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Sozialpsychologie (Fach) / Verhaltensvorhersage (Lektion)

Verhaltensvorhersage

Diese Lektion wurde von Christine2505 erstellt.

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  • Ein erstes Resümee: W. McGuire (1985/86) „Die geringen Einstellungs-Verhaltens-Korrelationen sind seitdem ein Skandal in der Sozialpsychologie geblieben“ Mögliche Gründe für geringe Korrelationen Einstellungen und Verhaltensweisen werden auf sehr unterschiedliche Abstraktionsniveaus erfasst Sehr globale Einstellungen werden mit sehr konkreten Verhaltensindikatoren in Beziehung gesetzt
  • Metaanalyse zu den Theorien der Verhaltensvorhersage Bei einer relativ groß angelegten Metaanalyse wurden zwei unterschiedliche Auswertungen durchgeführt Klassische Variante:Auswertung sämtlicher vorliegender empirischer UntersuchungenKorrelationen zwischen Einstellungen und Verhaltensintentionen sind fast immer größer als die Korrelation zwischen Intentionen und Verhalten Einstellungs-Verhaltens-Korrelationen waren durchschnittlich davon abhängig, welcher Verhaltensbereich untersucht wurde
  • Das MODE-Modell von Fazio, 1990 (Zweifaktorenmodell) Annahme: Einstellungen müssen erst aktiviert werden, welches über 2 Prozesse geschiehtIn einer kontrollierten / geplanten VarianteAuf spontanem Weg Einstellungen aktiviert, wenn genug Motivation & Kapazität vorhanden ist Motivation / Kapazität gering = automatische Aktivierung Automatische Aktivierung erfolgt bei starken & negativen Einstellungen
  • Eine Art Neubeginn: Fishbein et al. (ab 1966) Beginn 1966: Vorstellen eines Intentionsmodells, welches neben Einstellungen noch bestimmte Normkomponenten und motivationale Variablen enthält 1980: Erweiterung zu einem Verhaltensvorhersagemodell Merkmale des Modells „Theorie überlegten Handelns“ Nur eine einzelne soziale/subjektive Norm wird als Determinante (spezielle Funktion) verwendet Einstellungskonzeption als Überzeugungs x Bewertungskonzept Additive Verknüpfung der Variablen Definition der Einstellungen als Einstellung gegenüber dem Verhalten Verhaltensintentionen als entscheidender Prädikator der Verhaltens
  • Das erste Sammelreferat: A.W. Wicker (1969) 46 Untersuchungen, Einteilung in 3 Gruppen 20 Arbeiten: Industrielle Psychologie 16 Arbeiten: Vorurteils- und Minoritätenforschung 100 Arbeiten: Verschiedenes Urteil von Wicker Untersuchungen haben einen weiten Bereich von Personenpopulationen, verbalen Einstellungsmaßen, Maßen des offenen Verhaltens und Einstellungsverhaltens abgedeckt Untersuchungen weisen darauf hin, dass Einstellungen zu offenem Verhalten in keiner oder nur in einer losen Beziehung stehen Beide Reaktionen sind durch Produkt-Moment-Korrelationen verbunden, welche selten größer als .30 und häufig nahe null Nur selten können es mehr als 10% der Varianz in den Verhaltensmaßen durch die Einstellungsmaße aufgeklärt werden
  • Korrespondenz- oer Kongruitätskonzept (Aizen & Fishbein, 1977) Erster Ansatz zum Umgehen der geringen Einstellungs-Verhaltens-Korrelationen AnnahmeKonsistenz bzw. Inkonsistenz zwischen Einstellungen und Verhalten lässt sich danach bemessen, wie hoch die Übereinstimmung zwischen Einstellung und Verhalten ist, wenn man Ziel, Handlung, Kontext und Zeit für beide Variablen miteinander vergleicht Ist die Korrespondenz dieser 4 Merkmale hoch = Korrelationen groß
  • Die Studie von R.T. LaPiere (1934) LaPiere reiste mit einem chinesischen Ehepaar durch die USA und übernachtete in 251 Hotels, Motels etc. Insgesamt wurde er einmal abgewiesen Bei einer schriftlichen Voranfrage bei 128 Hotels haben rund 92% die Beherbergung abgelehnt Kritik Es ist nicht erwähnt worden, dass 251 Hotels angeschrieben wurden, aber nur 128 antworteten Es wurde nicht angegeben, dass zusätzlich zu Chinesen auch nach Deutschen, Franzosen, Japanern, Russen, Armeniern, Juden, Negern, Italienern und Indern gefragt wurde Es wurden 128 Hotels angefragt, aber nicht besucht, bei einer Ablehnungsrate von 84% Es war nicht bekannt, wer die Anfrage beantwortete und wer an der Rezeption stand Es gab eine erhebliche Diskrepanz zwischen den 3 Reisenden in ihrer äußeren Erscheinung und den Stereotypen Zur Zeit der Untersuchung gab es in der USA eine wirtschaftliche Depression  
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