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Entwicklungspsychologie WiSe 15/16 (Fach) / EP 2 (Lektion)

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Diese Lektion wurde von fabuleux3619 erstellt.

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  • Was ist das doppelte Diskrepanzkriterium bei Lernstörungen? Leistung deutlich niedriger als aufgrund von Alter und Beschulung zu erwarten wäre Leistung deutlich niedriger als IQ vermuten lässt
  • Woraus resultieren Lese-/Rechtschreibstörungen? sprachlich-phonologische Störung -> Verwechlung d,b aber nicht n,u phonologische Verarbeitungsdefizite: phonologisches Bewusstsein (Ähnlichkeit/Unähnlichkeit von Reimen) phonetisches Recodieren im AG (Decodieren längerer Wörte -> Gesamtklang) Abruf phonologischer Codes aus LZG
  • Studie: Dyslexie (Temple et al. 2003) Kinder mit Dyslexie -> geringere Aktivierung im linken Temporallappen                                                                           -> zusätzliche Aktivierung in rechter Hemisphäre Computerbasiertes Training für 8 Wochen Danach: Hirnaktivierung gleicht sich an Kontrollgruppe an + verbesserte Lese- und                          Sprachfertigkeiten
  • Welche Ursachen kann eine Rechenstörung haben? mangelndes Wissen/Verständnis basaler arithmetischer Fakten Beeinträchtigung AG evtl. biol.Fehlfunktion aber unklar bessere Mathe Leistung -> Aktivierung LIP schlechtere Leistung -> Aktivierung IPS
  • Was sind Merkmale psychischer Verhaltensstörungen? Abweichung des Verhaltens von der Norm: Art,Anzahl,Ausprägung der Symptome Häufigkeit und Dauer der Symptome Beeinträchtigung des Kindes: soziales, schulisches, gesellschaftliches Umfeld Interaktion mit anderer Leistungsfähigkeit Leiden des Kindes oder soz. Umfeld -> Grenzen Unklar
  • Welche beiden Ansätze gibt es zur Ätiologie von Verhaltensstörungen? 1. Biopsychosoziales Störungsmodell:                                            →              Verhaltensstörung                        ←                                        ↑                                 ↑                                        ↑                          psychologische Faktoren         ↔       somatische Faktoren       ↔         psychosoziale Faktoren 2. Diathese-Stress-Modell Gen x Umwelt Gen macht anfällig oder schützt für/vor Umwelt
  • Wie können Verhaltensstörungen unterschieden werden? externalisierend: Auffälligkeit nach Außen, Interaktion mit anderen Menschen z.B ADHS internalisierend: Wendung nach Innen, verstärkter Rückzug vor Außenwelt, zB.: Depression -> hohe Wechselseitige Komorbidität
  • Nenne Symptome der ADHS! Äthiologie der ADHS? Hyperaktivität Impulsivität Unaufmerksamkeit Äthiologie: -> multikausal! genet. Disposition -> Dopaminhaushalt   ⌉          Genesemodell Defizite im AG                                          ⌋          Barkley (1997) pränatale,perinatale oder postnatale Komplikationen (Sauerstoffmangel, Alkohol,..)
  • Was sind Wanting(Wollen) und Liking(Mögen) in Bezug auf Motivationspsychologie? Gebe Beispiele! Wanting: motivationaler Einfluss Belohnung/Bestrafung anreizbasiert sens. Infos werden zu attraktiven Anreizen Bsp: Anblick von Schokolade Liking: affektiver Einfluss von Belohnung/Bestrafung bewusste/unbewusste Prozesse häufig angeborene Reaktionen Bsp: Schokolade schmeckt gut Wollen, aber nicht mögen -> Drogensucht "Zwang" Drogen zu nehmen, aber kein Rausch Mögen, aber nicht wollen -> Schokolade essen, obwohl man abnehmen will
