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Wahrnehmung und Kognition (Fach) / Fragenkatalog (Lektion)
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- Aus welchen Bereichen besteht der Neo-Kotrex und wo sind primäre sensorische Funktionen verortet? der Neo-Kortex besteht aus 4 Lappen: Okzipital-, Parietal-, Temporal- und Frontallappen primäre sensorische Funktionen im Temporallappen (Hören&Objekterkennung) und Okzipitallappen (Sehen)
- Was versteht man unter Licht? "Licht" ist der sichtbare Teil des elektromagnetischen Spektrums
- Wie ist das Auge aufgebaut, welche Funktionen haben die einzelnen Komponenten für die Wahrnehmung? siehe Lektion "visuelle Wahrnehmung"
- Wie ist die Linse bei Fernsicht und Nahsicht geformt, wann muss der Ziliarmuskel Arbeit verrichten? Fernsicht: Linse flach, Ziliarmuskel entspannt Nahsicht: Linse rund, Ziliarmuskel angespannt
- Wie und warum verändert sich die Akkommodation über die Lebenszeit? Linse wächst ein Leben lang dadurch immer flexibler und krümmt sich nicht mehr so stark mit 20 kann man noch 10 cm akkomodieren ab 40: Schwierigkeiten beim Lesen (Presbyopia), Akkommodation funktioniert nicht mehr so gut wie früher
- Wie erfolgt - grob gesagt - die Transaktion im Auge? durch Licht wird eine neuronale Aktivität ausgelöst und das Sehpigment wird "verbraucht" (es erfolgt als eine Umwandlung der Energie eines Reizes in Rezeptorzelle in eine elektrische Erregung) Regeneration des Zapfenpigments: 6 min Regeneration Stäbchenpigments: 30 min
- Wie viele Rezeptoren gibt es in der Retina und wie sind sie verteilt? Stäbchen: lang und dünn, 120 Mio. (nicht in der Fovea) Zapfen: kurz und kegelförmig, 6 Mio. (überall in der Retina) keine Zapfen und Stäbchen im blinden Fleck (Papille)
- Was ist der Blinde Fleck und wie kann man ihn nachweisen? der blinde Fleck hat weder Zapfen noch Stäbchen Axone der Ganglienzellen treten durch Papille aus sitzt m Augenhintergrund; Sehnerv, der ins Gehirn läuft tritt dort aus keine Sinnezellen und kann nichts aufnehmen = blinder Fleck
- Was ist photoepisches und skotopisches Sehen? photopisch: Tagsehen (Zapfen) skotopisch: Nachtsehen (Stäbchen)
- Was ist Dunkeladaption? Wie wird sie gemessen? Welchen Verlauf hat sie? Wie kann man sie erklären? Dunkeladaption: "vom Hellen ins Dunkle"; langsamer Verlauf (20-30 min) Regeneration von Photopigment, Änderung der Pupillengröße, Neuronale Verstärkung nach 6 Minuten Regenration de Zapfenpigments erst nach 30 Minuten Regenration des Stäbchenpigments (Nachtsehen) Erklärung: im dunkeladaptierten Zustand sind fast alle Pigmente aktiv; fast jedes Photon aktiviert ein Sehpigment, daher ist die Schwelle gering Messung durch biphasischen Verlauf
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- Ist das Auge für alle Wellenlängen des Lichts gleich empfindlich? nein, da je nach Wellenlänge andere Empfindlichkeiten herrschen Stäbchen im kurzwelligen Bereich sensitiver als im langwelligen Zapfen im langwelligen sensitiver als im kurzwelligen Purkinje-Shift erklärt den Unterschied: Am Tag sehen gelb-rote Objekte heller aus als blaue. Im Dämmerlicht dagegen blau-grün heller als gelb-rote
- Welches sind grundlegende Eigenschaften von Aktionspotentialen? entsteht am Axonhügel sehr kurz und immer gleich groß Refraktärzeit von ca. 1 ms ein Neuron kann ca. 500-800 AP/s feuern
- Wie wirken sich Hemmung und Erregung auf die Feuerrate aus? Neuron erregt = erhöhte Aktivität Neuron gehemmt = verringerte Aktivität je stärker die Zelle erregt wird, desto stärker (häufiger) feuert sie
- Wo auf der Retina ist Konvergenz am größten? Wo am geringsten? hohe Konvergenz in der Peripherie geringe Konvergenz in der Fovea (1:1 in Foveola)
- Welche Konsequenzen (Nutzen, Kosten) hat Konvergenz im visuellen System? Nutzen: kann für räumliche Summation genutzt werden, das erhöht die Sensitivität geringere Konvergenz = höhere räumliche Auflösung Kosten: geringe Konvergenz bedeutet hohe räumliche Auflösung geringe Konvergenz = gute Unterscheidung von 2 Reizen hohe Konvergenz = beide Reize "sehen" gleich aus Stäbchen sind empfindlich, aber nicht gut fürs Detailsehen Zapfen lösen gut auf, sind aber nicht so sensitiv Zapfen konvergieren viel weniger als Stäbchen Fazit: trade-off (gegenläufige Abhängigkeit) zwischen Sensitivität und Auflösung!
- Was ist Retinotopie? Welche Beziehungen werden hier gewahrt? Welche nicht? Als Retinotopie bezeichnet man die Abbildung von der Retina auf bestimmte Nervenzellareale des Gehirns. Da die Topologie der Retina erhalten bleibt, werden die Informationen aus der Retina bildgetreu im Kortex abgebildet. Es entstehen Karten in vielen Hirnregionen. Jeder Ort im CGL (Teil des Thalamus) entspricht einem Ort der Retina, benachbarte Orte der Retina sind auch im CGL benachbart Erhaltung der Nachbarschaftsbeziehungen aus der Netzhaut
- Was ist der kortikale Vergrößerungsfaktor Fovea nimmt nur einen kleinen Teil der Retina ein, ist aber im Kortex überrepräsentiert
- Experiment von Ungerleider & Mishkin: Welche Leistung war nach welcher Läsion beeinträchtigt Area TE entfernt = Objektdiskrimination leidet Entfernung des posterioren Parietallappens = räumliche Diskrimination leidet