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wissenschaft

Diese Lektion wurde von paul131 erstellt.

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  • Induktion: Empirisch-quantitativ • standardisierte Methoden (z.B. Fragebogen mit vorgegebenenAntwortmöglichkeiten)• Deskriptive Statistik - beschreibend, hat nur explorativ-heuristischen Wert• Prüfstatistik / statistische Signifikanzprüfung: Statistische Analysevon Messwerten• Häufig: Schließen von einer Teilmenge der Grundgesamtheit(Stichprobe) auf die Grundgesamtheit• Voraussetzung: Stichprobe ist nicht arbiträr, sondernrepräsentativ (!) ausgewählt (gleiche relevante Merkmale wieGrundgesamtheit) (Zufallsstichprobe, Klumpenstichprobe,Quotenstichprobe)
  • Induktion: Empirisch-quantitativ • Häufig: Vergleich von Gruppen• Frage: Unter welchen Bedingungen können wir sagen, dass diegemessenen Werte (z.B. Mittelwerte) der einen untersuchtenGruppe sich von denen der anderen tatsächlich unterscheidenund die Unterschiede nicht bloß Zufall sind?• Häufig: KorrelationenHängen bestimmte Merkmale zusammen?• Achtung:Unterschiedliche statistische Testverfahren (je nach Zweck derUntersuchung, Verteilung des Merkmals in der Grundgesamtheit,Zahl der zu vergleichenden Gruppen, etc.)→ Korrekte Ergebnisse nur, wenn die zutreffenden Testverfahrenverwendet werden!
  • Empirisch-quantitativ • Statistische Signifikanz:statistische Aussage über die Wahrscheinlichkeit, dass dasErgebnis einer Untersuchung nicht zufällig zustande gekommenist bzw. tatsächlich Gegebenheiten der äußeren Wirklichkeitabbildet (zB Mittelwertunterschiede untersuchter Gruppen)• kein Beweis, sondern Wahrscheinlichkeitsaussage• »Ein Ergebnis ist auf dem 5%-Niveau signifikant« bedeutet, dassmit 5% Irrtumswahrscheinlichkeit eine H0 fälschlicherweiseverworfen wird, obwohl sie richtig ist (d.h. also, dass die H1 - z.B.die Annahme von Mittelwert-Unterschieden - mit einerWahrscheinlichkeit von 95% zurecht angenommen wurde).
  • Gütekriterien empirisch-quantitativer Forschung • Objektivität... stellt sicher, dass die Ergebnisse von denUntersuchungspersonen unabhängig sind• Reliabilität (Zuverlässigkeit)... stellt sicher, dass das Messinstrument unter gleichenBedingungen wieder gleiche Resultate liefert (Genauigkeit, mitder das geprüfte Merkmal gemessen wird)• Validität (Gültigkeit)... stellt sicher, dass auch tatsächlich das gemessen wird, wasuntersucht werden soll (und nicht etwas anderes ...)Bsp: Aufnahmetest für Informatik-Studium
  • Empirisch-quantitativ • Achtung: Zahlen per se ergeben noch keine begründete Aussage.• Achtung: Statistische Signifikanz per se ergibt noch keine begründeteAussage.→ Zahlen müssen interpretiert werden (Theorie!)→ Theorie (begründete Annahme) über Zusammenhänge etc. bereitsVOR der statistischen Signifikanzprüfung (VOR der Formulierung der H0und H1) erforderlich: Ohne Theorie keine Hypothesen /SignifikanzprüfungBsp. Korrelation: Störche in Bremen || Kinderzahl in Bremen• Achtung: Wahllos (ohne Theorie / begründete Annahme) durchgeführteKorrelationsprüfungen ergeben »zufällige Korrelationen« (Signifikanzen)= Forschungsartefakte
  • Empirisch-quantitative Forschung • kontrolliertes Experiment• Fragebogen-Untersuchung
  • Induktion-Hermeneutik: empirisch-qualitativ • Rekonstruktion von Sinn- und Bedeutungszusammenhängen• Analyse verbaler / nicht-numerischer Daten (InterpretativeAnalyse)• nicht-standardisierte Methoden (z.B. offenes Interview)• strukturierte methodische Vorgangsweise bei1. Gewinnen der Daten2. Auswertung/Interpretation der Daten• »substantive theory« (Glaser/Strauss)»gegenstandsbezogene Theorie« - Reichweite!
