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Strategisches Finanzmanagement 1 (Fach) / Lektion 01 (Grundlagen des Finanzmanagements) (Lektion)

Finanzmanagement

Diese Lektion wurde von Dennis1602 erstellt.

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  • Ziele und Funktionen - Unternehmensziele sind Ausgangspunkt jeder unternehmerischen Tätigkeit - oberstes Ziel = Schaffung von Wert für seine Eigentümer, dabei Berücksichtigung Interessen anderer Anspruchsgruppen
  • Ziele des Finanzmanagements - Steigerung des Umsatzes - Maximierung des Gewinns/Marktanteils - Vermeidung der Insolvenz, Liquiditätssicherung (operatives Ziel) - Kostensenkungen - Hauptaufgabe -> nachhaltige Unternehmenswertsteigerung (strategisches Ziel)
  • Shareholder Value-Ansatz - zu Deutsch Aktionärswert - bezieht sich auf Unternehmensstrategien, die vorrangig den Marktwert des EK erhöhen -> somit EK-Rendite für die Anteilseigner erhöhen - bei börsennotierten AG entspricht der Marktwert des EK dem Wert aller Aktien - Shareholder Value orientierte Unternehmen richten sich auf Aktionäre (bei nicht börsennotierten Unternehmen auf Eigentümer) als alleinige Anspruchsgruppe aus - Anteilseigner tragen das Risiko des Residualeinkommens (Restbetragsansprüche) - häufige Kritik an dem Ansatz, da er Anreize für kurzfristige Gewinnerzielung bietet, was auf Kosten der langfristigen Unternehmensentwicklung gehen kann
  • Stakeholder Value-Ansatz - weitere relevante Interessensgruppen im Unternehmensumfeld, derer Zielvorstellungen berücksichtigt werden müssen - alle Gruppen, die direkt oder indirekt von den unternehmerischen Handlungen betroffen sind und Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben - z.B. Eigentümer, Arbeitnehmer, Fremdkapitalgeber, Lieferanten, Kunden, Staat oder Bevölkerung - Grundgedanke: Koordination und Berücksichtigung der Bedürfnisse und Ziele der Stakeholder - z.B. durch Übernahme sozialer Verantwortung oder strategisches Nachhaltigkeitsmanagements (in Mittelstandsunternehmen) - in börsennotierten AG häufiger Shareholder Value-Ansatz - in der Praxis häufig Vermischung der Ansätze
  • Zielkonflikte zwischen Rentabilität, Liquidität und Sicherheit - zusätzlich zu den übergeordneten Unternehmenszielen des Share- und Stakeholder Value-Ansatzes werden dem FM weitere Ziele zugeordnet - Rentabilität, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit - ersten 3 stehen im Spannungsfeld zueinander - Rentabilitätssteigerung auf Kosten der Sicherheit, Rentabilitätssteigerung auf Kosten der Liquidität, Liquidität unterstützt Sicherheit - für jede finanzwirtschaftliche Entscheidung indiv. Gewichtung
  • Rentabilität - drückt aus, wie erfolgreich ein U. sein Kapital einsetzt, d.h. wie viel Gewinn mit dem Kapitaleinsatz erwirtschaftet wird - Prozentsatz bestehend aus einer Ergebnisgröße und einer Bezugsgröße - Ergebnisgrößen: Gewinn, Cashflow, Zinsen - Bezugsgrößen: EK, FK, GK, Projektkapital oder Umsatz (beim Kapital werden Jahresdurschnittswerte verwendet) - Berechnung für gesamtes Unternehmen oder einzelne Teilbereiche möglich - Berechnungszeitraum (Periode z.B. Geschäftsjahr oder Projektdauer) - Gewinn allein hat immer relativ wenig Aussagekraft, deshalb in Relation zu anderen Bezugsgrößen stellen - Rentabilitätskennzahlen können wirtschaftlichen Erfolg beurteilen, grad im Vergleich zu anderen Unternehmen oder vorangegangenen Perioden
