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Klinische Psychologie 1 (Fach) / GAS (Lektion)

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Diese Lektion wurde von camicatze erstellt.

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  • DSM-5-Kriterien der GAS mind. über 6 Monate an d. Mehrzahl d. Tage: übermäßige Angst + Sorge/furchtsame Erwartung bzgl. mehrerer Ereignisse o. Tätigkeiten Schwierigkeiten das Sorgen zu kontrollieren einige Begleitsymptome: - Schlafstörungen- Ruhelosigkeit- leichte Ermüdbarkeit- Konzentrationsschwierigkeiten o. Leere im Kopf- Reizbarkeit- Muskelspannung
  • ICD-10-Kriterien der GAS Angst ist generalisiert + anhaltend frei flottierend: nicht auf best. Umgebungsbedingungen beschränkt wesentliche Symptome sind variabel: ständige Nervosität, Zittern, Muskelspannung, Schwitzen, Benommenheit, Schwindel, Herzklopfen, Oberbauchbeschwerden häufig Befürchtung man selbst o. Angehörige könnten erkranken o. Unfall haben
  • Ätiologie der GAS beste Erklärung: Vulnerabilitäts-Stress-Modelle Erblichkeitsschätzung: 31,6% → vererbte Anfälligkeit + Umwelteinflüsse/ungünstige Lebensereignisse
  • kognitives Modell der GAS Sorgenhäufigkeit hängt v.a. mit Metakognitionen zusammen→ zentraler Aspekt: metakognitive Überzeugungen- positive Metakognitionen- negative Metakognitionen erst mit negativen Metakognitionen entsteht die Psychopathologie der GAS
  • neurobiologische Erklärungen zur GAS zentrales autonomes NS wird von GABA-Interneuronen kontrolliert bei GAS-Patienten fehlt Inhibition→ kaum Unterschied in der Aktivierung v. Furcht- u. Nicht-Furcht-Reizen→ Patienten können Aufmerksamkeit nicht mehr flexibel von Furchtreizen abziehen→ Daueraufmerksamkeit auf alle Reize→ Anspannung sinkt nicht (Daueranspannung) + eingeschränkte Variabilität der Herzrate
  • allgemeine Faktoren d. GAS geringe Unsicherheitstoleranz selektive Infoverarbeitung:→ Interpretationsbias→ Aufmerksamkeitsbias→ Gedächtnisbias Lerngeschichte:→ Umgang d. Eltern mit Ängsten + Sorgen→ ängstlich-protektives o. ablehnendes Erziehungsverhalten→ → selbstunsicher-vermeidendes Bindungsmuster→ relevanter Risikofaktor: Kombi aus Überbehütung mit starken Tendenzen zu Kritik + Zurückweisung→ traumatische Ereignisse/frühe Erfahrungen mit Kontrollverlust → vermitteln, dass Welt gefährlich ist geringe Problemorientierung:→ geringes Vertrauen in Problemlösung→ geringe wahrgenommene persönliche Kontrolle inadäquate Problemlösung:→ längere Entscheidungsprozesse→ umfangreicheres Sammeln v. Beweisen→ mehr abstrakte im Vergleich zu konkreten Problemelaborationen
  • Warum vermeiden GAS-Patienten das Sorgen nicht? Sorgen als Problemlöseverhalten: Sich-Sorgen wird aktiv als Strategie zur Bewältigung befürchteter Gefahren + Bedrohungen eingesetzt Sorgen als Vermeidung der Befürchtung: Sorgen reduziert physiologische Aktivierung → negative Verstärkung des Sorgenprozesses Sorgen als Vermeidung von Unsicherheit: 2 unmittelbare Reaktionen in bedrohlichen Situationen: Erleben von Unsicherheit bzgl. eines ambivalenten Reizes→ Intoleranz v. Unsicherheit (Furcht vor Gefahr)→ verstärkte Wachsamkeit (Vigilanz) durch Ausrichtung auf bedrohliche Infos = Abschätzen aller Eventualitäten→ Strategie zur Minimierung d. Wahrscheinlichkeit bedrohliche Situationen zu übersehen Wahrnehmung körperlicher Erregung→ Intoleranz von Erregung (Furcht vor der Furcht→ kognitive Vermeidung (Regression) durch Abwenden von bedrohlichen Situationen
  • Kennzeichen vermeidend-selbstunsichere Persönlichkeitsstörung Anspannung + Besorgtheit Unsicherheit + Minderwertigkeit andauernde Sehnsucht nach Zuneigung + Akzeptanz Überempfindlichkeit gegenüber Zurückweisung + Kritik eingeschränkte Beziehungsfähigkeit Überbetonung potentieller Gefahren o. Risiken alltäglicher Situationen Vermeidung best. Aktivitäten
  • Unterschied GAS und Major Depression GAS: Sorgen auf Zukunft gerichtet Sorgeninhalt: Gefahr + Bedrohung MD: Sorgen auf Vergangenheit gerichtet Sorgeninhalt: Verlust + Versagen
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