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Berufskunde (Fach) / Berufskunde (Lektion)

Berufskunde

Diese Lektion wurde von Butterbrezel11 erstellt.

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  • Welche praktischen Konsequenzen (für die gesamte Arbeit des Logopäden) hat ein kooperatives und partizipatives Therapiemodell? Was ist mit 'shared decision making' bzw. 'partizipativer Entscheidungsfindung (PEF) gemeint? Das bedeutet, dass eine Therapie nicht nur durch die Leitung des Th. gestaltet wird. Es gehören 3 Komponenten dazu:- Der Therapeut bringt sein Therapeuten/Expertenwissen ein- Der Pat und A, bringen ihr Wissen und ihre Ziele mit ein, sind Informanten, Experten des Alltags und Kooperationspartner- Externe Evidenzen, Forschung, diagnostische Instrumente, Überprüfung der Vorgehensweisen Der Th. darf dem Pat. bzw. den A. keine Informationen vorenthalten, muss transparent arbeiten und Ziele nicht alleine treffen. Dies geschieht in der gemeinsamen Besprechung.
  • Was unterscheidet die evidenzbasierte Praxis von der reflektierten Praxis? Bei der evidenzbasierten Praxis werden in allen Aufgabenbereichen der alltäglichen Praxis folgende Punkte berücksichtigt: - das individuelle Störungsbild des P (med. Diagnostik & Befund nach dem ICF Modell)- Das Wissen, die Werte und Ziele des P- relevante Forschungsergebnisse (externe Evidenzen)- die klinische Expertise (reflektierte Erfahrungen) die evidenzbasierte Praxis begleitet die Therapie in allen Bereichen. Vom EG bis zum AG.
  • Wo können Sie sich Entscheidungshilfen für ihre alltägliche therapeutische Arbeit holen? 1. Im Gesundheitsmodell ICF 2. In den Leitlinien (AWMF) 3. in den Standard der Berufsverbände (dbl)
  • Was gehört zur Qualitätssicherung in der therapeutischen Praxis? 1. Ausbildung = Grundvoraussetzung, dann Fortbildungsverpflichtung 2. Strukturqualität--> geeignete Einrichtung, Diagnostik- und Therapiematerial und geräte 3. Prozessqualität (Standards der Berufsverbände)z.b. Durchführungsstandards, partizipative Entscheidungsfindung,... 4. ErgebnisqualitätEvaluation --> Therapieeffektivität und Patientenzufriedenheit
  • Welche Faktoren wirken auf die Bestimmung der Therapieziele ein, wenn man das WHO-Modell und eine kooperative Therapiekonzeption als Bezugsrahmen nimmt? Anhand des WHO-Modells kann der Gesundheitszustand einer Person beschrieben werden. das geschieht in 4 Schritten:1. Klassifikation der Körperfunktionen --> medizinisch2. Klassifikation der Körperstrukturen --> medizinisch3. Klassifikation von Lebensberechen (Domänen der Aktivität und Partizipation)4. Liste der Umweltfaktoren (als Barrieren und Förderfaktoren Bei einer kooperativen Therapiekonzeption muss nun gemeinsam mit dem Pat. und seinen A. eine Schwerpunktsetzung erfolgen.
  • Wie würden Sie das 'Grundschema' des Evaluierens beschreiben? Das Evaluieren besteht aus meiner Sicht aus 2 großen Komponenten, welche gemeinsam einen Wirksamkeitsnachweis liefern sollen: 1. Evaluation durch den Th. Wurden Therapieziele erreicht? Ansatz richtig gewählt? Methodenauswahl? Arbeitsbeziehung? --> sie ist valide und objektiviert die Ergebnisse 2. Evaluation durch P & Angehörige--> subjektive Einschätzung und Beobachtungen aus dem Alltag
  • Welche Evaluationsmethoden kennen Sie? Base-Line-Erhebung Test-re-test GAS Fragebögen systematische Beobachtung
  • Die sogenannten Rahmenempfehlungen werden durch die Heilmittelrichtlinien (HMR) konkretisiert. Wer handelt die Rahmenrichtlinien aus und was genau regeln die HMR? Der "Gemeinsame Bundesausschuss" handelt diese aus. = Ausschüsse der Ärzte und Krankenkassen. Sie regeln die Versorgung kranker Menschen mit Heilmitteln nach dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse.
  • Welche Aufgaben müssen alle Heilmittelerbringer laut Gesetz erfüllen? Was dient ihnen als 'Leitbild'? Folgende Aufgaben hat ein Heilmittelerbringer:- Kraknheit heilen, Symptome lindern, Verschlimmerung verhüten- eine Schwächung der Gesundheit, die in absehbarer Zeit zu einer Krankheit führen würde, abwenden- eine Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes vorbeugen- Pflegebedürftigkeit vermeiden bzw. mindern Es gibt folgende 2 Leitbilder für Heilmittelerbringer:restitutio ad integrum --> Fokus auf Heilung, z.b. Krankenhausrestitutio ad optimum --> Fokus auf Optimierung von Teilhabe, z.b. Rehabilitationseinrichtungen
  • Welche Auswirkungen hat das Gesundheitsmodell der WHO, wie es in der ICF dargestellt wird, auf die Kerngeschäfte (Diagnostik, Therapieplanung, Evaluation) der Logopädie? --> konkrete Beispiele, was ändert sich dadurch? Es beschreibt den individuellen Gesundheitszustand eines P zu einem gewissen Zeitpunkt Es bietet einen gemeinsamen Bezugsrahmen für interdisziplinäre Zusammenarbeit Es bietet eine Orientierungshilfe für Diagnostik, Therapieplanung und Evaluation
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  • Welche Möglichkeiten bietet das Modell im Hinblick auf multiprofessionelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit? Es schafft eine Grundlage, die allen Beteiligten (bspw Arzt und Logopäde) bekannt ist und auf die Bezug genommen werden kann in der Beschreibung und im Austausch über den Patienten. 
  • Verändert die Orientierung an diesem Modell auch das Verhältnis zwischen den Betroffenen und den Therapeut/innen? Wenn ja wie und warum? Ja, da sich Th- und P auf einer Ebene begegnen. Th. ist nicht nur Behandelnder, sondern viel mehr Coach, Trainer und Berater. Auch P ist Experte, und zwar für seinen Alltag und seine Fähigkeiten.