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Linguistik (Fach) / Linguistik (Lektion)

Linguistik

Diese Lektion wurde von Butterbrezel11 erstellt.

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  • Womit beschäftigen wir uns in der Linguistik? Das ist eine wisschenschaftliche Disziplin mit dem Ziel Sprache und Sprechen unter allen theoretisch & praktisch relevanten Aspekten & in allen Beziehungen zu angrenzenden Disziplinen (Medizin, Psychologie, Sozialogie, Phonetik) zu beschreiben. - Nach welchen Prinzipien ist sie aufgebaut- wie entsteht Sprache- wie wird Sprache verwendet
  • (wahrscheinliche Eingangsfrage) Wie viel Linguistik benötigten Logopäden für ihren Beruf? Welchen Nutzen zieht die Logopädie aus der Linguistik? Linguistik = Kernkompetenz logopädischer Tätigkeit --> Das Wissen ist Voraussetzung für fachkompetentes Arbeiten in Diagnostik, Therapieplanung, Therapie und Evaluation (z.B. psycholinguistische Grundlagen der Grammatikentiwcklung bei SES) --> Es gibt eine Vielzahl an Bereichen, in denen eine Problematik bzw Störung vorliegen kann. Die Beschreibung der Bereiche und der Störungen ist mit Hilfe der Linguistik möglich --> Im Kinderbereich: Beschreibung von vorhanden Kompetenzen und Defiziten
  • Ebenen der linguistischen Analyse Gebrauch-persönlich (Alter, Geschlecht)- regional (Dialekt)- sozial (Beruf)- Setting (zu Hause, Klinik)- Modalitäten- Aufgabe- Gesprächsteilnehmer Ebenen sprachlicher Struktur- Phonologie--> segmental (Vokale, Konsonanten, Silben...)--> suprasegmental (Intonation, Akzent, Rhythmus, Tonhöhe) - Grammatik--> Morphologie (Veränderungen der Wortform --> Flexion, Präfix, Infix, Suffix)--> Syntax (Satzstruktur und Satzabfolge --> SVO, Negation, Nebensätze) - Semantik--> lexikalische Semantik (Wortwahl)--> Satzsemantik (Satzinhalt --> Handlung)
  • Was ist das Morphem? Unterformen? = kleinste bedeutungstragende Einheit Stammmorphem   <--> Flexionsmorphem--> SVK                         --> Person, Singular, Plural--> kann für sich      alleine stehen Bsp: "Sprache"--> {Sprach}   {-e} lexikalisches Morphem <--> grammatisches Morphem--> Morphem, das eine lexikalische Bedeutung trägt und nicht nur eine grammatische Funktion wahrnimmt--> grammatisches Morphem ist immer gebunden, z.B. durch Präfixe (un-)
  • Unterschied Graphem <--> Graph und zur Phonetik: Phonem <--> Phon Grapheme sind abstrakte Einheiten der Schriftlinguistik, die einen Bedeutungsunterschied in Paaren wie <Last> gegenüber <Lust> markieren können: <a>, <u>. Ein Graph ist hingegen eine „konkrete, klassifizierbare graphische Erscheinung“. Ein Graphem fasst alle Graphen zusammen, die die selbe Bedeutung haben und einander ersetzen können. Phon und Phonem unterscheiden sich darin, dass beim Begriff des Phons allein auf die Identifizierung und Zuordnung zu einer Lautklasse abgestellt wird, ohne dass danach gefragt wird, ob damit in einer konkreten Einzelsprache ein semantischer Bedeutungsunterschied verbunden ist.Bsp: Das Zungenspitzen-r [r] und das Zäpfchen-r [ʁ] sind (objektiv und sprachenübergreifend) zwei verschiedene Phone, führen jedoch im Deutschen zu keinem Bedeutungsunterschied. Im Deutschen realisieren diese beiden Phone (zusammen mit [ʀ]) daher nur ein Phonem und werden als Allophone im Phonem /r/ zusammengefasst.
  • was sind syntaktische Kategorien? Es wird zwischen lexikalischen und phrasalen Kategorien unterschieden. Erstere sind einfache Konstituenten (Wörter), letztere komplexe Konstituenten (Phrasen). lexikalisch:Das Wort wird analysiert:- flektierbar? --> konjugierbar? --> Verb--> deklinierbar? --> Adjektiv, Pronomen, Substantiv - nicht flektierbar?--> Adverb--> Konjunktion--> Präposition phrasal:Sie sind Expansionen der lexikalischen Kategorie. Was ist die Aussage der Phrase?Verbalphrase: Paul liest ( Expansion des Verbs)Nominalphrase: Die Tür. (Expansion des Nomen)Präpositionalphrase: Paul passt auf das Kind auf (Expansion der Präposition)Adjektivphrase: Das Haus ist neu (Expansion des Adjektivs)
  • Worauf sind Tests ausgerichtet? Folge daraus? Auf Einzelwörter, nicht auf ganze Phrasen --> keine Syntax prüfbar
