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Krankheiten (Fach) / Medizinische Ansätze (Lektion)

allgemeine und spezielle Aussagen

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  • Arthrose unterstützende Mittel Blutegel, Muschelextrakt, MSM (Methylsulfonylmethan – organische Schwefelverbindung = wichtig für den Knorpelaufbau), Teufelskralle (Doping, Magenunfreundlich) – hält Synoviypuffer länger aufrecht (Pulver lichtempfindlich, da frisch besser), Ingwer (Doping) – letzte Wahl, da „Betäubung“ des ganzen Körpers, geht aber auf die Niere, besonders gut im Winter, da Athrose durch Kälte und Nässe schlimmer, max. für 6 Monate, 3,6 g/100 kg
  • Oxytocin Bindungshormon (Kuschelhormon) Wichtige Bedeutung im Geburtsprozess, beeinflusst Verhalten zwischen Mutter und Kind, Geschlechtspartnern und allgemeinen sozialen Kontakten,   Streicheln bewirkt die Freisetzung von Oxytocin,   verringert den Blutdruck,   wirkt sedierend
  • Cortison Entzündungshemmend, Unterdrück das Immunsystem Langzeitcortison (3 Monate) oder Depotkortison sollte bei Pferden nicht angewandt werden, da es Hufrehe auslösen kann. Hilft aber gut bei Allergien, da ist abzuwägen, ob man das Risiko eingehen möchte.
  • Herpesimpfung Erkrankung trotzdem möglich, dann aber abgeschwächter Stamm 1 = lebensgefährlich, neurologische Anfälle Stamm 4 – kann zu Aborten bei Stuten führen, 14 Tage nach der Krankheit, der tote Fötus ist stark infiziert Über Abstrich feststellbar, PCR = Analyse der DNA Erreger Herpesimpfung nur auf intwrbationalen Turnieren vorgeachrieben
  • Futter „Hufreheweide“ – Nächte kühl, Tage heiß Kalzium-Phosphor-Verhältnis = 2 : 1 junge Pferde bis 4 Jahren 3:1 Heu einweichen – 12 Stunden, da der allergische Staub in den Halmen sitzt
  • PTA (Puls, Temperatur, Atmung) in Ruhe: P  28-40 Schläge (bis 240),                                                                                                        A  8-16 Züge (bis 70),                                                                                                                       T  37,5 -38,2 Grad (Fohlen 38,0 bis 39,0 ein paar Tage nach der Geburt)
  • gemischtes medizinisches Allgemein Dermatitis – entzündliche Reaktionen, vornehmlich der Derma (Lederhaut) Schmerzmessung: akuter Schmerz kann über die Herzfrequenz gemessen werden, chronischer Schmerz nicht Huf braucht ein Jahr  um durchzuwachsen Ischämie – Sauerstoffmangel Hormonsystem – endokrines System Schleimbeuteentzündung – Bursitis Sehnenentzündung – Tendinitis Krankheit – Morbus
  • PECH – Regel Pause-Eis-Kompression-Hochlagern P – ruhigstellen E – kühlen, Verengung der Blutgefäße und schmerzstillend K – Kompression – Verlangsamt die Ausweitung von Blutungen und Schwellungen H – hochlegen, am besten über Herzhöhe, Hilfe holen
  • Entzündungszeichen Calor (Hitze), tumor (Schwellung), rubor (Rötung), dolor (Schmerz), Functio laesa (Funktionseinschränkung)
  • Ataxie Wachstumsbedingt: kann sich evtl. regenerieren traumatisch: Cortison nach spätestens 45 Min. zur Abschwellung des Rückenmarks Diagnostik: Rückwärtsführen - Bein kann nicht angehoben werden
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  • N. radialis parese N. radialis verläuft übr das untere Ende Spina scapulae, da diese flach ausläuft, daher kann der Nerv z. B. bei einer Vollnarkose eingequetscht werden Ist die Lähmung stark ausgeprägt, kommt es zur Kußhandstellung Wenn überhaupt, 2-järiger Heilungsprozess, Besserung muss aber nach 6 Wochen eintreten
  • Was hilft bei Nervenverletzungen? Vitamin B Heilung kann 2 Jahre dauern, Besserung muss aber nach 6 Wochen erkennbar sein, sonst wahrscheinlich zwecklos
  • BSE ist ? Eine tödliche Tierseuche: Rinderwahn,Dummkoller Bovine spongiforme Enzelphalopathie - bei Rindern auftretende schwammartige Rückbildung von Gehirnsubstanz
  • Gaskolik Bei Koppern: Die eingezogene Luft kann nicht zurück, da die Magenklappe nur in einer Richtung öffnet.  Alte Pferde können die Luft nicht mehr gut durch den Darm pressen und können dadurch Gaskolik bekommen.
