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Pharmazeutische Biologie (Fach) / Grundbegriffe Botanik (Lektion)
Grundbegriffe der Botanik bzw. allgemein zu PB. Lektion ist fertig bearbeitet.
Diese Lektion wurde von JessBlack erstellt.
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- Kork Gewebe, welches das Phellogen (Bildungsgewebe des Periderms) nach außen abgibt
- Korkcambium anderes Wort für Phellogen Bildungsgewebe des Periderms nach innen: Bildung eines meist einschichtigen Phelloderms nach außen: Bildung eines mehrschichtigen Phellems (Korkgewebe) Phellogen der Sproßachse: ensteht subepidermal ODER in tiefer gelegenen Schichten der Rinde und Bast Phellogen der Wurzel: Bildung aus dem Pericambium
- Kormophyt Pflanze, die in Sprossachse, Blatt und Wurzel gegliedert ist (Sprosspflanze) betrifft Farne und Samenpflanzen
- Korkwarze Synonym: Lentizelle unter den Spaltöffnungen der Epidermis bildet das Periderm Korkwarzen aus. Dort wird das Phellem durch sich abrundende Füllzellen ersetzt, die als lockeres, interzellularenreiches Gewebe den Gasaustausch ermöglichen
- Keimblatt (bei Pflanzen) Synonym: Kotyledon (pl. Kotyledone) Teil des Keimlings (Pflanzenembryo) die ersten Blätter der keimenden Pflanze unterschiedliche Anzahlen der Keimblätter (je nach Pflanzenart) Die Keimblätter haben in erster Linie die Funktion, den Keimling zu ernähren, solange er noch keine Photosynthese betreiben kann Sie ernähren den Keimling so lange, bis die Primärblätter ihre Arbeit aufgenommen haben. Sind sie voll entwickelt, sterben die Keimblätter ab.
- Leitbündel Elemente der Stoffleitung (Stoff- und Wassertransport) sind in Leitgeweben organisiert diese Leitgewebe werden zu den Leitbündeln zusammengefasst Leitbündel besitzen unterschiedlichen Aufbau bzw. Anordnungen
- Lentizelle Synonym: Korkwarze unter den Spaltöffnungen der Epidermis bildet das Periderm Korkwarzen aus. Dort wird das Phellem durch sich abrundende Füllzellen ersetzt, die als lockeres, interzellularenreiches Gewebe den Gasaustausch ermöglichen
- Leukoplast Farbloser Plastid v.a. in Wurzeln und Speicherorganen, sowie in weißen Bereichen panaschierter Blätter
- Panaschierte Blätter wird auch als Variegation bezeichnet (Laub)Blätter mit unterschiedlich farbigen Zonen Ursache: lokaler Mangel oder Fehlen von Chlorophyll Zudem können gleichmäßig oder zonal in die Epidermis eingelagerte Pigmente (Xanthophylle und Carotine) auf dem gefleckten Hintergrund zusätzliche Farben und Farbzonen erzeugen z.B. Stechpalme (Ilex aquifolium), Harlekin-Weide (Salix integra), Buntnessel (Solenostemon scutellarioides), Wiesenklee (Trifolium pratense), Zebra-Ampelkraut (Tradescantia zebrina), Züchtungen der Grünlilie (Chlorophytum comosum)
- Lignin Polymer aus Phenolkörpern (Phenylpropan-Einheiten) Makromolekül zur Verholzung der Zellwände Neben Cellulose Hauptbestandteil der Sekundärwände
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- Mark Dauergewebe aus parenchymatischen Zellen im Zentrum der Sprossachse oft interzellularenreich Beim Zerreißen: Entstehung einer Markhöhle
- Meiose Reifeteilung, Reduktionsteilung Gegenteil zur Mitose Die Chromosomenzahl der Mutterzelle wird aufgrund der Verteilung homologer Chromosomen auf die Tochterzellen reduziert nach der 1. und 2. Reifeteilung entstehen aus einer diploiden Mutterzelle 4 haploide Tochterzellen
- Meristem pflanzliches Bildungsgewebe --> Bilden neue Zellen, die dann ausdifferenzieren können! teils vergleichbar mit den Stammzellen in Tieren kann primären oder sekundären Ursprungs sein Primäres Meristem: embryonales Bildungsgewebe, das seine Funktion oft beibehält Sekundäres Meristem: ausdifferenzierte Zellen, die reembryonalisieren (remeristematisieren) und so sich wieder in ein Meristem entwickeln
