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Grundlagen der Diagnostik (Fach) / VL 11 // Status- und Prozessdiagnostik (Lektion)
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- Unterscheiden Sie zwei grundlegende Arten von Diagnostik. Statusdiagnostik- idR. einmalige Messung + Evaluation- Diagnostik durchführung um Interventionsbedarf zu ermittelnzB. Eignungsdiagnostik, ... Prozessdiagnostik- kontinuierliche Erfassung interessierender, zu verändernder Merkmale- dient ua. der Anpassung von Interventionsmaßnahmen
- Was sind Umstände unter denen es ausreicht nur Statusdiagnostik durchzuführen? Merkmalsausprägungen nur zu EINEM Zeitpunkt von InteressezB. Intelligenz MerkmalsstabilitätzB. Geburtsjahr, Persönlichkeitseigenschaften Entscheidung muss getroffen werden, ohne Wissen über Merkmalsstabilität zu habenzB. Auswahldiagnostik ;) Akut- oder KrisensituationenzB. Suizidgefahr
- Was sind Argumente für die Durchführung von Prozessdiagnostik? erhobenes Merkmal unterliegt natürichen Schwankungen- dh. verschiedene Messintervalle sinnvoll- kurzfristig: Stimmungen, mittelfr.: motivationale Orientierungen, langfr.: Wohlbefinden Merkmal soll durch professionelle Maßnahmen verändert werdenzB. Verbesserung Wohlbefinden nach Therapie, Zunahme Bildung nach Edukation
- Unterscheiden Sie zwei Arten der Prozessdiagnostik. indirekt- mehrfache Messung interessierendes Merkmal- Differenzen zw. Messzeitpunkten > Rückschlüsse über Richtung und Ausmaß der Veränderung direkt- einfache Messung > rückwirkende Einschätzung erlebter Veränderungen- Zeitpunkt: nach vermutetem Abschlus der Veränderung oder Zwischenbilanz= subjektive Veränderung
- Was sind die Aufgaben der Prozessdiagnostik? Ermittlung von Interventionsmaßnahmen Ermittlung Reliabilität von Messinstrumenten Ermittlung Stabilität psychologischer Merkmale simultane Ermittlung vona) Reliabilitätb) Änderungssensitivität von Instrumenten Ermittlung Veränderungstrends und -verläufe Längsschnittliche Kausalanalyse
- In welcher Form wird die KTT verändert, um zusätzlich die Änderungssensitivität eines Instruments zu messen? Latent-Stait-Trait-Theorie- Annahme: wahrer Wert = zeitlich und situativ bedingtdh. wahrer Wert ist veränderlich- wahrer Zustandswert /=/ wahrer EigenschaftswertzB. belastender Arbeitsalltag belastet NFC-typisches Verhalten möglich durch diese Betrachtung:- Bestimmung Änderungssensitivität zusätzlich zur Reliabilität
- In welche Teile werden Messwerte in der Latent-State-Trait-Theorie zerlegt? Konsistenz/Stabilität der Messwertvariablen- unveränderliche Unterschiede zwischen MerkmalsträgernzB. durch Unterschiedliche Eigenschaftsausprägungen= Latent-Trait Messgelegenheitsspezifität/Änderungssensitivität- systematische aber messgelegenheitsspezifische Einflüsse= Latent-State-Residuum Unreliabilität der Messwertvariablen- Anteil durch Messfehler bedingt
- Was ist der wesentliche Unterschied zwischen der Klassischen Testtheorie und der Latent-State-Trait-Theorie? Im Unterschied zur KTT werden Abweichungen zwischen dem Messwert und dem wahrenEigenschaftswert außerdem auf wahre Merkmalsveränderungen über die Zeit zurückgeführt.Diese Veränderungen führen dazu, dass der wahre Zustandswert einer Person von ihremwahren Eigenschaftswert abweicht.
- Durch welche Methoden können Veränderungstrends und Verläufe abgebildet werden? Beschreibe diese kurz! Wie werden Kausalzusammenhänge untersucht? Wachstumsanalysendh. Modllierung individueller und durchschnittlicher Veränderungen wahrer Zustände über die Zeit mit latenten Strukturgleichungsmodellen- Annahme autoregressiver Prozesse > frühere Zustände hängen mit späteren zusammen in vice versa- dh. leistungsfähige Beschreibug individueller Veränderungsverläufe--> Kausalanalyse auf Gruppenebene - multivariate Wachstumsanalyse Zeitreihenanalysendh. Analyse zeitlicher Verlaufsformen mit so vielem MZP's wie möglich > Bildung Daten, dann Korrelationsmatrix (Lags) > Zusammenhänge von MZP's abhängig von deren Abstand werden deutlich > Verlaufsform erkennbarzB. Veränderung Stimmung nach PT-Sitzung--> Kausalanalyse auf Individualebene - multivariate Zeitreihenanalyse
- Welche Probleme können bei der Prozessdiagnostik auftreten? direkte Veränderungsmessungdh. motivationale, kognitive, affektive StöreinflüssezB. Demandeffekte > VP versuchen Erwartungen des VL zu erkennen und sich daran anzupassenzB. PT-Forschung: höhere Bindung kann Demandeffekte auslösenIntervention: Reflexion, da DE nicht verhinderbar indirekte Veränderungsmessungdh. durch Verzerrungen bei wiederholter Messung > 3 Fehlerquellen1. Regression zur Mitte2. Missachtung systematischer Störvariablen3. unangemessene Wahl von MZP's
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- Beschreiben Sie mögliche Fehlerquellen bei indirekter Veränderungsmessung. Regression zur Mitte- statistisches Artefakt für Korrelationen <1- Veränderungen bei mehrfachen Messungen tendieren bei extremen Werten in Richtung Mitte > gilt nur wenn Varianzen der Messwerte gleich bleibenLösung: randomisiertes Kontrollgruppendesign Missachtung systematischer Störeinflüsse- Über- bzw. Unterschätzung einer Maßnahme durch NICHT-Beachtung von systematischen Einflüssen zw. Prä- und Post-Test- sowohl Überschätzung als auch Maskierung möglichLösung: exhaustative Dokumentation der Datenerhebung Blöde Wahl von MZP's- durch zB. Unkenntnis oder pragmatische EntscheidungenLösung: Häufigkeit der Messung richtet sich nach Merkmal, das sich am schnellsten ändertdh. Messen wenn Merkmal sich ändert