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Risikomanagement (Fach) / 2 Maßnahmen des Risikomanagements und der Schadenverhütung (Lektion)

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Diese Lektion wurde von ChristianBePartOfIt erstellt.

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  • Maschinelle Prüfprogramme können dazu führen, dass eine schnelle Dokumentierung von Versicherungsscheinen vorgenommen werden kann. Nennen Sie zwei weitere Gründe für den Einsatz maschineller Prüfprogramme. Weitere Gründe für die maschinellen Prüfprogramme sind z. B.: • Schnellere Zugriffe auf die notwendigen Antragsunterlagen• Schnellere Unterschriftsreife• Schnellere Provisionsflüsse• Kostensenkung durch Verlagerung der Arbeitsabläufe.
  • ZÜRS Geo ist ein Hilfsmittel zur Risikobeurteilung. Welche Risikofragen können i. d. R. mittels des ZÜRS Geo beantwortet werden? ZÜRS Geo hilft bei der Beantwortung folgender Fragen: • Welches Gebäude ist in welchem Ausmaß hochwassergefährdet?• In welcher Höhe über Normal-Null (NN) befindet sich das Gebäude?• Welches Umgebungsrisiko ergibt sich aus dem Standort bspw. einesGewerbebetriebes für eine Umweltschadensversicherung?• Welche Gebiete sind risikofrei?
  • Sie sollen einem neuen Mitarbeiter das „HIS“ erklären. a) Erläutern Sie, was das HIS ist. Das HIS ist ein vom GDV geschaffenes Informationssystem, mit demsich Mitgliedsunternehmen des GDV über schadenbelastete Verträgebzw. erhöhte Risiken informieren können.
  • Sie sollen einem neuen Mitarbeiter das „HIS“ erklären. b) Führen Sie auf, welche Gründe zu einer Meldung führen können. Die Meldegründe (auf Personen- oder Gebäude bezogen) sind: • Betrugsgeneigte Auffälligkeiten• Verurteilung wegen Versicherungsbetrugs (§ 265 StGB Versicherungsmissbrauch) Erhöhte Schadenhäufigkeit (drei oder mehr Versicherungsfälle in 24Monaten) im Bereich der Sachversicherung und zwei bzw. drei Versicherungsfälle in 12 bzw. 24 Monaten im Bereich der Transportversicherung.
  • Sie sollen einem neuen Mitarbeiter das „HIS“ erklären. Erklären Sie, welche Daten das System HIS liefern kann. HIS liefert nachstehende Daten: • Personendaten• Schadenort• Versicherungsfalldatum• Risikoart• Schadenart
  • Die Risikoneigung eines Eigentümers und z. B. eines Geschäftsführers kann unterschiedlich gelagert sein. Der Eigentümer verhält sich meist risikoneutral, der Geschäftsführer hat dagegen meist eine risikoaverse Einstellung. Erläutern Sie, wie diese Aussage zu verstehen ist. Eigentümer haben eine Risikoträgerfunktion. Sie beanspruchen aus demzur Verfügung gestellten Kapital Einkommen. Dieses Vorgehen ist mit Risiko behaftet. Für einen Eigentümer ist die Versicherung ein wichtiges Instrument, um versicherbare Risiken zu transferieren. Der Eigentümerentscheidet über die Absicherung Geschäftsführer haben kein Eigentümerinteresse. Sie haben den Auftrag,die Geschäfte zu führen und Schaden von dem Unternehmen abzuhalten. Kommen sie ihrem Auftrag nicht nach, haben sie ein Haftungsrisiko.Neben dem Haftungsrisiko besteht oft auch noch ein nachgelagertes finanzielles Risiko, da eine Bezahlung häufig nach der Gewinnlage einesUnternehmens ausgerichtet ist. Beeinträchtigen hohe Schadenaufwendungen die Gewinnlage, bedeutet das evtl. auch eine Beeinträchtigungder Bezüge des Managements.
