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Fachwirt im Gesundheit und Sozialwesen (Fach) / LUA 1 (Lektion)

Präsentation und Moderation

Diese Lektion wurde von Sterne91 erstellt.

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  • 1.1 Beschreiben Sie knapp den Unterschied zwischen Thema und Ziel. Ein Thema gibt Antwort auf die Frage, um was es gehen soll. Ein Ziel beschreibt, wasSie erreichen wollen.
  • 1.2 Formulieren Sie ein mögliches Ziel zum Thema „Kundenorientiertes Verhalten“ in einer Präsentation für Auszubildende. Mögliche Ziele sind z.B.:Die Teilnehmer lernen Kundenerwartungen und Kundenwünsche kennen.Die Teilnehmer werden sich eigener Erwartungen im Umgang mit Kunden bewusst.Die Teilnehmer sollen sich künftig kundenorientiert(er) verhalten.
  • 1.3 Was sind Muss-Informationen und was sind Kann-Informationen? Muss-Informationen sind die Informationen, die Sie in einer Präsentation vermittelnmüssen, um Ihr Ziel zu erreichen. Kann-Informationen sind die Informationen, die Sie als weiterführendes Material inder Teilnehmerunterlage oder für die Abschlussdiskussion verwenden könnten.Kann Informationen mögen interessant sein, können aber weggelassen werden,ohne dass dadurch die Zielerreichung gefährdet ist.
  • 1.4 Nennen Sie drei Elemente, die in die Einleitungsphase einer Präsentation vor (!) der Hinführung an das Thema erfolgen sollten. Begrüßung des Teilnehmerkreises, Vorstellung der eigenen Person (sofern Sie demZuhörerkreis noch nicht bekannt sind) und Anlass und Ziel der Präsentation sind diedrei wichtigsten Elemente, die in der Einführungsphase dargeboten werden sollten.
  • 1.5 Warum sollten Sie im Hauptteil Ihr zweitbestes Argument zu Beginn und Ihr bestes Argument zum Schluss bringen? Es gilt der Grundsatz: „Der erste Eindruck zählt, der letzte Eindruck bleibt!“
  • Bei einer Präsentation legt der Vortragende am Schluss seiner Ausführungen die Folie mit folgendem Text auf: „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!“ Bewerten Sie diese Folie/Aussage. Die Folie ist inhaltlich eine Floskel und damit überflüssig. Darüber hinaus könnenSie in der Regel davon ausgehen, dass Ihr Zuhörerkreis grundsätzlich Interesse anIhrem Thema hat bzw. dass Sie dieses Interesse wecken wollten und ggf. zu weitererAktivität anregen. Diesen letzten Eindruck sollten Sie eher mit einer Diskussion, einemAppell oder einem freundlichen Wunsch ausgestalten.
  • 1.8 Welche Diagrammart würden Sie für folgende Fragestellungen verwenden: a) Die meisten Angestellten verdienen zwischen ¤ 30 000 und ¤ 40 000 im Jahr. b) Im August wurde in zwei Werkstätten deutlich mehr produziert als in den übrigen vier. c) Der Verkaufsleiter verbringt nur 15 % seiner Zeit im Außendienst. a) Beste Lösung: Kurvendiagramm – auch geeignet: Säulendiagrammb) Beste Lösung: Balkendiagramm – auch geeignet: Liste oder Tabellec) Kreis- bzw. Tortendiagramm
  • 1.9 Welches Medium setzen Sie für die nachfolgend genannten Zwecke ein? Begründen Sie Ihre Antwort in Stichpunkten. a) Bekanntgabe Ihres Namens b) Darstellung der Tagesordnung (Agenda) c) Präsentation einer Statistik a) Whiteboard/Tafel – Name muss i.d.R. nicht langfristig sichtbar bleibenb) Flipchart – kann immer wieder zurate gezogen werden oder als Poster fortlaufendpräsent bleiben, um den Zuhörern inhaltliche oder zeitliche Orientierungzu erleichternc) Folie, präsentiert auf Overheadprojektor oder via Beamer – gerade statistischeDaten lassen sich sehr übersichtlich mit Standardsoftware aufbereiten. Ob Tageslichtprojektoroder Beamer, werden Sie anhand der technischen Möglichkeitenund den üblichen Vorgehensweisen in Ihrem Unternehmen entscheiden.
