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allg. Ernährungslehre (Fach) / Markronährstoffe (Lektion)

UNi Bonn SS.2016

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  • Definition von Verdauung - Hydrolytische Aufspaltung von Polymeren Nahrungsbestandteilen zu Monomeren Bausteine durch Enzym des Gastrointestinalentraktes
  • Beschreiben Sie die Protein-/ Eiweißverdauung & -absorption 1. Für die Verdauung von Proteinen werden unterschiedliche Enzyme benötigt. Die wichstigsten Enzym werden....im Dünndarm sezerniert von der Magenschleimhaut, vom Pankreas, von der Bürstenssummembran 2. Enzym des Magens =  Pepsin = Protein → Poly- / Oligopeptide 3. Enzyme des Pankreas = Trypsin = Polypeptide → Oligopeptide/ AS Chymotrypsin = Polypeptide → Oligopeptide/ AS Carboxypeptidase  = Polypeptid → Abspaltung C-teminale AS 4. Enzyme der Bürstensaummembran = Dipeptidasen = Di- / Tripeptide → AS (Abspaltung N-Terminal) 5. Bei den Enzymen wird zwischen Endo- & Exopeptidasen unterschieden  Endopeptidasen = Hydrolyse der Peptidbindung innerhalb eines Moleküls                              ⇒ Pepsin ,Trypsin, Chymotrypsin Exopeptidasen = Hydrolyse der Peptidebindung vom Ende eines Moleküls                              ⇒ Carboxypeptidase 6. Absoption:  i) Freie AS können durch einen aktiven Transport  mittels Carrierprotein,                 - die spezifisch für bestimmte AS-Gruppen sind,                 - in die Epithelzellen absorbiert werden ii) Di-/ Tripeptide werden über einen H+-Symport-Carrier aufgenommen.                           - An den Transport, ist eine intrazelluläre Hydrolyse der Di- & Tripeptide zu                                 → AS gekoppelt iii) Auf der basolateralen Seite der Epithelzellen,                                         - findet die Ausschleusung der absorbierten AS                                         - über einen erleichterte Difussion mittels Carrierproteinen statt. iv) Somit erreichen nur freie AS die Blutbahn.
  • Beschreiben sie die Verdauung & Absorption von Kohlenhydraten 1. Kohlenhydrate können nur in der Form von Monosaccharide in Darmlumen absorbiert werden, sodass Di- & Polysaccharide zunäscht gespalten werden müssen. 2. Die Verdauung der Kohlenhydrate beginnt im Mund durch die Sekretion von      Ptyalin - (α-Amylase der Speicheldrüsen) 3. Im Dünndarm wird die Verdauung durch die vom Pankreas sezernierte α-Amylase                    fortgesetzt. 4. Das Poly-saccharid Stärke wird beispielsweise durch das Einwirken der Amylase                      hauptsächlich in Maltose abgebaut. 5. Di-saccharide, die mit der Nahrung aufgenommen wurden oder im Verlauf der Verdauung           entstanden sind,    - werden im Darmlumen durch spezifische membranständige (Bürstensaummembran             (Mikrovilli)) Disaccharidase in Monoaccharide gespalten. 5. Das Enzym Maltase ist für die Spaltung von Maltose verantwortlich,     Die Lactase für Lactose & die Saccharase für Saccharose. Maltose → Glucose + Glucose, Lactose → Glucose + Galactose Saccharose → Glucose + Fructose Absorption 6. Die entstandenen Monosaccharide Glucose, Fructose & Galactose werden anschließend auf verschiedene Weise in die Mukosazellen absorbiert. 7. Sowohl die Absorption von Glucose als auch von Galactose erfolgt über eine    - aktiv Na+-Co-transport.  8. Hingegen wird Fructose passiv absorbiert
