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Ökologie MÖSI (Fach) / Klima und Temperatur (Lektion)
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- Geländeklima = planzenwirksames Klima ( gemessen in 20 cm Höhe über dem Substrat)
- Definition... (1)Die zeitliche Festlegung für den mittleren Beginn verschiedener Entwicklunsstadien erfolgt nach: (2)Der Beginn der Apfelblüte gilt als... (1) Laubentfaltung Blütezeit Fruchtreife (2) der phänologische Frühlingsanfang
- Definition Frühling mit Vorfrühling Erstfrühling und Vollfrühling Vorfrühling: vom Blühbeginn der Hasel bis zum Blühbeginn der Narzissen Erstfrühling: von der Laubentfaltung der Rosskastanie bis zum Blühbeginn des Apfels Vollfrühling: vom Blühbeginn des Berg-Ahorns bis zum Blühbeginn des Pfaffenhütchens
- Definition Sommer mit Frühsommer und Hochsommer Frühsommer: vom Blühbeginn des Winter-Roggens bis zu dem des Ligusters Hochsommer: vom Fruchtbeginn der Roten Johannisbeere bis zu dem des Holunders
- Definition Herbst mit Frühherbst und Spätherbst Frühherbst: vom Blühbeginn der Herbst-Zeitlosen bis zur Fruchtreife der Rostkastanie Spätherbst: von der Laubverfärbung des Spitz-Ahorns bis zu der der Stiel-Eichen
- Defintition Vegetationstag tmittel größer gleich 5°C mittlere tagestemperatur über 5°C
- Lebensform + Dauer der Vegetationszeit Anuelle Bianuelle Plurianuelle Perennierend Laubwerfend Perennierend Immergrüne - Einjährige Kräuter (von der Keimung bis zum Absterben) -Zweijährige Kräuter (vom Austreiben bis zum Einziehen in die Überdauerungsorgane) -Mehrjährige Stauden (vom Austreiben bis zum Einziehen in die Überdauerungsorgane) - Ausdauernd Holzige Bäume und Sträucher (Vom Austreiben bis zum Blattfall) Ausdauernd Holzige Bäume und Sträucher (Vom Beginn bis zum Stillstand des aktiven Wachstums)
- Zonale Vegetation Unter dem Einfluss des Makroklimas entwickeln sich auf allen mittleren Standorten charakteristische Vegetationseinheiten. Man bezeichnet diese als zonale Vegetationstypen, sie bilden die makroklimatische bedingten Vegetationszonen
- Extrazonale Vegetation in einer extrazonalen Vegetationszone können auf klimatisch extremen Standorten Vegetationstypen benachbarter Klimazonen auftreten. Diese Vorkommen von Vegetationseinheiten außerhalb ihres zonalen Areals in anderen Vegetationszonen bezeichnet man als extrazonale Vegetation
- Azonale Vegetation Manchne Dauergesellschaften werden nicht vom Klime einer Vegetationszone, sondern von einem dominanten und extremen Standortfaktor geprägt. Diese Vegetation zeigt daher keine oder nur eine sehr schwache Bindung an bestimmte Vegetationszonen. Sie wird deshalb als azonale Vegetation bezeichnet.
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- Dormanz Definition Keimruhe. Beendigung durch Feucht, Temperatur, Licht (Stratifikation = Künstlicher Bruch der Keimruhe)
- Vernalisation Def. Schossung. Übergang vegetative-generative Phase in Folge der Vernalisation
- Lebensformen nach Raunkiaer Mit den Lebensformen werden morphologische Anpassungsstrategien beschrieben, die Pflanzen im Schutz über Überdauerungsknospen vor allem im Hinblick auf die klimatischen Gegebenheiten ihrer Wuchsorte entwickelt haben. Man unterscheidet nachb Lage der Erneuerungsknospen!
- Def. Therophyten Kräuter. Keine ausdaunernden Achsenorgane, keine Erneuerungsknospen. --> Überdauerung ungünstiger Jahreszeiten als Samen im Boden.