- Meristemoid vereinzelt liegende Zellen in bereits ausdifferenzierten Gewebe können meristematisch aktiv sein z.B. Bildungszellen der Haare und Spaltöffnungen
- Mesophyll Gewebe in Blättern liegt zwischen oberer und unterer Epidermis Aufgabe: Photosynthese, Gasaustausch, Aufrechterhaltung des Transpirationssoges umfasst auch: Palisaden- und Schwammparenchym
- Metaphloem Ausdifferenziertes Phloem des Leitbündels
- Metaxylem Ausdifferenziertes Xylem des Leitbündels
- Milchröhre Absonderungszelle bildet ein weitverzweigtes Röhrensystem in Pflanzen Füllung mit Zellsaft oder dünnflüssigem Plasma (Milchsaft) können gegliedert sein (Entstehung durch Zellverschmelzung: Syncytium) können ungegliedert sein (eine große, polyenergiede Zelle)
- Milchsaft in Milchröhren Zellsaft oder dünnflüssiges Plasma
- Syncytium/ Coenoblast/ Coenocyt eine mehrkernige (polyenergide) Zelle bezeichnet Entstehung durch Zellverschmelzung
- Mitochondrium in Zellen von Pflanzen, wie auch Tieren Organell mit porenloser Doppelmembran und eigenem Genom Funktion: in der Regel zelluläre Atmung und Synthese von Energieäquivalente
- Mitose Kern- und Zellteilung Gegenteil zur Meiose die Tochterzelle erhält bei der Teilung die gleiche Anzahl an Chromosomen, wie die Mutterzelle, d.h. wenn die Mutterzelle diploid war, ist die Tochterzelle dann auch diploid
- Mittellamelle Zuerst gebildete und damit äußere Schicht der pflanzlichen Zellwand Bei der Zellteilung entsteht eine Zellplatte aus Zellwand-Grundsubstanz (Matrix) Die Matrix besteht v.a. aus Pectinen und Proteinen Nach der Fertigstellung und dem Anschluss an die Wände benachbarter Zellen wird sie dann erst als Mittellamelle bezeichnet
- Monopodium Typus der axillären Verzweigung bei Samenpflanzen Die Seitenachsen bleiben ggü. der Hauptachse im Wachstum zurück, so dass die Sprossachse von der Hauptachse geführt wird Diese Hierarchie gilt ebenso für die jeweilige Seitenachse höherer Ordnung
- Myzel Gesamtheit der Hyphen eines Pilzes
- Nodium Insertionsstellen von Blättern an der Sprossachse häufig verdickt erscheinende "Knoten" Zwischen den Nodium liegen die Internodien
- Oberblatt Bereich des Blattes, zu dem Blattspreite und Blattstiel gehören
- Osmose Diffusion durch eine selektivpermeable oder semipermeable Membran für den Ausgleich osmotischer Werte, falls keine anderen äußere Kräfte einwirken
- Palisadenparenchym ein Mesophyll Assmiliationsgewebe des Laubblattes Hauptort der photosynthetischen Aktivität (hoher Gehalt an Chloroplasten) Zellen erscheinen im Blattquerschnitt vertikal gestreckt und parallel zueinander Enthält nur wenige Interzellularen
- Parenchym ausdifferenziertes Grundgewebe verschiedene Aufgaben oft isodiametrisch gebaut (d.h. ungefähr gleiche Ausdehnung in alle Richtungen)
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- Pericambium Synonym: Perizykel Zunächst einschichtiges, laterales Meristem der Wurzel in der äußeren Schicht des Zentralzylinders Bei Samenpflanzen: beteiligt an der Bildung von Seitenwurzeln Beim sek. Dickenwachstum der Wurzel: beteiligt an der Ausbildung des Cambiums; Bildungsgewebe des Periderms in der Wurzel
- Periderm Abschlussgewebe von Sprossachse und Wurzel Durch die Aktivität des Phellogens wird nach außen das Phellem abgegeben, nach innen das Phelloderm Alle Zellen des Phellems verkorken und sterben ab umfasst: Phellem, Phellogen, Phelloderm