  • Rentabilitätskennzahlen -Wie gut nutzt das Management das gesamte eingesetzte Vermögen zur Ergebniserzielung? - In welcher Höhe Verzinsung? - Wie groß ist die Vorteilhaftigkeit der einzelnen Investitionen? - Im Zähler Gewinngröße, im Nenner Kapitalgröße EKR = Gewinn / EK GKR = Gewinn / GK UR = Gewinn / Umsatz Cashflow-Rate = Cashflow / Umsatz Projektrentabilität = Projektgewinn / Kapitaleinsatz
  • Liquidität - Fähigkeit fälligen Zahlungsverpflichtungen pünktlich und in voller Höhe nachkommen zu können - Liquidität ist eine unabdingbare Voraussetzung für den Fortbestand eines U. - bei Illiquidität muss nach deutschem Recht Insolvenz angemeldet werden - steht somit im Spannungsverhältnis zur Rentabilität - hohe Rentabilität = höheres Risiko und weniger Sicherheit - Liquidität = Sicherheit bzgl. Zahlungsfähigkeit - deshalb Gleichgewicht schaffen zwischen Zielen der Rentabilität und Liquidität
  • Liquiditätskennzahlen Liquidität 1. Grades = (liquide Mittel / kurzfr. Verb.) x 100 (50 - 100%) Liquidität 2. Grades = (liquide Mittel + kurzfr. Ford. / kurzfr. Verb.) x 100 (100 - 120%) Liquidität 3. Grades = (liquide Mittel + kurzfr. Ford. + Vorräte/ kurzfr. Verb.) x 100 (120-150%) Working Capital = UV - kurzfr. Verb. (positiv sein, Teil des UV kann mit langfr. zur Verfügung stehenden Kapital finanziert werden, negativ bedeitet dass Teil des AV mit kurzfr. Vermögen finanziert wird was schnell zu Liqiditätsschwierigkeiten führen kann) Working Capital Ration = (kurzfr. UV / kurzfr. Verb.) x 100 (Abdeckungsgrad der kurzfr. Verb.) Deckungsgrad 1 = (EK / AV) x 100 (gibt an inwieweit AV durch EK gedeckt ist) (80 - 100%) Deckungsgrad 2 = (EK + langfr. FK / AV) x 100 (100 - 120%) Deckungsgrad 3 = (EK + langfr. FK / AV + Vorräte) x 100 (100%) 
  • Sicherheit - finanzwirtschaftliche Ziele und Maßnahmen basieren größtenteils auf zukünftigen Einschätzungen der Entwicklung des U. sowie Umfelds - jede Entscheidung ist Risiko ausgesetzt (betrifft Investition und Finanzierung) - Vermeiden von Risiko und Unsicherheiten steht im Spannungsverhältnis zu Rentabilität und Erwirtschaftung von Erträgen - hohes Risiko = hohe Rentabilität, jedoch Unsicherheit - niedriges Risiko = niedrige Rentabilität, jedoch Sicherheit
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  • Unabhängigkeit - beschreibt den Grad der Einschränkung der Dispositionsfähigkeit eines Unternehmens (unternehmerische Flexibilitäts- und Entscheidungsfreiheit) - z.B. Abhängigkeit der Eigentümern von Banken oder Managern von Kapitalgebern - Unabhängigkeit nimmt auch ab, wenn Mitspracherechte eingeräumt werden z.B. bei Eigenkapitalbeschaffung durch Aufnahme neuer Gesellschafter - ebenfalls Unabhängigkeitsabnahme bei Kreditaufnahme, U. muss Vermögensgegenstände als Sicherheiten stellen und nicht mehr uneingeschränkt über diese verfügen  
  • Funktionen des Finanzmanagements - von Fremdkapitalaufnahme bis Übernahme von anderen Unternehmen - generelle Unterteilung in zwei Teilbereiche - Investition -> Management des Anlage- und Umlaufvermögens - Finanzierung -> Bereitstellung von finanziellen Mitteln im U. - Teilbereiche müssen geplant werden und unter Berücksichtigung übergeordneter Unternehmensziele gestaltet werden - Finanzmanagement beschäftigt sich mit folgenden Fragestellungen: -- Welche Investitionen sollte das U. tätigen? -- Wie finanziert sich das U.? Kapitalstruktur? EK- und FK-Aufteilung? -- Wie wird die Liquidität bzw. der kurzfristige Cashflow gemanagt? -- Wie sieht die optimale Rendite-Risiko-Kombination aus? - Finanzmanagement hat die Aufgabe, diese Entscheidungen so zu treffen, dass der Unternehmenswert nachhaltig gesteigert wird
