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Logopädie Spracherwerb (Fach) / Grundlagen (Lektion)

Das Wichtigste zum Thema Spracherwerb

Diese Lektion wurde von Leidi erstellt.

Lektion lernen

  • Unterschied Spracherwerb und Sprachentwicklung Spracherwerb: - es ist nichts vorhanden (Einstieg: 0.) --> man lernt- Kind erwirbt (aktiv) die Sprache Sprachentwicklung:- bereits vorhandenes Potential entfaltet sich (es ist schon etwas da) --> "entwickelt"- die Sprache eines Kindes entwickelt sich
  • Was versteht man unter Kognition (kognitive Basisfunktionen)? Was ist Sprache? > Wahrnehmung (auditiv, akustisch, visuell...)> Aufmerksamkeit> Gedächtnis Sprache ist eine höhere kognitive Fähigkeit (geht über Basisfunktion hinaus)
  • Welche Anpassung ihrer Sprech- und Ausdrucksweise sind bei Erwachsenen (häufig) zu beobachten, wenn sie a) mit Babys <1 Jahr bzw. b) mit Kleinkindern > 1 Jahr sprechen? (eher fürs Mündliche) a) BGS (babygerichtete Sprache)- hohe Tonlage- starke Varianz der Tonlage (Intonationskurven)- stereotype prosodische Konturen- längere Pausen- klare Segmentierung bei Wort- und Phrasengrenzen b) KGS (kindgerichtete Sprache)- kindgerechte Wortwahl- einfache Syntax- klare Segmentierung- explizite Evaluation- Wiederholung- Erweiterung (Modellierung)
  • Welche für die Interaktion/Kooperation mit anderen grundlegenden Fähigkeiten werden schon präverbal erworben? - Interagieren mit anderen in konventionalisierten Formen, dazu gehört Fokussierung der Aufmerksamkeit auf ein Objekt oder eine Person- die Fähigkeit am "Turn-taking" (wechsel zwischen Äußerungen des Kindes und Erwachsenen) teilzunehmen- die Fähigkeit Äußerungen an andere zu adressieren ("Gerichtetheit")
  • Welches sind die Merkmale der kindgerichteten Sprache der Eltern/Älteren (in unserem Kulturkreis)? E:-multimodal (=multiple Zeichensysteme)- konstantes Ablaufmuster, nur punktuelle "Überraschungen"- häufige Wiederholung- explizite Adressierung- abwarten bis Schritte vollzogen (Pause)- deutliche Abtrennung der Schritte (Pause)- Aufforderung zur Übernahme von Schritten- Lob/Kommentar am Ende K: - erkennbar (Intention, Handlungstyp)- nächster Schritt erwartbar (Handlungssteuerung) Entwicklung über Zeit:- kontinuierliche Anpassung an Fähigkeiten der K- von nonverbal, zu "nonverbal+Sprache" zu Sprache- von "Schritt für Schritt" zu fließend- von Aktivitätsträger E. zu Kooperaton von E. und K.
  • Welchen Stellenwert hat die Adaptation der Elternsprache an ihre kindlichen GP für den SE der Kinder? Welche Ausdrucksmittel setzen die Kinder in dieser frühen Phase ein? Sie unterstützt den Spracherwerb, erleichtert und fördert ihn. Sie ist aber keine zwingende Voraussetzung, damit Kinder Sprache erwerben können. Ausdrucksmittel wie:- Blickkontakt- quengeln oder unterschiedliche Arten des Weinens- Gesten werden eingesetzt um auf sich und ihr Befinden aufmerksam zu machen
  • Welche Spracherwerbstheroien kennen Sie? Nennen Sie jeweils eine zentrale Annahme der Theorie. Nativismus (Motor: genetisch kodierte Reifung) vs. Epigenetische Theorien (Innen <--> Außen):Kognitivismus (Motor: kognitive Entwicklung)Interaktionale Theorien (Motor: sprachliche Interaktion / Handeln) Mischtheorien
  • Welche organischen bzw. biologischen (--> Reifung), sensorischen, motorischen und kognitiven (--> Entwicklung) Voraussetzungen werden als relevant für den SE betrachtet? organische bzw. biologische Voraussetzungen:- Gehirn- Gehör und Hörbahn- Sprechorgane sensorische Voraussetzungen: vestibulär (Gleichgewichtssinn), taktiler (Oberflächensensibilität), kinästehtisch (Bewegungsempfindung), visuell, auditiv motorische Voraussetzungen: funktionierende Artikulations- oder Sprechmotorik  (basale Voraussetzungen: Kraft, Tonus, Beweglichkeit) kognitive Voraussetzungen: Wahrnehmung, Gedächtnis, Aufmerksamkeit
  • Was versteht man unter Entwicklungsplastizität und was unter kritischen/sensiblen Perioden des Spracherwerbs? Unter Entwicklungsplastizität versteht man den Umstand, dass sich das Gehirn von Geburt bis zur Pubertät verändert. Die kritischen/sensiblen Perioden sind vorübergehende und unwiederrufliche Phasen (diese gehen je nach dem monate- oder jahrelang) intesiver Entwicklung, in denen das Gehirn die entscheidenen Nervenverbindungen  festigt
  • Welches sind die Erwerbsaufgaben des phonetisch-phonologischen Erwerbs? Nennen Sie die Meilensteine des phonetisch-phonologischen Erwerbs. - Phonetische Unterscheidung aller Laute, die in den Sprachen der Welt existieren (0-0:6)- Sich auf die Muttersprache (Umgebungssprache) spezialisieren (0:6-0:10)- das zielsprachliche Phoneminventar aufzubauen (perzeptiv sollte bis 2:0 abgeschossen sein, produktiv erst mit >3:0)
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