46

MWU15 (Fach) / Instrumente des Finanzmarkts (Lektion)

FHWN

Diese Lektion wurde von absinth erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Was sind Derivate? Was sind Basiswerte? Finanzinstrumente, deren Preis von einem Underlying = Basiswert abhängt Basiswerte können sein Wertpapiere (Anleihen, Aktien,...) finanzielle Kennzahlen (Zinssätze, Indices, Bonitätsratings,...) Handelsgegenstände (Rohstoffe, Devisen, Edelmetalle...) bedingtes Derivat: Mindestens einer der Vertragspartner hat ein Wahlrecht, ob er leisten möchte, oder nicht. unbedingtes Derivat: Ich muss leisten
  • Was ist der unterschied zwischen einem bedingten & einem unbedingten Termingeschäft? bedingtes Termingeschäft: Wahlrecht mind. eines Vertragspartners, ob erfüllt wird. unbedingte Termingeschäfte: muss ich erfüllen
  • Welche Handelspartner gibt es? Wer handelt mit Derivaten? Privatanleger: Wollen primär mittels der Hebelwirkung und mit geringem Kapitaleinsatz überproportionale Gewinne erzielen (Spekulationsabsicht), oder ihre Portfolios mit Verkaufsoptionen gegen Verluste absichern. Institutionelle Anleger: Kapitalsammelstellen wie zB Pensionskassen, Investmentfonds, Unternehmen (Rüstungsindustrie). Zweck: Riskomanagement & Ertragssteigerung Banken: Brokerfunktion mit Handelsabteilungen (Anleger bestellen bei Banken, diese handeln an der Börse). Banken haben eine Verpflichtung als Market Maker: Wenn Preisvorstellungen zu sehr auseinander gehen, würde kein Markt existieren. Banken stellen sich quasi dazwischen, damit Transaktionen zustande kommen. 
  • Was sind die Vorteile von Derivaten? Wozu dient ein Terminmarkt? Risiko wird handelbar (Zinsanstieg beim Häuserbauer) Gewinnmöglichkeit in jeder Marktphase (fallend & stagnierend ebenso) geringerer Kapitaleinsatz, wei bei WP Kauf Beschleunigung der Gewinnentwicklung über Hebelwirkung (Leverage)  GARANTIERTE Vertragserfüllung bei Futures & Optionen, da Börse Handelspartner geringe Transaktionskosten & Standardisierung, wenn börsengehandelt flexible und aktive Risikosteuerung, ohne dass ein Portfolio umstrukturiert werden muss
  • Abgrenzung von Futures und Forwards? Forward: Man will idR eine physische Lieferung. Nicht an Börse gehandelt (Ausnahme FX Forward). Beim Forward weiß man, wer der Gegenüber ist. Individuell vereinartes Termingeschäft. Erfüllungsrisiko beider Parteien. Future: An Börse handelbar mit standardisierten Verträgen. Verpflichtung zur Vertragserfüllung Beide sind eine Vereinbarung, dass eine bestimmte Anzahl eines bestimmten Underlyings zu einem im voraus festgelegten Preis zu einem späteren Zeitpunkt zu liefern/abzunehmen ist.
  • Basis eines Futures Unterschied zwischen Future- und Kassapreis zB nächste woche ist der Verfall, Futures laufen aus. Zu diesem Zeitpunkt wird der Futurepreis gleich dem Kassapreis sein. Futurepreis weicht von Kassapreis ab wegen Zinsen & es muss interessant sein zu kaufen. Unterbewertet → Kaufen, Überbewertet → Verkaufen
  • Bewertung eines Futures "Cost of Carry -Modell" Vorteil Future: Für Kauf oder Verkauf muss nur die Sicherheitsleistung (=Margin) hinterlegt werden. Es muss nicht der volle Preis des Kontrakts hinterlegt werden! → Ich spare mir Finanzierungskosten :) Nachteil Future: Underlying muss voll bezahlt werden, keine Erträge iSv Dividenden oÄ → Nachteil für Verkäufer. Finanzierungskosten schieben sich auf → Ich kann JETZT für den Future mehr bezahlen Future-Kurs = Kasspreis + (Finanzierungskosten-Finanzierungserträge) Cost of Carry = Finanzierungskosten - Finanzierungserträge stetige Verzinsung: F = S * e ^(r*T)diskrete Verzinsung: F = S * (1+c)^(T)
  • Bsp S&P500 Futures diskrete Methode F=1285 * (1+0,045-0,022))^0,25= stetiges Ergebnis F= 1285 * e^((0,045-0,022)*0,25) = 1292,41 Finanzierungserträge gehören dem, der das Underlying besitzt → ist bei Bewertung abzuziehen!