  • Studie: Bedürfnis und Anreiz (Panksepp, 1998), Motivation UV 1: Anreiz: gering (Laborfutter), hoch (Hamburger) UV 2: Bedürfnis: gering (Futter nach Bedarf), hoch (24h kein Futter) AV: Nahrungsaufnahme in g niedriger Anreiz + hohes Bedürfnis -> Tiere essen mehr hoher Anreiz -> Tiere essen mehr unabhängig vom Bedürfnis
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  • Welche Hirnstrukturen gehören sind an Motivatinalen Prozessen beteiligt? mesolimbisches Dopaminsystem: ventrales tegmentales Areal -> DA produzierende Zellen Nucleus Accumbens Amygdala -> Konditionierung, Furcht, Affekt Orbitofrontaler Kortex -> Aktivität zeigt subjektiven Wert einer Belohnung lateraler präfrontaler Kortex -> Selbstkontrolle, Planung und Umsetzung
  • Was sind Grundmotive nach MClelland? Zugehörigkeit Macht Leistung
  • Was wird unter Wirksamkeitsstreben verstanden? Bedürfnis nach Kontingenz zwischen eigenem Verhalten und Effekten in naher Umwelt -> von  Geburt an gefördert durch: Exploration/Neugier und Asymmetrie zwischen pos. und neg. Affekten
  • Wie entwickeln sich Leistungsmotivation, Stolz und Scham in früher Kindheit? Leistungsmotivation: ab 15 Monaten -> selber machen wollen! ab 3 1/2 Jahren Stolz und Scham Fortschritt Selbstkonzept unterstützt -> 18 Monate erkennt sich Kind selbst im Spiegel Stolz/Scham: im Vorschulalter bedingt durch sozialen Kontext -> mit sozialem Kontext Scham und Stolz, ohne Frustration und Freude
  • Wie entwickelt sich das Verständnis von Tüchtigkeit und Aufgabenschwierigkeit? 15M -> beginnende Unterscheidung der Aufgabenschwierigkeit ab Grundschule -> Beurteilung von Tüchtigkeit über interindividuelle Bezugsnorm Sekundarstufe -> intraindivid. Bezugsnorm gewinnt an Bedeutung (Aufgabenschwierigkeit) Erwachsenenalter -> sozialer Vergleich rückt wieder in Vordergrund (Tüchtigkeit)
  • Ab wann differenzieren Menschen Tüchtigkeit in Anstrengung und Fähigkeit? mit 5 Jahren -> Tüchtigkeitskonzept mit 7 Jahren -> Verständnis: höhere Leistung -> höhere Anstrengung mit 10 Jahren -> beginnende Unterscheidung Anstrengung und Fähigkeit ab 12 Jahren -> klare Unterscheidung der Konzepte
  • Nenne Regulationsmechanismen extrinsischer Motivation in aufsteigender Reihenfolge! externale Regulation -> Handlung um Belohnung zu erhalten/Bestrafung zu vermeiden introjizierte Reg. -> Verinnerlichung ext. Faktoren ohne Identifizierung, ges. Konvention indetifizierte Reg. -> ext. Faktoren akzeptiert und Identifikation mit ihnen integrierte Reg. -> Identifizierung+, Integration in Selbstkonzept
  • Was sind sekundäre Kontrollstrategien? Leugnung des Misserfolgs -> Stoppuhr war kaputt. Anpassung des Anspruchniveaus -> Wollte ehr nicht erster sein. selbstwertdienliche Attributionen -> Peter war aber langsamer als ich. Uminterpretation des Handlungsziels -> Ich bin ja nur für Gesundheit gelaufen. -> Schützen Selbstwert bei Misserfolg
  • Wie verhalten sich das primäre Kontrollstreben (Wirksamkeitsstreben), das sekündäre Kontrollstreben und das primäre Kontrollpotenzial übers Leben hinweg zu einander? primäres Kontrollstreben -> ganzes Lebenlang konstant hoch sekundäres Kontrollstreben -> nimmt über gesamtes Leben zu, Kindheit stärker prim. Kontrollpotenzial -> nimmt zum Erwachsenenalter zu danach wieder ab -> Steigendes sekundäres Kontrollstreben gleicht abfallendes primäres Kontrollpotenzial aus!
  • Was nimmt Einfluss auf das primäre Kontrollpotenial? biologische Veränderung -> erst Reifung, dann Abfall gesellsschaftliche-institutionelle Strukturen -> Abschluss -> Beruf/Studium normative Vorstellungen -> Wann Kinder kriegen, Hochzeit? nicht normative Einflüsse -> Lotto, Autounfall,..
