit untersch. E und A sowie Bestimmung ihrer Rangfolge - Gleichung der Kapitalwertmethode wird = gesetzt und nach Diskontierungszinssatz aufgelöst  r = i1 - C01 * (i2-i1 / C02-C01) - Lösung durch Diskontierung mit zwei Zinssätzen und anschließender Annäherung - ür Bsp. bei Zinssätzen von 7% und 14% ein interner Z. von 10% als Ergebnis - Es bedeutet, dass das durchschn. gebundene Kapital sich mit 10% verzinst - Investition vorteilhaft, wenn Interner Z. > Kapitalmarktzinssatz - Nachteile: -- Zurechenbarkeit von Zahlungsreihen oft nicht möglich -- Ungewissheit der Zahlungsreihen (Prognose bzgl. Höhe und Zeitpunkt schwierig) -- oft schwierige Vergleichbarkeit der Investitionen, die untersch. AK oder ND haben -- Eindeutigkeit der Ergebnisse, nur dann gegeben, wenn IO über gesamte ND positive Überschüsse aufweisen (oft nicht gegeben z.B. in Anlaufphase oder gegen Ende der ND)
  • Dynamische Investitionsrechenverfahren (Annuitätenmethode) - vielfach nicht Gesamtüberschuss (Kapitalwertmethode) interessant, sondern Höhe des durchschnittlichen Periodenüberschusses (Annuität einer Investition) - Annuität = Multiplikation des Kapitalwerts mit Annuitätenfaktor A = C0 * a - Annuitätenfaktor (Wiedergewinnungsfaktor) = (1+i)n * i / (1+i)n - 1 - Annuität > 0 so ergeben die Rückflüsse neben Amortisation des eingesetzten Kapitals und einer Verzinsung des gebund. Kapitals in Höhe des Kalkulationszinsfußes noch einen Periodenüberschuss in Höhe der Annuität - Bsp. Kapitalwert (1,47 Mio) schon bekannt, Laufzeit 4 Perioden, Zinssatz 10%, Einsetzten in Formel -> a = 0,3155 - A =C0 * a = 1,473465 Mio Euro * 0,3155 = 464.800 Euro - Überschüsse von 464.800 Euro erzielt - bei Alternativenvergleich ist die Investition mit höchsten positiven Annuität zu wählen
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