- Perizykel Synonym: Pericambium Zunächst einschichtiges, laterales Meristem der Wurzel in der äußeren Schicht des Zentralzylinders Bei Samenpflanzen: beteiligt an der Bildung von Seitenwurzeln Beim sek. Dickenwachstum der Wurzel: beteiligt an der Ausbildung des Cambiums; Bildungsgewebe des Periderms in der Wurzel
- Phellogen Synonym: Korkcambium Bildungsgewebe des Periderms nach innen: Bildung eines meist einschichtigen Phelloderms nach außen: Bildung eines mehrschichtigen Phellems (Korkgewebe) Phellogen der Sproßachse: ensteht subepidermal ODER in tiefer gelegenen Schichten der Rinde und Bast Phellogen der Wurzel: Bildung aus dem Pericambium
- Phloem Bereich des Leitbündels Funktion: Stoffleitung Bei Dikotyledonen: Siebröhren, Geleitzellen und Phloemparenchym sekundäres Phloem: Bildung während des sek. Dickenwachstums durch das Cambium und enthält noch oft Parenchymfasern (Bastfasern), wird auch als "Bast" bezeichnet
- Plasmalemma Synonym: Zellmembran Selektivpermeable Biomembran (Lipiddoppelschicht), die das Cytoplasma gegen die Zellwand abgrenzt
- Plasmarotation Plasmaströmung, bei der das Cytoplasma die zentrale Vakuole in einfachen Umläufen umrundet.
- Plasmazirkulation Plasmaströumung, bei der eine unregelmäßige Bewegung des Cytoplasmas durch Plasmastränge erfolgt, welche die zentrale Vakuole durchziehen.
- Plasmodesmos Plural: Plasmodesmata Plasmatische Verbindung zwischen den Protoplasten pflanzlicher Zellen Bleibt bei der Bildung der Gewebe erhalten durchzieht die Zellwand als röhrenförmige Struktur
- Plasmolyse Ist die Außenlösung höher konzentriert (Konzentration der Osmolyte), als die Inhalte von Cytoplasma und Vakuole, so diffundiert Wasser aus der Zelle heraus und Vakuole und Cytoplasma schrumpfen zusammen und lösen sich von der Zellwand. wenn die Außenlösung höher konzentriert ist, ist hier das Wasserpotential höher
- Plastid typisches Organell pflanzlicher Zellen mit porenloser Doppelmembran und eigenem Genom Verschiedene Plastidentypen können sich z.T. ineinander umwandeln Plastidentypen: Chloroplast, Chromoplast, Leukoplast
- Pollen Pollenkorn Wand des Pollen gegliedert in Intine (innere Schicht) und Exine (äußere Schicht) Durch Öffnung in der Exine (Aperturen) kann später der Pollenschlauch auswachsen das einkernige Pollenkorn der Samenpflanzen entspricht der Mikrospore der heterosporen Farnpflanzen. Durch mitotische Teilung entwickelt sich daraus der der Mikrogametophyt, der sehr reduziert ist.
- Proplastid Embryonalform des Plastiden Membransystem ist noch undifferenziert kann sich zu den verschiedenen Plastidentypen ausdifferenzieren: Chloroplast, Chromplast, Leukoplast
- Protoderm Noch nicht ausdifferenzierte Vorstufe des primären Abschlussgewebes von Sprossachse und Wurzel Sprossachse: Entwicklung zur Epidermis Wurzel: Entwicklung zur Rhizodermis
- Protophloem Vorstufe des Phloems noch wenig ausdifferenzierte Zelltypen vorhanden
- Protoxylem Vorstufe des Xylems noch wenig ausdifferenzierte Zelltypen vorhanden
- Radicula Keimwurzel
- Rhizodermis Primäres Abschlussgewebe der Wurzel die Zellen der Rhizodermis (Trichoblasten) können Wurzelhaare ausbilden und so die wasseraufnehmende Oberfläche der Wurzel stark vergrößern
- Rinde Dauergewebe aus parenchymatischen Zellen liegt in der primären Sprossachse und Wurzel jeweils unter dem jeweiligen Abschlussgewebe ist nach innen meist durch eine Zellscheide (Stärkescheide, Endodermis) gegen den zentralen Breich abgegrenzt
- Sakkoderm ausgewachsene Primärwand der Pflanzenzelle enthält Zellwandmatrix, Pektine, Hemicellulosen, Proteine und Cellulose