  • 1.11 Sie möchten vor der Geschäftsführung und den Abteilungsleitern (insgesamt sechs Personen) eine Präsentation über eine geplante „Aktionswoche zur Berufsausbildung“ für Schulabgänger durchführen. Sie wollen aufzeigen, dass Sie mit Ihrem Projekt voll im Zeit- und Budgetplan sind. Weiterhin zeigen Sie auf, dass es durch eine unerwartete Personalfluktuation, die kurzfristig nicht ausgeglichen werden kann, zu personellen Engpässen bei zwei geplanten Angeboten kommen wird. Es gibt folgende Optionen: Mitarbeiter aus anderen Abteilungen springen ein, die beiden vorgesehenen Angebote entfallen, der Termin für die Aktionswoche wird verlegt. Wie würden Sie die Bestuhlung im Präsentationsraum anordnen? Begründen Sie Ihre Antwort. 1.11 Bei sechs Teilnehmern entfallen aus logischen Gründen die Lösungen „Stuhlreihen“und „parlamentarische Sitzordnung“. Eine Bestuhlung in Einzeltischen oder im offenenStuhlkreis erscheint ebenfalls wenig sinnvoll.Eine Präsentation in U-Form ist durchaus denkbar; wahrscheinlich würde in diesemFall die am häufigsten genannte Antwort Tische im Rechteck lauten. Der Vorteil derletztgenannten Lösungen:Alle Teilnehmer untereinander haben Blickkontakt, der Blickkontakt zum Präsentierendenist für alle Teilnehmer gleichermaßen gut möglich, die Lösungsfindung erfordertwahrscheinlich kein erhöhtes Maß an körperlicher Bewegungsfreiheit. Die Tische bieten Platz zum Schreiben und zur Ablage von Dokumenten ebenso wiefür Erfrischungsgetränke.
  • 1.12 Benennen Sie fünf Aspekte, die Sie bei der Einladung zu einer Präsentation berücksichtigen sollten. Prüfung, wer aus den augenfälligen Teilnehmern (z.B. Geschäftsführung, Auftraggeber)zudem an der Präsentation teilnehmen sollte oder darüber informiert seinsollte (Tipp: Verteilerliste der letzten Protokolle lesen)Abstimmung eines geeigneten Termins vor RaumbuchungBekanntgabe von Zeitpunkt/Dauer und Ort/Raum der PräsentationBestimmung eines Zeitpunktes, bis zu dem eine (schriftliche) Rückmeldung zu Teilnahmebzw. Nichtteilnahme erfolgen sollBekanntgabe von Tagesordnung, Thema und Ziel der Präsentation; ggf. Hinweis auferforderliche Vorbereitung der Teilnehmer und entsprechende Unterlagen (Berichte,Protokolle usw.) zur Verfügung stellen.Falls erforderlich: Hinweise zu Anfahrt, Unterbringung etc.