  • Kissing Spines Untersuchungsmöglichkeit hintere Widerrist Lendenwirbel Druckprobe Rücken: Pferd drückt den Rücken nicht nach unten
  • Zwilling Zwilling kann bis 40 Tage nach Deckung entfernt werden häufige Ursache ist das Anspritzen: Hormonzufuhr zum Follikelwachstum
  • Was ist eine Chimere? Zwilling, der zu einem Pferd zusammengewachsen ist
  • Schwellungen Augenbereich Augenhöhle ist duchgehend knöchern, daher ziehen Schwellungen nach außen bzw. innen
  • Head Shaking kann: N. trigenimus Reizung sein, da der Nerv zu nah an der Hautoberfläche liegt, Foramen infraorbitale
  • Tränenkanalverstopfung Spülung durch Nase, kommt aus dem Auge wieder raus
  • Hornhautschaden Kontrolle mit Fluorescein: Fluorescein ist ein Farbstoff, der als Diagnostikum in der Augenheilkunde eingesetzt wird. Auge verfärbt sich an der verletzten Stelle grün. Behandlung mit Antibiotikum Liegt kein Hornhautschaden vor, reicht meistens eine Cortisonsalbe.
  • EOTRH - Equine Odontoclasic Tooth - Resorption and Hypercementosis http://www.pferde-dental-nrw.de/page2.php Veränderung der Schneidezähne Das bedeutet zahnauflösende Prozesse bei der die Schneide- und  Hengstzähne sowie der Kieferknochen zerstört werden. Es kommt zu massiven  Umbauprozessen der Zähne und zu einem Rückzug des Zahnfleisches. Als Reparaturmechanismus versucht der Körper, die geschädigten Zahnbereiche zu stabilisieren und lagert in zunehmender Dicke Zahnzement um die Wurzel ab. Da der Prozess unter dem Zahnfleischniveau abläuft und der sichtbare Zahnbereich meist noch gesund erscheint, wird er oft sehr spät diagnostiziert. Symptome: °Probleme beim Abbeißen von hartem Brot oder Möhren°Eiterbläschen oder kleine rote Punkte im Zahnfleisch °verdicktes und wulstiges rotes Zahnfleisch, Zahnfleischrückgang°vermehrte Zahnsteinbildung° Widerwille gegen Anfassen des Mauls°Lockerung der Schneidezähne° Futter zwischen den Zähnen° Mundgeruch° Schwächung des Immunsystem° Stoffwechselprobleme Diagnostik: Ansehen und Abtasten der Zähne, des Zahnfleisches und Beurteilung der Schleimhäute zur Feststellung von Umfangsvermehrungen, losen Zähnen oder Eiterbildung ( Fisteln) Röntgen zur Beurteilung der Zahnwurzeln und der Kieferknochen Verlauf: Die Krankheit kann sich sehr schnell weiter entwickeln. Zunächst treten nur leichte Symptome auf (vermehrte Zahnsteinbildung, Verspannungen beim Reiten, wiederwilliges Auftrensen, im fortgeschrittenen Stadium lassen sich die Pferde aufgrund der Schmerzhaftigkeit nur sehr ungern am Maul anfassen ) Binnen weniger Monate können dann deutlich erkennbare Schwellungen entstehen und das Pferd wird von erheblichen Schmerzen geplagt. Therapie: Bei einer fortgeschrittenen Erkrankung hilft leider nur die Entfernung der kranken Zähne um die Schmerzen, welche durch chronische Entzündungen entstanden sind, zu beseitigen und dem schnelleren Fortschreiten der Erkrankung entgegen zu wirken. Da die Erkrankung die Schneide- und Eckzähne betrifft, kann es sein, dass alle Schneidezähne gezogen werden müssen! °°°Bei früh diagnostizierter Erkrankung ist es jedoch in der Regel möglich, die vorhandene Zahnsubstanz vital zu erhalten, d.h. die Schneidezähne werden eingekürzt und die Druckbelastung wird minimiert. Für jeden Patienten wird eine Fotodokumentation angefertigt. In wenigen Fällen müssen die Zähne direkt entfernt werden, es wird immer zuerst versucht, Zahn erhaltend zu arbeiten, dies setzt eine Schmerzunempfindlichkeit des Pferdes voraus°°°
  • COB chronische Bronchitis - Massage Atmungsmuskeln - TCM - Vibration auf den Rippen