  • Was versteht man unter Glykämischer Index (GI) & Glykämische Belastung (GL)? Glykämischer Index (GI): - Definiert als die Wirkung einer standardisierten Menge an einzelnen Lebensmitteln mit einem Gehalt von 50g KH auf die Blutglucose im Vergleich zu einem Kontroll-Lebensmittel Glykämische Belastung (GL): - Er berechnet sich durch Multiplikation des KH-Gehalts einer Verzehrsportion mit dem GI ⇒ GL = Kh-Gehalt einer Verzehrportion • GI
  • Erwünschte physiologische Funktionen den Nahrungsfasern (Ballaststoffe) 1. Verzögerte (delay) Magen-entleerung 2. Schwermetall-adsorption 3. Gallensäure-adsorption 4. Verkürzte Darm-Transitzeit 5. Im Colon = NH3-Bindung, Bildung kuzkettige Fettsäuren (SCFA: Butyrat, Acetat) Volumenzunahme / Konsistenzänderung  6. Prävention von: Obstipation Dickdarmdivertikulose Dickdarmkarzinom Gallensteine 7. Günstige Beeinflussung von: Kohlenhydratstoffwechsel (Glucosespiegel) Fettstoffwechsel (Blutlipide)
  • Was versteht man unter Nahrungsfasern (Ballaststoffe)? Was zählen zu Nahrungsfasern (Ballaststoffe)? Einteilung von Ballaststoffe. (Un)Erwünschte physiologische Funktionen i) Nahrungsfassern sind Lebensmittelbestandteile, die durch menschliche Enzyme nichtabgeabut werden können.  ii) Dazu zählen: Non-starch-polysaccharides (NSP) Lignin Resistente Stärke iii) werden 2 Gruppern unterteilt: Wasserbindende Nahrungsfasern  Cellulose (Glucosepolymer) Hemicellulose (Pentose + Hexose) Lignin (Polymer aus Phenylpropan) Resistente Stärke (Strukturelle Hemmung der α-Amylase) Wasserlösliche Nahrungsfassern Pektin (Polymer aus Galacturonsäure) Gummis (Gummi arabicum) Schleimstoffe (Guar) Erwünschte physiologische Funktionen   Verzögerte Magenentleerung Schweremetall-adsroption Gallensäuren-adsoprtion Verkürzte Darm-Transitzeit Im Colon = NH3-Bildung, Bindung Kürzkettiger Fettsäuren, VOlumenzuhnahme/Konsistenzänderung Unerwuunschte physiologischen Funktionen: Mineralstoff-/Spurenelement-adsorption Verstärkte Gasbildung
  • Verdauung & Absorption von Neutralfette 1. Nahrungsfette gelangt in den Magen & werden dort durch     - die Magenmotorik mechanisch emulgiert. 2. Dies ist wichtig, da die Fetttröpfchen (1-2 μm) den Lipasen eine     - große Angriffsfläche bieten. 3. 10-30% der Nahrungsfette werden in Magen gespalten. 4. Die Lipasen stammen aus der Speicheldrüsse und dem Magenfundus. 5. Der saure pH-Wert im Magen aktivert Magen- & Zungengrundlipase,     - die bevorzugt kurzkettige FS aus Milchfett abspalten. 6. Die übrigen 70-90% der Nahrungsfette werden in Duodenum & Jejunum hydrolysiert.    - Durch Bikarbonat des Pankreassaftes wird der saure Speisebrei alkalisiert,     - so dass die Pankreaslipase (pH Optimum 7-9) angreifen kann. 7. Absorption erfolgt im Dünndarm.     - Lipophile Substanzen werden mit Chylomikronen eingeschleust. Fettlösliche Vitamine Lipophil Arzeinmittel Lipophile Gifte 8. ca. 5% der FS, die bei der Verdauung entstehen werden als Ca2+-seifen aussgeschieden. Magen- & Zungengrundlipase sind wichtig für Säugling, bei dem die Pankreasfunktion noch nicht voll ausgebildet ist, so dass Magen- & Zungengrundlipase einen wichtigen Beitrag zur Fettverdauung leisten.
