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Kognition I (Fach) / VL 4 - Wahrnehmung I (Lektion)

WiSe 16/17

Diese Lektion wurde von AliceMiller erstellt.

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  • Beschreibe den Prozess der Wahrnehmung. verfügbarer Stimulus beachteter Stimulus Stimulus auf den Rezeptoren- Abbild auf Retina Transduktion- Umwandlung in elektrische Signale neuronale Verarbeitung Wahrnehmung- Ellen nimmt etwas auf dem Baumstamm wahr Erkennen- Ellen erkennt dass es eine Motte ist Handlung
  • Unterscheide top-down und bottom-up Prozesse. top-down= von vorhandenem Wissen geleitet bottom-up= von eingehenden Daten ausgehend
  • Definiere die Wahrnehmungsforschung. wie werden Informationen aus distaler Umwelt aufgenommen und verarbeitet; wie entsteht aus ihnen WN, die Erleben und Verhalten maßgeblich begründet Ziel= Verstehen von jedem Schritt im WN-Prozess, die zu WN, Erkennen und Handeln führen
  • Definiere Wahrnehmung. alle Prozesse zur Orientierung in der Umwelt ermöglicht mentale Repräsentation der Umwelt (auch der Person selbst) ermöglicht Anpassung an sich verändernde Bedingungen erlaubt damit planvolle Eingriffe in Umwelt abhängig von- Signalverarbeitungsmechanismen der Sinnesorgane- und des Gehirns
  • Definiere Reiz oder Stimulus. physikalische/chemische Größe,  der inneren/äußeren Umgebung wirkt auf menschliches Verarbeitungssystem
  • Definiere Empfindung bzw. Wahrnehmung. Psychische Reaktion auf Reizeinwirkung
  • Unterscheide Empfindung und Wahrnehmung. Wahrnehmung (perception)= eher objektorientiertzB- Ich sehe eine grüne Wiese Empfindung (sensation)= nicht objektbezogenzB. Ich habe Hunger
  • Definiere Kognition und Handlung Kognition- psychischen Prozesse, die neben dem Reiz auch Gedächtnis und andere Denkvorgänge einbeziehen Handlung= motorische Aktivitäten 
  • Definiere Halluzination und Illusion. Halluzination- WN-Eindruck ohne Reizgrundlage- Ursache: psychische Störung, Halluzinogene, Schlafentzuga) positiv: nicht vorhandener Stimulus wird wahrgenommenb) negativ: vorhandener Stimulus wird nicht wahrgenommen Illusion- Fehldeutung einer Reizgrundlage- häufig angeregt durch Erwartungen
  • Welche Untersuchungsebenen bietet die Wahrnehmungsforschung? Psychophysische Ebene (A)= Stimulus-WahrnehmungzB. zwei farbige Flächen werden als unterschiedlich beurteilt Physiologische Ebene I (B)= Stimulus-PhysiologiezB. neuronale Aktivität bei bestimmten Formen Physiologische Ebene II (C)= Physiologie-WahrnehmungzB. Gehirnaktivität wird mittels Bildgebung dargestellt, während Person beschreibt was sie sieht
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  • Welche Wahrnehmungsphänomene kennen Sie? Kontrastphänomene Scheinkonturen Mehrdeutigkeiten Scheinbewegungen
  • Welche Kontrastphänomene kennen Sie? Nennen Sie jeweils ein Beispiel. HelligkeitskontrastzB. Koffka-Ring Farbkontrast= Effekt, dass der Farbton verändert wahrgenommen wird, abhängig vom umgebenden FarbfeldzB. Farbsimultankontrast (zwei X-e)
  • Wovon ist die Helligkeitswahrnehmung abhängig? physikalische Intensität Helligkeit benachbarter Objekte (simulataner Helligkeitskontrast) Adaptation (Helligkeit, Dunkelheit) Wellenlänge (psychisch: Farbton)
  • Definiere sog. Scheinkonturen und nenne ein Beispiel. Definition- wahrgenommene Konturen ohne physikalische Reizgrundlage- nicht beliebig, nur bei induzierenden Elementen! Beispiel- Kanizsa-Dreieck (weißes Dreieck aus 3 Kreisen und 3 Winkeln)
  • Nenne 2 Beispiele für Mehrdeutigkeiten. Necker-Würfel Rubin-Becher (Frau oder Kelch)
  • Definieren Sie stroboskopische Bewegungen und nennen Sie erforderliche Zeitintervalle. Definition- aufeinanderfolgende Darbietung zweier stationärer Stimuli an leicht versetzten Positionen- kann die Wahrnehmung einer Bewegung zwischen diesen Stimuli hervorrufen Zeitintervalle1) x < 30 msec = gleichzeitig WN (keine Bewegung!)2) ab 90 msec = Scheinbewegung3) ab 300 msec = aufeinanderfolgende Wahrnehmung (keine Bewegung!)
  • In welchem Zeitintervall müssen stroboskopische Bewegungen liegen? 90 - 300 msec
  • Funktioniert die Wahrnehmung analog zu Fotografie? Nein, abgesehen von Ähnlichkeiten auf frühen Verarbeitungsstufen
  • Beschreibe ein kurzes Zwischenfazit. strikte Trennung von physikalischer (transphänomenaler) Wirklichkeit und psychischer Wahrnehmung/Empfindung (phänomenal) WN = aktiver Prozess- Informationen werden aufgenommen, verarbeitet und zur Verhaltenssteuerung eingesetzt