  • Kastrationsnarbe kann energetisch gestört sein, fühlt sich dann kalt an kann Tiggern und Beckenschiefstand verursachen Therapie: Akkupunktmassage, Matrix-Therapie
  • grobe Herzfrequenzmessung Puls = Herzfrequenz
  • Ruhe Atem/Herzfrequenz Atemfrequenz 8 - 16 Herzfrequenz 25 -45
  • Schritt Atemfrequenz/Herzfrequenz Atemfrequenz 50-70 Herzfrequenz 50-90 Training: Regeneration
  • Trab Atemfrequenz/Herzfrequenz Atemfrequenz 60-90 Herzfrequenz 80-120 Training: moderat
  • Canter Atemfrequenz/Herzfrequenz Atemfrequenz 85-115 Herzfrequenz 120-160 Training: aerobic
  • Galopp Atemfrequenz/Herzfrequenz Atemfrequenz 110-150 Herzfrequenz 160-240 Training: Reizschwelle
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  • Equides Sarkoid siehe auch: www.sarkoid.de Das Equine Sarkoid bezeichnet eine krankhafte Hautveränderung in Form eines Tumors bei Pferden. Das Equine Sarkoid ist mit etwa 40% der häufigste Tumor beim Pferd. Das Wort Tumor bezeichnet eine Umfangsvermehrung der Haut und ist nicht mit einer Krebserkrankung in Verbindung zu bringen. Da das Equine Sarkoid keine Metastasen in die inneren Organe bildet, unterscheidet sich das Equine Sarkoid von einer Krebserkrankung. Teilweise wird das Equine Sarkoid auch als semimaligner Tumor bezeichnet, da es nach Reizung oder Verletzung sehr schnell wachsen kann!”Erste Symptome für das Equine Sarkoid sind Hautveränderungen, oft kleine Warzen oder auch abgegrenzte kreisrunde, haarlose und schuppige Stellen. Die Warzen können sowohl über der Haut als auch unter der Haut von Fell bedeckt liegen. Das Equine Sarkoid kann ein intensives Wachstum aufweisen und bis zur Faustgröße heranwachsen. Es besteht eine hohe Neigung zum erneuten Auftreten. Oft kommt dazu, dass das Eqine Sarkoid zu bluten anfängt, was vor allem im Sommer Ungeziefer anzieht. Auch wenn weder Metastasen noch Störungen des Allgemeinbefindens zu erwarten sind, stört das Equine Sarkoid nicht nur durch das unschöne Aussehen, sondern auch beispielsweise im Bereich der Gurtlage oder des Auges. Ursachen für das Equine SarkoidErreger für das Equine Sarkoid sind die Bovinen Papillomviren 1 und 2. Diese kommen in der natürlichen Umgebung eines Pferdes generell vor, wobei es nicht bei jedem Pferd zum Ausbruch der Krankheit kommt. Eintrittspforten sind kleinste Hautwunden.Möglich ist, dass Pferde, die das Equine Sarkoid bekommen eine genetische Disposition aufweisen. Möglich ist aber auch, dass ihr Immunsystem geschwächt ist und sie daher erkranken, wenn sie mit den Bovinen Papillomviren in Kontakt kommen. Dies legt auch einen Zusammenhang mit dem Pferdefutter nahe. Auch eine Kombination beider Faktoren ist möglich. Auffällig ist, dass es nicht zu Ansteckungen der Pferde untereinander kommt, aber betroffene Pferde oft unter ähnlichen weiteren Problemen leiden. Häufig stelle ich bei diesen Pferden eine Übersäuerung, Probleme mit der Leber sowie Verspannungen der Muskulatur fest. Das Equine Sarkoid: Es können die folgenden verschiedenen Tumortypen auftreten:Typ I – Okkultes Sarkoid (flach, versteckt, unter der Haut)Klar umgrenzte, haarlose Fläche mit grauer Oberfläche; die obere Hautschicht ist schuppig. Das Equine Sarkoid dieses Typs kann wachsen oder für mehrere Monate oder Jahre unverändert bleiben. Wenn es gereizt wird, kann es zu aggressiveren Formen wechseln.Typ II – Warzenartiges Sarkoid (verruköses Sarkoid)Sichtbare flache Regionen auf der Haut, in denen sich die Hornschicht verdickt (Hyperkeratosis) und schuppen kann. Diese