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Innere Medizin (Fach) / Staatsexamen-Orthopädie (Lektion)
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- Mennell-Zeichen Druck- oder Kompressionsschmerz der Iliosakralgelenke bei M. Bechterew Untersucher übt mit beiden Händen Druck auf die Darmbeinschaufeln aus
- Labor M. Bechterew Kalzium, Phosphat und alkalische Phosphatase im Normbereich CRP und BSG nach Krankheitsaktivität erhöht HLA-B27 erhöht
- Röntgen M. Bechterew Sakroiliitis:Ankylosierung der Iliosakralgelenke verwachsene Kortikalisgrenzen, Erosionen, Sklerosierung Sklerosierung des Bandapparates der Wirbelsäule Aufhebung der Lordose mit zunehmender Steilhaltung Spondylarthritis mit Ankylosierung der Intervertebralgelenke Syndesmophyten (vertikale Richtung, DD Spondylophyten!) verbinden oberen+unteren Wirbel → Bambusrohrform der Wirbelsäule im Endstadium Enthesiopathie mit ossifizierender Periostitis (z.B. Fersensporn
- Ankylosierung Verschmelzung benachbarter Syndesmophyten -->knöcherne Gelenküberbrückungen--> knöcherne Versteifung (DD:Spondylophyten wachsen horizontal)
- Spondylophyten degenerativen Veränderungen der Bandscheibe Verschleiß der Bandscheiben --> erhöhter direkter Druck auf benachbarte Wirbelkörper-->kompensatorischer Anbau von Knochensubstanz=vergrößerte Gelenkfläche
- Therapie M. Bechterew NSAR bei Bedarf oder vorübergehend kontinuierlichGlukokortikoide nur vorübergehend bei schweren SchübenBiologicals als Reservemittel bei schweren Verläufen: Hemmstoffe des Tumor-Nekrose-Faktors-α (beispielsweise Etanercept)
- Arthrosezeichen Ungleichmäßige Verschmälerung des Gelenkspalts Subchondrale Sklerose Osteophyten Subchondrale Geröllzysten Keine Osteoporose!
- Osteoporose Vermehrte Strahlentransparenz(> 30% der Knochenmasse)Verschmälerung der KortikalisRarefizierung der Trabekel: Schwund der Spongiosabälkchen im Zentrum des WirbelkörpersVertikal "gestreifte" Wirbelkörper Rahmenstruktur mit Betonung der Deck- und Bodenplatte der WirbelkörperWirbelkörperfrakturen Fischwirbel , Keilwirbel und Plattwirbel
- Therapie Osteoporose Bisphosphonate: Alendronat → Minderung von vertebralen und extravertebralen Frakturen. Strontiumranelat: Steigert den Knochenaufbau, hemmt den AbbauRaloxifen: Selektiver Östrogenrezeptor-Modulator (SERM) Parathormon-Analoga: Führt zur Steigerung der Resorption von Kalzium sowie zur Ausscheidung von Phosphat in der Niere und stimuliert die Synthese von Vitamin D3 ->Teriparatid: Anwendungsdauer auf max. 24 Monate begrenzt .Östrogene: Nur bei Unverträglichkeit oder Kontraindikationen gegenüber anderen Medikamenten und nur unter sorgfältiger individueller AbwägungIn der Regel in Kombination mit GestagenenKontraindikationen: Mammakarzinome, koronare Herzkrankheit, tiefe Beinvenenthrombose
- Untersuchung Patella Zohlen-Zeichen: Der Untersucher fixiert die Kniescheibe von kranial zwischen Daumen und Zeigefinger und schiebt sie nach kaudal-dorsal gegen ihr femorales Gleitlager Anschließend fordert er den Patienten auf, die Oberschenkelmuskulatur (M. quadriceps femoris) anzuspannen. --> Hinweis auf Retropatellararthrose Apprehension-Test-> Luxationsneigung der Patella?Hände auf distalen Ober- und den proximalen Unterschenkel gelegt. Das Bein sollte im Kniegelenk (z.B. durch Unterlage einer Papierrolle oder eines Kissens) ca. 20-30° gebeugt sein. (B) Anschließend wird die Patella mit beiden Daumen nach lateral mobilisiert und damit langsam und kontrolliert in die typische Luxationsposition gebracht. Liegt eine Luxationsneigung vor, so führt diese Provokation ggf. zu einer Angst- bzw. Abwehrreaktion (bspw. mimische Reaktion, Anspannung des M. quadriceps femoris) - man spricht von einem positiven Apprehension-Test.
