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UAD (Fach) / Glossar (Lektion)

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  • Allgemeine Didaktik Die Allgemeine Didaktik ist überfachlich an handlungsrelevanten Strukturmerkmalen und Gesetzmäßigkeiten des Unterrichts nteressiert.Die Allgemeine Didaktik kümmert sich um überfachliche Grundsatzfragen des Lehrens und Lernens in Theorie und Praxis. Sie ist damit Grundlage für spezielle Didaktiken wie Fach- und Stufendidaktiken.
  • Bereichsdidaktik Setzt sich ein Schulfach aus mehreren Bezugsdisziplinen zusammen (wie etwa der Sachunterricht, der Anteile aus Biologie, Geographie, Chemie, Physik, Soziologie usw. beinhaltet), wird statt von einem Fach auch von einem Lernbereich gesprochen. Die entsprechende Didaktik wird dann „Bereichsdidaktik“ oder „Lernbereichsdidaktik“ genannt.
  • Berufsethos Das Berufsethos des Lehrers/Erziehers bezeichnet als Sammelbegriff seine überdauernden Einstellungen und handlungsleitenden Grundsätze für sein berufliches Arbeitsfeld, die im Wesentlichen von weltanschaulichen und moralischen Überzeugungen sowie pädagogischen Theorien bestimmt sind
  • Angebot-Nutzungs-Modell Dem Angebots-Nutzungs-Modell zufolge ist der Unterricht immer nur ein Angebot, das von den Schülern in geeigneter Weise genutzt werden muss, wenn bestimmte Lernergebnisse (fachliche oder fachübergreifende Kompetenzen, erzieherische Wirkungen) resultieren sollen. Die Nutzung erfolgt durch unterrichtliche oder außerunterrichtliche Lernaktivitäten, die Grundlage von Lernprozessen sind (Kodieren, Verknüpfen, Vergleichen u. v. m.). Nur wenn diese Lernaktivitäten stattfinden, können die angestrebten Wirkungen eintreten. Neben dem Unterrichtsangebot und dessen Qualität nehmen auch individuelle Schülermerkmale (Intelligenz, Vorkenntnisse, Motivationslage usw.) sowie der soziale Kontext Einfluss auf die Lernaktivitäten. Das Angebots-Nutzungs-Modell verdeutlicht die und zeigt damit auch, dass sich Unterrichtsangebote nicht eins-zu-eins in Lernerfolge umsetzen lassen.
  • Bildung Bildung wird als aneignende Tätigkeit des Subjekts verstanden, kraft derer sich das Subjekt in ein geordnetes Verhältnis setzt zur Welt und zu sich selbst.
  • Bildungsgehalt Der Bildungsgehalt, also der Wert des Lerninhaltes für die Bildung der Kinder wird nach Klafki anhand von fünf Grundfragen ermittelt: 1.Frage nach der exemplarischen Bedeutung des Themas; 2.Frage nach der Gegenwartsbedeutung für die Lernenden; 3.Frage nach der Zukunftsbedeutung für die Lernenden; 4. Frage nach der Struktur des Inhalts; 5.Frage nach der Zugänglichkeit bzw. Darstellbarkeit.
  • Bildungsinhalt Als Bildungsinhalt gilt jeder Lerngegenstand, insofern er sich in seinem Gehalt (Bildungsgehalt) für den Lernenden als bedeutsam, d.h. fördernd und kompetenzerweiternd erweist. In Curricula kommt der Aspekt der Qualifikation des Lernenden in der Art der Lernzielformulierung zum Ausdruck. Leitende Kriterien bei der Festlegung von Bildungsinhalten – ob in Stoffplänen oder in Curricula – müssen ihre Bedeutung für die Bewältigung aktueller, an den Bedürfnissen der Ler-nenden orientierter Lernprobleme und ihr mutmaßlicher Nutzen für die Meisterung zukünftiger, für die Lernenden aber absehbarer Lern- und Lebensprobleme sein
  • Didaktisches Modell Unter einem didaktischen Modell versteht man ein erziehungswissenschaftliches Theoriegebäude, das didaktisches Handeln in Schule und außerschulischen Handlungsfeldern auf allgemeiner Ebene abbildet bzw. erklärt.