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  • 1.13 Nennen Sie drei Strategien gegen Lampenfieber (bzw. seine Symptome). 1.13 Mögliche Strategien gegen Lampenfieber sind:• Körperaktivität• wenig essen• Ablenkung• „Rettungsanker“ bereithalten• Sicherheit ausstrahlen
  • 1.14 Geben Sie fünf Maßnahmen an, um Sicherheit bei einer Präsentation auszustrahlen. 1.14 Mögliche Maßnahmen sind:• Blickkontakt aufbauen und halten• aufrechte Haltung• angemessene Lautstärke• freundliche Mimik und offene Gestik• Anfang und Ende der Präsentation auswendig lernen• dosiertes Trinken (Wasser oder andere Erfrischungsgetränke)• falls erforderlich, Schweiß mit gefaltetem Taschentuch abtupfen (NICHT wischen)• zittrige Hände nicht ins Rampenlicht bringen (z.B. durch Zeigen auf Folien amOverheadprojektor)
  • 1.15 Nennen Sie 5 Methoden, um eine Situation zu überbrücken, in der Sie den Faden verloren haben. • Offenheit• Zusammenfassen und Wiederholen• Fragen stellen• Themawechsel• Pause
  • 1.16 Sie halten eine Präsentation, als sich ein Abteilungsleiter aus dem Teilnehmerkreis mit einer Frage an Sie wendet. Nachdem Sie ihm kurz geantwortet haben, gibt es Anzeichen dafür, dass er zu einer längeren – ergänzenden und erweiternden – Ausführung zu Ihrer Antwort ausholt. Um welchen Teilnehmer-Typ handelt es sich und wie reagieren Sie? 1.16 Es handelt sich wahrscheinlich um den Typ „Selbstdarsteller“Vorgehensweise:Unterbrechen Sie den Redefluss („Bitte entschuldigen Sie, dass ich Sieunterbreche …“)Fassen Sie das Wesentliche kurz und sachlich zusammen. („… wenn ich Sie richtigverstanden habe, geht es Ihnen um …, … Sie verweisen auf die Bedeutung von …“)Bedanken Sie sich für den Beitrag und führen Sie zurück zu Ihrer Präsentation.Beispiel: „Vielen Dank für diese erweitere Perspektive. Ich bin sicher, im Anschlussder Präsentation werden diese Überlegungen ein wichtiger Aspekt für unsere Diskussionsein. Gerne fahre ich nun mit meiner Präsentation fort. Wir waren zuletztstehen geblieben bei …“.
  • 1.17 Sie halten eine Präsentation, mit der Zielsetzung, den Führungskräften Ihres Unternehmens einen Zwischenstand zu einem aktuellen Projektstand zu geben. Herr Müller wurde ebenfalls eingeladen und erscheint fünf Minuten, nachdem Sie begonnen haben. Wie reagieren Sie? 1.17 Sie lächeln Herrn Müller freundlich zu, ggf. begrüßen Sie ihn kurz und freundlich.Idealerweise fassen in ein bis zwei Sätzen zusammen wo Sie im Verlauf der Präsentationstehen.Beispiel: „Herr Müller, ich grüße Sie. Schön, dass Sie da sind. Wir haben gerade angefangenund ich habe bereits die Agenda vorgestellt, Sie finden diese in den ausgeteiltenUnterlagen auf S. 2!“
  • 1.18 Sie werden mit den folgenden Killerphrasen konfrontiert. Nennen Sie eine Reaktion, die eine weitere (positive) Kommunikation erlaubt: a) „Das glauben Sie doch selbst nicht!“ b) „Das funktioniert vielleicht in Lehrbüchern, aber nicht in der Praxis – da haben wir doch ganz andere Probleme!“ 1.18 a) „Das glauben Sie doch selbst nicht!“Mögliche Reaktion: “Was lässt Sie daran zweifeln?“b) „Das funktioniert vielleicht in Lehrbüchern, aber nicht in der Praxis – da habenwir doch ganz andere Probleme!“Mögliche Reaktion: „Was genau ist es, dass die tägliche Praxis so anders erscheinenlässt?“
  • 2.1 Benennen Sie die Wurzeln der Moderation. 2.1 Die Wurzeln der Moderation liegen in der Pädagogik, der humanistischen Psychologie,der Soziologie und der Gruppendynamik.
  • 2.2 Was ist der Kerngedanke der Moderation? 2.2 Die von einer Entscheidung Betroffenen an der Entscheidungsfindung zu beteiligen.
  • 2.3 Sind die folgenden Themen geeignet für eine moderierte Veranstaltung? a) In einer Ausbildungsgruppe klappt eine Projektaufgabe nicht. Sie wollen mit dieser Gruppe gemeinsam herausfinden, woran das liegen könnte. b) Die neuen Rabattrichtlinien für Mitarbeiter im Vertrieb sollen bekannt gegeben werden. c) Der Betriebsrat möchte zusammen mit der Geschäftsleitung eine neue Betriebsvereinbarung für Auszubildende erarbeiten. d) Ein vorgelegtes Projektkonzept wird von der Geschäftsleitung zurückgewiesen. a) Jab) Neinc) Jad) Nein
  • 2.4 Nennen Sie drei Anforderungen an einen Moderator. 2.4 Ein Moderator versteht, um was es bei der Moderation geht, ohne dass er hierzu einExperte sein müsste, da er sich an der inhaltlichen Arbeit nicht beteiligt. Ein Moderatorist methodisch fit. Ein Moderator ist sachlich neutral, bewertet nicht. Ein Moderator führt die Gruppe Schritt für Schritt zum Ziel. Hierzu beherrscht er die gruppendynamischenProzesse (macht die Beziehungsebene transparent) und kannaufkommende Emotionen und ggf. auftretende sachbezogene Konflikte zielführendsteuern.
