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Landwirtschatliche Grundlagen (Fach) / Bodenkunde (Lektion)
- Bodenprofil beschreiben bestehen oft aus annähernd parallel angeordneten Lagen, sog. Bodenhorizonten. Unterwasserhorizonte F am Gewässergrund Organische Horizonte H über 30% organische Substanz (Torf) aus Resten tonbildender Pflanzen, unter Einfluß von Grundwasser oder Stauwasser entstanden (H = Humus) L Streu, weitgehend unzersetzte Pflanzensubstanz an Bodenoberfläche (L = engl. litter) O Humusansammlung über Mineralboden, sog. "Trockenhumus" (O = organisch) Mineralische Horizonte (weniger als 30% organisches Material) A Mineralischer Oberbodenhorizont mit Akkumulation organischer Substanz und/oder Verarmung an mineralischer Substanz B Mineralischer Unterbodenhorizont. Farbe und Stoffbestand des Ausgangsgesteins verändert durch Akkumulation von eingelagerten Stoffen aus dem Oberboden und/oder durch Verwitterung und mit weniger als 75% Festgsteinsresten C Mineralischer Untergrundhorizont; Gestein, das unter dem Boden liegt, in der Regel das Ausgangsgestein, aus dem der Boden entstanden ist P Mineralischer Unterbodenhorizont aus Tongestein (P = Pedosol) T Mineralischer Unterbodenhorizont aus dem Lösungsrückstand von Carbonatgesteinen, die über 75% Carbonat enthalten S Mineralbodenhorizont mit Stauwassereinfluß, zeitweilig oder ständig luftarm (S = Stauwasser) G Mineralbodenhorizont mit Grundwassereinfluß (G = Grundwasser) M Mineralbodenhorizont des Kolluviums (zum Hangfuß durch Hangabtragung verfrachtetes Material), Äoliums (zusammengewehtes Material) und des durch den Fluß angelagerten Braunen Auenbodens (M = lat. migrare = wandern) von Menschen gemachte Horizonte E aus aufgetragenem Plaggenmaterial (mit Spaten abgehobene Grasnarbe oder Heide) entstandener Horizont R Mischhorizont, durch tiefgreifenden bodenmischenden Umbruch entstanden (R = Rigosol) Y durch künstliche Aufschüttung oder Aufspülung entstandener Horizont Kleinbuchstaben als Merkmalssymbole: Kleinbuchstaben NACH Großbuchstaben des Horizonts: Merkmale der Bodenbildung: a anmoorig b bandförmige Anreicherung c Carbonat d dicht (stauwasserstauend) e eluvial = ausgewaschen f Förmultningstiktet = g Haftnässe h humos i initial (beginnend) k Konkretion (massige Anreicherung) l lessiviert = an Ton verarmt m massiv n neu, frisch o oxidiert p gepflügt q Knickhorizont in Marschböden r reduziert s angereichert mit Sesquioxiden (Oxide und Hydroxide von Aluminium, Eisen, Mangan) t angereichert mit Ton u rubefiziert, ferralitisiert (gerötet) v verwittert w stauwasserleitend z Salz Kleinbuchstaben VOR Großbuchstaben des Horizonts: Merkmale durch geologische oder von Menschen bedingte Prozesse: a Auenlage f fossil h Hochmoor j juvenil durch menschliche Tätigkeit l Lockersubstrat m Festgestein n Niedermoor o Windanwehung r reliktisch w wassertransportiert u Übergangsmoor y Kunstsubstrat z primär salziges Substrat Organische Horizonte:> als 30 Gew. % (=ca. Vol. 60%) organische SubstanzH Organischer Hor. aus Resten torfbildender Pflanzen an der Oberfläche entstanden. Der Abbau wird durch Wasser gehemmt (Torf). H von Humus.nH Vorwiegend mit Resten von Niedermoortorf bildenden Pflanzen. N von Niedermoor.hH Vorwiegend mit Resten von Hochmoortorf bildenden Pflanzen. h von Hochmoor.L Organischer Hor. aus Ansammlung von nicht und wenig zersetzter Pflanzensubstanz. Besteht zu weniger als 10 Vol. % aus Feinsubstanz, in der pflanzliche Gewebespuren makroskopisch nicht erkennbar sind. L von Litter = Streu.O Organsicher Hor. aus Humusansammlung; die organische Substanz besteht zu mehr als 10 Vol. % aus