  • Essenzielle (lebensnotwendige) Fettsäuren 1. Besitzen eine Doppelbindung zw. C9 - Methylende. 1. Linolsäure (LA, 18:2 ω6)  2. Alpha-Linolensäure (ALA, 18:3 ω3) 2. Daher können sie im menschlichen Stoffwecsel nicht gebildet werden 3. Längerkettige, mehrfach ungesättigte FS können aus LA & ALA im menschlichen Stoffwecsel gebildet werden. Dazu zählen: Arachidonsäure (C 20:4 omega-6) Eicosapentaensäure (C 20:5 omega-3) Docosahexaensäure (C 22:6 omega3)
  • Definieren Sie CLA, wo kommen sie her? Welche Effekte haben sie? Die genannten Wirkungen basieren v.a. auf in vitro- und tierexperimentellen Studien! Evidenz Eindeutigkeit der Humanstudien begrenzt! CLA = Conjugated Linoleic Acids =  Konjugierte Linolsäuren 1. Konjugierte Linolsäuren stellen eine Gruppe mehrfach ungesättigten FS dar, die sind Isomeren der Linolsäure (Cis-9, Cis-12-Octadecadiensäure). 2. Die größte biologische Aktivität wird den Isomeren in der Cis-9,Trans-11 und der Trans-10,Cis-12 Konfiguration zugesprochen. Vorkommen = 1. CLA werden als Stoffwechselprodukt der Linolsäure im Pasen von Wiederkäuern gebildet. 2. Auch in die Geweben der Wiederkäure (z. B Milchdrüsen) enstehen CLA.     - Somit sind Wiederkäuerfleisch sowie Milch & Milchprodukte die Hauptquellen der CLA in       der menschlichen Ernährung.  Biologischer Effekt: 1. Ein CLA-Supplementation bewirkt in Tierversuchen  eine Steigerung der Fettsäureoxidation, Lipolyse und Energieverbrauch eine Senkung der Proliferation von Präadipozyten und de novo Lipogenese 2. Die genannten Wirkungen basieren v.a. auf in vitro- und tierexperimentellen Studien!Evidenz aus der Humanstudien begrenzt! 
  • Entstehung, Aufbau & Funktion Eicosanoide Eicosanoide zählen zu den "nicht hydroly-sier-baren Lipiden" (Fettbegleitstoffe) 1. Definition = Eicosanoide sind spezifische Oxidations-produkte von C20-Polyen-säuren                       (Arachidonsäure, Eicosa-pentaen-säure) mit hormon-ähnlichen Wirkungen                      ("Gewebshormone", Lokale Mediatoren) 2. Die werden in 2 Gruppen unterteilt:       1. Prosta-noide = Zu den Prostanoiden gehören die Prosta-glandin = ubiquitär Prosta-zykline = in den Endothelzellen von Blutgefäßen Thrombo-zane = in dem Thrombozyten            ⇒ Die an unterschiedlichen Orten gebildet werden.        2. Leuko-triene = werden hauptsächlich in den Leukozyten gebildet.
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  • Was sind Phospholipide? Fkt? Aufbau? 1. Phospholipide sind Bestandteile von Memrbanen & Strukturlipiden. Aufgrund ihrer amphiphile Eigenschaft können sie als Emulgatoren eingesetzt werden (z.B Lecithin) 1. Phospholipide sind verseifbare, amphiphile Lipide.  2. Struktur Mindesten ein Fettsäure (bevorzugt mehrfach ungesättigt) Phosphorsäure mit Alkohol (Glycerin oder Sphingosin) und ein weiteren Polaren Kopfgruppen verestert 3. Aufgrund ihres Aufbaus werden sie in 2 Gruppen eingeteilt; Phosphoglyceride = Glycerin als Grundgerüst Sphingolipide = Sphingolipide als Grundgerüst. Dazu zählen Cerebroside & Ganglioside 4. Funktionen:  - Phospholipide sind Bestandteile von Membranen & Strukturlipiden.- Aufgrund ihrer amphiphile Eigenschaft können sie als Emulgatoren eingesetzt werden   (z.B Lecithin)