24
Psycho Haas (Fach) / Psycho Haas (Lektion)
Psycho Haas
Diese Lektion wurde von Butterbrezel11 erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Erklären Sie was jeweils damit gemeint ist. (Benutzen Sie dabei, wenn sinnvoll, die Begriffe Verhalten und kognitive Funktion) (1) Restitution (2) Kompensation (3) Substitution (4) Adaptation (1) Wiederherstellung der durch Hirnschädigung verlorenen Hirnfunktionen (2) - Äußerlich gleiches Verhalten, anderer zugrunde liegender kognitiver Mechanismus- Leistungen werden von anderen kognitiven Funktionen übernommen (3) Äußere Hilfsmittel (4) Umwelt auf die Störung/ Beeinträchtigung anpassen
- Nennen Sie einige Auffälligkeiten bzw Störungen, die nach Hirnschädigung auftreten können, abgesehen von einer Aphasie. Können Sie ein Hirngebiet nennen und eine bestimmte Störung, wenn das entsprechende Hirngebiet ausfällt? - Gesichtsfeldeinschränkung--> Verletzung am Anfang der visuellen Verarbeitungskette--> Auge, Sehnerv, primär visuelle Rinde - Ataxie--> Kleinhirn - Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Orientierungsfähigkeit--> Schädigung der rechten Hemisphäre - Neglect--> rechtshirnige Verletzung
- Nennen Sie Unterschiede zwischen Langzeitgedächtnis und Arbeitsgedächtnis Langzeitgedächtnis:- Dauerhafte Speicherung von Informationen- Unbegrenzte Kapazität- Limbisches System, Hippocampus, Thalamus Arbeitsgedächtnis:- Fähigkeit, eine bestimmte Anzahl von Informationen kurzzeitig (bis 1 min) aktiv im Bewusstsein zu halten und zu bearbeiten- Beschränkte Kapazität ( 7 +/- 2 Einheiten)- Frontale und linksparietale Areale
- Nennen Sie verschiedene Einteilungen für das Langzeitgedächtnis Deklaratives / explizites Gedächtnis--> Bewusstes Lernen und Abrufen Nicht deklaratives / implizites Gedächtnis--> unbewusstes Lernen, kein bewusstes Abrufen
- Was ist eine anterograde Amnesie, was ist eine retrograde Amnesie? Anterograde Amnesie:- Störung des Neugedächtnisses- Merkfähigkeit für neue Bewusstseinsinhalte massiv reduziert- Neues Lernen und Abrufen gestört- Erinnerungsverlust für Ereignisse nach ursächlicher Erkrankung Retrograde Amnesie:- Störung des Altgedächtnisses- Erinnerung an Ereignisse vor ursächlicher Erkrankung betroffen- Altes kann nicht mehr abgerufen werden
- Wodurch unterscheidet sich eine Gesichtsfeldeinschränkung (1) von einem Neglect (2)? (1)- Gute Einsicht- nur visuelle Störung- Zeichnen symmetrischer Figuren normal (2)- Fehlende Einsicht- oft multimodale Störung- In Akutphase oft halbseitige Auslassung beim Zeichnen, wird nicht bemerkt- 1 Reiz wird bemerkt, bei 2 Reizen wird jedoch nur einer bemerkt
- Welche Verhaltensbeobachtungen und welche Tests können bei der Diagnostik eines Neglects behilflich sein? - Zeichnen von symmetrischen Figuren (Blume, Stern)- 1 Finger bewegen, 2 Finger bewegen- Äußerliche Auffälligkeiten (bspw nur auf einer Seite rasiert)
- Es gibt verschiedene Aufmerksamkeitsapsekte bzw Aufmerksamkeitsfunktionen, benennen und erklären Sie diese. Welchen 3 Dimensionen sind diese zugeordnet? - Intensität--> Alertness: Aufmerksamkeitsaktivierung--> Sustained Attention: längerfristige Aufmerksamkeit - Selektivität:--> Selective Attention: selektive / fokussierte Aufmerksamkeit--> Divided Attention: geteilte Aufmerksamkeit & flexible Aufmerksamkeit - räumliche Ausrichtung der Aufmerksamkeit
- Was haben Daueraufmerksamkeit und Vigilanz gemeinsam? Wodurch unterscheiden sie sich? Gemeinsam: längere Aufmerksamkeitszuwendung Daueraufmerksamkeit: - hohe Reizdichte (bspw Autofahren in der Stadt) Vigilanz: niedrige Reizdichte, relevante Reize kommen selten vor, sind schwerer von irrelevanten Reizen zu unterscheiden (bspw Qualitätskontrollen am Fließband)
- Welche kognitive Funktion könnte bei einem Patienten gestört sein, der sich nach einer Hirnverletzung unorganisiert und ziellos verhält, Handlungen nicht mehr in der richtigen Reihenfolge ausführt und emotional verflacht ist? Störung der exekutiven Funktionen(Ziele setzen, Entscheidung für Prioritäten, Aufmerksamkeitssteuerung, Arbeitsgedächtnis...)