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- Kollateralbänder - Knie Valgisierung ("mediale Aufklappbarkeit"): Hinweis auf Laxität des Lig. collaterale tibiale bzw. Verletzung der medialen Gelenkkapsel Varisierung ("laterale Aufklappbarkeit"): Hinweis auf Laxität des Lig. collaterale fibulare bzw. der lateralen Gelenkkapsel
- Kreuzbänder vorderes Kreuzband - Pivot-Shift: Der Untersucher umgreift mit einer Hand den Kalkaneus oder die Fußsohle des Patienten Mit der anderen Hand wird der Unterschenkel von unten umgriffen (der Daumen kommt auf dem Fibulaköpfchen zu liegen) Der Untersucher hebt nun das gestreckte Bein des Patienten bis zu einer Hüftbeugung von 20° an Mit der "Fersenhand" wird nun der Unterschenkel innenrotiert und ein axialer Druck nach kranial ausgeübt Mit der "Fibulahand" wird Valgusstress auf das Kniegelenk ausgeübt Der Untersucher beugt das Bein nun langsam im Kniegelenk vorderes Kreuzband - Lachmann-Test Der Untersucher hebt mit einer Hand den Oberschenkel des Patienten an, umfasst mit der anderen Hand kniegelenksnah den Unterschenkel (Daumen auf Tuberositas tibiae) und führt eine Beugung von 20° im Kniegelenk durch Nun wird die Tibia bei fixiertem Femur mehrmals nach ventral gezogen und der "Anschlag" (d.h. das Gefühl beim Stoppen der Tibiatranslation) wird evaluiert Einschätzung der Qualität des fühlbaren Anschlages (im Vergleich zur Gegenseite) vorderes/hinteres Kreuzband: Schubladen-Test
- Menisken- Untersuchung Payr-Zeichen -Innenmeniskus (Patient sitzt im Schneidersitz)Der Untersucher übt mit der Hand Druck auf das Knie des Patienten in Richtung Boden aus Steinmann-I und II (Patient liegt, Knie gestreckt)Der Untersucher beugt das Bein des Patienten um 90° im Knie- und Hüftgelenk und umgreift mit einer Hand die Fußsohle, während die andere das Kniegelenk umfasstDer Untersucher führt abwechselnd ruckartige und forcierte Innen- und Außenrotationen des Unterschenkels ausDiese Bewegung sollte in verschiedenen Beugestellungen wiederholt werden (z.B. 75°, 50°, 25° Beugung) Aplley-Grinding-Zeichen
- M. Duputyren idiopathische Proliferation der Palmaraponeurose mit zunehmender Beugekontraktur insbesondere des kleinen Fingers.80% bds Alkohol- und Nikotinabusus, wiederholte Traumata T: bei großer Bewegungseinschränkung: Faszienspaltung, Entnahme der Palmaraponeurose
- Thoracic outlet Syndrom Neurovaskuläres Engpasssyndrom des Schultergürtels Einengung/Kompression von Plexus brachialis A. subclavia V. subclavia: Thoracic-Inlet-Syndrom (Rückfluss erschwert) -Schwellung, BlaufärbungDD bzw Gefahr: Armvenenthrombose Ät: Halsrippe Muskelhypertrophie Kallusbildung nach Rippen-/Klavikulafraktur Klinik: v.a. bei Über-Kopf-Arbeiten Blässe, Pulslosigkeit, Schmerzen im Arm, kalte HautPlexus brachialis: Dysästhesie, Muskelschwäche Th: Physiotherapie> chirurgische Intervention
- Karpaltunnelsyndrom Hoffmann-Tinel-Zeichen: Das Beklopfen des Karpaltunnels führt zu elektrisch einschießenden Schmerzen distal im Versorgungsgebiet des N. medianus Phalen-Zeichen: Bei forcierter Volarflexion oder Dorsalextension des Handgelenks (entweder durch den Untersucher oder den Patienten selbst) über 1 Minute kommt es zu elektrisch einschießenden Schmerzen distal im Versorgungsgebiet des N. medianus Flaschenzeichen: Die Daumenabduktion ist durch den Ausfall des M. abductor pollicis brevis nicht mehr möglich, so dass ein rundes Gefäß nicht vollständig umschlossen werden kann.