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allg. Ernährungslehre (Fach) / Mineralstoffe I (Mengenelement) (Lektion)

UNi Bonn SS2016

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  • Definition von Mineralstoffe - Metallische & nicht-metallische Elemente, die in die Organismen von Menschen, Tieren und Pflanzen vorkommen & größtenteils für den Meschen unentbehrlich (essenzielle) sind. - Unterteilt in:         •  Mengenelemente        •  Spurelemente - Aufnahme meist in Form von anorganischen Salzen (Metal + non-metal) - Umsatz/ Ausscheidung über die Niere ⇒ Daher regelmäßiger exogene Zufuhr notwendig
  • Biochemischen/ Physiologischen Funktionen Aufrechthaltung der Elektroneutralität Aufrechthaltung eines bestimmten osmotischen Drucks Schaffung günstiger Lzuoslichkeitsbedingungen Aufbau von Puffersystemen Reizleitung Förderung/Heummung von Enzymaktivitäten  Baustein der "harten" Gewebe (Knochen, Zähne)
  • Welche Elemente zu den Mengenelementen zählen? Natrium Magnesium Calcium Kalium Schwefel (SO42-) Chlorid Phoshor (H2PO4-)
  • Natrium: Wichtige Funktionen 1. Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks in der EXTRAzellulären! Flüssigkeit  2. Beteiligung an Transportprozessen (z. B Natrium/Glucose-Cotransporter 1) 3. Aktivierung einiger Enzyme 
  • Natrium: i) Zufuhr ii) Vorkommen in LM ii) Absorption iii) Körperbestandteil i) Zufuhr = Hptsl. in Form von Natriumchlorid (Kochsalz)  ii) Hohe Konzentrationen in gesalznen, geräucherten, gepökelten Fleischwaren; Käse;                     teilweise Fertiggerichte; Gemüsekonserven  iii) Wenn oral aufgenommen würde, zu 100% in Dünndarm absorbiert iv) Körperbestandteil = 100g
  • Natriummangel i) Folge ii) Risiko-Situationen i) Infolge verminderter Zufuhr kaum möglich, da Niere Ausscheidung auf ein Minimum reduzieren kann. ii) Risiko-Situationen:  Starkes Schwitzen (Verlust ca. 0,5 g Natrium/L Schweiß)  Länger anhaltene Diarrhoen Erbrechen Nierenfunktionsstörungen  Dabei kommt gleichzeitig zu Wasserverluste 
  • Welche Stoffe beeinflussen die Calcium Aufnahme (Ca2+) (positiv/negativ) und renale Abgabe? - Darm = 1,25-D3 (wirksames Vit. D3) aktiviert die Absorption im Darm  - Knochen =  Calcitonin aktiviert Calcium-Aufnahme in die Knochen  Parathormon & 1,25-D3 aktivieren die Calcium-Freisetzung aus Knochen  - Niere (renale Abgabe): Calcitonin aktiviert renale Abgabe von Calcium.                    hemmt die Resorption aus Nierentubuli. Parathormon hemmt die renale Abgabe von Calcium.                        aktiviert die Resorption aus Nierentubuli.
  • Calcium: Wichtige Funktionen 1. Steuerung der Muskelkontraktion 2. Aufbau von Knochen- & Zahngewebe (Hydroxyapatit) 3 Aktivierung einiger Enzyme (z. B Amylasen) 4. Wird bei Blutgerinnung benötigt (als Cofaktor) (Thrombokinase) 5. Erregungstransformation (Synapsen) 6. Stabilisierung der Zellmembran 
  • Calcium: i) Absorption, ii) Körperbestand i) Absorption: Aktiver (Vit. D initiierter) transzellulärer Transport (CaBP); Rate ca. 40% Passive parazelluläre Aufnahme im ganzen Darm               (quantitativ nur bei Aufnahme von großen Mengen bedeutsam)    ⇒ Hemmende Faktoren = Oxalat, Phytat → bindet mit Ca2+ = Unlöslich Komplexe ii) Körperbestand = ca. 1000g (99% in harten Gewebe)
  • Calcium: i) zufuhr ii) Mangel i) Calciumzufuhr: Hauptsächlich = Milch / -produkte alternative Quellen: einige Gemüse, Mineralwässer, angereicherte Produkte  ii) Calciummangel: Osteoporose (Knochenbrüchigkeit)  Osteomalazie (Knochenerweichung) Gerinnungsstörungen
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  • Homöostase des Calciums: i) Optimalen Serum-Ca-Speigels ii) Was hält das optimalen Serum-Ca-Speigels aufrecht? i) Optimalen Serum-Ca-Speigels = 2.2 -2.6 mmol/L ii) 2 Hormone: Parathormon (PTH) = Messen Ca-Speigel durch Ca-Sensitive Oberflächen Rezeptoren                                          der Nebeschilddrüse                                     ⇒ hier gebildet & ausgeschüttet bei niedrige Ca-Speigel   Wirkung = i) Direkt an Niere = Förderung Ca-Absorption & Phoshat-Ausscheidung                      Indirekt an Niere = Bildung von Calcitriol -→ Erhöhte Aufnahme von Ca in                                                                                                 Darm                   ii) Knochen = Stimulation der Osteoklasten → Freisetzung von Calcium     ⇒ Anstieg an Serum-Ca-Speigels → negativ Rückkopplung → Sekretion PTH                                                                                                                    gehemmt Calcitonin = In Schilddrüse gebildet                       Bei Hohen Ca-Speigel ausgeschüttet               Wirkung = i) Knochen = Förderung Ca-Absorption &                               ii) Intestinale Ca-Transport in gehemmt              ⇒ Senkung von Serum-Ca-Speigel
