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Literarturwissenschaft (Fach) / Wissenschaftliche und literatur-theoretischen Grundbegriffe (Lektion)
Definitionen von Fachbegriffen
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- Referenz ^Bezeichnung für die Beziehung zwischen Signifikant und Signifikat.
- Schriftlichkeit Auch Literalität: Kommunikationszustand, der sich bei der Weitergabe immaterieller Wissensbestände schriftlicher Notationssysteme bedient. Kennzeichen ist vor allem die „zerdehnte“ Kommunikationssituation
- Semantik Linguistische Teildisziplin für die Erforschung der Bedeutung sprachlicher Zeichen und Zeichenfolgen innerhalb eines Sprachsystems.
- Semiotik Auch Semiologie: Bezeichnung für die allgemeine Theorie vom Zeichen. Sie umfasst Semantik (untersucht die Bedeutung von Zeichen), Pragmatik (Gebrauch von Zeichen), Syntax (Verknüpfung von Zeichen) und Sigmatik (Verhältnis von Zeichen und Referent)
- septem artes liberales [lat. sieben freie Künste, d.h. eines freien Mannes würdige Künste] – In der Antike entstandener und bis in die Frühe Neuzeit verbindlicher Kanon von sieben Studienfächern, unterteilt in das Trivium mit Grammatik, Rhetorik, Dialektik und das Quadrivium mit Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie
- Signifikant/Signifikat Strukturalistisches Begriffspaar für Bezeichnendes vs. Bezeichnetes: Auf Ferdinand de Saussure zurückgehende Unterscheidung zwischen dem Formaspekt des sprachlichen Zeichens und dem inhaltlichen Aspekt.
- Stoff 1. Allgemein Bezeichnung für den umfangreicheren, hierarchisch gegliederten und erzählbaren Inhalt eines Textes im Unterschied zum Motiv.2. Ältere und narratologisch weniger prägnante Bezeichnung für histoire/plot (Ordnung der Geschehenspartikel in ihrer logischen, chronologischen und psychologischen Abfolge) einer Erzählung im Unterschied zu discourse/story, der tatsächlichen Anordnung in einer Erzählun
- Struktur Allgemein Bezeichnung für die Gesamtheit der zwischen den Elementen einer gegebenen Menge bestehenden Beziehungen und der sie bestimmenden Regeln
- synchron/diachron Strukturalistisches Begriffspaar zur Unterscheidung von Querschnitt (zu einem bestimmten Zeitpunkt) versus (historischer) Längsschnitt
- Systematik Planmäßige Darstellung und Gliederung eines Forschungsfeldes, besonders in den Naturwissenschaften (z. B. Biologie); zugleich Bezeichnung für eine von der jeweiligen Disziplin eingeforderte Arbeitsweise.
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- Test Zentraler, unterschiedlich gebrauchter Begriff der Literaturwissenschaft für kohärente, gegliederte und hierarchisch geordnete Zeichenfolgen
- Textsorten Moderner literaturwissenschaftlicher Begriff, der anstelle des tradierten Begriffs der ‚Gattung‘ die Klassifikation von literarischen und nichtliterarischen Texten ermöglichen soll.
- Textualität Umfasst ganz allgemein alle Merkmale, die das Wesen eines Textes ausmachen
- Thema Allgemeine Bezeichnung für den Leitgedanken eines Textes im Unter-schied zu Anspielung, Motiv oder Stoff.
- Thema/Rhema Textlinguistische s Begriffspaar zur Unterscheidung von bereits bekannten Information und noch unbekannte Information innerhalb eines Textes
- Trivialliteratur Auch „niedere“ Literatur, „Massenliteratur“ oder „Popularliteratur“ im Gegensatz zu „hoher“ Literatur: Abwertende Bezeichnung für nicht dem Bildungskanon zugerechnete literarische Texte.
- Unterhaltungsliteratur Abwertende Bezeichnung für nicht mit Bildungsanspruch konsumierte Literatur.
- Verifikation Wissenschaftstheoretischer Begriff für die Bestätigung einer wissenschaftlichen Aussage oder Theorie durch ein Beispiel.
- Wertung Zuschreibung von positiven oder negativen Eigenschaften, die allerdings oft nicht explizit literaturwissenschaftliches Arbeiten bestimmen
- Zeichen Semiotischer Grundbegriff für sinnlich wahrnehmbare Gegenstände, die aufgrund von gesellschaftlichen Verabredungen Träger einer bestimmten Information sind und daher auf etwas von ihnen Verschiedenes verweisen.
- Zitat Wörtliche oder annähernd wörtlich wiedergegebener Teil aus einer Rede oder einem Text anderer, der in Schrifttexten meist konventionell durch Anführungszeichen markiert wird. Als Sonderform gibt es das Selbstzitat, wenn ein Autor in einem Text sich selbst zitiert