  • Fremdkapital - Verbindlichkeiten, von Dritten zur Verfügung gestellt, Rückzahlung nach gewisser Zeit - kurzfristige: Begleichung inn. eines Jahres nach Bilanzstichtag (Verb. LuL, kurzfr. Bankschulden) - mittelfristige: Laufzeit zwischen ein und fünf Jahren - langfristige: Mindestlaufzeit über 5 Jahren (Anleihen, Hypotheken, langfr. Bankkredite) - mit dem FK sind Gläubigerrechte verbunden, die an eine Forderung geknüpft sind - Grundlage des Kreditgeschäfts bildet ein schuldrechtlicher Vertrag -> Kreditvertrag - Fremdkapitalgeber (Gläubiger) erwirbt keine Eigentumsrechte am U., hat keine Kontroll-, Mitsprache- oder Entscheidungsbefugnisse, keine Erfolgsbeteiligung - lediglich Rückzahlungsrecht in Höhe Nominalbetrag (Tilgung) und periodischen Zinszahlungen - Gläubiger tragen Bonitätsrisiko, werden im Insolvenzfall ggü. EK-Gebern bevorzugt behandelt - trotzdem werden Kredite abgesichert (Übergabe Vermögensgegenstände als Sicherheit) - Rangfolge Insolvenzfall zur Befriedigung der Ansprüche: Insolvenzverwalter, Arbeitnehmerrechte, pfandgesicherten Kreditgeber, Gläubiger ohne Sicherheiten (Blankokredit) - Zinszahlungen auf das FK sind Gewinn mindernde Kosten, steuerabzugsfähig - somit Minderung der effektiven FK-Kosten -> teilweiser Ausgleich des Zinsaufwands durch Steuervorteil (Taxshield) - Taxshield bezeichnet den Wertbeitrag fremdfinanzierungsbedingter Steuervorteile - kurzfristig, Laufzeit unter einem Jahr, zur Absicherung der Liquidität des laufenden Geschäfts - langfristig, zur Finanzierung des Anlagevermögens - bei großen U. andere FI möglich, Schuldverschreibungen, Anleihen, Obligationen - diese verzinslichen Wertpapiere werden international als Bonds bezeichnet
  • Eigenkapital - Beteiligung am Unternehmen, hat Mitwirkungs-, Stimm- und Kontrollbefugnisse - EK wird meistens unbefristet zur Verfügung gestellt, Erfolgsbeteiligung, keine Verzinsung - EK ist haftendes Kapital, da es im Insolvenzfall haftet - Status des EK hängt von Rechtsform ab und hat folgende Formen: -- Beteiligungskapital bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften -- Stammkapital bei der GmbH -- Grundkapital bei der AG -- Geschäftsguthaben bei Genossenschaften - je nach Rechtsform weitere Unterscheidung des bilanziellen EK in variable/veränderliche EK und feste/konstante EK - variable EK: meist bei Einzelunternehmungen und Personengesellschaften, EK unterliegt Schwankungen durch Einlagen/Entnahmen durch Gesellschaftern, Verlusten oder einbehaltenen Gewinnen - festes EK: bei Unternehmensformen mit Haftungsbeschränkung (GmbH, AG), Bezeichnung als gezeichnetes Kapital, Veränderungen durch Kapitalerhöhungen/Kapitalherabsetzungen, daneben haben diese Rechtsformen auch variable EK-Komponenten wie z.B. Rücklagen - EK-Inhaber Recht auf Teilnahme an der Jahreshauptversammlung, Recht auf Gewinnbeteiligung - AG Gewinnbeteiligung durch Dividenden (Entscheidung durch U., variiert von Jahr zu Jahr, Ausschüttung nicht verpflichtend) - Aktie = Anteil- oder Teilhaberpapier, Verbriefung von Eigentümerrecht an der AG - verschiedene Formen (Stammaktien, Vorzugsaktien, usw.)
