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WirtschaftsfachwirtHQ (Fach) / Situationsaufgabe 1 Frühjahr 2013 (Lektion)

Aufgabe 18.April 2013 240 Minuten

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  • Erläutern Sie die beiden Anforderungen, die Sie bezüglich der Eignung der Ausbilder überprüfen müssen -Der Ausbilder muss persönlich geeignet sein, d.h. er muss Kinder und Jugendliche beschäftigen dürfen. Er darf nicht wiederholt oder schwer gegen das Berufsbildungsgesetz oder die aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften und Bestimmungen verstoßen haben oder sich im Sinne des Jugendarbeitsschutzgesetzes strafbar gemacht haben. -Der Ausbilder muss fachlich geeignet sein. Das heißt, dass er die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in einer Abschlussprüfung in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung nachgewiesen hat oder eine Abschlussprüfung an einer deutschen Hochschule in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat und eine angemessene Zeit in seinem Beruf praktisch tätig gewesen ist. -Der Ausbilder muss die berufs- und arbeitspädagogische Eignung besitzen
  • Erläutern Sie zwei Beispiele, wie die Ausbilder selbstständiges handlungsorientiertes Lernen in berufsspezifischen Situationen fördern können. -Projekte übertragen, die in eigener Verantwortung umgesetzt werden  -Aufgaben in wechselnden Gruppen übertragen -lernfördernde Bedingungen und eine motivierende Lernkultur schaffen -betriebliche Lern- und Arbeitsaufgaben entwickeln und gestalten -Ausbildungsmethoden und -medien zielgruppengerecht auswählen und situationsspezifisch einsetzen -Auszubildende bei Lernschwierigkeiten durch individuelle Gestaltung der Ausbildung unterstützen -Leistungen feststellen, bewerten und Beurteilungsgespräche führen -interkulturelle Kompetenzen fördern
  • Beschreiben Sie zwei Kreativitätstechniken, die Sie den Ausbildern für den Einsatz im Unterricht empfehlen würden Brainstorming Eine Gruppe von Teilnehmern wird aufgefordert, Ideen zu einem Problem zu äußern. Kritik wird nicht geäußert. Jede Idee wird zunächst nur gesammelt nicht kommentiert Brainwriting Schriftliches Festhalten der Ideen, meist auf Karten, Karten können später gruppiert oder zu einem anderen Zeitpunkt weiterverwendet werden. Gedanken gehen nicht so schnell verloren wie beim Brainstorming. Mindmap Blatt quer verwenden, zentraler Begriff wird in die Mitte geschrieben. An sogenannten Ästen werden die Lösungen festgehalten; Äste können sich verzweigen 6-3-5-Methode  Sechs Personen schreiben drei Lösungsvorschläge auf. Anschließend wird das Blatt weitergegeben. Der nächste Teilnehmer entwickelt die Vorschläge weiter. Insgesamt wird das Blatt fünfmal weitergegeben.
  • Beschreiben Sie vier Punkte, die die Ausbilder am Einführungstag der neuen Auszubildenden berücksichtigen sollten die Auszubildenden pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt persönlich empfangen und ihnen mit ein paar freundlichen Worten über die erste Befangenheit hinweghelfen und ihnen dadurch Sicherheit geben Räumlichkeiten (Arbeits- und Sozialräume) mit den Auszubildenden gemeinsam begehen anwesende Mitarbeiter vorstellen, mit denen die Auszubildenden in nächster Zeit zu tun haben mit den Auszubildenden den Verlauf der ersten vier Wochen der Ausbildung besprechen Erläuterungen zum Führen von Ausbildungsnachweisen geben
  • Beschreiben Sie drei wesentliche Vorteile, die die Einführung einer Wissensdatenbank -rascher Zugriff auf betriebsspezifisches Wissen -Einheitlichkeit und Absicherung von betrieblichen Entscheidungen -einheitliche Prozess-, Struktur- und Ergebnisqualität -Wissen geht beim Ausscheiden von Mitarbeitern nicht verloren -zielgerichtetes Nutzen von Mitarbeiter-Know-how  -bessere Vernetzung des Wissens
  • Für die Implementierung einer Wissensdatenbank sind Fremdleistungen für die Erstellung des IT-Systems erforderlich. Bestandteil der Ausschreibung dafür soll ein Lastenheft sein Beschreiben Sie vier wesentliche Inhalte eines Lastenheftes Aus einem Lastenheft sollte z.B. hervorgehen -welche Anforderungen unbedingt einzuhalten sind und bei Fehlen zum Ausschluss des Angebotes führen (K.-o.-Kriterien bzw. Musskriterien) -welche Anforderungen zusätzlich gewünscht sind, weil sie den Nutzen steigern (Sollkriterien) -welche Anforderungen erfüllt sein dürfen, wenn dies nicht mit Mehraufwand oder Verzögerungen verbunden ist (Kannkriterien) -die prüfbaren Anforderungen an Betriebsmittel, Material und Produkte -Funktionen, Leistungen und Schnittstellen eines zu liefernden Produktes -technische Rahmenbedingungen der Leistungserbringung und des Produktes -vertragliche Rahmenbedingungen, wie Lieferzeitpunkte -sonstige spezielle Anforderungen