  • Entwicklung Unter Entwicklung versteht man den Prozess fortschreitender Veränderungen körperlicher und verhaltensmäßiger Merkmale in der Zeit.
  • Erziehung Erziehung wird überwiegend als intentionales, geplantes und normativ orientiertes Handeln zum Zwecke der möglichst optimalen kindlichen Entwicklung verstanden.
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  • Frontalunterricht Frontalunterricht ist zumeist thematisch orientierter und sprachlich vermittelter Unterricht, in dem die Klasse gemeinsam unterrichtet wird und in dem der Lehrer die Arbeits-, Interaktions- und Kommunikationsprozesse steuert und kontrolliert.
  • Fördern Unter Fördern versteht man, die Schüler/innen „weiter-nach-vorn-zu bringen“, ihnen demnach eine Hilfestellung geben, um die Lernprozesse in Richtung des gewünschten Zieles voranzubringen
  • Handlungsmuster Das Handlungsmuster ist ein von Hilbert Meyer eingeführter Begriff, der beschreibt, was Lehrer/in und Schüler/in in einzelnen Phasen des Unterrichts tun. Dieser Begriff wird oft synonym mit dem Begriff „Methode“ verwendet. Aber Jank/Meyer verstehen unter „Handlung“ mehr als nur eine Methode. Es geht um selbstständiges, reflektiertes Tun, welches häufig bestimmte, routinisierte Formen aufweist: Arbeit mit dem Arbeitsblatt, Schülerreferat, Lehrervortrag, Rollenspiel etc
  • Individualisierung Individualisierung des Unterrichts bzw. von Lernprozessen bedeutet als Unterrichtsprinzip streng genommen die exakt adressatenbezogene Aufbereitung eines geplanten Lernvorganges für den einzelnen Schüler, d.h. die totale Differenzierung des Lernangebots auf den Einzelschüler hin. Diese Form der Individualisierung wird beispielsweise durch Einzelarbeit und im Nachhilfeunterricht praktiziert. In der Schulklasse wird versucht, eine Balance zwischen den Bedürfnissen Einzelner und denen einer Gruppe zu finden.
  • Kompetenz Eine Kompetenz bezeichnet die Fähigkeit, durch Erfahrung und Lernen erworbenes Wissen und Können in immer wieder neuen Handlungssituationen selbstständig, verantwortungsbewusst und situationsangemessen anzuwenden.
  • Konstruktiver Prozess Ein Prozess ist dann konstruktiv, wenn das Individuum die ihn umgebene Wirklichkeit nicht als objektiv existent hinnimmt und als solche abbildet, sondern wenn es sie schöpferisch/kreativ gestaltet.
  • Lehrplan Lehrpläne beschreiben die fachspezifischen Konzepte, Ziele und Inhalte und geben an, welche Kompetenzen in dem entsprechenden Fach erworben werden sollen
  • Literacy Wörtlich bedeutet Literacy, zum Lesen und Schreiben fähig zu sein. Im Bildungskontext wird das Konzept von Literacy sowohl als „Grundbildung“ als auch als „Kompetenz“ übersetzt. Es geht um fachliche und überfachliche Basiskompetenzen, um die Fähigkeit zur Anwendung erworbener Kompetenzen in authentischen Lebenssituationen und um die Anschlussfähigkeit des Wissens
  • Methode Methode ist der „prinzipielle Weg, den Lehrer und Schüler beschreiten, um die im Lehrplan fixierten Ziele des Unterrichts zu erreichen, um die im Lehrplan fixierten Inhalte zu vermitteln bzw. anzueignen.
  • Richtlinien In den Richtlinien werden die pädagogischen und allgemeindidaktischen Grundsätze sowie die Aufgaben und Ziele der betreffenden Schulform formuliert. Sie bieten damit eine allgemeine Orientierung für pädagogisches und didaktisches Handeln in der Schule. In den Grundschulrichtlinien werden u.a. Themen wie „Lernen und Lehren in der Grundschule“, „Leistung fördern und bewerten“ und „Aufgaben der Lehrerinnen und Lehrer“ erläutert.