  • Unterschied europ. und amerik. Option? Europäische Optionen = einmalige Ausübung am LZ Ende Amerikanische Optionen = können während der LZ Ausgeübt werden
  • Basisstrategien Long Position, zahlt immer die Prämie. Kaufe ein Recht. Short Position, muss Underlying liefern können
  • Anzeige
  • Folien Anschauen bis 38: Long Call Short Call Long Put Short Put: Fehler bei Folie Markterwartung: Verkäufer eines Calls erwartet, dass der Kurs stagnieren oder STEIGEN wird.
  • Volatilität: Bei Kaufoptionen (Long Call + Long Put): positiv Bei Verkaufsoptionen (Short Call + Short Put): negativ
  • Put-Call-Parität S 52 Zahlen einsetzen & verstehen Wenn ich Kauf und Verkaufsoption habe mit selben Basispreis & gleicher Restlaufzeit. Stehen im Verhältnis zueinander. Brauche nur einen Preis um mir den anderen ausrechnen zu können. → Ausnützen von Unter- oder Überbewertung möglich.
  • 3.6 Bsp 1 Long Call Screenshot Bloomberg 1) Innerer Wert = 60,35 -60 = 0,35 ODER Price (Total) 3,87 – Zeitwert 3,52 = 0,35 2) Zeitwert am Verfallstag = 0 (Recht hat keinen Wert mehr) 3) 2,87 (Recht Option um 60 zu erwerben, Wert 62,87 → 2,87 Wert) 4) w.o. 5) steigt
  • 3.6 Bsp 2 Long Put 1) Strike 3 - 0,35 bezahlt Price (total) = 2,65 2) 2,65 3) Ja, weil American 4) Nein, da an der Börse gehandelt
  • 3.6. Bsp 3 Short Put 1) negativ, weil Wahrscheinlichkeite höher für Risiko 2) CHF steigt → mehr Euro Prämie, CHF fällt → weniger Euro Prämie 3) Nein, da European (zeigt sich in geringerer Prämie) Wert der Prämie, die ich erhalten habe = Price (Total) 6,72 CHF/Aktie
  • 3.6. Bsp 4 Short Call 1) OTM (steht bei strike %satz daneben) 2) positiv 3) 2200 Strike +82,99 Price (Total) = 2282,99 4) Ich kaufe die verkaufte Option zurück zu dem aktuellen Preis.
  • Bsp Future: Weizen 1. Büschel = 415 $-cents Risikofreier Zinssatz von 5,5% = rf Einlagerungskosten (=Storage costs) 1,5% Wo ist der Preis für den 6M- Future? (6 Monate) Future = S x e ^ (0,07*0,5) 0,05 weil halbes Jahr 0,07 ist Summe aus 5,5 % Zinssatz + 1,5% Kosten F = 415 x e^(0,07*0,5) = 429,78
  • Konvergenzeigenschaft Futurepreis = Spotpreis zum Verfallszeitpunkt
  • Gekauft um 50, handelt bei 45; Ist die Option ITM, ATM oder OTM? OTM
  • Welche Unterscheidung gibt es bei Termingeschäften? Welche Derivate werden wie zugeordnet? Es gibt bedingte (mindestens ein Vertragspartner hat ein Wahlrecht) und unbedingte (es muss geleistet werden) Termingeschäfte. Unbedingten TG: Futures, Forwards, Swaps Bedingten TG: Optionen
  • Was ist ein Kontrakt? Ein Vertrag, welcher auf Terminmärkten über Basispreise abgeschlossen wird. Bei Termingeschäften ist immer auf die Kontraktgröße zu achten. Kann zb 25 oder 200 sein!
