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Allgemein Controlling (Fach) / Lektion 01 (Berechnungsmethoden z.B. CF, EBIT, Wertorientiertes Controlling, usw (Lektion)

Controlling

Diese Lektion wurde von Dennis1602 erstellt.

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  • Free Cash Flow - definiert aus Operativer Cash-Flow plus Cash-Flow aus Investitionstätigkeit - aus dem free (freien) Cash-Flow können Unternehmen Dividenden zahlen, Aktien zurück kaufen oder für fällige Rückführungen der Fremdfinanzierung nutzen - verdeutlicht, wie viel Geld für die Aktionäre eines Unternehmens tatsächlich übrig bleibt (Kennzahl kann durch Bilanztricks praktisch nicht manipuliert werden) - Größe des nachhaltigen Free Cash-Flows ist für Finanzierungsinstitute ein Indikator für die Rückzahlungsfähigkeit von Krediten und wird deshalb oft als Berechnungsgrundlage der Finanzierungskapazität verwendet - Berechnung indirekte Methode: Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (JÜ, +Abschreibungen, -Zuschreibungen, + sonstige zahlungswirksame Aufwendungen, - s.z.Erträge, +Zinsaufwendungen,  -Gewinn aus Abgängen von Vermögenswerten des AV, +Verlust a. A. v. V. des AV, -Zunahme der Vorräte, +Abnahme der Vorräte, -Zunahme der Forderungen, +Abnahme der Forderungen, +Zunahme der Rückstellungen, -Abnahme der Rückstellungen, +Zunahme der Verb., -Abnahme der VErb.) Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, +Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen, -Auszahlungen für Investitionen in SA un IV, -Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen sowie für an Dritte gewährte Kredite und Darlehen)
  • Cash Flow - Überschuss der regelmäßigen betrieblichen Einnahmen über die regelmäßigen laufenden betrieblichen Ausgaben - gibt damit das aus der Betriebstätigkeit nachhaltig zu erwirtschaftende Zahlungsmittelreservoir zur Deckung besonderer betrieblicher Ausgaben an - Aussage über die Ertrags- und Finanzkraft des Unternehmens (für Kreditgeber und potentielle Investoren sowie Aktieninhaber von großer Bedeutung) - Bereinigung des Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag um Effekte, bei denen tatsächlich kein Geld geflossen ist z.B. Abschreibungen und Rückstellungen - zwei Methoden - indirekte und direkte Methode - in drei Abschnitte gegliedert (operativer CF, CF aus Investitionstätigkeit, CF aus Finanzierungstätigkeit) - Saldo ergibt die Veränderung des Zahlungsmittelbestandes zum Jahresende
  • Cash Flow (Indirekte Methode) - Positionen, die nicht zahlungswirksam sind werden aus dem Jahresüberschuss herausgerechnet (häufiger angewendete Methode) - gibt Auskunft über die Finanzkraft des Unternehmens (Innenfinanzierungskraft) und lässt die Kreditwürdigkeit des Unternehmens erkennen - je höher der CF, desto besser ist die Liquiditätslage des Unternehmens JÜ - nicht zahlungswirksame Erträge (Entnahme aus Rücklagen, Minderung Gewinnvortrag, Zuschreibungen, Auflösung Wertberichtigungen, Auflösung Rückstellungen, Bestandserhöhungen an FE und UE, Aktivierte Eigenleistungen, Periodenfremde und außerordentliche Erträge, usw.) + nicht zahlungswirksame Aufwendungen (Einstellung in Rücklagen, Erhöhung Gewinnvrotrag, Abschreibungen, Erhöhung Rücklagen, Bestandsminderung an FE und UE, Periodenremde und außerordentliche Aufwendungen, usw.) = operativer Cash Flow i.e.S.