  • Studie: Altersunterschiede von normativen Vorstellungen des Lebenslaufes (Heckhausen und Krüger 1993) Ergebnisse: je älter Person, dest mehr unterscheiden sich selbst und frembezogene Angaben selbstbezogene besser -> schützt Selbstkonzept/Selbstwert ältere und mittelalte Identifizieren sich mehr jungen Erwachsenen als mit eigener Altersgruppe
  • Beschreibe das Modell der Entwicklungsregulation mit seinen Handlungsphasen! 1. Pädezionale Phase -> Zielauswahl, abwägen Entwicklungsalternativen 2. Überschreitung des Entscheidungs-Rubikons -> Klausureinschreiben/Zielentscheidung 3. Phase des Zielengagements nicht dringend -> selektives primäres und sekundäres Kontrollstreben dringend -> verstärkte selektive Kontrollstrategien, Rat/Hilfe von anderen 4. Überschreitung der Entwicklungsfrist -> Klausur 5. Postaktionale Phase -> Zieldistanzierung wichtig! Erfolg: Aufbau oder Umorientierung (Familie -> Beruf) Misserfolg: Einsatz kompensatorischer sekundärer Kontrollstrategien
  • Assoziieren wir junge Menschen mit gewinnorientierten Zielen und alte Menschen mit verlustvermeidenen? Ja, besonders alte Menschen verlassen sich auf diesen Grundsatz! Junge Menschen sind zufriedener, wenn sie sich gewinnorientierte Ziele stecken! Alte Menschen sind zufriedener, wenn sie sich verlustvermeidende Ziele stecken!
  • Beschreibe die Sozioemotionale Selktivitätstheorie! kalendrarisches Alte beeinflusst Ziele der Menschen nicht! Sondern: Einschätzung, ob Zukunft zeitlich begrenzt oder nicht. Begrenzt -> unmittelbare Vorteile, emotionale Befriedigung Unbegrenzt -> Vorbereitung auf weiteres Leben, Optimierung der Entwicklungsmöglichkeiten Soziale Beziehungen -> weniger unwichtige, wichtige werden besser gepflegt und erhalten affektive Info.-verarbeitung -> höhere Beachtung, besonders hoch positive Infos! Emotionsregulation -> immer wichtiger! Situationsauswahl Situationsänderung Aufmerksamkeitsmodulation Neu-Bewertung Reaktionsmodulation
  • Benenne die Stufen von Ericksons Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung! Urvertrauen vs. Missvertrauen 0- 1,5 Jahre -> abh. Bezugsperson, körp Nähe, Geborgenheit Autonomie vs. Scham/Zweifel 1,5-3 Jahre -> Exploration! dafür Urvertrauen notwendig Initiative vs. Schuldgefühl 3-5 Jahre -> Odipuskomplex, Verständnis für Moral und soz. Rollen Leistung vs. Minderwertigkeitsgefühl 5-13Jahre -> Werksinn, selb. machen daf. Anerkennung Identität vs. Rollenkonfusion13-21 Jahre -> soz Rollen, starke Orien. an Ausßenwahrnehmung Intimität vs. Isolierung 21-39 Jahre -> Fähigkeit zur Liebe, Intimität ohne Isolierung Generativität vs. Stagnation 39-65 -> andere Generation betreuen vs. um sich kümmern Ich-Integrität vs. Verzweiflung 65+ -> Tod lernen zu aktzeptieren, mit Leben ins reine kommen
  • Beschreibe die Bindungstheorie nach Bowlby! angeborenes Bedürfnis nach Bindung Bindung entsteht durch Verhaltenssystem -> saugen, festhalten bzw. Führsorge Bindung als Grundlage für Exploration und Schutz -> Alle Kinder haben mit 15M gesteigerte Trennungsangst
  • Wie läuft der Fremde-Situations-Test ab? Beschreibe die unterschiedl. Bindungsstile! Mutter und Kind betreten den Raum, Kind spielt Fremder betritt Raum, unterhält sich mit Mutter und Kind Mutter verlässt den Raum, Fremder beruhigt Kind ggf. Mutter kommt wieder Fremder verlässt Raum, daraufhin Mutter Fremder kehrt zurück Mutter kehrt zurück, Fremder verlässt Raum sicher-balanciert (58%) -> exploratives Spiel, Mutter geht: weinen/suchen,                        Mutter wieder da: beruhigen unsicher-vermeidend (35%) -> Mutter geht: äußerlich kein Stress innerlich stark,       Rückkehr: keine Kontaktaufnahme unsicher-ambivalent (8%)  -> Mutter geht: starker Ärger/Passivität, Mutter wieder da: ambivalentes Verhalten Desorientiert (Misshandlung) -> Mutter geht: starker Stress, Mutter wieder da: verwirrt, deprimiert, bizarres Verhalten
  • Wie spielen 2-5 jährige miteinander? Alleinspiel und Parallelspiel -> 2 Jahre Gruppenaktivität -> 3 Jahre funktionales Spiel -> 2 Jährige konstruktives Spiel -> 2-3 Jährige soziales Rollenspiel -> ab 3 Jahren Mädchen: 3,5: realistisches und kooperatives Spiel bevorzugt 5: realistisch = unrealistisch je älter desto weniger Einzel-und Parallelspiel Jungen: lieber realistisch als unrealistisches Spiel -> kooperative Spiel nimmt unabhängig vom Geschlecht zu!
