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verhaltensmedizin (Fach) / VL1 (Lektion)
Definitionen&Grundannahmen
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- Was ist Verhaltensmedizin? - Verhaltensmedizin stellt einen wichtigen Anwendungsbereich der Verhaltenstherapie dar - Sie wird als der Arbeits- und Forschungsbereich bezeichnet, in dem verhaltenstherapeutische Methoden innerhalb der Medizin eingesetzt werden - Biofeedback als ein wichtiges Verfahren der Verhaltensmedizin
- Bei welcher Art von Stress sind physische Stressreaktionen am stärksten? Bei sozialem Stress (Anger Interview) -> Erhöhung vom systolischen (Kontraktion, Blut wird in Körper gepumpt) und diastolischen (Restdruck, Blut fliesst zurück in Kammern) Blutdruck
- Was erfasst die Verhaltensmedizin nach der Definition vom Pommerleau und Brady? Die klinische Anwendung von Techniken, die aus der experimentellen Analyse von Verhalten abgeleitet und zur Evaluation, Prävention und Behandlung körpelicher Erkrankungen oder physiologischer Funktionsstörungen eingesetzt werden und die empirische Forschung der Zus.hänge zw. Verhalten, somatischen Erkrankungen und Problemen der Gesundheitsversorgung.
- Welche andere Teilbereiche werden in die Verhaltensmedizin mitintegriert? Biomedizin (Epidemiologie, Innere Medizin, Neurologie...) und Verhaltenswissenschaften (Psychologie, Soziologie, Pädagogik...).
- In der aktuellen verhaltensmedizinischen Forschung werden... 1. Erkenntnisse über physiologische Prozesse wie bspweise aus der Psychophysiologie, (Epi-)Genetik, Psychoimmunologie oder Psychoendokrinologie mit (BIO) 2. psychischen Regulationsprozessen bei der Bewältigung von Belastungen wie Copingprozessen, Lernerfahrungen oder Einstellungen und (PSYCHO) 3. Umweltbedingungen wie sozialer Unterstützung durch relevante Bezugspersonen oder gesellschaftliche Rahmenbedingungen in Relation gesetzt (SOZIO) und für die Prüfung und Entw. präventiver, therapeutischer und rehabilitativer Interventionen genutzt.
- In der aktuellen verhaltensmedizinischen Forschung werden... 1. Erkenntnisse über physiologische Prozesse wie bspweise aus der Psychophysiologie, (Epi-)Genetik, Psychoimmunologie oder Psychoendokrinologie mit (BIO) 2. psychischen Regulationsprozessen bei der Bewältigung von Belastungen wie Copingprozessen, Lernerfahrungen oder Einstellungen und (PSYCHO) 3. Umweltbedingungen wie sozialer Unterstützung durch relevante Bezugspersonen oder gesellschaftliche Rahmenbedingungen in Relation gesetzt (SOZIO) und für die Prüfung und Entw. präventiver, therapeutischer und rehabilitativer Interventionen genutzt.
- Verhaltensmedizinische Problemmatrix von Schwartz & Weiss (1978): - Die Matrix beinhaltet Ätiologie, Diagnostik, Prävention, Therapie und Rehabilitation - Sie kann Disziplinen wie Neurowissenschaften, Soziologie, Psychologie, Angewandte Medizin, Phsysiologie, Endokrinologie, Immunologie, Verhaltensgenetik, Epidemiologie, Ökotropologie beinhalten. - Auch die Entstehung von Allergien, Schmerzen, Rheuma, Hypertonie und Karzinomen kann Thema der verhaltensmedizinischen Problemanalyse sein.
- Was beeinflusst die situative Wahrnehmung? - Biologische und physiologische Merkmale - Lernerfahrung und aktuelle Situation - Psychologische Traits - Soziokulturelle Gegebenheiten
- Was beeinflusst die kognitiv-emotionale Bewertung? Die situative Wahrnehmung
- Wozu führt die kognitiv-emotionale Bewertung? - Phsyiologische Reaktion - Kognitive und emotionale Reaktion - Sichtbares Verhalten -----> und diese 3 führen zu persönlichen und interpersonalen Konsequenzen.