  • Welche linguistischen Beschreibungsebenen unterscheiden wir? - semantik- syntax- Phonetik/Phonologie- morphologie- pragmatik- Orthographie und Graphematik
  • Worum geht es in der Phonologie? (Ziel und Gegenstand der Phonologie) Ziel: Erstellung eines Phoneminventars einer Sprache Phoneme = kleinste bedeutungsunterscheidende EinheitenSilben = prosodische Einheit, bestehend aus onset, nucleus und coda
  • Was ist die Morphologie? Teilgebiet der Grammatik, befasst sich mit der inneren Struktur von Wörtern Morpheme: kleinste bedeutungstragende Einheit, die grammatische oder lexikalische Infos tragen Bsp: HausBsp: -lich (gebunden, suffix)
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  • Was ist die Syntax? = Satzlehre --> Muster und Regeln, nach denen Wörter zu größeren funktionellen Einheiten kombiniert werden können. Syntaktische Funktionen: Kategorien wie Subjekt, Präikat, Objekt, Adverb--> wichtig für Relationen untereinander
  • was ist die Semantik? Teil des mentalen Lexikons (Levelt) Wortbedeutung (Lemma = Semantik (und Syntax)Aufbau: Taxonomische Hierarchiez.B: Katze = Lebewesen, Tiere, Säugetiere, vierbeiner, Katze, Hund, Kuh, versch. Rassen
  • Was ist die Pragmatik? = Sprachliches Handeln: z.b. duzen oder siezen, turn taking
  • Was ist das "Wort"? = ist ein Eintrag im mentalen Lexikon (nach Levelt) enthält Informationen zu den linguistischen Ebenen:- Phonetik/Phonologie (Blickwinkel ein Wort aus der Perspektive der lautsprachlichen Form)- Morphologie (Aufbau der Wörter)- Semantik (Bedeutung des Wortes)- Syntax (Wort als syntaktische Einheit)- Pragmatik (Verwendung des Wortes)- Orthographie/Graphematik (Blickwinkel ein Wort aus der Perspektive er schriftsprachlichen Form
  • Was verstehen wir unter dem mentalen Lexikon? Wortspeicher im Kopf. 2-teilig:Lemma (Wortinhalt)Lexem (Wortform) Darin sind lexikalische Einträge zur Semantik, Syntax, Morphologie, Phonologie
  • 3 Ebenen des Sprachproduktionsmodells von Levelt 1. Konzeptuelle Verarbeitung- kommunikative Absicht (ich weiss was ich sagen will)- präverbale Botschaft 2. Formulierung, Zugriff auf mentales Lexikon- grammatische Enkodierung- phonologische Enkodierung--> es liegt das phonologische Wort vor, das die Basis für die nächsten Schritte bildet 3. Artikulation- Erstellung eines motorische Planes- Ausführung von Sprechbewegungen 
  • Nennen Sie Argumente dafür, dass der Abruf von Wörtern aus dem mentalen Lexikon zwei große Planungsschritte erfordert. (Zwei-Stufen-Theorie) 1. Versprecher: Ganzwortvertauschungen, Wortformbezogene Fehlleistungen (Bsp: Saug stauben, Cose Dola)--> semantische Ähnlichkeit oder ähnlich bei der Wortform 2. Tip of the tongue: Wissen um Bedeutung, aber nicht um Wortform 3. Wortfindungsstörung bei Aphasikern: Sie können das Wort umschreiben, können es aufmalen --> Wissen ist da, Wortform nicht 4. Wortfrequenzeffekt: Häufigkeit von Wörtern: Wortbedeutung ist da, Wortform nicht (Zugriff schwieriger auf seltene Wörter) 2-Stufen-Theorie:1. Lemma-Ebene: Abruf von Syntax und Semantik2. Lexem-Ebene: Wortform
  • Inwiefern unterscheidet sich das Logogenmodell vom Levelt-Modell? Welche Anwendungsmöglichkeiten sehen Sie in Bezug auf diese beiden Modelle für die logopädische Arbeit? - Levelt Modell betrachter als übergeordnetes Rahmenmodell, für Erklärung von lexikalische Störungen, aber auch z.B. sprechbezogene Störungen (SPAX)--> z.B. für Differentialdiagnostik: ist es spach- oder sprechbezogene Störung? Logogenmodell: - sehr detaillierte Überprüfung einzelner Verarbeitungsrouten in der Einzelwortverarbeitung- in allen sprachlichen Modalitäten!!- Es werden alle Routen, Elxika, Speichersysteme durch speziefische Aufhaben überprüft, somit kann man Störungen genau identifizieren.
  • Welches Areal des Gehirns ist entscheidend für die Verarbeitung von syntax? Das Broca-Areal, da bei einer Schädigung dieses Areals dysgrammatische Symtpome auftreten. Liegt links-hemisphärisch frontal inferior.
  • Was wissen wir aus der Neurolinguistik über die Verarbeitung suprasegmentaler prosodischer Information? Primär rechts-hemisphärisch (spricht jemand ruhig, leise, erregt, traurig) aber auch links-hemisphärisch (wenn linguistische Informationen wie semantisch, syntaktische Information)