  • Brandschutz wird häufig unterschätzt. Versicherungsnehmer berufen sich oft darauf, dass sie die gesetzlichen oder behördlichen Auflagen ausreichend erfüllt haben. Nehmen Sie zu dieser Aussage Stellung. Der gesetzliche Brandschutz sieht als wichtigstes Schutzkriterium oft nurden Personenschutz vor. Betriebliche Belange, die den Sachschutz derbetroffenen Anlagen, Gebäude und Lagervorräte im Falle eines Feuersoder einer Explosion vorrangig im Fokus haben, werden dabei überhauptnicht oder nur ergänzend berücksichtigt. Meistens ist es aber erforderlich,zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um eine für die Produktion akzeptable Risikosituation zu erreichen.
  • Ein Brandschutzkonzept beginnt damit, dass ein Risiko in seiner Gesamtheit betrachtet wird. Welche Informationen werden für ein Brandschutzkonzept benötigt? Nachstehende Informationen gehören zu einem Brandschutzkonzept: :• Bauweise• Nutzung• Gefährdungspotenziale von außen• Branderkennungs- und Brandmeldemöglichkeiten• Brandverhütungs- und Brandbekämpfungsmöglichkeiten• Zeitliche Wiederherstellungsmöglichkeiten• Mögliche Brandlast.
  • Erläutern Sie den Begriff „Brandlast“. Brandlast ist die Summe der Heizwerte aller brennbaren Baustoffe, einschließlich der Wände und deren Bekleidungen, Decken und Fußböden sowie der Einrichtungsgegenstände und der im Gebäude gelagerten Stoffe.
  • Zeigen Sie auf, aus welchen Bereichen der vorbeugende Brandschutz besteht. Der vorbeugende Brandschutz besteht aus den Bereichen:• Baulicher Brandschutz• Anlagentechnischer Brandschutz• Organisatorischer Brandschutz.
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  • Baustoffe werdennach Brennbarkeit / Brandverhalten in zwei Baustoffklassen unterteilt. Führen Sie an, in welche zwei Baustoffarten unterschieden wird. • A: nicht brennbare Stoffe• B: brennbare Stoffe.
  • Führen Sie an, ab wann im Allgemeinen eine räumliche Trennung vorliegt. Eine räumliche Brandabschnittstrennung liegt nur vor, wenn der Bestandzwischen Gebäuden oder Lägern nicht brennbarer Stoffe im Freien mindestens 5 m beträgt, sofern keine brennbaren Objekte, z. B. Fahrzeuge,im Zwischenraum zwischen den Gebäuden und Lägern abgestellt odergelagert sind. Für Läger brennbarer Stoffe ist erfahrungsgemäß ein Mindestabstand von 20 m erforderlich.
  • Erläutern Sie, was unter dem Begriff „anlagentechnischer Brandschutz“ zu verstehen ist. Unter anlagentechnischem Brandschutz versteht man Brandschutzmaß-nahmen, die ohne Eingreifen von Menschen durch einen Brand aktiviertwerden und Reaktionen wie Brandmeldung oder Löschung automatischdurchführen. Anlagentechnische Brandschutzmaßnahmen zählen zumvorbeugenden Brandschutz.
  • Nennen Sie fünf Anlagen, die die Anforderungen des anlagentechnischen Brandschutzes erfüllen. Beispiele für Anlagentechniken des Brandschutzes sind: • Sprinkleranlagen• Sprühwasserlöschanlagen• Feinsprühlöschanlagen• Schaumlöschanlagen• Gaslöschanlagen• Funkenlöschanlagen• Brandmeldeanlagen• Rauch- und Wärmeabzugsanlagen.
  • Erläutern Sie, welche Aufgabe ein Schlüsseldepot in Verbindung mit einer Brandmeldeanlage und einer Brandmeldezentrale hat. Betriebe, die nicht ständig besetzt sind, sind im Alarmfall außerhalb derregulären Betriebszeiten nicht erreichbar. Gegebenenfalls müssen dannTore und Türen gewaltsam geöffnet werden, um in das Gebäude zu gelangen, wodurch auch wertvolle Zeit vergeht. Um der Feuerwehr einenungehinderten Zugang zu ermöglichen, ist die Installation eines Schlüsseldepots erforderlich.
