14
NLP Practioner (Fach) / Modul 3 - Sprache und ihre Wirkung (Lektion)
Meta-Modell der Sprache, Sprach- und Denkmodelle, sprachliche Akkuratesse, Leiter der Schlussfolgerungen, Rhetorik bei Präsentationen und Plädoyers, Metaprogramme, GfK, Wahrnehmen von Gefühlen und Bedürfnissen, Bitten formulieren, Feedback geben und nehmen, Satir Kategorien
Diese Lektion wurde von NLP2016DanielaSchah erstellt.
Anzeige
- Was versteht man unter dem Meta Modell der Sprache? Was bedeutet Sprache? Sprache = verbaler Ausdruck unserer Wahrnehmung und Erfahrungen Abbild unserer inneren Landkarte Sprache ist nicht die "Realität" / das, was tatsächlich ist
- Grundannahmen der Satir Kategorien Grundannahmen der Satir-Kategorien - universelle Reaktionsmuster (verbal und non verbal), die Menschen mit schwachen Selbstwertgefühl zeigen, um drohender Abwehr zu entgehen. - die 4 Typen gehen einher mit spezifischen Worten, Körperausdrücken, Gefühlen und Gedanken
- Die 4 Satir Kategorien 1. Beschwichtiger 2. Ankläger 3. Rationalisierer 4. Ablenker
- Die Satir Kategorie Beschwichtiger und Ankläger Beschwichtigter Verhalten: entschuldigen, jammern, betteln, nachgeben Worte: alles ist meine Schuld. Ich bin nur hier um dich glücklich zu machen. Gefühle: wie ein Nichts, wertlos, hilflos, ohne den anderen wie tot Ankläger Verhalten: urteilen, Schuld zuweisen, Vorschriften machen, fordern Worte: du machst nichts richtig, alles ist deine Schuld, was ist mit dir los? Gefühl: einsam und erfolglos
- Die Satir Kategorien Rationalisierter Ablenker Rationalisierer Verhalten: prinzipientreu, manipulativen, zwanghaft, rational, hart, angespannt Worte: übertrieben vernünftig, Bezug nehmend auf Regeln, abstraktes, langes Reden / Erklären, "Man sollte..." Gefühle: verletzlich, isoliert, kann keine Gefühle zeigen, ausgeliefert Ablenker Verhalten: inadäquates Verhalten, ablenkend, störend, hyperaktiv Worte: zusammenhangslos, am Thema vorbei, beziehungslos, belanglos, ohne Sinn Gefühl: ungeliebt, nicht zugehörig, ohne festen Platz, aus dem Gleichgewicht
- Welches sind die Metaprogramme der Sprache? Bilde Beispiele für die Programme? Und formuliere die Fragen um sodass die verloren gegangenen Informationen wieder eingeblendet werden. Die Programme heißen Tigung, Generalisierung und Verzerrung. Dies erfolgt durch Reduzierung, Vereinfacung und Ausblendung. Die Tiefenstruktur spiegelt die vollständige sprachliche Repräsentation unserer Erfahrungen wieder. Beispiel: Die Frau kaufte ein Auto von jemandem mit Geld. Die Oberflächenstruktur spiegelt einen Teil der sprachlichen Repräsentation unserer Erfahrungen wieder. Beispiele: Die Frau kaufte ein Auto. Tilgungen: bei Tilgungen werden Informationen ausgeblendet und nicht benannt. Meist werden folgende bezugsinformationen getilgt: Person, Anzahl, Raum, Zeit, Art und Weise, Objekt Verzerrungen: bei Verzerrungen gestalten wir unsere sensorischen Wahrnehmungen um. Wir verzerren eine Situation, indem wir sie mit ausdrücken beschreiben, die ihr nicht entsprechen. Das passiert zum Beispiel wenn wir aus Verben Substantive machen, Ursache-Wirkungs-Prinzipien aufstellen, wo eigentlich keine sind oder anderen etwas unterstellen. Generalisierungen: Bei Generalisierungen werden aus einzelnen Erfahrungen Allgemeingültigkeit Regeln / Aussagen.