  • Cash Flow (direkte Methode) - ergibt sich aus der Differenz aller zahlungswirksamen Erträge und den zahlungswirksamen Aufwendungen - gibt Auskunft über die Finanzkraft des Unternehmens (Innenfinanzierungskraft) und lässt die Kreditwürdigkeit des Unternehmens erkennen - je höher der CF, desto besser ist die Liquiditätslage des Unternehmens + zahlungswirksame Erträge (Einzahlungen aus Umsätzen/Forderungen (CF i.e.S.), +sonstige Einzahlungen (CF i.e.S.), +Desinvestitionen (CF Investitionstätigkeit), +Eigenkapitaleinlage (CF Finanzierungstätigkeit), +Kreditaufnahme (CF Finanzierungstätigkeit) - zahlungswirksame Aufwendungen (Auszahlung für Personal und Verb. (CF i.e.S.), +Auszahlungen für Material und Waren und Verb. (CF i.e.S.), +sonstige Auszahlungen (CF i.e.S.), +Investitionen (CF Investitionstätigkeit), +Eigenkapitalentnahme (CF Finanzierungstätigkeit), +Kredittilgung (CF Finanzierungstätigkeit) = operativer Cash Flow i.e.S.
  • EBIT - Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Earnings before interest and taxes) - zeigt das Betriebsergebnis unabhängig von regionalen Besteuerungen und unterschiedlichenFinanzierungsformen (dadurch gut für internationalen Vergleich von Unternehmen) -Berechnung: JÜ +/- außerordentliche Ergebnis + Steueraufwand - Steuererträge +/- Finanzergebnis =EBIT - Kennzahl entspricht dem Betriebsergebnis, alle nicht der eigentlichen betrieblichen Tätigkeit zuzuordnenden Aufwendungen werden heruasgefiltert - Daten aus GuV (JÜ Position 19, außer. Ergebnis Position , Steueraufwand Position 18, finanzergebnis Position 16 - außerordentliches Ergebnis enfällt ab 2016 aus der GuV, Daten gehen in sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen ein und sind im Anhang zu erklären
  • Ordentlicher Brutto Cash Flow - alle aperiodischen und außergewöhnlichen Aufwendungen und Erträge werden neutralisiert - um den internationalen Vergleich zu erleichtern, wird der Cash-Flow vor Steuern betrachtet Ordentlicher Brutto Cash Flow = CF + aperiodische und außergewöhnliche Aufwendungen - aperiodische und außergewöhnliche Erträge + Steuern vom Einkommen - Brutto Cash Flow entspricht dem CF aus dem Ergebnis vor Steuern - aperiodischen und außergewöhnlichen Aufwendungen und Erträge sind für den externen Analysten kaum zu ermitteln (daher ggf. mit 0 angesetzt) - Steuern vom Einkommen sind in der GuV-Position 18. zu finden
  • Finanzwirtschaftlicher Cash Flow - Cash-flow gibt Auskunft über die Kreditwürdigkeit des Unternehmens und lässt damit die Finanzkraft des Unternehmens erkennen (Innenfinanzierungskraft) - Je größer der Cash-flow, desto besser ist die Liquiditätslage des Unternehmens Finanzwirtschaftlicher Cash-flow = ordentlicher Brutto-Cash-flow - Bestandserhöhungen FE/ UE + Bestandsverminderungen FE/ UE - ein positiver finanzwirtschaftlicher Cash-flow gibt den tatsächlichen Zahlungsüberschuss an, ein negativer finanzwirtschaftlicher Cash-flow gibt die Neuverschuldung des Unternehmens innerhalb eines Geschäftsjahres an - der ordentliche Brutto-Cash-flow ist der entsprechenden Kennzahl zu entnehmen - Bestandsveränderungen fertige und unfertige Erzeugnisse sind der GuV-Rechnung zu entnehmen (Position 2. Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnisse)
  • Relative Kennzahlen (Cashflow Return on Investment (CFROI)) - Cashflow-orientierte Rentabilitätskennziffer, gibt an wie groß der finanzielle Überschuss pro investierter Geldeinheit ist, Unterstellung CF muss mind. die Abschreibungen auf das eingesetzte Kapital erwirtschaften - Ermittlung ökonomische Afa auf Basis der Wiederbeschaffungswerte - Bruttoinvestitionsbasis Net Operating Assets (NOA) CFROI = (Brutto Cashflow - ökonomische Abschreibungen) / Bruttoinvestitionsbasis * 100
