8
Einführung in die Medienpsychologie (Fach) / Computervermittelte Kommunikation (Lektion)
- Unterscheidungskriterien computervermittelter Kommunikation Anzahl & Güte der beteiligten Sinneskanäle (Je mehr Sinneskanäle desto größer das immersive Potential) Kommunikation zeitlich synchron vs. asynchron Anzahl der Adressaten
- 2 Arten von Modellen Selektionsmodellen: media richness + Modell des sozialen Einfluss Wirkungsmodelle: SIDE + Ansatz der sozialen Infoverarbeitung
- Media Richness Model Unmittelbarkeit des Feedbacks Möglichkeit der Bedeutungsvermittlung durch soziale Hinweisreize Reichhaltigkeit & Symbolhaftigkeit der Sprache Möglichkeit der Darstellung persönlicher Emotionen --> komplexere Aufgaben = reichhaltige Medien
- Modell des sozialen Einflusses personale Determinante (individuelle Nutzererfahrung) soziale Determinante (Gruppennorm, Beobachten des Nutzerverhaltens) --> soz. Det. beeinflusst unsere Medienwahl (Passung kulturell vermittelt)
- Destruktionshypothese Filterannahme Kanalreduktionsannahme (Entsinnlichung, Verarmung) Anonymität (enthemmtes Verhalten)--> (aber auch: Egalisierungstendenzen & stärkere Demokratisierung) vs. Komplementaritäts- bzw. Reproduktionshypothese (SIDE-Modell + Ansatz der sozialen Infoverarbeitung)
- SIDE-Modell personal = individuelle Eigenschaften + Bewertung dieser durch soziale Vergleichsprozesse sozial = Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen Gruppen, mehrere Teilidentitäten, Salienz variiert --> Deindividuation: wenn soziale Identität salienter als personale Identität (v.a. beim Verlust von individuellen Merkmalen & dem Herausfiltern sozialer Hinweisreize (Anonymität)
- 2 Theoriestränge des SIDE-Modells Anonymität: kognitiver Aspekt, Person nimmt sich nur noch stereotyp als Mitglied einer Gruppe wahr (--> Gruppennorm wird wichtiger: Deindividuation), Ausnahmen: schwach ausgeprägte soziale Identität & unscharfe Gruppengrenzen Identifizierbarkeit: strategischer Asppekt, Ausrichtung des Verhaltens an Normen der Gruppe ggü. der man identifizierbar ist in-group = Orientierung, weil erwartete Unterstützung out-group = Orientierung, um Sanktionen zu verhindern
- Ansatz der sozialen Infoverarbeitung Annahme einer sozio-emotionalen Intensivierung Nutzer haben ausreichhend Zeit zum Kompetenzerwerb + Durchführung spezifischer Cvk + Erwartung weiterer Interaktionen
Anzeige