Feinsubstanz.Of Neben mehr oder weniger stark zersetzten Pflanzenresten (ohne Wurzeln) 10 - 70 Vol. % org. Feinsubstanz. F von schwedisch Förmulning-sikket oder fermentiert.Oh Org. Feinsubstanz, in der pflanzliche Gewebespuren makroskopisch nicht erkennbar sind, überwiegt stark (> 70 Vol %). h von Humus. Mineralische Horizonte:< als 30 Gew. % organische SubstanzA Mineralischer Oberbodenhorizont mit Akkumulation organischer Substanz und/oder Verarmung an mineralischer Substanz.Ah Bis zu 15% akkumulierter Humus, dessen Menge nach unten hin abnimmt. Humus färbt dunkel. h von Humus.Ae Sauergebleicht, ausgewaschen; an organischer Substanz, Ton und Eisen verarmt, daher aufgehellt (grau). Über einem Bh oder Bs liegend. e von eluvial (ausgewaschen).Ahe Ae-Horizont, ungleichmäßig humos, violettstichig mit diffus-wolkigen Bleichflecken, deren Farbe dem AeAl Durch Tonverlagerung entstanden, an Ton verarmt, liegt über einem tonangereichertem Bt. l von lessiviert = ausgewaschen.Ap Durch regelmäßige Bodenbearbeitung geprägt, meist als Ackerkrume bezeichnet. p von Pflügen.B Mineralischer Unterbodenhorizont mit einer Änderung der Farbe und des Stoffbestandes gegenüber dem Ausgangsgestein durch eingelagerte Stoffe aus dem Oberboden und/oder durch Verwitterung entstanden und mit < als 75 Vol. % Festgesteinresten.Bv Durch Verwitterung verbraunt und verlehmt gegenüber dem nach unten folgenden Hor. (gleiches Substrat vorausgesetzt). Geringerer Carbongehalt, röter, i.d.R. ton- oder schluffreicher und Skelettgehalt geringer. v von verwittert.Bh Durch Einwaschung von Humusstoffen angereichert (Illuvialhorizont), bei dem die organische Substanz gegenüber dem Ae-Horizont zunimmt. H von Humus.Bs Durch Einwaschung mit Sesquioxiden (v.a. Fe, Al) angereichert (Illuvialhorizont), dadurch röter als die darüber und darunter folgenden Horizonte. s von Sesquioxid.BshBhs Übergangs-Horizonte, der hinten stehende Buchstabe bezeichnet die überwiegenden Eigenschaften.Bt Durch Einwaschung mit Ton angereichert (Illuvialhorizont); höherer Tongehalt gegenüber den Al, ausgeprägte Tonhäute (Tapeten) von kräftig brauner Farbe auf den Hohlraumwandungen. t von Ton.C Mineralischer Unterbodenhorizont, Gestein, das unter dem Boden liegt, i.d.R. das Ausgangsgestein, aus dem der Boden entstanden ist.Cv Schwach verwittert, Übergang zum frischen Gestein, bei Festgesteinen zu Bruchstücken verwittert. v von verwittert.Cn Unverwittert, bei Festgesteinen nicht angewittert, keine Klüfte, z.B. massiver Fels. n von novus = frisch, unversehrt.S Mineralbodenhorizont mit Stauwassereinfluß, zeitweilig oder ständig luftarm. S von Stauwasser.Sw Stauwasserleitend; > 80 Flächen % Bleich- und Rostflecken sowie Konkretionen; zeitweilig nass und höhere Wasserdurchlässigkeit als der darunter liegende Horizont (Sd). w von wasserleitend.Sd Wasserstauend; höhere Lagerungsdichte und geringere Wasserdurchlässigkeit als darüber liegende Sw und marmoriert. d von dicht.G Mineralbodenhorizont mit Grundwassereinfluss und bestimmten hydromorphen Merkmalen.Go Oxidiert; > 10 Flächen % Rostflecken, besonders an den Aggregatoberflächen und im Grundwasserschwankungsbereich entstanden. o von oxidiert.Gr Reduziert; nass an über 300 Tagen im Jahr, wenn nicht entwässert und Farbe von schwarz über grau bis weiß oder graugrün bis blaugrün; < 5 Flächen % Rostflecken an Wurzelbahnen. r von reduziert.E Mineralbodenhorizont, aus aufgetragenem Plaggenmaterial entstanden, mächtiger als Pflugtiefe humos; mit Kulturresten. E von Esch.Y Horizont, aus anthropogenen Aufschüttungen oder Aufspülungen als Ausgangsmaterial der Bodenbildung entstanden.