  • Kalium: i) Einflüsse auf Kalium-Aufnahme/Abgabe (Homöostase) ii) Körperbestandteil i) Absorption = Oral aufgenommen = ca.90% im Dünndarm absorbiert   Kaliumbilanz = über Nieren reguliert & ausgeschieden                             = Ausscheidung 90% des zirkulierendenKalium. (Auch bei Kalium-Mangel) ii) Körperbestandteil = ca. 100 -150g (Hpstl. Intrazellular = 2/3 in Muskulator)  
  • Kalium; Wichtigste Funktionen 1. Aufrechterhaltung des intrazellulären osmotischen Drucks 2. Aktivierung einiger Enzyme (z. B  Glykolyse = oxidative Phosphorylierung) 3. Erregungsleitung (kaliumdiffusionspotenzial genannt = Aufrechterhaltung des Ruhepotential) 
  • i) Vorkommen ii) Kaliummangel? Kalium Überdosierung? i) Kaliumreiche = Nüsse, Obst, Gemüse, Kartoffel, Vollkorn ii) Hypo- / Hyperkaliämie Hypokaliämie: Neuromuskuläre & Zentralnervöse Störungen  Hyperkaliämie: Lähmungen, Herzblock   
  • Chlorid: Wichtigste Funktionen: 1. Cotransporter in den Membranen 2. Beteiligung an Puffersystemen 3. Bildung der Magensalzsäure 
  • Chlorid; i) Absorption, ii) Bedarf iii) Körperbestandteil iv) Homöostase v) Unter-/ Überversorgung i) Absorption = An die Aufnahme von Natrium gekoppelt  ii) Chlorid-Bedarf = Entspricht molar dem Bedarf an Natrium iii) Körperbestandteil = ca. 80-100g (90% extrazellulär)  iv) Homöostase = Durch das Renin-Angiostensin-Aldosteron-System gesteuert v) Unter-/ Überversorgung: Unterversorgung = Hypochlorämie  Überversorgung = Hyperchlorämie  
  • Phosphate: Wichtigste Funktionen 1. Anorganische Phosphate = Bestandteil des Puffersystems 2. Organische Phosphate beteiligt an zahlreichen regulatorischen Prozessen (Protein-Phosphorylierung)  3.  Aufbau des Knochens = Bestandteil des Hydroxylapatits (Skelett: ca. 550g P) 4. Speicherung von Energie (energiereiche Phosphate, z.B. ATP) 
  • Phosphat: i) Absorption ii) Bedarf iii) Körperbestandteil iv) Unter- /Überversorgung i) Absorption = Im oberen Dünndarm (Rate abhängig von Art des LM = 30 - 70%) ii) Bedarf = Bei Erwachsenen = ca. 580 mg/Tag iii) Körperbestandteil = ca. 700g (85% in Knochen, Zähnen)  iv) Unterversorgung = Hypophosphatämie: Nur beobachtet bei phosphatfreier parenteraler Ernährung  (allgemein körperliche Schwäche)      Überversorgung = Hyperphosphatämie Zufuhr von > 1,5-2g bewirken Abfall des Plasma-Calcium Diarrhöen
  • Magnesium: Wichtigste Funktionen 1. Cofaktor bei zahlreichen Enzymraektionen (Phosphatasen, Kinasen, Peptidasen, Mutasen, Enolasen etc.)  2. Aufbau des Knochen (Skelett: ca. 12 - 15g Mg) 3. Beteiligt in der Regulation der Muskelkontraktion & der Erregungsleitung 
  • Magnesium i) Absorption, ii) Bedarf iii) Körperbestand iv) Unter-/ Überversorgung i) Absorption = „Aktiver“ Transport (erleichterteDiffusion) und passive Diffusion (Rate:20-30%)      ⇒ Rate abhängig von Löslichkeit des zugeführten Salzes und der begleitenden Stoffe ii) Bedarf = Bei Erwachsenen = ca. 310 mg/Tag iii) Körperbestand = ca. 25g (60% im Skelett, 30% Muskulatur)  iv) Unterversorgung = Hypomagnesiämie  Akut = Krämpfe (Tetanie) Chronisch = Verwirrtheit, Durchblutungsstörungen     Überversorgung = Hypermagnesiämie > 3.5 g/Tag ⇒ osmotisch bedingte Durchfall Muskellähmung, ZNS Störungen
  • Schwefel: Wichtigste Funktionen i) Beteiligt an Struktur von Proteinen (schwefelhaltige AS, Disulfidbrücken) ii) Bestandteil von Thiamin und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen 
  • Schwefel: i) Absorption ii) Bedarf iii) Körperbestandteil iv) Vorkommen i) Absorption = Aktiven Transport in Form S-haltigen Aminosäuren (Cys, Met)  ii) Bedarf = Definiert über den Bedarf an S-haltigen AS  iii) Körperbestandteil = ca. 2% des Körpergewichts  iv) Vorkommen =  Behandlung von LM mit Schwefeldioxid (SO2),                                                                     Schweflicher Säure (H2SO3) oder Zusatzstoffe  Konservierung  Farbstabilisation