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Publizistik (Fach) / Zeitung und Zeitschriften (Lektion)
Geschichte, Merkmale und aktuelle Situation
Diese Lektion wurde von lucillenerea erstellt.
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- Welche Innovation erfand Gutenberg? - Zerlegung des Textes in bewegliche Einzelelemente- Einzelelemente als seitenverkehrte Lettern in beliebiger Anzahl gegossen- zu Wörtern, Zeilen,Seiten im Setzkasten zusammengefügt→ Erfindung des Gießgeräts mit den Zeichen aus Metall hergestellt werden konnten
- 4 Merkmale nach Dovifalt, der Tageszeitung AktualitätPeriodizitätUniversalitätPublizität
- Pressestatistik nach Schütz: Tageszeitung: erscheint jeden Werktag, mind. 2Mal die Woche aktuellen politischen Teil
- Was ist eine publizistische Einheit ? alle im Inhalt - mehr oder weniger - verschiedenen Blätter mit gleichen Mantel (= Seite 1und 2 mit aktuellen politischen Inhalt) gelten als eine einzige Einheit
- Was sind die Kriterien der Systematisierung? Erscheinungsweise Vertriebsform Verbreitung Inhalt Marktstellung
- Wichtigste Zeitungstypen: mit Bsp. regionale/lokale Abonnementzeitungen (Sächsische Zeitung) überregionale Abonnementzeitungen (Süddeutsche, FAZ) regioanle /lokale Straßenverkaufszeitungen (Morgenpost) Sonntagszeitung (Bild am Sonntag) überregionale Straßenverkaufszeitungen (Bild) politische Wochenzeitungen (die Zeit)
- Wie ist der aktuelle dt. Zeitungsmarkt ? Zeitungen sind nahezu sämtliche in privaten Eigentum Erscheinungsweise im Morgen lokale Bindung vieler Tageszeitungen starke Position der Regionalzeitungen wenige überregionale Qualitätszeitungen wenige Kaufzeitungen, vorallem BILD fast nicht vorhandene Parteipresse Überparteilichkeit in Abspruch Anzeigenabhängigkeit hohe Leser-Blatt-Bindung starke Pressekonzentration Cross-Ownership“ Beteiligung der Zeitungsverleger an anderen Medien weitgehende Marktsättigung: Marktzutritt stark erschwert bis unmöglich
- Welche Formen hat die Pressekonzentration? Auflagenkonzentration- Entwicklung zu immer weniger Großverlagen deren Marktanteile ständig wachsen Verlagskonzentration- Abnahme der Anzahl der Verlage publizistische Konzentration- Abnahme der publizistischen EinheitenLokalkonzentration- Tendenz zu lokalen Zeitungsmonopolen Ökonomische Konzentration: Einstellung,Fusion,Übernahme,Beteiligung, Abnahme der Verlage als selbstständige Unternehmenseinheiten oder Betriebseinheiten
- Zeitschriften Merkmale periodisch (min.4 mal im Jahr) eingeschränkte Aktualität Spezialisierung hinsichtlich Inhalt und Publikum
- Arten von Zeitschriften: Arten: Publikumszeitschriften (general intrest/ special intrest) Fach“ (Beruf-Verband-) politische Wochenblätter konfessionelle zeitschriften Kunden“ amtliche Blätter Anzeigenblätter → PR-Zeitschriften
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- deutscher Zeitschriftenmarkt wichtigsten Gruppen sind bei den Publikumszeitschriften, Frauen(wö-9/mo-9%), Programm- (17%), Wohnzeit-(12%), sowie Motorpresse(18%) Angebot der Publikumszeitschriften wird zunehmend größer Negativtrend: Rückgang der Werbeeinnahmen und Auflagenverluste hochkonzentriert: 5 größten Verlagsgruppen
- 5 größten Verlage: Gruner und Jahr Springer Burda Bauer Funke
- Zeitungstypen zu Ende des 19.Jahrhundert Gesinnungs-Parteipresse→ Neue Preußische Presse (konservativ), Vorwärts und rote Fahne (sozialistisch)Überregionale Qualitätszeitungen→ Berliner Volkszeitung, Frankfurter Zeitung (bürgerlich-liberal)Generalanzeiger→ Generalanzeiger, Berliner Lokal-Anzeiger (Finanzierung durch Anzeigenerlöse)
- Gründe für die Ausbreitung der Mpresse -Aufhebung des Inteligenzzwang -Entwicklung des Anzeigengeschäfts → günstiger -Weiterentwicklung der Satz-Drucktechnik -Ausbau Verkehrsinfrastrukut, Eisenbahn als Transportmittel -steigende Alphabetierungsrate, steigendes Interesse an allgemeine Nachrichten
- Welche Probleme hatte Presse in der Weimarer Republik? WK1- Militätzensur, inhaltliche Presseanweisungen → Absinken der Zahl der Zeitungen 1919- Weimarer Verfassung, Zensurverbot, Meinungsfreiheit in den Schranken der allgemeinen Gesetzen → Schwächung durch Notverordnungen Innere Aushöhlung durch starken Einfluss der industriellen Kreise 1922 Republikschutzgesetz- Eingriffe Presse/Versammlungsfreiheit
- Nationalsozialismus Lenkungsebenen - totale Kontrolle, Gleichschaltung - Schriftleitergesetz, Reglementierung des Redakteurs, seiner Tätigkeit - 3 Lenkungsebenen : - rechtlich-institutionell: Gesetzte, Propagandaministerium, Berufsliste, Verordnungen - ökonomisch: Enteignungen, Kapitalübernahmen, Fusionierung von Agenturen, Papierrationierung - inhaltlich-ideologisch: NS-Propagandatheorie, Zensur, Leitung von Staats-Partei-und Beruforganisationen, Presseanweisungen
- Welche Rolle hat die Presse in der DDR? - Progandist:Marximus-Lenismus in alle Bevölkerungsschichten verbreiten - Agiator: bewusste, parteiliche Auswahl von Ereignissen und Tatsachen - Organisator:mobilsieren der Werktätigen zur Planerfüllung anleiten -Prinzip der Parteilichkeit
- Merkmale eines totalitären politischen Systems Personalpolitik: ZUlassungsbestimmungen, einheitliche Ausbildung,Berufslisten nach persönlichen und politischen Vorrauseztungen inhaltliche Presseanweisungen: Bindung an Argumentationsrichtlinien,Sprachregelungen Medienanstalt: zentralistisch, in Regierungshand, Propagandaminesterium,Politbüro SED
- Was sind Anzeigenblätter? Nachfolger der Intelligenzblätter, ab den 1960er stark verbreitet sind Druckwerke die periodisch wöchentlich erscheinen, unentgeltlich und unbestellt verbreitet werden überwiegend aus Anzeigen bestehen Funktionsdefizite der Lokalberichterstattung nutzend