  • Hinsichtlich der vom Löschanlagenschutz abgedeckten Fläche und des Umfangs spricht man zum einen vom Raumschutz und zum anderen vom Anlagen-Objektschutz. Wann spricht man vom Raumschutz und wann vom Anlagenschutz? Raumschutz existiert, wenn mindestens ein gesamter Brandabschnitt –bei Sprinkleranlagen muss z. B. zwischen geschützten und ungeschützten Bereichen eine Brandabschnittstrennung bestehen – mit einer Löschanlage geschützt wird und die gesamte Schutzfläche mit gleichmäßig verteilten Löschdüsen vollflächig abgedeckt wird. Anlagen-/Objektschutz dient dagegen nur dem Schutz einzelner Anlagen,zumeist mit gefahrerhöhendem Charakter.
  • Zu den Löschsystemen werden auch Sauerstoffreduktionsanlagen gezählt. Erläutern Sie die Wirkungsweise einer Sauerstoffreduktionsanlage. Sauerstoffreduzierungsanlagen sind im eigentlichen Sinn keine Löschanlagen, da die Sauerstoffreduzieranlage keinen Brand löscht, sondern diesen verhindern soll. Dem überwachten Bereich wird Stickstoff zugeführt,sodass eine Entzündung nicht möglich ist.
  • Brandklassen geben Auskunft über die Eignung eines Feuerlö- schers zur Bekämpfung spezifischer Brandklassen. Führen Sie an, was unter die Brandklasse „B“ fällt und nennen Sie drei Beispiele. Mit der Brandklasse B werden Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen bezeichnet, z. B. Brände von Benzin, Benzol, Ölen, Fetten,Lacken, Teer, Äther, Alkohol, Stearin, Paraffin.
  • Wandhydranten sind sowohl zur Erstbekämpfung durch Mitarbeiter des Versicherungsnehmers als auch als Schnelleingreifeinrichtung für die Feuerwehr nutzbar. Welche Reichweite kann i. d. R mit einem Wandhydranten erreicht werden? Die Reichweite eines Wandhydranten beträgt ca. 40 bis 50 m, dazukommt eine Schlauchlänge von max. 30 m.
  • Die Hauptaufgabe eines Brandschutzbeauftragten sind die Feststellung und das Durchführen organisatorischer Brandschutzmaßnahmen. Nennen Sie sechs Aufgaben eines Brandschutzbeauftragten. Die Aufgaben eines Brandschutzbeauftragten sind: • Erstellung von Brandschutzordnungen• Erstellung von Flucht- und Rettungsplänen• Erstellung von Alarmplänen• Erstellung von Feuerwehreinsatzplänen• Erstellung von Räumungspläne und der Katastrophenabwehrplänen• Erstellung von detaillierten Brandschutzplänen für besonders wichtige Betriebseinrichtungen • Unterweisung der Belegschaft in Bezug auf Brandschutzordnung,Flucht- und Rettungspläne sowie vorhandenes Feuerlöschgerät• Organisation und Überwachung der innerbetrieblichen Brandschutzkontrollen• Festlegen von Ersatzmaßnahmen bei Ausfall von Brandschutzeinrichtungen• Anweisungen und Überwachung bei der Beseitigung brandschutztechnischer Mängel• Beratung in Fragen des Brandschutzes• Ständiger Kontakt zur zuständigen Feuerwehr• Organisation von Brandschutzübungen und Betriebsbegehungen. Daneben soll er Gefahren (Gefährdungsbeurteilung) erkennen und beurteilen sowie darauf achten, dass Betriebsangehörige die sicherheitsrelevanten Verhaltensregeln einhalten. Ferner hat er dafür zu sorgen, dassGefahren beseitigt und Schäden möglichst gering gehalten werden. Oftist er auch zur Überwachung und nachträglicher Kontrolle von sog.Heißarbeiten wie Schweißen, Löten oder anderen Arbeiten mit offenerFlamme zuständig.