  • Wovon ist die Attraktivität eines Partners abhängig und wie schätzen wir sie ein? Gesundheit Kognitive Leistungsfähigkeit Fähigkeiten und Ressourcen Beziehungsfähigkeit -> nicht direkt beobachtbar, Nutzung von Hnweisreizen
  • Beschreibe die Attributionstheorie nach Kelley! Ursache für Verhalten: internal vs. external ?! Dimensionen der Infos zur Entscheidung: Distinktheit -> Verhalten spez. für Situation? Konsitenz -> Verhalten wiederholt in dieser Situation? Konsens -> Verhalten sich andere Menschen in gleicher Situation gleich? glückliche Paare: positives Verhalten: internale negatives: external undglückliche Paar: positives Verhalten external: negatives: internal
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  • Beschreibe das Modell zu Liebe nach Beschied und Sternberg 3 Komponenten von Liebe: Intimität, Leidenschaft, Bindung/Festlegung -> alle drei "vollkommene Liebe" Intimität + Bindung/Festlegung -> kumpelhafte Liebe Bsp.: Mutter Bindung/Festlegung + Leidenschaft -> alberne Liebe Bsp.: Freundschaft + Intimität + Leidenschaft -> romantische Liebe bsp.: One-Night-Stand
  • Welches sind Entwicklungsaufgaben im mittleren Erwachsenenalter? Jung vs. Alt Weiblich vs. Männlich Konstruktion vs. Dekonstruktion Bindung vs. Alleinsein -> häufig Umorientierungen!!
  • Beschreibe das Modell des sozialen Konvois! 3 Konvois um Person herum je weiter außen desto höher Fluktuation 1. Konvoi: Familie, Partner, enge Freunde (Rollenunabhängig) 2. Konvoi: Verwandte, Freunde auf der Arbeit, gute Nachbarn (eher Rollenbezogen) 3. Konvoi: Nachbarn, Arbeitskollegen, Mitglieder Kirche/Vereine, etc. (Rollenbezogen)
  • Studie Entwicklung von Inhalten der Selbstbeschreibung (Harte Monseur, 1992) 13 Jährige: erkennen Widersprüche kaum 15 Jährige: sehen Widersprüche dadurch verunsichert 17 Jährige: fühlen sich weniger stark gestört und als nützlich gesehen -> abstraktere Selbstbeschreibung z.B launisch, Widersprüche nützlich
  • Welche Phasen der Infosuche werden durchlaufen bei Transitionen? Transition z.B.: Mutter werden, Einschulung Konstruktion: jede Info interessant Konsolidierung: fundamentales Wissen erworben -> Bezug auf Selbst Integration: Schlussfolgerungen ins Selbst eingefügt
  • Nenne Elemente und Quellen von Altersbildern Elemente: Deskriptive: Was ist Altern? Evaluative: Wie finde ich Altern? Explikative: Wie kann Altern verändert/gestaltet werden? Quellen: persönlich gesellschaftlich wissenschaftlich -> Altersbilder sowohl objektiv als auch subjektiv!
  • beschreibe unterschiedliche Arten von Demenz! Mild Cognitive Impairment -> schleichend, leichte kogn. Defizite Alzheimer -> schleichend, starke Beeinträchtigung Gedächtnis und kogn Funktionen, progredient Frontotemporale Demenz -> schleichend, gestörtes Sozialverhalten, Pers.-keit stark verändert Lewy-Körper-Demenz -> schleichend, Parkinsonsymptome, visuelle Hallzuinationen Vasculäre Demenz -> plötzlich, kogn. Defizite je nach Ort des Infarkst, nicht progredient
  • Nenne Kennzeichen einer reifen Todesvorstellung! Wann entwickelt sie sich? Nonfunktionalität/Finalität Irreversibilität Universalität Kausalität Jünger als 3-5: keine todesvorstellung nur Trauer, Wut erkennbar 3-5: keine Nonfunktionalität/Finalität, keine Kausalität ab 5: erkennen von Nonfunktionalität und Kasualität ab 9: Universalität des Todes ab 9-11 Jahren reife Todesvorstellung
  • Welches sind die Stufen des Sterbens nach Kübler Ross? Leugnung Wut Verhandeln Depression Zustimung/Akzeptanz
  • Welches sind die Trauerphasen nach Bowlby? Schockphase -> nicht Wahr haben wollen Reaktionsphase -> heftiger Schmerz/Weinen, sehnsucht Bearbeitungsphase -> Depression, Stellung des Verlustes, Beginn Trauerarbeit Neuorientierungsphase -> Lösung emotionaler Bindung, Schrittweise neue Bindung