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- Nenne die 3 Unterschiede zw. Verhaltensmedizin und Psychosomatischer Medizin! 1. Die Verhaltensmedizin ist im Vergleich zur Psychosomat. Medizin explizit an naturwissenschaftlichen Methoden des Erkenntnisgewinns orientiert 2. Das Selbstverständnis der Verhaltensmed. ist multidisziplinär ausgerichtet 3. Wichtige Grundlagen verhaltensmedizinischer Interventionen sind aus den Lerntheorien und der Psychophysiologie abgeleitet
- Definition Psychosomat. Medizin (Fava und Sonino): 1. Psychosoziale Faktoren beeinflussen die Vulnerabilität einer Person für alle Arten von Krankheiten 2. Ganzheitliche Versorgung aller Patienten 3. Integration psychologischer Therapien bei der Prävention, Behandlung und Rehabilitation körperl. Erkrankungen (auch als psychologische Medizin bezeichnet) -----> Nicht ganz so wissenschafts-orientiert wie die Verhaltensmedizin
- Nenne die Nachbargebiete der Verhaltensmedizin! - Klinische Psychologe - Biologische Psychologie - Neurowissenschaften - Gesundheitspsychologie - abgetrennt vllt noch die medizinische Psychologie mit der Psychosomatik
- Verhaltensmedizinische Anwendungsfelder: Prävention, Intervention, Rehabilitation -> man schaut gesundheitsförderndes sowie gesundheitsschädigendes Verhalten an -> Verhaltensmedizinische Massnahmen also auf dem Kontinuum zw. Gesundheit und Krankheit
- Was sind die Grundannahmen der Verhaltensmedizin? Die gezielte Einflussnahme auf das Verhalten oder Denken von Menschen führt zu systematischen Veränderungen vegetativer Reaktionen.
- Was ist ein Beispiel für diese Grundannahme? Klassische Kond. physiologischer Reaktionen. (zb klass. Kond. der natürlichen Killerzellaktivität (NKA)). ---> Wenn man Brausebonbon mit Adrenalininjektion (erhöht NKA) kombiniert, dann führt nach einer gewissen Zeit sogar nur ein Brausebonbon zum Anstieg der NKA. Das heisst sogar das Immunsystem kann durch klass. Kond. beeinflusst werden. (Interleukin und Interferon)
- Nenne 4 Gründe für die Anerkennung der Verhaltensmedizin! 1) Fortschritte der Verhaltenstherapie, insbesondere der Verhaltensanalyse und der Verhaltensmodifikation 2) Wirksamkeit des Biofeedback 3) Hohe Bedeutung chronischer Erkrankungen für die Mortalität 4) Kostenexplosion im Gesundheitswesen
- Nenne einige medizinische Erkrankungen, die nachweislich mit kritischen Lebensereignissen assoziiert sind! Diabetes, Morbus Cushing (Hypercortisolismus), Plötzlicher Tod, Asthma, Morbus Basedow (Schilddrüsenfunktionsstörung, Hyperthyreose), Hypothalamische Amenorrhoe, Ulcus pepticum, Entzündliche Darmerkrankungen, Funktionelle gastrointestinale Störungen, Autoimmunerkrankungen, Karzinomerkrankungen, Infektiöse Erkrankungen, Kopfschmerzen, Zerebrovaskuläre Erkrankungen
- Nenne medizinische Bedingungen, bei denen nachweislich Kurzzeit-Psychotherapien effektiv sind! Chronischer Schmerz, Chron. Erschöpfungssyndrom, Diabetes, Spannungskopfschmerz, Koronarerkrankungen,Bluthochdruck, Übergewicht, Ulcus pepticum, Entzündl. Darmerkrankungen, Colon irrtabile, HIV-Infektion & AIDS, Arthritis, Asthma, Epilepsie, Karzinomerkrankungen, Vorbereitung auf medizinische Massnahmen
- Was ist zusammengefasst die Grundannahme der VM? Das gemeinsame Betrachten biopyschosozialer Faktoren zur Erklärung von Gesundheit und Krankheit im interdisziplinären Kontext.
- Wozu führte die fortschreitende Technisierung der Medizin im 20. Jahrhundert? Zu einer mangelnden Berücksichtigung psychischer Faktoren bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Krankheiten. Dieser einseitigen Sichtweise wird durch die interdisziplinäre VM entgegengetreten.
- Welche Aspekte fördern die Akzeptanz der VM? Der Nachweis wirksamer Verhaltensänderungen durch die Verhaltenstherapie, die hohe Bedeutung chronischer Erkrankungen und der damit assoziierten psychosozialen Konsequenzen für die betroffenen Patienten und die Notwendigkeit zur Kostenreduktion im Gesundheitswesen.