Form wird häufig mit Warzen verwechselt. Das Typ II Equine Sarkoid wächst langsam, kann durch Reizung (z.B. im Sommer durch Mücken) oder falscher Behandlung granulös werden und aggressivere Formen annehmen.Typ III – Knotiges Sarkoid (nodulares Sarkoid)Hier spürt man dichte Knoten unter der Haut, die sich verschieben lassen und dann durch die Haut brechen können. Diese Knoten können sich zur fibroplastischen Form, Typ IV, entwickeln. Dieser Typ kommt meistens am Kopf (besonders an den Lippen und den Augenlidern) oder der Genitalregion vor, da dort die Haut dünner ist. Typ III ist gutartiger und besser behandelbar.Dieses Equine Sarkoid ist von gesunder Haut, vereinzelt mit Fell , bedeckt. Wenn es aufbricht hat man Typ IV.Typ IV – Fibroplastisches SarkoidDieses Equine Sarkoid tritt sehr aktiv und aggressiv in Erscheinung und Entwicklung und gekennzeichnet durch geschwürartige, offene und blutende Stellen. Sie können schnell wachsen oder gleich bleiben. Auch gibt es Phasen, in denen es besser zu werden scheint. Dieses Equine Sarkoid ist gut durchblutet und aus diesem Grund auch schnell zum Bluten zu bringen. Es ensteht aus anderen Sarkoiden, die gereizt wurden oder auch nach Verletzungen. Wird dieses Equine Sarkoid chirurgisch entfernt, wächst es umso schneller und aggressiver nach!Typ V – Gemischter TypusDieses Equine Sarkoid zeigt Erscheinungsbilder vom verrukösem, nodulärem und fibroblastischem Sarkoid (Typ II, III und IV). “Sowohl nach Entfernung als auch spontan können sich die leichten Typen in schwere Typen verwandeln!”Das Equine Sarkoid: Die TherapieDie veterinärmedizinische Behandlung der Sarkoide ist schwierig und meist wenig effektiv. Bisher stehen zur Therapie des Equinen Sarkoids zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die allerdings meist unzureichend effektiv sind. Das Spektrum umfasst operative Entfernungen, chemotherapeutische Maßnahmen, Strahlentherapie oder auch eine Impfung mit einem Impfstoff gegen Tuberkulose. Meist werden jedoch ätzende Präparate verwandt, die auch nicht besonders erfolgversprechend sind bzw. teilweise auch zu schweren Nebenwirkungen führen. Eine Kombination dieser Therapieformen wird ebenfalls beschrieben. Bei einer operativen Entfernung ist die Gefahr groß, dass Sarkoide an gleicher oder anderer Stelle wiederkehren. Aus diesem Grund ist von einem operativen Eingriff abzuraten! Zur Ursachenforschung und Ausarbeitung einer individuell passenden homöopathischen Therapie setze ich die Biofeld-Haaranalyse für Pferdeein. “Homöopathisch hat sich auch Nehls Vet Komplex Nr. 3 beim Equinen Sarkoid bewährt!”Equine Sarkoide – durch Ernährung beeinflussbarMeine ganzheitliche, naturheilkundliche Therapie erfolgt grundsätzlich sowohl von „außen“ als auch von „innen“. So beziehe ich immer auch die Fütterung des betroffenen Pferdes in den therapeutischen Ansatz mit ein. Dies hat sich durchaus bewährt, da ein gesundes Immunsystem und eine starke Abwehr gut durch die Pferdefütterung beeinflussbar ist. Über die Fütterung kann auch die Ausleitung und Entgiftung unterstützt und der Stoffwechsel reguliert werden. Ein intaktes Immunsystem und eine gut funktionierende Abwehr ist der beste Schutz vor (einer erneuten) Erkrankung.Aus vielen Erfahrungen mit dem Equinen Sarkoid und dessen Therapie habe ich Nehls easy ES entwickelt, eine flüssige Kräuter Rezeptur zur Förderung eines gesunden Hautstoffwechsels bei Equinem Sarkoid. Eine effektive lokale Therapie des Sarkoids ist unverzichtbar. Lokal bewährt hat sich Nehls Warzen-Weg.
