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Klinische Psychologie 1 (Fach) / 2 (Lektion)
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- Aufgaben der Epidemiologie Feststellung der Krankheitsverteilung über Raum + Zeit in Abhängigkeit von Umwelt, Persönlichkeit + Organismus Untersuchung von Entstehung, Verlauf + Ausgang von Erkrankungen Ermittlung von individuellen Krankheitsrisiken Prüfung von Hypothesen über kausale Beziehungen zwischen Umweltfaktoren + Krankheit
- Ziele moderner Klassifikationssysteme Brauchbarkeit f. Therapie + Administration unter versch. klin. Bedingungen hinreichende Reliabilität Annehmbarkeit f. Praktiker + Forscher versch. theor. Orientierungen Konsens über zuvor widersprüchlich verwendete Begriffe Verzicht auf unbewiesene theor. Annahmen Verzicht auf überlebte Begriffe (z.B. Neurose) Übereinstimmung mit Forschungsergebnissen zur Validität diagn. Kategorien Brauchbarkeit f. Kennzeichnung v. Probanden in Studien
- Klassifikation einer psych. Störung eine Reihe von miteinander korrelierten Symptomen Symptome treten über bestimmten Zeitraum auf Symptome führen zu Beeinträchtigung + Leid Symptome treten auf versch. Ebenen auf: kognitiv: Veränderung der Infoverarbeitung + der Inhalte emotional im Verhalten physiologisch
- Definition psych. Störung durch klinisch sign. Störungen in Kognitionen, Emotionsregulation + Verhalten charakterisiertes Syndrom Ausdruck v. dysfunktionalen psychologischen, biol. o. entwicklungsbezogenen Prozessen, die psychischen + seel. Funktionen zugrunde liegen typischerweise verbunden mit bedeutsamen Leiden o. Behinderung hinsichtlich soz. o. berufs-/ausbildungsbezogener + anderer wichtiger Aktivitäten
- Definition Diagnose Zusammensetzung aus Symptomen, Syndromen + Zusatzkriterien definiert als eigentliche Krankheitsbezeichnung enthält Zusatzannahmen: Zeitdauer, Verlaufskriterien, Schweregradkriterien, ätiologische Merkmale Differentialdiagnose: enthält Ausschluss- u. Hierarchieregeln
- Definition Syndrom überzufällig häufiges o. typisches Muster v. Symptomen kategorial o. typologisch definiert zusammengesetzt aus obligaten o. fakultativen Symptomen
- Definition Symptom Zeichen einer Störung objektiv beobachtbar o. subjektiv erlebbar meist über psychometrische Skalen quantifizierbar
- 4 Perspektiven von Krankheit biologisch veränderter Zustand des Körpers Erleben v. Unwohlsein o. Beeinträchtigung zugeschriebene Krankenrolle mit Ansprüchen + Privilegien Diagnose
- 4 Perspektiven von Gesundheit der Zustand vollkommenen körp., seel. + soz. Wohlbefindens der Zustand optimaler Leistungsfähigkeit eines Individuums für die wirksame Erfüllung der Rollen + Aufgaben, für die es sozialisiert worden ist die leistungsfähige Person ist diejenige, die ihren normalen Rollenerwartungen optimal nachkommt die die Alltagsanforderungen zu bewältigen vermag der nicht die besondere Rolle des Kranken zugeschrieben werden muss funktionale Aspekte: subjektives Wohlbefinden Funktionieren in Rollenbereichen Ausmaß erfolgreichen Copings Lebensqualität
- Definition Psychotherapie Teilgebiet d. KP bewusster + geplanter interaktionaler Prozess zur Beeinflussung v. Verhaltensstörungen + Leidenszuständen, die für behandlungsbedürftig gehalten werden mit psychologischen Mitteln in Richtung eines definierten Ziels
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- Aussagen des traditionellen medizinischen Modell Beschwerden, Abweichungen körp. + seel. Funktionen + Verhaltensauffälligkeiten sind auf 1 primäre Störung im Sinne eines spezifizierbaren Defekts zurückzuführen Defekt ist in der Person gelegen + bildet eigentliche Krankheit Defekt ist zurückzuführen auf eindeutige Ursache bzw. wiederkehrendes Muster v. Ursachen→ Ursache v. Krankheit ist grundsätzlich körperlicher Art (Substrat)
- Kennzeichen dimensionaler Störungskonzepte Annahme der Kontinuität von normal zu unnormal (Skala)→ Aussage über den Schweregrad einer Störung psychische Störungen = extreme Abweichungen normaler psychischer Prozesse oft keine eindeutigen „natürlichen“ Grenzen, die gesund v. krank klar trennen→ trotzdem Überführung in kategoriale Modelle möglich zur Definition v. Krankheiten sind meist Konventionen + Zusatzannahmen nötig