  • Absolute Kennzahlen (Cash Value Added (CVA)) - entwickelt von BCG, absolute Residualgröße - im Gegensatz zu EVA baut der CVA auf Cashflow auf, CFROI spielt wesentliche Rolle, übersteigt er die Kapitalkosten wird U-Wert geschaffen CVA = (CFROI - WACC) * NOA
  • Absolute Kennzahlen (Economic Value Added (EVA)) - Periodenerfolgsgröße zur Beurteilung des erwirtschafteten Erfolgs des gesamten U., eines Teilbereichs oder eines Projekts, auch Geschäftswertbeitrag (GWB) bezeichnet - Anwendung im strategischen Controlling, entwickelt von Beratungs-G. Stern Stewart & Co - basiert auf Konzept des betrieblichen Übergewinns oder Residualgewinns - Betriebsgewinn eines Jahres abzgl. Gesamtkapitalkosten für invest. Kapital - Daten aus GuV und Bilanz, absolute Größe beeinflusst durch Betriebsgröße, deshalb keine Eignung zum Betriebsvergleich, EVA kann vergangenheitsorientiert als auch zukunftsorientiert sein (Plan EVA, Ist EVA, Soll-Ist-Vergleiche) EVA = NOPAT - (NOA*WACC) - NOPAT = Net Operating Profit after Taxes (Betriebsergebnis nach Steuern, aus GuV) - NOA = Net Operating Assets (betriebsnotwendige Kapital, Ermittlung auf Basis der Bilanz) - positiver EVA = Shareholder Value wurde geschaffen (Gewinn aus betrieblicher Tätigkeit ist höher als Kapitalkosten, U. erwirtschaftet mehr als wenn es in vergleichbare Anlage investiert hätte)
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  • Absolute Kennzahlen (Market Value Added (MVA)) - unternehmensexterne Kennzahl, Marktwertzuwachs, MVA = Marktwert des Unternehmens - NOA (investiertem Kapital) - MVA entspricht dem Barwert der künftige EVA-Werte
  • Relative Kennzahlen (Return on Capital Employed (ROCE)) - erzielte Kapitalrendite, Berechnung aus EBIT und eingesetztes Kapital (CE, Capital Employed), welches im Unterschied zu Gesamtkapital um kurzfr., unverzinsliche Verb. bereinigt ist, zwei Möglichkeiten der Berechnung - passivische Ermittlung: CE = EK + Pensionsrückst. + Bankdarlehen – Kasse/Bank - aktivische Ermittlung: CE = AV + Vorräte + Ford. LuL – Verb. LuL ROCE = EBIT / eingesetzes Kapital CE * 100
  • Relative Kennzahlen (Return on Equity (ROE)) - Eigenkapitalrendite, Verzinsung des eingesetzten EK, EK-Rendite sollte höher als die Rendite für langfr. Anlagen sein, da Eigentümer unternehmerisches Risiko eingeht, ca. 20% ROE = (JÜ / EK) * 100 - auch berechenbar gesplittet aus Umsatzrendite * Kapitalumschlag ROI = (JÜ / Umsatz) * (Umsatz / GK)
  • Relative Kennzahlen (Return on Investment (ROI)) - Messung der Gesamtkapitalrendite eines U. oder Teilbereichs, meist Verwendung betriebsnotwendiges Kapital als Gesamtkapital ROI = (JÜ / betriebsnotwendiges Kapital) * 100 ROI = (JÜ + FK Zinsen / betriebsnotwendiges Kapital) * 100
  • Relative Kennzahlen (Return on Net Assets (RONA)) - erzielte Kapitalrendite - Nettovermögen (EK + verzinslichem FK, Durchschnittsgröße aus Berichtsperiode) RONA = (EBIT / Nettovermögen) * 100
  • EBIT-Marge - daraus lässt sich ableiten, wie hoch der prozentuale Anteil des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern am Umsatz eines Unternehmens ist - es kann damit die Ertragskaft eingeschätzt werden - durch die Elemenierung von nationalen Steuern und Finazierungs-bedingungen wird der internationale Vergleich der Ertragskraft von Unternehmen aussagefähiger - werden aus dem Ergebnis zusätzlich auch noch die Abschreibungen herausgerechnet (EBITDA) und ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt ergibt sich die EBITDA Marge - Zielwert 10%, stark branchenabhängig - Daten zur Berechnung aus GuV EBIT Marge = (EBIT / Umsatz) * 100