- Bodenhorizonte Die zuunterst liegende Schicht ist der sog. C-Horizont. Er umfasst das mehr oder weniger unveränderte feste oder lockere Ausgangs-/Muttergestein. Unmittelbar darüber folgt der mineralische Unterboden, der sog. B-Horizont (= Anreicherungshorizont). Obenauf liegt der mineralische Oberboden, der sog. A-Horizont (= Auswaschungshorizont). Dieser wird im alltagsweltlichen Sprachgebrauch oft als Mutterboden oder Krume bezeichnet. Bei naturnahen Standorten, wie beispielsweise im Wald, liegt auf dem A-Horizont der organische Auflagehorizont (H-, L- oder O-Horizont) aus mehr oder weniger stark zersetztem organischen Material (z.B. Streu, Humus). Darüber hinaus können weitere Horizonte vorkommen, wie der G-Horizont (mit Grundwassereinfluss), der E-Horizont (aus aufgetragenem Plaggenmaterial) oder der Y-Horizont (aus anthropogenen Aufschüttungen oder Aufspülungen). Bei landwirtschaftlichen Nutzflächen ist eine solch eindeutige Horizontierung oftmals nicht mehr feststellbar, weil Ober- und Unterbodenhorizonte durch andauernde Bearbeitung immer wieder vermischt werden.
- Bodentyp In der deutschen Bodensystematik werden die verschiedenen Bodentypen Bodenklassen zugeordnet. Beispielweise bilden die Bodentypen Ranker, Rendzina, Regosol und Pararendzina sowie die jeweiligen Subtypen die Klasse der Ah/C-Böden (ohne Steppenböden). Oder: Die Braunerde und ihre Subtypen bilden die Klasse der Braunerden. Die Bodenklassen wiederum sind Teil einer übergeordneten Bodenklassifikation. In Deutschland erfolgt die Einteilung der Böden in folgende Kategorien: Abteilungen, Klassen, Bodentypen, Subtypen, Varietäten und Bodenformen.
- Typische Bodentypen Rendzina Ranker Schwarzerde Braunerde Parabraunerde Gley Pseudogley Podsol
- Haupt-Bodenarten Sand (Abk.: S), mit einem Durchmesser von 0,063 mm bis 2 mm Schluff (Abk.: U), mit einem Durchmesser von 0,002 mm bis 0,063 mm Ton (Abk.: T), mit einem Durchmesser kleiner 2 µm (entspricht 0,002 mm) Lehm (Abk.: L), als ein Gemisch von Sand, Schluff und Ton mit etwa gleichen Anteilen.
- Bodenbestandteile 45% Mineralische Substanz 23% Lut 25% Wasser 7% Organische Stoffe
- Bestandteile Organische Substanz Boden 85% Humus 10% Wurzeln 5% Bodenlebewesen
- Bodeneigenschaften allgemein. Das Vermögen eines Bodens Wasser zu speichern, die Dichte, das Porenvolumen, wie gut ein Boden belüftet ist und die Beständigkeit seiner Aggregate (siehe Ton - Humus - Komplexe) werden als physikalische Eigenschaften bezeichnet.
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