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mündliche Prüfung Costard (Fach) / Gesamt (Lektion)

Prüfung Juli 2016

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  • Vorrausläuferfähigkeiten Lesen und Schreiben physiologische Sprachentwicklung altersgemäße Entwicklung der Kurzzeitspeicher phonologische Bewusstheit     Identifikation     Segmentierung     Synthese     Manipulation
  • 2 Wege Modell (Coltheart 1978) Segmentale Route: Phonologische Rekodierung verläuft über GPK/PGK Zerlegung in einzelne Grapheme, deren Phoneme im Arbeitsspeicher präsent gehalten werden Lexikalische Route: direkter, ganzheitlicher Weg Wortbild im orthografischen Lexikon Verknüpfung von phonologischer Wortform und Bedeutung
  • 5-Phasenmodell Günther 1986 Präliteral-symbolische Phase Logografische Phase Alpabetische Phase Orthografische Phase Integrativ-automatisierte Phase
  • Meilensteine Rechtschreiberwerb 1. und 2. Schuljahr phonologische Bewusstheit für Phoneme Kenntnis von Buchstabenschreibungen Anlauttabelle 3. und 4. Schuljahr Rechtschreibregeln/Aufbau orthografischen Wissens grammatische Regularitäten Automatisierung des Schreibens Textproduktion
  • Zentrale Meilensteine Leseerwerb 1. und 2. Schuljahr Phonologische Bewusstheit für Phoneme, Buchstabenkenntnisy< GPK Phonemsynthese Sichtwortschatz Lesesinnverständnis für Wörter 2. und 3. Schuljahr automatisierung des Leseprozesses 3. un 4. Schuljahr Textverständnis
  • Entwicklungsdysgraphie/-dyslexie = umschriebene Störung im Erlernen der Schriftsprache niht durch allgemeine Beeinträchtigungen der geistigen Entwicklung, Milieu- oder Unterrichtsbedingungen zu erklären
  • Symptome (Entwicklungsdyslexie) fehlende Lesegenauigkeit niedrige Lesegeschwindigkeit Probleme beim Merken 1x gelesener Wörter mangelndes Lesesinnverständnis Probleme beim Verwenden der GPK, Erkennen und Speichern
  • Symptome Entwicklungsdysgraphie Einfügen, Auslassen und Ersetzen von Buchstaben und Silben Probleme mit der GPK Wörter werden geschrieben, wie sie gesprochen werden Grammatik- und Interpunktionsfehler Groß- und Kleinschreibung
  • Analphabetismus keinerleise Lese- und Schreibkenntnisse erworben Zusammenspiel von schulischen, familiären, individuellen und gesellschaftlichen Bedingungen
  • Graphem schriftliche Repräsentation des Phonems kleinste bedeutungsunterscheidene Einheit des Schriftsystems
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  • Buchstaben Schriftzeichen alphabetischer Systeme, ohne Bezug zur Wortbedeutung
  • Orthografie = Normierung des Sprachsystems legt fest, welche der theoretisch möglichen Formen als korrekt gilt
  • Graphematik = Wissenschaft vom Schriftsystem einer Sprache legt die theoretisch möglichen Schreibweisen fest
  • Wortartenentwicklung bis zum Wortschatzspurt Phase 1: bis 20 Wörter personal-soziale und relationale Wörter Verbpartikel erste Nomen Phase 2: bis 40 Wörter Erwerb von Verben Nomenanteil wächst Phase 3: bis 50 Wörter Adjektive und Funktinswörter 30% Nomen, 10% Verben, mind. 2 Funktionswörter
  • Entwicklung des Verblexikons Stufe 1: Dummi-Verben "auch, Nochmal" Stufe 2: Verbpartikel "auf, zu, nochmal" Stufe 3: Verben
  • Wortschatzstörungen = Probleme beim Erwerb sprachlichen Wissens, die sich bei der Einspeicherung, dem Abruf oder der Organisation lexikalischen Wissens zeigen können
  • Ursachen Wortschatzstörungen eingeschränktes phonologisches Arbeitsgedächtnis mangelnde Speicherung im Langzeitgedächtnis mangelnde Vernetzung phonemtische Differenzierungsschwäche Mangel an sprachlicher Anregung unzureichender Input
  • Einteilung Wortschatzstörungen Lexikalische Störungen: Wortaufnahmestörung Wortspeicherstörung Wortfindungsstörung/Wortabruftörung Semantische Störungen Kategorisierungsstörung Abgrenzungsstörung
  • Semantik = die Lehre von den Inhalten und Bedeutungen der Wörter und Sätze
  • Sprachverarbeitung Lautes Lesen semantisch-lexikalische Route: vom graphemtaischen Input-Lexikon in das semantische System, von dem aus der entsprechende Eintrag im phonologischen Output-Lexikon aktiviert wird phonologische-lexikalische Route: Eintrag im graphematischen Input-Lexikon gelangt direkt zum graphematischen Output-Lexikon nichtlexikalische Route: über die GPK werden den Graphemen Phoneme zugewiesen, die dann in den phonologischen Output-Buffer geschickt werden --> ermöglicht Vorlesen von Nichtwörter
  • Sprachverarbeitung Schreiben Semantisches System --> ausgewählte Bedeutung aktiviert einen Eintrag im graphematischen Output-Lexikon, das die geschriebene Wortform bereit hält aktivierter Eintrag wird zum graphematischen Output-Lexikon geschickt GAK (Graphem-Allograp-Koversion) wandelt in motorische Muster um für die neuromuskuläre Ausführung
  • Schreiben wie man spricht Semantisches System --> Eintrag vom phonologisches Output-Lexikon in den phonologischen Output-Buffer PGK erzeugt Eintrag für den graphematischen Output-Buffer
  • Abschreiben lexikalische Route: graphematisches Input-Lexikon erkennt Wörter und leitet weriter zum graphematischen Output-Lexikon dann zum graphematischen Output-Buffer