  • Schale Schale beim PferdSchale ist eine Reizung der Knochenhaut und dies kann dazu führen, dass neues Knochengewebe produziert wird. Solche Knochenwucherungen (= Schale) findet man bei sehr vielen Pferden. Sie befinden sich meistens am Kronbein, Hufbein oder Fesselbein und können sich an allen vier Beinen bilden, jedoch sind oft die Vorderbeine befallen. Man unterscheidet zwischen der gelenknahen Schale und der Gelenkschale. Die Gelenkschale ist weitaus schwieriger zu behandeln, da sie meist zu starken Schmerzen führt und die Gelenkbeweglichkeit stark eingeschränkt ist. Die gelenknahe Schale befindet sich in nächster Umgebung des Gelenks, das Gelenk selber ist nicht betroffen. SymptomePferde die Schale haben zeigen meist eine Lahmheit, die unterschiedlich stark ausfallen kann. Erkennen kann man eine Schale daran, dass das Pferd das kranke Bein kürzer belastet als das gegenüberliegende gesunde Bein. Beim Laufen kann man erkennen, dass sich das Pferd immer auf das gesunde Bein fallen lässt um das erkrankte Bein zu entlasten. Ein starkes Nicken des Kopfes ist dabei zu sehen. Bei manchen Pferden kann man die Schale daran erkennen, das sie beim Auftreten mit dem hinteren Teil des Hufes zuerst am Boden aufkommen. Dies nennt man die sogenannte Trachtenfussung, weil dass Pferd zuerst mit den Trachten am Boden aufkommt. Beim Laufen kann der Gang klamm wirken. In manchen Fällen können bei der Schale die Haare am Kronsaum abstehen. Bei einigen Pferden ist das Bein etwas angeschwollen im Bereich des Fessegelenks oder des Krongelenks. Beim Laufen ist die Schwellung oft deutlich stärker zu sehen, als beim Stehen. Besteht die Erkrankung schon etwas länger, dann bilden sich sehr harte Schwellungen am Kronsaum, die sich dann auch nicht mehr zurück bilden. UrsachenEine Schale kann entstehen durch Verletzungen, wodurch die Knochenhaut gereizt wird. Zum Beispiel bei Knochenbrüchen, bei eitrigen Entzündungen, tiefen Verletzungen durch scharfkantige Gegenstände, Huftritte durch andere Pferde, vermehrtes Schlagen gegen die Boxenwand, Huffehlstellungen (z.B. zu hohe Trachten), verfrühtes Anreiten junger Pferde, Verstauchungen und Prellungen, regelmäßige abrupte Stopps und Starts beim Reiten, extreme Überanstrengung, usw. Die konventionelle BehandlungBei der konventionellen allopathischen Behandlungsweise werden bei Schale Kortison eingesetzt, damit die Entzündungen zurück gehen. Hyaluronsäure wird gespritzt, um den Gelenkknorpel zu sanieren. In manchen Fällen sind auch operative Maßnahmen sinnvoll. Die phytotherapeutische BehandlungBei starken Entzündungen und Schmerzen haben sich äußerlich feuchte Umschläge mit Zinnkraut-und Süßholzwurzel-Tee bewährt. Ein Angußverband, der tagsüber oder nachts einwirken kann, kann hier schnell eine Schmerzlinderung bringen. Für den Tee berechnet man mindestens 50 Gramm Zinnkraut und 50 Gramm Süßholzwurzel für 0,5 Liter Wasser. Den Tee mindestens 10 Minuten ziehen lassen, besser ist es sogar, wenn er mehrere Stunden ziehen kann. Der Tee ist im Kühlschrank 3 Tage haltbar ohne Konservierungsmittel. Man kann zum Konservieren auch 250 ml naturreinen Apfelessig zum Tee geben, dann ist der Tee längere Zeit haltbar. Auch Apfelessig hat bei Schale einen schmerzlindernden Effekt, da er äußerlich angewandt, zusätzlich entzündungshemmend und gut schmerzlindernd wirkt.Innerlich kann man dem Pferd Teufelskrallenwurzel geben. Täglich 20-30 Gramm der Wurzeln, die Nachts in Wasser eingelegt werden, mit unter das Futter geben. Die Gramm-Menge richtet sich nach der Größe des Pferdes. Die Einweichflüssigkeit sollte auch mit unter das Futter gegeben werden. Diese Kur gibt man 6 Wochen lang, höchstens 3 mal im Jahr und nur nach Bedarf. Teufelskrallenwurzel wirkt stark entzündungshemmend und leicht schmerzstillend. Die Wurzel schmeckt sehr bitter, deswegen sollte man sie mit