  • Die beiden Geschäftsführer beabsichtigen, für die Einführung der Wissensdatenbank eine Projektgruppe einzusetzen. Sie sollen die Projektmitglieder, die bislang keine Erfahrung mit dieser Form der Teamarbeit haben, auf deren neue Aufgabe einstimmen Beschreiben Sie zwei Vorteile und zwei Probleme der Projektarbeit Vorteile der Projektarbeit sind z.B. -Projektarbeit erfordert die Zusammenarbeit von Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen (abteilungsübergreifender Wissenstransfer) -Projektarbeit schafft eine Atmosphäre des Vertrauens und der Kollegialität -Projektarbeit ist teamfördernd und wirkt sich positiv auf die Unternehmenskultur aus -das definierte Projektziel, die zeitliche Begrenzung und die Budgetierung des Projektes begünstigen ein optimales Ergebnis  -Projektarbeit fördert die Fähigkeiten und Talente der Projektmitarbeiter heraus und bildet die Grundlage für höherwertige und verantwortungsvollere Tätigkeiten der Mitarbeiter -Ergänzung unterschiedlichen Fachwissens Probleme der Projektarbeit sind z.B. -die Qualifikation und Fähigkeiten der eigenen Mitarbeiter reichen nicht aus -dann müssen externe Arbeitskräfte mit entsprechenden Qualifikationen eingekauft werden (Kosten/Budget) -bei einer Einflussprojektorganisation treten evtl. Schnittstellenprobleme mit der Linienorganisation auf -bei einer Einfluss-bzw.Matrixprojektorganisation kann es zu hohen Doppelbelastungen der Projektmitarbeiter kommen -Projektarbeit ist sehr ressourcenintensiv (Mitarbeiter, finanzielle Mittel, Geräte, Systeme, Verfahren, Institutionen usw.)
  • Erläutern Sie vier gruppendynamischen Phasen eines Teamentwicklungsprozesses -Orientierung (Forming) Das ist die Anfangsphase, in der sich die Arbeitsgruppe konstituiert. Die Teammitglieder werden zum ersten Mal mit der verlangten Aufgabe konfrontiert. Die Projektauftraggeber strukturieren, entscheiden und initiieren den Auftrag. Sie umschreiben die Aufgabe der Arbeitsgruppe, gestalten und kommunizieren die Zusammensetzung des Teams sowie dessen äußere Struktur  -Konfrontation und Konflikt (Storming) das ist die Phase der Turbulenzen und des kritischen Aufbegehrens. Das Team hat sich etabliert und nun tauchen Konflikte, Spannungen und Meinungsunterschiede auf. Konkurrenz wird deutlich, Macht und Statusambitionen treten offen zutage. Die Kontrolle durch den formellen Projektleiter und die Aufgabe werden angezweifelt oder gar abgelehnt. Die Abhängigkeit von einem formellen Projektleiter wird bekämpft und es wird um die Arbeitsfähigkeit des Teams als ein Zusammenwirken vieler selbstbewusster Experten gerungen -Konsens, Kooperation und Kompromiss (Norming) Das ist die Phase, in der sich die Arbeitsgruppe auf gemeinsame Normen und Spielregeln einigt. Formen gegenseitiger Unterstützung werden gesucht, Wir-Gefühl und Zusammenhalt bilden sich aus. Der Widerstand gegen den formellen Projektleiter als Führungsautorität wird abgebaut und interpersonelle Konflikte werden bereinigt. Zwischen den Teammitgliedern findet ein offener Austausch von Meinungen und Emotionen statt. -Integration (Performing) diese Phase steht für eine konstruktive Aufgabenbearbeitung. Probleme werden gelöst, das Rollenverhalten ist flexibel und funktional zur Leistungserbringung. Die ganze Energie des Projektteams richtet sich auf die Aufgabe. Das Team erbringt eine gemeinsame Leistung. Es entsteht eine echte Kooperation (Wir-Gefühl)
  • Die Führungskräfte sind chronisch überlastet. Insbesondere im Bereich des Zeit- und Selbstmanagements sind Defizite erkennbar. Erläutern Sie vor diesem Hintergrund -die ALPEN-Methode und -das Pareto-Prinzip - Die ALPEN-Methode ist ein Verfahren, mit dem sich der Anwender in schriftlicher Form über die zu erledigenden Tätigkeiten in zeitlicher Hinsicht einen Überblick verschaffen kann. Dies hat eine motivierende und zudem verbindliche Wirkung. A - Aufgaben, Aktivitäten und Termine aufschreiben L - Länge der Aktivitäten schätzen P - Pufferzeiten reservieren E - Entscheidungen treffen N - Nachkontrolle - Nach dem Pareto-Modell (80/20-Regel) werden Prioritäten erkennbar. Es dient als Grundlage für Entscheidungen, z.B. führen 20% der Zeit zu 80% der Ergebnisse oder umgekehrt
  • Erläutern Sie die beiden Begriffe -Produktdifferenzierung -Produktdiversifikation Unter Produktdifferenzierung versteht man die Erweiterung bzw. Ergänzung eines bestehenden Produktes durch Veränderung des Designs, der technischen oder sonstigen Ausstattung, Farbe usw. Diese Form wird gewählt, um den unterschiedlichen Kundenwünschen für ein bestimmtes Produkt gerecht zu werden. Von einer Produktdiversifikation spricht man, wenn das Unternehmen das Sortiment auf neue Produkte und / oder neue Märkte ausweitet. Hierbei unterscheidet man zwischen der horizontalen, der vertikalen und der lateralen Diversifikation. Bei der horizontalen Diversifikation bezieht sich die Ausdehnung auf bereits ähnlich angebotene Produkte. Bei der vertikalen Diversifikation werden hingegen im Rahmen einer Wertschöpfungskette vor- und / oder nachgelagerte Wirtschaftsstufen übernommen. Bei der lateralen Diversifikation erfolgt eine Erweiterung des Sortimentsprogrammes auf völlig neue Produkte, die in keinem Zusammenhang mit dem bereits vorhandenen Angebot stehen.