  • Nennen Sie drei wesentliche Ursachen für Explosionsereignisse Wesentliche Ursachen für Explosionsereignisse sind: • Menschliches Fehlverhalten• Mangelhafte Sauberkeit (speziell bei Stäuben)• Leckagen (speziell bei Flüssigkeiten und Gasen)• Chemische Reaktionen• Technisches Versagen.
  • Unterscheiden Sie äußeren und inneren Blitzschutz. Äußerer Blitzschutz (Gebäudeblitzschutzanlage)Als äußerer Blitzschutz werden Maßnahmen bezeichnet, die geeignetsind, eine bauliche Anlage gegen die Auswirkungen eines Blitzschlageszu schützen. Die äußere Blitzschutzanlage besteht aus Fangeinrichtung,Ableitung und Erdungsanlage. Innerer Blitzschutz (Innere Blitzschutzanlage) Als innerer Blitzschutz werden Maßnahmen bezeichnet, die elektrischeAnlagen vor den Auswirkungen des Blitzstroms und den von ihm erzeugten magnetischen und elektrischen Feldern schützen.
  • Nennen Sie sechs Maßnahmen, die geeignet sind, vorsätzliche Brandstiftung zu verhindern bzw. zu erschweren. Nachfolgend genannte Maßnahmen können die Gefährdung eindämmen, aber leider nie ganz ausschließen: • Ständige Überwachung der Einfahrten zum Werk- und Betriebsgelände, z. B. durch Pförtner oder Videoüberwachung durch eine ständigbesetzte Stelle• Zugangskontrolle der Mitarbeiter, Besucher, Fremdfirmen und Lieferanten• Einfriedung des Betriebsgeländes mit einer Höhe von mindesten 2 mund Übersteigsicherung• Verwendung einbruchhemmender Verglasung oder Vergitterung derFenster an der Straßenseite• Be- und Ausleuchtung des Werk- und Betriebsgeländes• Überwachung durch eine zuverlässige Einbruchmeldeanlagen mitAlarmierung einer ständig besetzten Stelle, z. B. eines Pförtners oderBewachungsunternehmens• Freilandüberwachung, Zaunmelder.• Lagerung brennbarer Materialien im Freien mit einem Mindestabstandvon 10 m zur Außenzäunung und 5 m zu Gebäuden.• Anordnung der Abfallsammelstelle mit einem Mindestabstand von10 m zu Gebäuden.• Einhaltung von Sauberkeit und Ordnung.
  • Eine Schwachstelle bei der Sicherung von Fenstern ist die Verglasung. Erläutern Sie, welche Anforderungen an eine einbruchhemmende Verglasung gestellt werden. Einbruchhemmende Verglasung ist durch den VdS geprüft und in unterschiedliche Widerstandsklassen eingeteilt. Die Prüfung zielt auf den Widerstand beim Durchdringen ab. Unterschieden wird zwischen Durchwurfhemmung und Durchbruchhemmung.
  • Wertschutzschränke unterscheiden sich im Sicherheitsgrad. a) Nach welchen Parametern wird die Unterscheidung vorgenommen? Wertbehältnisse unterscheiden sich im Sicherheitsgrad nach folgenden Parametern: • Mechanischer Widerstand gegen Aufbruch• Abtransportmöglichkeit.
  • Wertschutzschränke unterscheiden sich im Sicherheitsgrad b) Woran können Sie erkennen, dass ein Wertschutzschrank eine VdS-Anerkennung besitzt? Erkennbar ist die VdS-Anerkennung durch eine an der Innenseite derTür angebrachte Anerkennungsplakette.