  • 2.5 Nennen Sie vier Aspekte, die man bei der Vorbereitung einer Moderation berücksichtigen sollte. Führen Sie jeweils ein Beispiel dazu an. 2.5 Persönliche Vorbereitung: Werde ich von der Gruppe als Moderator akzeptiert?Inhaltliche Vorbereitung: Klärung der Zielsetzung (Gesamtziel und Teilziele),Durchdenken des Themas, Vorbereitung auf die Teilnehmer (Zusammensetzung, Interessen,Wissensstand etc.)Methodische Vorbereitung: Auswahl von Methoden/Hilfsmitteln, Erstellen einesModerationsplansOrganisatorische Vorbereitung: Wo findet Moderation statt? Sind Räumlichkeitenangemessen? Welche Medien und Materialien werden benötigt? Wie werden Teilnehmereingeladen?
  • 2.6 In welche Arbeitsschritte kann eine Moderation untergegliedert werden? 2.6 Eine klassische Moderation verläuft auf der Sachebene in sechs Arbeitsschritten(Moderationskreislauf):1. Einstieg, 2. Themen sammeln, 3. Themen auswählen, 4.Themen bearbeiten, 5.Maßnahmen planen und 6. Abschluss
  • 2.7 Erläutern Sie den Moderationsschritt „Themenauswahl“. 2.7 In der Phase „Themenauswahl“ werden die Themen ausgewählt, welche die Gruppezuerst bearbeiten will. Es werden inhaltliche Schwerpunkte gesetzt.
  • 2.8 Nennen Sie je zwei Fragearten, die für eine Moderation geeignet bzw. nicht geeignet sind. 2.8 Die Eignung von Fragen ist immer abhängig vom konkreten Kontext. Allgemein geeignetsind z.B. die offene Frage und die zurückgegebene Frage, ungeeignet sind dierhetorische Frage und die Suggestivfrage.
  • 2.9 Welche Varianten der Kartenabfrage kennen Sie? 2.9 Einfache Kartenabfrage: Eine Frage wird auf ausgeteilten farblich einheitlichen Kartenbeantwortet. Es gilt: eine Aussage pro Karte (maximal dreizeilig).Doppelte Kartenabfrage: In einem Arbeitsgang werden Antworten zu zwei Fragenauf farblich unterschiedlichen Karten eingeholt (z.B. Frage 1: Antwort auf blauenKarten; Frage 2: Antwort auf grünen Karten).
  • 2.10 Wann wird die Einpunktabfrage vor allem eingesetzt? 2.10 In der Regel zu Beginn einer Moderation. Der Moderator und die Gruppe erhaltenmit der Einpunktabfrage einen schnellen ersten Überblick über z.B. Meinungen, Einstellungen,Trends, Wissensstand, Stimmungslage.
  • 2.11 Was versteht man unter „Clustern“? 2.11 Clustern: Die nach einer Kartenabfrage eingesammelten Karten werden an der Pinnwandnach zusammengehörigen Aussagen geordnet und mit Überschriften/Oberbegriffenversehen.
  • 2.12 In einem Maßnahmenplan ist unter der Rubrik „Wer?“ festgehalten: „Alle“ und unter der Rubrik „Bis wann?“: „Sofort“. Beurteilen Sie diese Aussage. 2.12 Ein Maßnahmeplan sollte so konkret wie möglich sein. „Alle“ und „sofort“ sind keinekonkreten Aussagen. Die Erfahrung zeigt, dass hinter dem Begriff „alle“ der eigeneAnteil leicht „verloren“ gehen kann. Auch „sofort“ ist wenig geeignet, zeigt dies dochzumeist eher einen Starttermin an als einen überprüfbaren Endtermin.