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  • Die Exquisit GmbH möchte in neue Martksegmente vordringen und beabsichtigt aus diesem Grund ihr bestehendes Produktsortiment zu differenzieren und zu diversifizieren Entwickeln Sie, ausgehend von dem bestehenden Produktsortiment, je einen Vorschlag -einer Produktdifferenzierung und -einer Produktdiversifikation und begründen Sie diese. Wenn sich das Unternehmen für eine Produktdifferenzierung entscheidet, könnte es z. B. die Ausstattung der Kühlschränke stärker variieren und auf die verschiedenen Kundenwünsche zuschneiden. So ist es denkbar, die Größe, Ausstattung, sowie das Design der Geräte zu variieren und in das Angebotsprogramm aufzunehmen. Möglich ist auch die Berücksichtigung anderer Zielgruppen (z. B. Privatkonsumenten, Single-Haushalte). Ähnliches gilt für Spülmaschinen und Kaffeemaschinen, die durch entsprechende Ausstattung den Bedürfnisssen der Kunden anzupassen sind. Hinsichtlich der Produktdiversifikation könnte sich das Unternehmen z.B. für eine horizontale Diversifikation entscheiden und das Angebot auf andere, ähnliche Haushaltsgeräte ausweiten. Vor diesem Hintergrund können beispielsweise Öfen, Mikrowellen, Eisschränke in das erweiterte Angebot fallen. Völlig neue Produkte anzubieten (laterale Diversifiaktion) zu übernehmen, ist ebenfalls denkbar, jedoch mangels Erfahrung entsprechend risikoreich sowie sehr aufwendig. Möglich ist auch, den Fokus auf weitere Exportländer zu richten und somit neue Märkte für das Unternehmen zu gewinnen.
  • Die Exquisit GmbH muss entscheiden, wie der russische Markt in Zukunft betreut werden soll. Die Geschäftsleitung erwägt die Einstellung eines Reisenden mit entsprechenden Sprachkenntnissen oder die Zusammenarbeit mit einem russischen Handelsvertreter a) der Reisende bekommt ein Gehalt von 2.600 € monatlich und 2% Umsatzprovision Der Handelsvertreter erhält ein Fixum von 800 € und 4,5% Umsatzprovision. Es wird mit einem monatl. Umsatz von 80.000€ netto gerechnet. Berechnen Sie mit diesen Angaben die monatlichen Kosten für beide 2% von 80.000= 1600 € + 2.600 € = 4.200 € für den Reisenden 4,5% von 80.000= 3.600 € + 800= 4.400 € für den Handelsvertreter
  • Beschreiben Sie fünf Argumente, die für den Einsatz von Stellenbeschreibungen sprechen - Eingruppierung in die Gehaltsstufe /-struktur - durch klare Aufgabenfestlegung wird Kompetenzgerangel verhindert - Beurteilungsgrundlage - Grundlage für die Zeugniserstellung - Nutzen für Stellenausschreibungen, Stellenanzeigen - Schaffen von Rechtssicherheit und Transparenz
  • Erstellen Sie für die Position Vertriebsleiter Südamerika eine Stellenbeschreibung mit fünf Hauptinformationen Bezeichnung der Stelle: Vertriebsleiter Südamerika Ziel der Stelle: Erschließung des südamerikanischen Marktes Einordnung in die Betriebsorganisation: Leitungsfunktion Vertretungsregelung: wird vertreten durch stellvertretenden Vertriebsleiter, vertritt die Geschäftsleitung Aufgaben/Tätigkeiten: z.B. Aufbau eines Vertriebsnetzes, Akquisition von Neukunden Vollmachten: ppa Anforderungen an den Stelleninhaber: z. B. Sprachkenntnisse, Berufserfahrung Vetrieb, interkulturelle Kompetenz