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Paradigmengeschichte und Rahmenbedingungen (Fach) / Wissenschafts- und Erkenntnistheorie 2 (Lektion)

Thomas Sluneko

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  • Eine praxeologische Sicht auf Wissenschaft, ein non-statement-view, ist nötig •   Statement-view-of-Science - Tradition der kritischen Rationalisten. Wissenschaft besteht im Wesentlichen aus dem Bemühen, Sätze als wahr oder falsch auszuweisen. Dadurch versteht man noch nicht viel von der Wissenschaft. •   Non-Statement-view-of-Science - beginnt sich mit Kuhn und Fleck durchzusetzen. Betrachtungsweise nicht auf Ebene von Sätzen, sondern als eine Form von sozialer Aktivität. Diese praxeologische, dh dem Handel verpflichtet, Praxis ist für die gegenwärtige Wissenschaftsforschung charakteristisch. Wert einer Theorie kann nicht an einer einzige Aussage gemessen werden. Dieser kann nur in einer umfassenden Perspektive beurteilt werden. 
  • Wissenschaftliche Fortschritt ist weder kontinuierlich noch kumulativ Popper - Entfaltungskonzept (Entwicklungsgeschichte) einer wissenschaftliche Disziplin als eine sich immer mehr der Wahrheit annähernde Abfolge von Ideen verstanden wird. Wissenschaft entfaltet sich also kontinuierlich und kumulativ in Richtung einer immer wahreren Sicht der Wirklichkeit. Kuhn und Fleck - Wissenschaft entfaltet sich dauernd, aber nicht unbedingt in Richtung auf etwas Besseres. Geschichte des Wissens bewegt sich nicht kontinuierlich ins bessere. Kennt Sprünge und Phasenübergänge. Wissenschaftliche Entwicklung ist also weder linear noch kontinuierlich. Geschichte hat keinen Fahrplan. Mit dieser Situation, die man oft postmodern nennt, aber auch polythematisch oder polymythisch nenne könnte, müssen wir uns erst einen Reim machen.