- Def. Geophyten Stauden. Erneuerungsknospen in der Erde --> Schutz durch die schlecht Wärmeleitenden Schneedecke --> Schutz durch den Erdboden z.B. Zwiebelgeophyten (= Allium ) --> Scharlotte, Safran, Zwiebel, Sprossknolle oder: Rhizomgeophyten (=Anemone) --> Spargel, Rhizom, Rhabarber,
- Def. Hemikryptophyten Stauden. Erneuerungsknopsen unmittelbar am Boden --> Schutz durch die schlecht wärmeleitende Schneedecke --> Schutz durch ältere Pflanzenteile, Falllaub z.B. Rosettenplanzen (Löwenzahn = Taraxacum) Ausläuferpflanten (Erdbeere = Fragaria) Schaftpflanzen (Brenessel = Urtica) Futtergräser, Schwarzwurzeln, Wurzelrübe, Futterrübe, Sprossrübe
- Def. Chamaephyten Halb- und Zwergsträucher -Erneuerungsknospen knapp oberhalb des Bodens --> Schutz durch die schlecht wärmeleitende Schneedecke Spaliersträucher (Besenheide = Calluna) Stachelbeere, Rote Johannisbeere
- Def. Phanerophyten Bäume und Sträucher - Erneuerungsknospen oberhalb der schützenden Schneeschicht --> frostresistente Apikalmeristeme, derbe Knospenschuppen Bäume (Roßkastanie = Aesculus) Sträucher (Holunder = Sambucus) Apfel/Birne
- Ablauf Same Dorman = Samenruhe, Keimruhe Samenruhe artspezifisch Samenruhe muss vor der Aussaat gebrochen sein Beendigung durch Feuchte, Temperatur, Licht Stratifikation = künstlicher Brucht der Samenruhe Ende der Dormanz
- Wann findet die Aussaat statt? Bei optimalen Wachstumsbedingungen
- Def. Stratifikation Förderung der Samenkeimung durch Kälteeinwirkung (insb. feuchte Kälte) in Klimazonen mit saisonalen Temperaturunterschieden Samenruhe (=Dormanz) muss vor der Keimung überwunden werden Dormanz wird durch Inhibitoren ausgelöst, diese werden in der Kälte allmählig abgebaut --> Keimung wird möglich --> Keimung erfolgt daher nicht vor dem Anbruch von Kälteperioden
- Bei wem und wann gibt es Keimung? Keimung (hypogäisch, epigäisch) bei Samen Start des Keimlingswachstums Austritt aus der Keimwurzel aber auch Bei Rhizomen, Knollen, Zwiebeln (Schossungsbeginn des Sprosses) bei Pollen (Wachstum des Pollenschlauches) bei Sporen (Wachstum des Gametophyten der Sporenpflanze (z.B. Vorkeim eines Farnes, eines Schachtelhalmes, eines Moses), Wachstum der Hyphen des Pilzes
- Vernalisation (=Schossungsauslösung) Auslösung des Schossens nach der Einwirkung einer längeren Kälteperiode = Exogenes Umweltsignal einer (längeren) Kälteeinwirkung Optimum der Kältebehandlung : 1-7°C für 1-3 Monate Sprossung und Blühbeginn müssen nicht unmittelbar anschließend erfolgen (auf Einfluss der Tageslänge) --> inhibiert ( verhindert) vorzeitige Schossung (Austrieb) vor dem Wintereinbruch durch niedrige Temperaturen (natürlich und künstlich) durch Licht (Tageslänge, Gewächshaus)
- Wann ist die Auslösung des Schossens erwünscht, wann nicht? erwünscht (wenn Blüte erwünscht) zb bei Fruchtgemüsen, zb bei Wintergetreiden (Winterweizen, Wintergerste) --> Aussaat im (noch wärmeren) Herbst --> Schossung nach der winterlichen Kälteperiode --> Bianuelle Pflanzen werden im Rosettenstadium vernalisiert unerwünscht (wenn Blüte unerwünscht) zb bei Zuckerrübe --> Aussaht (drillen) im Frühjahr regulär: nach Aussaat erfolgt nur die Rübenbildung irregulär: Nach Aussaat vorzeitige Schossung infolge von Spätfrosten
- Auslösen des Blühens Auslösen des Blühens: (=Blühinduktion) -Förderung der Blühfähigkeit erfolgt vor allem durch die Tageslänge (wichtig dabei va die Dauer der Dunkelperiode = Weihnachtsstern) - schon ab Temperaturen von +10°C - alle Pflanzen in den Wachstumsphasen
- Kältesensitive Arten -abhängig von der Tiefe der Temperatur und der Dauer der Einwirkung - Tropenpflanzen haben bei unter +10°C bereits Kältestress - Veränderung der Membran-Durchlässigkeit - Hemmung der Photosynthese
- Frostsensitive Arten - Hauptschadwirkung durch Bildung von Eiskristallen - intrazelluläre Eiskristalle zerstören mechanisch zelluläre Strukturen - extrazelluläre Eiskristalle wirken dehydrierend durch Wasserentzug aus der Vakuole
- Frosttolerante Arten - Vorhaltung bzw Anreicherung von Frostschutzmitteln (zb Saccharide, organische Säuren) - kältestabile Phospholipide in den Biomembranen - prophylaktische Entwässerung - Beispiele weiterer "Schutzmaßnahmen" Knospenschuppen Laubfall geeignete Lebensform (--> Raunkiaer)