  • Steuerquote - Welchen Anteil haben die Steuern am Gewinn vor Steuern? - Kennzahl kann häufig nur für nationale Vergleiche genutzt werden, da die Prognose für internationale Konzerne kaum möglich ist - Rückstellungen und Verlustvorträge verzerren zudem die Prognosefähigkeit dieser Kennzahl - Steuern aus GuV (Position 18.), EBT aus GuV (entspricht vereinfacht der Position 17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) Steuerquote = (Steuern / EBT) * 100
  • EBITA - Betriebsergebnis ohne Verzerrungen durch Steuern, Zinsen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände dargestellt (Earnings before interests, taxes and amortisation) - Kennzahl ist also nicht nur um das außerordentliche Ergebnis, Finanzergebnis und Steuern bereinigt, sondern gegenüber dem EBIT zusätzlich noch um die Abschreibungen auf immaterielle Vermögengegenstände (Firmenwertabschreibungen) Jahresüberschuss +/- außerordentliches Ergebnis + Steueraufwand - Steuererträge +/- Finanzergebnis + Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände = EBITA - Es gilt zu beachten, dass Veränderungen von Rückstellungen nicht verrechnet werden - Alle nicht der eigentlichen betrieblichen Tätigkeit zuzuordnenden Aufwendungen sowie teilweise Abschreibungen werden herausgefiltert - Das Ergebnis wird also um Steuer- und Finanzierungseffekte bereinigt und ermöglicht so einen besseren, vor allem internationalen Vergleich von Unternehmen
  • EBITDA - Betriebsergebnis ohne Verzerrungen -  Earnings before interests, taxes, depreciation and amortisation (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögengegenstände) Jahresüberschuss +/- außerordentliches Ergebnis + Steueraufwand - Steuererträge +/- Finanzergebnis + Abschreibungen auf das Anlagevermögen - Zuschreibungen auf das Anlagevermögen = EBITDA - Kennzahl ist durch das Herausrechnen zahlreicher GuV- Positionen nur beschränkt aussagefähig - Häufig wird sie von börsennotierten Unternehmen, die Verluste erwirtschaften, im Rahmen der Berichterstattung genutzt - Es gilt zu beachten, dass Veränderungen von Rückstellungen nicht verrechnet werden. Der internationale Vergleich mit anderen Unternehmen wird durch Herausrechnung der Steuern und unterschiedliche Abschreibungsregelungen erleichtert
  • EBT - Ergebnis vor Steuern (Ertragssteuern) (Earnings before Taxes) Jahresüberschuss + Steuern vom Einkommen  - Das EBT dient v.a. dem internationalen Vergleich der Ertragskraft von Unternehmen (z.B. Tochterunternehmen eines Konzerns), die aufgrund ihrer Tätigkeit in verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Steuersätzen belastet sind EBT Marge = (EBT / Umsatzerlöse) - Vorsteuervariante der Umsatzrentabilität
  • NOPAT - Net operating profit after taxes - handelt sich um den operativen Nettogewinn nach Steuern - Kennzahl zeigt den Nettogewinn bei einer vollständigen Eigenkapitalfinanzierung - ungenauer als Cash-Flow Berechnungen aufgrund Bilanzpolitik NOPAT = EBIT - Steuern
  • EBITDA-Marge - Verhältnis von der Kennzahl EBITDA zum Umsatz. EBITDA Marge = (EBITDA / Umsatz) * 100 - Bezüglich der Aussagekraft der EBITDA-Marge gibt es geteilte Auffassungen, Einige Personen sind der Ansicht, dass die EBITDA-Marge keine sinnvolle Aussage trifft
  • Working Capital -
  • Cashflow (Berechnung) JÜ + Abschreibungen +/- Veränderungen der Rückstellungen +/- sonst. zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge +/- Veränderung Nettoumlaufvermögen (NWC = Ford. + Vorräte - Verb.) = CF aus operativer Geschäftstätigkeit - Investitionen in Sachanlagen/ imm. VG - Auszahlungen für Akquisitionen + Desinvestitionen = CF aus Investitionstätigkeit - Auszahlung zur Tilgung von Krediten + Einzahlungen aus Aufnahme von Krediten - Rückkauf eigener Aktien - Dividendenauszahlungen = CF aus Finanzierungstätigkeit