- Anzeige
- nennen Sie ein oder zwei Gehirnareale, welche hauptsächlich mit exekutiven Funktionen in Verbindung gebracht werden. Präfontrallappen Präfontraler Kortex (Vorderer Teil vom Frontallappen) Basalganglien Thalamus
- Nennen Sie einige Prinzipien der Motivierenden Gesprächsführung (MG) und erläutern Sie diese kurz. Empathie / Wertschätzung- Problem wird aus der Perspektive des Patienten gesehen Herausarbeiten von Diskrepanzen- Störungsverhalten vs. Ziele und Werte Geschmeidiger Umgang mit Widerstand- Widerstand ist Zeichen von Ambivalenz- Ambivalenz ist normal- nicht pathologisch Stärkung der Selbsteffizienz- Förderung der Zuversicht- Verhalten kann beeinflusst werden
- Nennen Sie einige Interventionen der motivierenden Gesprächsführung (MG) und erläutern Sie kurz. - offene Fragen- Aktives und empathisches Zuhören- Würdigung von Leistungen- Informationsvermittlung- Nondirektives / geleitetes Entdecken
- Nennen Sie 4 mögliche Konfrontationsverfahren aus dem Bereich der Verhaltenstherapie - In sensu (in der Vorstellung)- in vivo (in der Realität)- graduiert (langsam ansteigend (z.b. Angststörung, nach und nach stärkere Indikatoren))- massiert (gleich mit der am stärksten auslösenden Situation konfrontieren)
- Nennen Sie vor- und nachteile der massierten Konfrontation in Vivo Vorteile:- sehr schnelles Erleben, dass man mit Sitationen und Gefühlen umgehen kan- Konfrontation mit Realität Nachteile:- erfordert viel Mut und Überwindung- Vermeideverhalten- Reizüberflutung
- Welcher Faktor wird in kognitiven Modellen für die Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen angenommen? Dysfunktionale Kognitionen werden als wichtiger Faktor angenommen- Gedanken- Selektive Wahrnehmung- Bewertung- Einstellung- Grundhaltung
- Erklären Sie, wofür das A-B-C in Ellis Rational Emotiver Therapie steht A: Activating EventsB: BeliefsC: Consequences --> Ein aktivierendes Ereignis löst Überzeugungen aus, die wiederrum eine Reaktion / Konsequenz auslösen
- Erläutern Sie die Begriffe spezifische und allgemeine Wirkfaktoren spezifische Wirkfaktoren:- typische / exklusive Elemente eines therapeutischen Modells, die für den Therapieerfolg verantwortlich sind allgemeine Wirkfaktoren:- Übergreifende Merkmale verschiedener therapeutischer Modelle, die für den Therapieerfolg verantwortlich sind
- Wie können räumliche Störungen klinisch sinnvoll eingeteilt werden? - räumlich-perzeptve Störung--> Distanzeinschätzung, Längen vergleichen - räumlich-kognitive Störung--> Spiegeln, rotieren - räumlich-konstruktive Störung--> Lego Formen zusammenfügen - räumlich-topographische Störung--> Navigieren - Das Pusher-Syndrom--> Raum-Körperachse-Wahrnehmung; denkt, wenn er grade steht, stehe er schief
- Welche 2 visuellen Verarbeitungssysteme gibt es und was verarbeiten sie? - dorsales System:Raumwahrnehmung --> Bewegung, Tiefe, Position, Orientierung - ventrales System:Objektwahrnehmung --> Mustererkennung, Farb-, Form-, und Gesichtsanalyse
- Einteilung des Präfrontallappen Lateral (seitlich)--> Schädigung: eher Störung des emotionalen & sozialen Verhaltens Orbital (unten)--> Schädigung: Schwierigkeiten beim kognitiven Problemlösen Medial (mittig)
- Erläutern Sie die Begriffe spezifische und allgemeine Wirkfaktoren spezifische Wirkfaktoren:- typische / exklusive Elemente eines therapeutischen Modells, die für den Therapieerfolg verantwortlich sind--> Elemente die spezifisch nur in einem Therapiemodell vorkommen und in keinem sonst. allgemeine Wirkfaktoren:- Übergreifende Merkmale verschiedener therapeutischer Modelle, die für den Therapieerfolg verantwortlich sind--> Elemente die übergreifend in verschiendensten Therapiemodellen vorkommen. Z.B. die Persönlichkeit des Therapeuten
- Nennen Sie einige Wirkfaktoren nach Grawe und erläutern Sie diese Problemaktualisierung:- Aktivierung der intrapsychischen Repräsentation des Problems in möglichst vielen Modalitäten, Umsetzung nach Prinzipp und realen Erfahrungen Motivationale Klärung:- Klärung: Vermittlung eines funktionalen Verständnisses der eigenen Problematik- Fokus auf motivationale Faktoren, die ein Problem aufrecht erhalten Ressourcenaktivierung:- Nutzung von Stärken, Fähigkeiten...- Möglichkeitsraum, in dem sich der Patient bewegen kann- es geht um das Nutzen vorhandener Fähigkeiten Therapeutische Beziehung:- Nach Rogers: Empathie, Kongruenz, Wertschätzung als Grundhaltung- Nach Grawe: komplementäre (ergänzende) Beziehungsgestaltung wichtig, Pat soll den Kontakt als förderlich für seine Ziele erleben Aktive Hilfe zur Bewältigung- Aktive Unterstützung beim Erwerb und Einsatz bis jetzt noch nicht genutzter Strategien- Vermittlung von Fähigkeiten und Kompetenzen-
- 3 Variablen nach Orlinsky und Howard zu den Wirkfaktoren nennen können Die formale Beziehung (organisatorischer Aspekt)Therapeutische Aktivitäten (technischer Aspekt)Therapeutische Beziehung (interpersoneller Aspekt)Selbstbezogenheit (intrapersoneller Aspekt)unmittelbare Einflüsse der Sitzung (klinischer Aspekt)zeitliche Muster (sequentieller Aspekt, zeitliche Abfolge)