  • Alarmmelder von Einbruchmeldeanlagen werden in drei Hauptgruppen unterteilt. Eine Gruppe befasst sich mit manuellen Meldern. Nennen Sie die beiden anderen Gruppen und führen Sie je drei Beispiele an. Alarmmelder werden i. d. R. in drei Hauptgruppen unterteilt. Die 3 Hauptgruppen sind manuelle Felder, automatische Felder sowie magnetischeFelder Beispiele für automatische Melder sind: • Aktive Glasbruchmelder (Fenster, Vitrinen, Türverglasungen)• Aktive Alarmgläser (Verglasungen der Fassade/Außenhaut)• Lichtschranken (Fensterfronten, Flure, Außenbereich)• Körperschallmelder (Wertbehältnisse)• Bewegungsmelder (passiv: Infrarot; aktiv: Ultraschall, auch Mikrowelle)• Kapazitive Melder (Tresorschränke) Beispiele für elektromechanische/-magnetische Melder sind: • Schließblechkontakte (Türen)• Magnetkontakte (Fenster, Türen)• Alarmtapeten (Wände)• Passive Glasbruchmelder (Fenster, Türverglasungen)• Akustische Glasbruchmelder, Veränderungsüberwachung vongroßen Glasflächen• Magnetkontakt für Türen
  • Nennen Sie vier Maßnahmen, die geeignet sind, einen Nässeschaden abzuwehren oder zu mindern. Geeignete Maßnahmen zur Abwehr oder Minderung eines Schadens sind: • Höherlagerung nässegefährdeter Güter• Einbau von Wasserschwellen• Leckwasser-Auffangeinrichtung• Leckwasser-Meldeanlage• Notpumpeneinrichtung• Wasserhebeanlage• Bereithalten von Abdeckplanen.
  • Gebäudedächer sind durch Windsog stark gefährdet. Erläutern Sie, wie Windsog entsteht und wie es durch Windsog zu einem Schaden an der Dacheindeckung kommen kann. Windsog entsteht immer dann, wenn der Wind an einer Dachkante abgebremst wird und dann verwirbelt. Der Druck bildet dabei eine richtigeWalze. Die oberen Luftschichten sind schneller als die unteren. Durchden dadurch entstehenden Unterdruck herrscht unter dem Dach faktischein Überdruck, die Dachziegel werden aus ihrer Verankerung regelrechtherausgesogen.
  • In der Maschinenversicherung kann eine Risikokontrolle durch technische Kontrollen durchgeführt werden. Eine Möglichkeit besteht durch die Infrarotthermografie. Nennen Sie zwei Anwendungsbereiche für eine thermografische Prüfung. Die thermografische Prüfung kann in folgenden Anwendungsbereichen eingesetzt werden: • Mechanische Bauteile, z. B. Drehrohröfen, Rotationsmaschinen, Zylinderköpfe und Kolbenverdichter, Schmelzöfen• Elektrische Bauteile, z. B. Schaltkasten• Bauwesen, Haustechnik (z. B. zur Feststellung von Wasserverlust imWarmwassernetz des Sanitärbereichs eines Gewerbetriebes).
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  • Nennen Sie fünf Maßnahmen, die geeignet sind, das Diebstahlrisiko von Baumaschinen zu mindern bzw. zu verhindern. Zur Risikominimierung sollten nachstehende Punkte beachtet werden: • Sensibilisierung der Mitarbeiter• Überprüfung der Vertragspartner• Absicherung und/oder Bewachung der Baustelle und des Firmengeländes• Bereitstellen von sichereren Bau- und Metallcontainern• Nachkennzeichnung und Registrierung• Sichere Aufbewahrung der Maschinenunterlagen• Fotografieren des Maschinenparks• Diebstahlsicherungen wie Wegfahrsperren, GPS-Ortungssysteme,Radkrallen, Lenkradkrallen, massive Ketten/Seile und Schlösser,Schalthebelsperren, mechanische Blockierung hydraulisch gesteuerter Teile, Zugösensicherung• Sicheres Aufbewahren von Schlüsseln• Abstellen der Maschinen in gesicherten Bereichen• Zusammenschließen kleinerer Baumaschinen.
  • Schäden im Bereich der Bauleistungsversicherung treten häufig durch mutwillige Beschädigung auf. Fremde beschädigen nachts oder an Wochenenden die versicherten Sachen. Nennen Sie drei Punkte, die den Eintritt eines Schadens begünstigen. Schäden können dadurch begünstigt werden, weil: • Bauzäune fehlen oder lückenhaft sind,• Baustellenbeleuchtung unzureichend ist,• Baustellenzufahrt unverschlossen ist,• Material unverschlossen gelagert wird,• Haupthahn zugänglich ist oder nicht geschlossen wurde,• Baustellenbewachung nicht vorhanden ist.