  • Was ist EUREX? Europäische Terminbörse
  • Wie funktioniert ein Future? Ein Marktteilnehmer erwartet/befürchtet einen Preisanstieg - bullish Long Position: Verpflichtung, Basiswert später um X zu kaufen Max. Gewinn: unbegrenzt Max. Verlust: Abschlusspreis, wenn bei Verfall 0 Ein Marktteilnehmer erwartet/befürchtet einen Preisverfall - bearish Short Position: Verpflichtung, Basiswert später um X zu verkaufen Max. Gewinn: Basiswert ist am Verfallstag wertlos (theoretisch) Max. Verlust: unbegrenzt
  • Wofür brauche ich eine Margin? Welche Arten gibt es? Reduktion des Erfüllungsrisikos durch fixen Kapitaleinschuss und Zwischenabrechnungen Initial Margin: Mindestkapitaleinschuss zur Positionseröffnung Variation Margin: Gleicht Schwankungen aus. Überschüsse können abgezogen werden Maintenance Margin: Wenn ein bestimmter Prozentsatz der Initial Margin aufgebraucht ist erfolgt ein margin call & die Differenz muss wieder aufgefüllt werden. "Mindestktostand". Ansonsten wird die offene Position automatisch geschlossen
  • Underlyings eines Futures? Financial: Wertpapiere, Indizes, Zinsen Commodities: Energie, Landwirtschaft, Edel- & Industriemetalle
  • Was ist ein open interest (Future)? Anzahl der offenen Positionen in einem Kontrakt. Hoher open Interest signalisiert hohe Marktliqidität
  • Was bezeichnet ein Clearing? Gesamte Durchführung eines Eurex Geschäfts Verrechnung Abrechnung Besicherung
  • Was ist Arbitrage? Ausnutzen von Preisdifferenzen zwischen Kassa- und Futuresmarkt zB beim Future immer dann, wenn der tatsächliche Preis des Futures vom theoretisch richtigen Preis abweicht. Durch Arbitragetransaktionen wird versucht risikolos Gewinne zu erzielen. Nur für große institutionelle Anleger möglich wegen Transaktionskosten und notwendiger Marktvolumina
  • Was ist Hedging? Absicherungsgeschäft gegen unerwünschte Marktentwicklung durch eingehen einer adäquaten Gegenposition short hedge: Absichern gegen bereits bestehende Kassamarktposition long hedge: Absichern gegen zukünftige Kassamarktposition
  • Anzeige
  • Long Call Käufer eines Calls hat das Recht den Basiswert zum festgelegten Preis zu kaufen
  • Short Call Der Verkäufer eines Calls (=Stillhalter) hat die Verpflichtung den Basiswert zu einem festgelegten Preis zu liefern, wenn der Call ausgeübt hat.
  • Long Put Der Käufer eines Puts hat das Recht den Basiswert zu einem festgelegten Preis zu verkaufen
  • Short Put Der Verkäufer eines Puts (=Stillhalter) hat die Verpflichtung den Basiswert zum festgelegten Preis zu kaufen, wenn der Put ausgeübt wird.
  • Wer bekommt bei einer Option die Prämie? Derjenige, der  eine Kaufoption verkauft (Short Call) eine Verkaufsoption verkauft (Short Put)
  • Long Call Markterwartung etc. Markterwartung: Käufer eines Calls erwartet stark steigende Kurse -> bullish Max. Gewinn: Unbegrenzt Break Even: Ausübungspreis (=Strike) + bezahlter Optionsprämie Max. Verlust: bezahlte Optionsprämie
  • Short Call Markterwartung etc. Markterwartung: Verkäufer eines Calls erwartet stagnierende, oder fallende Kurse -> bearishMax. Gewinn: OptionsprämieBreak Even: Ausübungspreis + erhaltene OptionsprämieMax. Verlust: bei uncovered: unbegrenzt, bei covered: Basiswert zB Aktie
  • Long Put Markterwartung etc. Markterwartung: Käufer eines Puts erwartet stark fallende Kurse -> bearishMax. Gewinn: Ausübungspreis - bezahlter Optionsprämie (wenn Basiswert Null)Break Even: Ausübungspreis - bezahlter OptionsprämieMax. Verlust: bezahlte Optionsprämie
  • Short Put Markterwartung etc. Markterwartung: Verkäufer eines Puts erwartet stagnierende oder fallende Kurse -> bearishMax. Gewinn: Erhaltene OptionsprämieBreak Even: Ausübungspreis - erhaltener OptionsprämieMax. Verlust: Ausübungspreis - erhaltener Optionsprämie (wenn Basiswert Null)
  • Auf welche Optionsinhaber wirkt sich der Zeiteffekt wie aus? Long Call + Long Put: negativ Short Call + Short Put: positiv
  • Welche Strategie bei den Optionsinhabern kann unbegrenzt verlieren, welche nicht? Long Call + Long Put: limitiert Short Call + Short Put: unlimitiert
  • Was bedeutet ITM, ATM & OTM? In the money = Option besitzt einen inneren Wert  At the money = Basispreis entspricht dem aktuellen Kurswert des Basiswerts Out of the money = Option hat nur den Zeitwert
  • Wo ist der innere Wert einer Option am Verfallstag? Entspricht dem Wert der Option, da der Zeitwert am Verfallstag Null ist. Optionswert = innerer Wert + Zeitwert
  • Was beeinflusst den Preis einer Option? Basispreis Volatilität des Basiswerts Restlaufzeit Zinsniveau
  • Theoretische Wertober- und untergrenzen Wertuntergrenze Call: Kurs - Barwert des Basispreises Wertobergrenze Call: Aktienkurs Wertuntergrenze Put: Barwert des Basispreises minus Aktienkurs Wertobergrenze Put: Barwert des Basispreises
  • Welches Modell liegt hinter den finanzmathematischen Methoden? Was sind wichtige Größen? Risiko? Black/Scholes + Binomialmodell (entweder großen Gewinn oder keinen) Häufigkeitsverteilung (Volatilität = Schwankungsbreite) Glockenkurve Mittelwertsverteilung Risiko: keine schwarzen Schwäne