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Wahrnehmung und Kognition (Fach) / Grundlagen Kognitionspsychologie (Lektion)

Grundlagen, LTM, STM

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  • Kurzzeitgedächtnis und Langzeitgedächtnis "Modal Model of Memory" oder Multispeichermodell  Strukturen: sensorische Register; Ikon: x100ms; Echo: wenige Sekunden STM: hält 5-7 Objekte für 15-30s LTM: hält sehr viel Info für Tage, Jahre oder Dekaden Prozesse: Kontrolle (Aufmerksamkeit, Rehearsal, Gedächtnissuche, Mnemotische Techniken)
  • STM & Arbeitsgedächtnis Illustration der Komponenten des "Modal Model":  Wahrnehmen  Beachten/Einspeichern  Wiederholen/Rehearsal  Transfer ins LTM (als Nebeneffekt des Reherasal  Abruf aus dem LTM 
  • Sensorisches Gedächtnis Persistenz des Reizes nach seinem Verschwinden Ikonischer Speicher  Blitzlich erhellt den Raum für ein paar Millisekunden, die Helligkeit scheint jedoch viel länger zu bestehen  Sie bewegen im Dunkeln eine Wunderkerze und können die Bewegungsbahn sehen  Im Kino werden 72 Einzelbilder/s gezeigt, jeweils separiert durch eine Dunkelphase 
  • Vermessung des Ikon Ganzbericht (Whole report → Kapazität & Dauer): Material: Buchstabenmatrix für 50ms (ohne Maske) Aufgabe: alle Buchstaben berichten Ergebnis: 4,5 Items Teilbericht (Partial report): Material: Matrix für 50ms, danach Ton Aufgabe: Obere, mittlere oder untere Reihe berichten Ergebnis: 3,3 Items Teilbericht mit verzögertem Ton: Material: Matrix für 50ms, Ton nach 1sec.  Aufgabe: wie oben Ergebnis: 1,5 Item Interpretation: wenn im Teilbericht nach dem Display an beliebiger Position 82% der Items entnommen werden können, dann entspricht der Gesamtspeicher ebenfalls 82% des Display. Warum im Gesamtbericht nur 4,5 Items? Weil das Ikon so schnell zerfällt. Es werden aus dem Ikon so lange Infos ausgelesen, bis das Ikon verblasst ist. Da das Auslesen auch Zeit benötigt, schafft man nur 4,5. Das Ikon büßt in nur 1sec die Hälfte seine Inhaltes ein 
  • Vermessung des STM (Peterson & Peterson) Trigramm (Beispiel: CHJ) 506, 503, ... wird in 3er Schritten rückwärts aufgezählt  dann kommt ein Licht → Trigramm (CHJ) vorlesen → Beeinträchtigung  nach 3sec. → Leistung 100% je länger Intervall, desto schlechter die Leistung  max. 10sec. abwarten, danach sinkt die Leistung enorm 
  • Produktive Interferenz im STM (Keppel & Underwood) Aufgabe: Interferenz von vorherigen Aufgaben auf aktuelle Aufgaben übertragen (immer mehr Telefonnummern merken)  Frage: kann proaktive Interferenz den Verlust der Info erklären? Dann sollte es im 1. Trial kaum Verlust geben  Ergebnis: Im 1. Trial gute Leistung auch bei langem Intervall (Delay) Interpretation: nach einigen Durchgängen fällt die Leistung ab, weil so viele Inhalte im STM gewesen sind, dass es schwer fiel, die verschiedenen Spuren zu unterscheiden (Proaktive Interferenz)  Implikation: Unser STM hat unter normalen Umständen eine Dauer von 15-20sec. Dies liegt wesentlich an Interferenz - wird diese minimiert, ist die Speicherdauer auch ohne Rehearsal länger 
  • Kapazität des STM (Miller) magical number 7, plus or minus two bezieht sich auf verbales Material, zum Beispiel Ziffernspanne für visuelles Material ist die Kapazität geringer (ca. k = 4) Es ist ein Chunk (Chunking = Verknüpfen von Elementen zu Chunks) Durch Bildung sinnvoller Sätze lassen sich 7±2 Wörter leicht auf 20 steigern  Chunking beruht auf Wissen, das dem Lernmaterial hinzugefügt wird (Schachstellungen) 
  • Wie kodiert das STM? Auditive Kodierung (Conrad): Aufgabe: Kurze Darbietung von 6 Buchstaben. Möglichst viele wiedergeben  Ergebnis: Fehler bestanden häufig in Verwechslungen mit ähnlich klingenden Buchstaben  Implikation: obwohl das Material visuell war, wurde es wohl doch auditiv kodiert (entspricht der Erfahrung mit Telefonnummern: auch die merken wir uns verbal und nicht visuell) Semantische Kodierung (Wickens): Aufgabe: Listen lernen und wiedergeben  Ablauf: Wort-Triade für 2s; 3stellige Zahl als Signal, nun in 3er Schritten runterzählen; dann Abruf. Listen in Trial 1,2,3 waren semantisch relatiert (Früchte, Beruf, etc.) Grundbefund: Proaktive Interferenz. Leistung sinkt deutlich ab nach wenigen Trials. Frühe Triaden stören spätere Triaden UV: In Trial 4 die gleiche oder eine andere Kategorie als in Trials 1-3 Ergebnis: semantisch neue Kategorie führt zu einer Erholung von proaktiver Interferenz 
  • Working Memory (Baddeley & Hitch) 2 wichtige Neuerungen: an die Stelle der passiven Speicherung trat die aktive Bearbeitung von Infos in den Vordergrund (Manipulation von Inhalten) Idee eines Speichers wurde zugunsten spezialisierter Systeme aufgegeben 
  • Phonologischer Loop Evidenz: phonologischer Ähnlichkeitseffekt  Wortlängeneffekt (man kann sich mehr kurze als lange Wörter merken) Effekt artikulatorischer Suppression (reduziert die Kapazität; verringert den Wortlängeneffekt; verringert den phonologischen Ähnlichkeitseffekt)
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  • Das Arbeitsgedächtnis im Gehirn wenn man den präfrontalen Kortex ausschaltet (TMS, Läsion, Kühlung) leidet das Arbeitsgedächtnis  der präfrontale Kortex ist verbunden mit: sensorischen Gebieten (Input); antwortbezogenen Arealen (Aufgaben); LTM (Langzeitgedächtnis) alles hinter Zentralfurche: sensorisch  alles vor Zentralfurche: motorisch  TMS: kontrolliertes "Ausschalten" von Hirnregionen Kühlung: umgebendes Blut wird gekühlt, weniger Zirkulation = bestimmte Hirnregion "aus"