- Welches sind Meta Programme der Sprache? Welches sind ihre Kategorien? Metaprogramme und die Kategorien 1. Tilgung Unvollständige Sätze, Tilgung bei Komperativ und Superlativ, Tilgung bei bestimmten Adverbien, Tildung bei Adjektiven, Einsatz bei modaloperatoren der Notwendigkeit, Einsatz von Modaloperatoren der Möglichkeit 2. Verzerrungen Nominalisierung, Aufstellen von Ursache-Wirkungs-Beziehung, Unterstellungen, Gedankenlesen 3. Generalisierungen Fehlender Bezugsindex, Einsatz von Universalquantoren, Komplexe Verallgemeinerungen, Verallgemeinerungen durch ungenaue Verben, Verallgemeinerungen durch symmetrische Verben , Allgemeinplätze / verlorener Performativ
- Was sind Meta Programme? Meta Programme sind Wahrnehmungsfilter, die wir unserer Erfahrung gewohnheitsgemäß aufsetzen. Es gibt so viel Informationen, der wir uns zu wenden könnten. Der Großteil davon wird getilgt, da wir nur fünf bis neun Chunks (Einheiten ) bewusster Aufmerksamkeit zur Verfügung haben. Meta Programme sind Muster, die wir nutzen, um zu bestimmen, welche Informationen zu uns durchdringen. Meta Programme sind systematisch, sie laufen gewohnheitsgemäß ab und wir stellen sie normalerweise nicht in Frage, wenn sie uns vernünftig dienen. Daher filtern Meta-Programme die Welt, um uns zu helfen, unsere eigene Landkarte zu entwerfen. Meta-Programme von anderen Menschen kann man anhand ihrer Sprache und ihres Verhalten erkennen. Da Meta-Programme die Erfahrung filtern und wir unsere Erfahrungen durch die Sprache vermitteln, sind bestimmte Sprachmuster typisch für bestimmte Meta-Programme.
- Was sind Meta-Programme? Muster mentaler Programme - der Aufmerksamkeit - der Wahrnehmung - des Verhaltens - der Verarbeitung - der Interaktion
- Annahmen zu den Meta-Programmen Jeder Mensch hat unterschiedliche Programme gelernt und glaubt spontan, andere müssten dieselben haben, aber: es gibt keine "guten" oder "schlechten" Meta-Programme, nur solche, die kontextbezogen mehr oder weniger nützlich sind. Flexibilität im Umgang mit unseren Meta-Programmen ist vorteilhaft.
- Anzeige
- Nenne einige Meta-Programme 1. Orientierung: hin zu versus weg von 2. Bezugsinformation: innen versus außen 3. Antrieb: von innen versus von außen 4. Beziehung: für mich versus für uns versus für andere 5. zeitorientierung: Vergangenheit versus Gegenwart versus Zukunft 6. Aufmerksamkeit: Menschen versus Orte versus Aktivitäten versus Dinge versus Zeit versus Aktivität 7. Verarbeitungsformen: spezifisch versus allgemein, ähnlich versus verschieden, vollständig versus unvollständig, kleine Chunks versus große Chunks 8. Handeln: wegorientiert versus zielorientiert, sachorientieet versus menschenorientiert, prozedural versus spontan / flexibel, aktiv / proaktiv versus passiv / reaktiv, introvertiert versus extrovertiert, allein versus im Team
- Beschreibe die Leiter der Schlussfolgerungen 1. Wahrnehmung - beobachtbare Daten und Erfahrungen (Kamera) 2. Filter - Auswahl der Daten aus der Beobachtung 3. Interpretation - Hinzufügen von Bedeutungen (aufgrund von kultureller Prägung und persönlicher Erfahrung) 4. Beurteilung - Entwickeln von Annahmen und Hypothesen 5. Schlussfolgerung 6. Überzeugung - Entwickeln von Überzeugungen in Bezug auf die Welt 7. Handeln - gestützt auf die Überzeugung
- Was versteht man unter der WWW Formel und in welchem Zusammenhang wird sie angewendet? W= Wahrnehmung > Beobachtung W= Wirklichkeit > Gefühl, Bewertung, Bedürfnis W = Wunsch Die WWW Formel wird im Rahmen des Feedbacks verwendet. Im ersten Schritt nehme ich ein Verhalten wahr, dass ich als störend oder unpassend empfinde. Im zweiten Schritt entwickle ich ein Gefühl oder ein Bedürfnis. Im dritten Schritt äußere ich eine Bitte.
- Wie sollten Bitten formuliert werden, damit sie zum Handeln motivieren 1. Sag, was Du möchtest, statt was Du nicht möchtest. 2. Beschreibe konkretes, beobachtbares Verhalten, anstatt vage und abstrakt zu bleibe. 3. Benenne konkretes Verhalten anstatt zu beschreiben, was die andere Person sein oder fühlen soll. 4. Achte darauf, dass der Erfolg Deiner Bitte im Hier und Jetzt überprüfbar ist.