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Grundlagen der Diagnostik (Fach) / VL 8 // KTT (Lektion)
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- Was sind Grundüberlegungen der Klassischen Testtheorie? KTT = Messgenauigkeitstheorie- dh. liefert Grundüberlegungen für die Messgenauigkeit eines Tests beachtet, dass Testergebnisse von einzelnen Personen im gleichen Test zw. versch. MZP schwanken Gründe für Schwankungen- Übungs- und Transfereffekte- unsystematische innere und äußere Einflüsse
- Was ist ein Axion? empirisch nicht begründete Grundannahme
- Was sind T, E und X? T = Tau - wahrer Wert E = Epislon - Messfehler X = beobachteter Wert
- Nennen Sie fünf Axiome der KTT. Xi = Ti + Ei E(Ei) = 0 Corr (Ei, Ti) = 0 Corr (Ea, Eb) = 0 Corr (Ea, Tb) = 0
- Beschreibe das 1. Axiom der Klassischen Testtheorie. jeder beobachtete Wert (Xi) einer Person in einem Test setzt sich additiv zusammen aus dem wahren Wert (Ti) und dem Messfehler (Ei) Ti = konstanter, wahrer Wert Messfehler- normalverteilt, dh. Abweichungen der empirischen von den wahren Werten nach oben und unter gleich häufig- unsystematische Fehler!, dh. man kennt weder Ursache noch Zusammenhang mit wahren Werten
- Beschreibe das 2. Axiom der Klassischen Testtheorie. für jede Person stellt der Messfehler eine Zufallvariable mit dem Erwartungswert von "0" dar- dh. bei unendlich vielen Messungen ergibt sich für den Mittelwert des Messfehlers "0"- Annahme gilt für UNsystematische Einflussgrößen unsystematische Einflussgrößen- Fehler bei Testkonstruktion, zB. uneindeutige Instruktionen- Fehler bei Durchführung- Fehler bei Auswertung, zB. aufgrund von Ablesefehlern
- Beschreibe das 3. Axiom der Klassischen Testtheorie. Korrelation zwischen dem wahren Wert (Ti) und dem Fehler (Ei) ist "0"dh. Test misst im unteren Bereich (niedrige Fähigkeit) ebenso genau, wie im mittleren oder oberen Bereich
- Beschreibe das 4. Axiom der Klassischen Testtheorie. Die Korrelation zwischen den Messfehler zweier Tests ist "0" gilt nur wenn beobachteter Punktwert in Test A nicht den Punktwert in Test B beeinflusst
- Beschreibe das 5. Axiom der Klassischen Testtheorie. die Messfehler eines Tests korrelieren nicht mit den wahren Werten der Person in anderen Tests- dh. Ausprägung in Merkmal B hat keinen Einflus auf Messgenauigkeit eines Verfahrens zur Messung von Merkmal A
- Was bedeutet eine Reliabilität von .80? 80% der beobachteten Varianz der Testwerte geht auf wahre Unterschiede zwischen Testpersonen zurück 20% auf Fehlervarianz
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- Wie wird die Reliabilitätsschätzung aus der Klassischen Testtheorie abgeleitet? Testdurchführung- gleiche Bedingungen, gleiche Personen- Bestimmung Kovarianz beider Tests COV (Xt, Xt') = COV (Tt, Tt')- da E(Ei) = 0 > Korvarianz beobachterter Werte = Kovarianz der wahren Werte Cov (Tt, Tt') = Var (Tt)- zu messendes Merkmal der Person ist stabiltau-äquivalent = wahre Werte beider Testungen sind gleichessenziell-tau-äquivalent = wahre Werte unterscheiden sich bei beiden Testungen um konstanten Wert = RETEST-RELIABILITÄT
- Was besagt die Spearman-Brown-Formel und wofür wird sie genutzt? Varianzzunahme- mit zunehmender Itemzahl steigt die Varianz des wahren Wertes im Vergleich zum Messfehler Reliabilität nimmt mit Itemzahl zu Spearman-Brown- Wie hoch wäre die Reliabilität eines Tests mit einer um Faktor k erhöhten Itemzahl?- Wie viele Items sollte ein Test für eine bestimmte Reliabilität mindestens haben?
- Nimmt die Reliabilität mit zunehmender Itemzahl linear zu? NEIN!
- Wie wird der Standardmessfehler aus der Klassischen Testtheorie abgeleitet? Definition- Se gibt an wie stark die Messfehelr um die wahren Werte der Personen streuen Schätzung Messfehler- bei einzelner Messung nicht bestimmbar- Schätzung: Wie stark würde bei sehr vielen Messungen Se um Ti streuen Berechnung-wäre Ti bekannt, dann liegen 68% von Xi in dem Bereich der von Se begrenzt wird
- Für welche Berechnung wird der Standardmessfehler genutzt? Berechnung KIDefinition- KI gibt es Bereich an, in dem der wahre Testwert einer Person be einer zuvor festgelegten Sicherheitswahrscheinlichkeit liegt
- Was versteht man unter sog. Minderungskorrekturen? einfache Minderungskorrektur- Schätzung der Korrelation Ti einer Variablen, wenn Reliabilitätskoeffizient bekannt ist- sinnvoll, wenn begründet davon ausgegangen werden kann, dass Operationalisierung/Kriterium weniger reliabel als interessierendes Merkmal doppelte Minderungskorrektur- Schätzung der Korrelation zweier Variablen, wenn Reliabilitätskoeffizienten bekannt Hintergrund- Korrelation zweier Tests durch Messfehler beeinflusstdh. je höher Messfehler desto kleiner Korrelation