  • empirisch-qualitativ Erhebungsverfahren• Interviews• Fokusgruppen / Gruppendiskussionen• teilnehmende Beobachtung (Fallstudien/Feldforschung)• ...Auswertungsverfahren• Qualitative Inhaltsanalyse (Mayring)• Grounded Theory (Glaser/Strauss) • .... → KEINE QUANTIFIZIERUNG DER DATEN IN DER AUSWERTUNG
  • empirisch-qualitativ • Bsp: qualitatives / offenes / gegenstandsbezogenes Interview- OFFEN- Leitfaden (als Orientierung, nicht abfragen)- erzählgenerierende Fragen- ForscherIn ist interessiert an den Erfahrungen, Bedürfnissen,Ansichten, Expertenwissen etc. der Befragten- ForscherIn fragt ohne Parteilichkeit (Neutralität), horcht aktivzu, legt keine Antworten in den Mund, drückt wederZustimmung noch Ablehnung aus- ForscherIn achtet auf Widersprüche und fragt - wo etwasunklar bleibt - nach.- Tonbandaufzeichnung → Transkript (Material für Auswertung)Forschungsnotizen und »Interview-Postskript«
  • empirisch-qualitativ • Bsp: Fokusgruppen / Gruppendiskussionsverfahren- 1-2 ForscherInnen, 6-12 TeilnehmerInnen; für Untersuchung 4+Fokusgruppen erforderlich- OFFEN- Leitfaden (als Orientierung, nicht abfragen)- Impulsfragen der ForscherInnen- ForscherInnen moderieren die Diskussion (Leitfaden)- ForscherIn ist interessiert an den Erfahrungen, Bedürfnissen,Ansichten der DiskussionteilnehmerInnen- ForscherIn achtet auf Widersprüche und fragt - wo etwasunklar bleibt - nach.- Tonbandaufzeichnung → Transkript (Material für Auswertung)Forschungsnotizen und »Interview-Postskript«
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  • empirisch-qualitativ Sampling (Auswahl der Untersuchungspersonen / -gruppen)• Theoretical Sampling• Kriteriengeleitetes Sampling• Snowball-Sampling
  • Gütekriterien qualitativer Forschung • Objektivität... stellt sicher, dass die Ergebnisse von denUntersuchungspersonen unabhängig sind→ Intersubjektivität / Regelexplikation• Reliabilität (Zuverlässigkeit)... stellt sicher, dass die Ergebnisse replizierter sind→ behandeln wir hier nicht im Detail• Validität (Gültigkeit)... stellt sicher, dass auch tatsächlich das untersucht wird, wasuntersucht werden soll (und nicht etwas anderes ...)→ Realitätshaltigkeit / typische Alltagssituationen
  • empirisch-quantitativ vs. empirisch-qualitativ empirisch-quantitativ• messbar / prüfstatistisch analysierbar• starke Reduktion des Informationsgehalts (Ankreuzenvorgegebener Antworten)• Subjekt-Objekt-Relation:ForscherIn beobachtet/erforscht die Beforschten (Versuch [!] derNicht-Einflussnahme)• orientiert sich an der Gegenstands-Logik des Forschers(Sichtweise des Forschers)• empfehlenswert: Experiment; Auswertung statistischer Daten, diebereits vorliegen (z.B. Einkommensverteilung); wo gemessenwerden kann/soll
  • empirisch-quantitativ vs. empirisch-qualitativ empirisch-qualitativ • interpretierbar nach vorgegebenen Verfahren• Viel größere Reichhaltigkeit im Informationsgehalt und Verankerung in derAlltagsrealität (Befragte können erzählen und erläutern)• Interaktion zwischen Forschern und Beforschten (Systematische Reflexionder Untersuchungssituation und der Folgen für die Erhebung/Auswertung)• orientiert sich an den Sinn- und Bedeutungsstrukturen der Befragten(Offenheit für die Sichtwiese der Befragten)• empfehlenswert: Untersuchung von Erfahrungen und Bedürfnissen vonBetroffenen (z.B. User-Needs); wo vertieftes Verstehen sozialer Prozesseund Strukturen angestrebt wird. Bsp: »Zufriedenheit« bei Telearbeits-Studien
  • Informatik formalwissenschaftlich-deduktivzB mathematische BeweisführungBsp:→ Laufzeitabschätzung eines Algorithmus→ Formale Verifikation Realwissenschaftlich-empirischzB Focusgruppe mit Usern, ExperimentBsp:→ Benchmarking zur Evaluation von Algorithmen→ Erhebung der Nutzungsgewohnheiten von Computerartefakten /Verstehen des Einsatzkontextes eines IT-Systems