  • Übersicht Finanzierungsformen nach Rechtsstellung des Kapitalgebers - Eigenfinanzierung -- in Buchform (Einlagenfinanzierung) -- in Effektenform (Beteiligungsfinanzierung) - Fremdfinanzierung -- extern (Kreditfinanzierung) -- intern (Rückstellungsfinanzierung)
  • Übersicht der Finanzierungsformen nach Herkunft des Kapitals - Außenfinanzierung (Kapitalzuführung) -- Einlagen- und Beteiligungsfinanzierung -- Kreditfinanzierung - Innenfinanzierung (Kapitalbindung) -- Selbstfinanzierung -- Rückstellungsfinanzierung
  • Außenfinanzierung - Kapitalzuführung - kann mit Fremdkapital erfolgen (Kreditfinanzierung, Lieferantenkredite, Kundenanzahlung, Bankkredite, Schuldverschreibung) oder durch Eigentümer (Gesellschaftsdarlehen) - kann mit Eigenkapital erfolgen (Beteiligungs- oder Einlagenfinanzierung) durch Zuführung von Kapital durch bestehende oder neue Eigentümern/Gesellschaftern - wesentliche Unterschiede zu anderen Formen der Außenfinanzierung liegen in der Rechtsstellung des Kapitalgebers, darin ob ein U. Wertpapiere emittieren darf oder nicht (sprich Zugang zur Börse) - emissionsfähige Unternehmen beschaffen EK über Emission von Wertpapieren - nichtemissionsfähige Unternehmen beschaffen EK durch Geld- und Sachmittel aus dem Privatvermögen der Gesellschafter (einbringen von Geld -> Kapitaleinlage) - Kapitalerhöhung durch neue EK-Geber wird häufig negativ gesehen -> Verwässerung der Einflussmöglichkeiten und Ergebnisverteilung (mehr Beteiligte, mehr Mitsprachebeteiligte, Gewinnanteil des einzelnen Gesellschafters sinkt)
  • Innenfinanzierung - interne Finanzierungsquellen als Grundlage - Finanzmittel werden aus dem Umsatzprozess des U. beschafft - Unterscheidung zwischen Innenfinanzierung aus EK oder FK - interne Finanzierung mit EK beinhaltet die offene oder stille Selbstfinanzierung - interne Finanzierung mit FK beinhaltet die Fremdfinanzierung aus Abschreibungen oder Rückstellungen - kurzfristige Fremdfinanzierung (Rückstellungen auf gewinnabhängige Steuern) - langfristige Fremdfinanzierung (Pensionsrückstellungen)
  • Offene und stille Selbstfinanzierung -  erfolgt durch Einbehaltung der Gewinne (keine Ausschüttung/Gewinnentnahme) - bei Einzelunternehmen oder Personengesellschaften wird dadurch das Kapitalkonto erhöht - bei Kapitalgesellschaften Zuführung der thesaurierten Gewinne zu den Gewinnrücklagen - stille Selbstfinanzierung aus stillen Reserven (Kapitalreserven durch Unterbewertung von Vermögensgegenständen oder durch Überbewertung von Rückstellungen)
  • Rückstellungen und Abschreibungen - Rückstellungen sind begründet erwartete Kosten in der Zukunft aus vorhersehbaren Ursachen - fallen nach dem Bilanzstichtag an und sind somit noch nicht verbucht - Kosten verursachende Ereignis muss in der laufenden Periode absehbar sein, aber ohne Kostenwirkung - langfristige Rückstellungen z.B. Pensionsrückstellungen - kurzfristige Rückstellungen können z.B. für gewinnunabhängige Steuern gebildet werden, weiterer Grund Rückstellungsbildung für erwarteten Schadensersatz aufgrund Gerichtsverfahren - Abschreibungen resultieren aus Wertminderung bestimmter Vermögensgegenstände - Vermögensgegenstände mit mehrjähriger ND (Firmenwagen, Maschinen) - Abschreibung erfolgt über die Jahre der ND
