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PHP (Fach) / Kognitive Entwicklung (Lektion)

nach Jean Piaget

Diese Lektion wurde von Carina3101 erstellt.

Lektion lernen

  • Schema Grundbaustein des menschlichen Wissens organisiertes Wissens- oder Verhaltensmuster. Begriffe werden so verzweigt und miteinander vernetzt, dass sie in einen (individuell) logischen Zusammenhang gebracht werden. Ein Schema dient als 'Geistesvorlage' (Schablone), beispielsweise für eine Handlung, mit der man - ohne zu nachzudenken - auf dieselbe Art handeln kann.  Organisationsform von Umwelteindrücken, durch die Erfahrungen nach bestimmten Kriterien in ein System eingeordnet werden können
  • Selbstregulation Tendenz des Menschen, sich ein eine vorgefundene Umwelt anzupassen
  • Assimilation Einfügen gewonnener Infos in vorhandene kognitive Schemata neuer Sachverhalt wird an vorhandenes Schema angepasst Angeborenes Schema: Saugen/Greifen: Ball - Saugding- Ball fällt runter und springt- Springding Kind sieht Wesen mit Fell und 4 Beinen - Mutter betitelt es als Hund - Kind sieht Schafe und sagt "Hund"  Erfassung und Deutung der Mimik: Schon nach wenigen Monaten erkennt ein Baby ein Lächeln, da es dieses bereits in vielen Gesichtern wahrgenommen hat und Regeln für die Kennzeichen eines Lächelns gebildet hat. Diese Fähigkeit Muster zu identifizieren ist auf die Anknüpfung des Gehirns auf Bekanntes zurück zu führen
  • Akkomodation neue Erkenntnisse verarbeiten, in das bereits bekannte Schema verändert und erweitert wird höheres geistiges Niveau als davor An das vorangegangene „Hunde-Schema“ anschließend, wendet sich das Kind bei der Akkommodation davon ab, jedes vierbeinige, wuschelige Wesen, aufgrund der optischen Ähnlichkeit, als „Hund“ zu identifizieren. Das Kind legt nun weitere detaillierte Schemata an um genauer zu Unterscheiden. Geht es später z.B. durch einen Zoo, sieht es dort eine Menge neuer Tierformen. Es lernt Lebewesen kennen, die lange Hälse, kleine Beine, nur zwei Beine haben etc. Mit dem „Hunde-Schema“ kann das Kind diese neuen Formen nicht mehr verarbeiten bzw. assimilieren. Es muss sich selbst den neuen Eindrücken angleichen, muss akkommodieren. Die Akkommodation tritt also dann ein, wenn die Assimilation scheitert. Zusammenfassendes Beispiel:Ein weiteres Beispiel, das sowohl Assimilation, als auch Akkommodation beinhaltet, ist der Greifakt des Kindes: Das Kind kommt mit einem Greifreflex zur Welt. Diese Assimilationsbewegung wird zunächst an einem Objekt immer wieder "geübt". Wenn das Kind anderen Gegenständen begegnet, werden diese ebenso an das „Greif-Schema“ assimiliert. Beim Versuch eines Kleinkindes, Wasser zu greifen muss das ausgebildete Greifschema dem neuen Gegenstand angepasst, also akkommodiert, werden. Indem das Kind lernt das Wasser mit der Handfläche zu schöpfen, entwickelt es ein neues Schema: Das „Schöpf-Schema“. „Die Anpassung der geistigen Strukturen an die Komplexität der Umwelt findet also in einem Prozess der zunehmenden Differenzierung statt.“[8]
  • Egozentrismus Denken des Kindes = subjektiv Gegenstände existieren nicht, wenn sie außerhalb des Blickfeldes sind Ich Bezogenheit: alle denken wie es selbst , Unfähigkeit, sich in andere zu versetzen  Ich Standpunkt, Denken wird vor allem von eigenen Wünschen, Antrieben, Bedürfnissen und Gefühlen bestimmt 
  • Animismus und magisches Denken Dinge sind beseelt und haben Absichten ( Baum gibt Schatten, sonne macht uns warmes wetter, böser Tisch, die Puppe will schlafen , Wolken regnen, weil sie traurig sind. Der Ball liegt unter der Kommode, weil er schlafen will.
  • sensumotorische Stufe ( bis 2. Lebensjahr) 0-2 Monate: Reflexe= Reaktion auf Umgebungsreize, werden geübt 3-4 Monate: aus zufälligen Handlungen wird Gewohnheit  6-12 Monate: Interesse an Auswirkungen von Handlungen, interessante Effekte werden gezielt wiederholt 12. Monat: Verhaltensschemata werden auf neue Situationen angewendet, Absichten und Ziele verfolgt, versteckte Dinge werden wieder gefunden ( Objektpermanenz) Beginn des Problemlösens (bereits Anteile von Akkomodation 12-18 Monate:Aktives Ausprobieren, Variieren und Kombinieren von Gegenständen und Handlungen 18-24 Monate: Verinnerlichung von Handlungen , Ergebnisse einer Handlung können vorweggenommen werden , Probleme nicht durch Versuch und Irrtum sondern durch Inneres Experimentieren gelöst, so tun als ob Spiele
  • Präoperationale Stufe ( 2-6) zeitverzögertes Nachahmen ( kann sich komplexes merken und wieder anwenden, Assimilation)  Zweiwortsätze Gegenstände bekommen im Rollenspiel komplexe Bedeutung/Personen zugeschrieben ( Karton = Boot, Teddy = Papa)  Gegenstände haben menschliche Eigenschaften ( böser Tisch)  Egozentrismus, alle denken das gleiche wie es selbst, kein hineinversetzen in andere magisches Denken kein logisches Denken experementierfreudig ( dadurch langsames erschließen von logischen Denken ) 
  • Konkret operationale Stufe ( 6-11 ) Zweifel an magischen Figuren  Durch konkrete Erfahrung sukzessive Erwerb von realistischen und logischen Betrachtungen Gemeinsamkeiten von Objekten verschiedener Gruppen feststellen systematisches und planvolles Ordnen von Dingen  im späteren Verlauf: Andere Perspektiven einnehmen, Weg beschreiben, Etwas nach Vorlage zusammenbauen, etwas erklären und Anweisungen zum handeln geben 
  • Stufe der formalen Operation (ab 11) Abläufe oder Ergebnisse vorhersagen nicht mehr von realen und konkreten Darstellungen abhängig über Gedanken anderer nachdenken und abstrakt operieren, ohne reale Umsetzung der Vorstellung Auswertendes Denken und Planen  Verstehen von Alternativen und Hintergründen
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