viel Mash, Kraftfutter oder eingeweichten Rübenschnitzel verfüttern und eventuell die tägliche Dosis leicht reduzieren, damit der Geschmack akzeptabel für das Pferd ist. Bei totaler Fressverweigerung kann auch täglich 5 ml Teufelkrallenwurzel D 3 oder D 4 unter die Haut gespritzt werden. Die Injektionslösung bekommt man in jeder Apotheke zusammen mit den Spritzen. Durch einen Tierarzt oder einer Tierazthelferin kann man in die Spritztechnik eingewiesen werden. Vor und nach dem Spritzen sollte man auf jeden Fall ein Hautdesifektionsmittel für die Einstichstelle verwenden. Teufelskrallenwurzel nicht bei Magengeschwüren anwenden!Für den Gelenkknorpel kann dem Pferd dauerhaft das Grünmuschelextrakt verfüttert werden. Das Grünmuschelextrakt kann täglich in einer Menge von 5 Gramm verfüttert werden. Es ist sehr konzentriert und deswegen auch in kleinen Mengen sinnvoll. Es soll dafür sorgen, dass sich der Gelenkknorpel nicht weiter abbaut. Grünmuschelextrakt ist kein Ersatz für die Teufelskrallenwurzel oder den Zinnkraut/Süßholzwurzel-Tee, da diese Mittel nur kurzfristig gegeben werden und sehr stark und kräftig sind. Das Grünmuschelextrakt wird zusätzlich als Ergänzung verfüttert, wenn man ein Voranschreiten der Schale verhindern möchte. Das Grünmuschelextrakt schmeckt und riecht nach Fisch, manche Pferde mögen dies nicht.Die Haltung, Pflege und BehandlungPferde mit Schale sollten in Offenstallhaltung gehalten werden oder täglich 8 Stunden Auslauf haben, da durch die Bewegung die Gelenkschmiere stetig läuft und somit weiteren Verschleiß der Gelenke nicht begünstigt.Übermäßiges Training der Pferde sollte unterbunden werden. Regelmäßiges Reiten in sanftem Tempo ist durchaus wünschenswert, sofern das Pferd keine Schmerzen dabei hat und sich auch willig zeigt. Bei Tempo-Widersetzlichkeiten sollte man auf das Pferd Rücksicht nehmen.20-minütiges warm Reiten im Schritttempo sollte auch eingehalten werden, denn erst dann läuft die Gelenkschmiere vermehrt.Alle 2 Monate sollten die Hufe vom Hufschmied oder Hufpfleger zugerichtet werden, um Fehlstellungen der Hufe und somit auch des Skelettes zu vermeiden.Beim Reiten keine harten Stopps und Starts, Drehungen und Wendungen vornehmen.Pferde nicht frühzeitig anreiten. Ab dem 4. oder 5. Lebensjahr kann man vorsichtig und sanft mit dem Anreiten beginnen. Ab dem 6. Lebensjahr sind Pferde nämlich erst voll ausgewachsen und können erst dann kräftig belastet werden und dies auch nur, wenn sie gut im Training stehen.Ein Pferd nicht zusammen mit anderen Pferden in engen Ausläufen, engen Weiden oder engen Paddocks halten. Dies erhöht ganz erheblich die Verletzungsgefahr durch Huftritte durch andere Pferde.Die Fütterung bei SchaleSilage-Fütterung vermeiden. Insbesondere Maissilage enthält zuviel Phosphor. Dies fördert einen gestörten Knochenstoffwechsel. Lieber viel Heu verfüttern. Mit Getreidefütterung und Weizenkleie geizen. Diese enthält auch extrem viel Phosphor. Eingeweichte Rübenschnitzel enthalten viel Calcium, die die Knochen zur Gesunderhaltung benötigen.Kohlensauerer Futterkalk (= Ca Co 3) kann ergänzend hinzu gegeben werden zum Futter, da es extrem viel Calcium enthält. Man kann es zum Getreide oder zum Mash hinzu geben, falls man auf Getreidefütterung nicht verzichten möchte.Eventuell ein calciumhaltiges und Vitamin D-haltiges Mineralfutter verfüttern, muss aber nicht sein, wenn die Fütterung insgesamt stimmig ist.
  • Biopsie Entnahme und Untersuchung von Material (meist Gewebe) aus einem lebenden Organismus
  • Wodurch können vermehrte Koliken auch ausgelöst werden? Blockaden der Lendenwirbelsäule
  • Wann ist eine Therapie am wirkungsvollsten? Je näher ich an das Nervensystem gelange - Akupunktur, Manuelle Therapie
  • Was kann die Ursache dafür sein, dass die Christa facialis auf unterschiedlicher Höhe steht? Nebenhöhlenentzündung