  • Finanzierung und Wachstum - Starker Zusammenhang zwischen externer Finanzierung und Wachstum (Trade-Off) - bei geringem Wachstum kann interne Finanzierung durch nicht ausgeschüttete Gewinne ausreichen - bei größerem Wachstum muss sich das U. ggf. extern auf dem Kapitalmarkt umschauen - kennen der Beziehung zwischen Wachstum und Außenfinanzierung bzw. dem externen Finanzierungsbedarf (EFB), kann hilfreich für die langfristige Planung des U. sein
  • Finanzierung und Wachstum (Beispiel) - es wird von 20% Umsatzwachstum ausgegangen - Umsatz steigt somit auf 960 EUR - um Anstieg zu erreichen muss 20% mehr produziert werden - damit steigt auch das Gesamtvermögen um 20% auf 1.200 EUR - wird 20% mehr produziert, so steigen auch die Kosten um 20% - werden alle Veränderungen berücksichtigt, sieht die Bilanz und GuV im nächsten Jahr so aus: - EFB von 84,40 EUR wird in d. Falle durch FK finanziert, somit ergibt sich ein gesamtes FK von 584,80 - Gesamtkapital beträgt dann 1.115,20 EUR + 84,80 EUR = 1.200 EUR - Vergleich Verschuldungsgrad FK/EK der beiden Jahre ergibt, dass dieser abnimmt: - VG Basisjahr = 500/500 = 1 - VG Neu = 500 + 84,40 / 615,20 = 0,95 - folgende Abbildung zeigt die Auswirkung unterschiedlicher Umsatzwachstumsraten auf die notwendige Außenfinanzierung und den Verschuldungsgrad - bis zu einem 10%-igen Wachstum ist keine Außenfinanzierung notwendig, es können sogar noch Verbindlichkeiten abgebaut werden (negativer EFB) - bei Wachstum von 25% beträgt der Verschuldungsgrad mehr als der ursprüngliche Koeffizient im Basisjahr. Bei Wachstumsraten unter 25% sinkt der Koeffizient - grafische Darstellung: Aktiva, die das Wachstum erst ermöglicht, nimmt schneller zu als die durch das prognostizierte Wachstum hervorgerufenen nicht ausgeschütteten Gewinne
  • Interne Wachstumsrate - bezeichnet die höchste Wachstumsrate, die durch Innenfinanzierung erreicht werden kann -  wo die beiden Graphen sich schneiden, deckt die Innenfinanzierung genau die Mittel ab, die für Investitionen in neue Aktiva nötig sind - Interne Wachstumsrate = GKR * b / (1 - GKR * b) - GKR = Gewinn/Gesamtkapital - b = Nicht ausgeschüttete Gewinne / JÜ - bis zu Wachstum von 10,62% kann die benötigte Aktiva allein durch nicht ausgeschüttete G. finanziert werden - bei höheren Wachstum -> Bedarf an externen F-Quellen - höhere Thesaurierungsquote und höhere Kapitalrendite erhöhen die interne Wachstumsrate - höhere Thesaurierungsquote bedeutet, dass das U. einen höheren Teil des Reingewinns ins U. reinvestieren und somit über mehr Geldmittel verfügt, um das interne Wachstum ohne externes Kapital zu finanzieren
  • Nachhaltige Wachstumsrate - gibt an, wie viel Prozent ein U. wachsen kann, wenn es nur interne Finanzmittel und Fremdfinanzierung einsetzt, wobei Verschuldungsgrad konstant bleibt (Verhältnis EK zu FK bleibt gleich) - Nachhaltige Wachstumsrate = EKR * b / (1 - EKR * b) - EKR = Gewinn / EK - b = Nicht ausgeschüttete Gewinne / JÜ - U. kann also um 23,76% wachsen und dieses Wachstum nur mit nicht ausgeschütteten Gewinnen und Fremdkapital finanzieren, wobei Verschuldungsgrad konstant bleibt - auch hier gilt: je höher Thesaurierungsquote oder Kapitalrendite ist, desto größer ist die Wachstumsrate - höhere Quote und Rendite bedeuten, dass das U. höhere interne Finanzmittel hat und nicht auf externe Finanzierungsquellen angewiesen ist