  • Schäden infolge von Wassereintritt ins Bauwerk sind die am häufigsten angemeldeten Mängel im Baugewerbe bei Versicherungen. Sie sollen Vertriebsmitarbeitern erklären, was eine „weiße Wanne“ ist. Erläutern Sie diesen Begriff. Bei der weißen Wanne sind aufgrund ihrer Konstruktion keine zusätzlichen Dichtungsbahnen erforderlich. Bodenplatte und Außenwände werden als geschlossene Wanne aus Beton mit hohem Wassereindringwiderstand hergestellt. Diesen Beton nennt man auch wasserundurchlässigen Beton. Die Fugen und Durchdringungen in der geschlossenen Wanne werden mit speziellen Sonderbaustoffen abgedichtet.
  • Eine gute Aufbau- und Ablauforganisation kann dazu beitragen, Schäden zu verhindern. Nennen Sie einige organisatorische Maß- nahmen im Betrieb des Versicherungsnehmers aus Sicht des Transportversicherers. Organisatorische Maßnahmen können sein: • Vorgaben für die Qualifikation der Mitarbeiter (Mindeststandards)• Regelmäßige Schulungen des Personals• Sensibilisierung des Personals• Schaffung von Anreizsystemen für das Personal• Zertifizierung des Unternehmens• Erstellung von Checklisten und Handbücher für Abläufe• Risikomanagement im Unternehmen• Kontrollmechanismen (Vier-Augen-Prinzip etc.)• Frühzeitiges Einbinden des Versicherers bei Veränderungen.
  • Erläutern Sie die Hintergründe für die Einführung des Kumul-Informations-Services (KIS) durch den GDV in der Transportversicherung. In der Güterversicherung besteht Versicherungsschutz für transportbedingte und disponierte Lagerungen. Eine Kenntnis über die Anzahl derLagerungen, die tatsächliche Höhe der Warenwerte und die Lagerortebesteht vielfach nicht. Um Schäden durch unbekannte Kumule zu verhindern, können mit KIS die Lagerstätten besser erfasst werden. Durch dieNutzung von Gefahrenkarten sowie Alarm- und Hinweisfunktionen ist esmöglich, entsprechende Gefahrenpotenziale zu erkennen (z. B. Erdbebenzonen, Überschreitung der Höhe der Gesamtlagerwerte oder verfügbarer Zeichnungskapazitäten).
  • Als Korrosionsschutzmaßnahme wird von Verpackungsunternehmen die Trockenmittelmethode eingesetzt. Erläutern Sie, was unter dieser Methode verstanden wird. Innerhalb einer wasserdampfdichten Verpackung (Hülle) bewirkt das Trockenmittel, dass die dort enthaltene Feuchtigkeit durch das Trockenmittelgebunden wird. Hierdurch wird die enthaltene Feuchtigkeit in der Luft soweit getrocknet, dass mangels Feuchtigkeit kein Korrosionsprozess einsetzen kann.
  • Zur Sicherung von Ladungsgütern werden zwei Arten der Ladungssicherung unterschieden. Erläutern Sie beide Arten und nennen Sie jeweils ein praktisches Beispiel. Kraftschlüssige LadungssicherungHierunter versteht man, dass die auf einer Ladefläche vorhandene Ladungdurch Druck auf die Ladefläche gepresst wird, wodurch sich die Reibungreduziert. Hierdurch wird das Verrutschen verhindert. Eine bekannte Methode ist das Niederzurren mithilfe von Spanngurten oder Ketten. Formschlüssige LadungssicherungHierunter versteht man, dass die Ladung alleine durch die Begrenzungder Ladefläche oder andere Güter gesichert wird. Dies bedeutet, dasskeine Freiräume vorhanden sind, durch die sich die Ladung bewegenkönnte. Leerräume können mit Paletten oder anderen Füllmitteln aufgefüllt werden, sodass ein Formschluss entsteht.