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Allgemeine Ethologie (Fach) / Lernen und Gedächtnis (Lektion)
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- Bei einer negativen Verstärkung (1) a) vermindert sich die Verhaltenshäufigkeit. b) erhöht sich die Verhaltenshäufigkeit. c) bleit die Häufigkeit des Verhaltens gleich. d) wird eine neue assoziative Verbindung geknüpft. b
- Geschmacksvermeidelernen (1) a) gibt es nur beim Menschen. b) tritt insbesondere bei Tieren mit wechselnder Nahrung auf. c) findet sich bei Tieren mit hochspezialisierter Nahrung. d) beruht auf sensorischer Vorkonditionierung. b
- Unter Pfadintegration versteht man (1) a) den Wechsel von bekannten zu neuen Wegen. b) den Richtungswechsel beim Labyrinthlernen. c) die kontinuierlich überarbeitete Repräsentation einen Zielvektors. d) das Folgen einer Spur. c
- Die Zahl der Einheiten, die Tiere verschiedener Arten im Kurzzeitgedächtnis behalten können, beträgt etwa (1) a) fünf bis zehn. b) bis zu fünf. c) zwanzig bis dreißig. d) mehrere hundert. a
- Wenn zwei Reize A und B wiederholt nacheinander geboten werden und anschließend B einige Male mit einem unkonditionierten Reiz gepaart wird, reagieren Tiere auch auf A mit einer konditionierten Reaktion den zugrunde liegenden Lernvorgang nennt man (1) !!! a) Rückwärtskonditionierung. b) Konditionierung höherer Ordnung. c) Sensorische Vorkonditionierung. d) Umkehrlernen. c
- Für die Ausbildung des episodischen Langzeitgedächtnisses ist besonders wichtig (1) a) der Hippocampus. b) die Amygdala (Mandelkern). c) der Hypothalamus. d) das Kleinhirn. a
- Bei der Sensitivierung werden Intensität und/oder Dauer einer Reaktion (1) a) stabilisiert. b) herabgesetzt. c) entkoppelt. d) erhöht. d
- Das Gedächtnis für erlernte komplexe Bewegungsabläufe ist. (1) a) semantisch. b) prozedural. c) episodisch. d) thalamisch. b
- Eine Serie zeitlich aufeinander folgender Reize wird im Kurzzeitgedächtnis (1) a) gleichmäßig gut oder schlecht gelernt. b) es werden vor allem die ersten und letzten Reize memoriert. c) es werden vor allem die ersten Reize gespeichert. d) eine Serie von bis zu 20 Reizen wird komplett gut memoriert. b
- Bei Jungtieren von Arten mit Nachfolgeprägung kann das Lernen stattfinden ( 1) a) in einem strikt festgelegten Zeitfenster. b) nur unmittelbar nach der Geburt / nach dem Schlupf. c) jederzeit bis zum Erreichen der Geschlechtsreife. d) in einen Zeitfenster, das prädisponiert, aber auch von Umweltreizen abhängig ist. d
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- Bei der operanten Konditionierung können verschiedenen Verhaltensweisen (1) a) gleich gut gelernt werden, wenn sie ausreichend verstärkt werden. b) nur gelernt werden, wenn eine Disposition vorliegt. c) bei jungen Tiere alle, bei älteren nur wenige erlernt werden. d) nur bei positiver Verstärkung gleich gut gelernt werden. b
- Geschlechtsunterschiede bei der Raumorientierung (1) a) finden sich bei vielen Tierarten. b) gibt es nur beim Menschen. c) sind wissenschaftlich nicht fundiert. d) sind vor allem emotional bedingt. a
- Die synaptischen Vesikel dienen (1) a) der Speicherung und Freisetzung von Neurotransmittern. b) der Bildung von Gedächtnismolekülen. c) der Energiebereitstellung in Neuronen. d) der Entsorgung von Abfallprodukten des Zellstoffwechsels. a
- Der Hippocampus ist von zentraler Bedeutung beim (1) a) motorischen Lernen. b) erlernen räumlicher Gegebenheiten. c) Prägungslernen. d) Ultrakurzzeitgedächtnis. b
- Tiere können Zeitintervalle (1) a) ungefähr lernen. b) nicht erlernen. c) sehr exakt lernen. d) nur lernen, wenn sie anhand des Sonnenstands die Tageszeit ableiten können. c
- Eine positionsunabhängige räumliche Repräsentation, die flexibles Finden von Wegen erlaubt, nennt man (1) a) eine topografische Karte. b) einen mentalen Kompass (mental compass). c) eine kognitive Karte (congnitive map). d) eine topologische Karte. c
- Ein Verstärkungsschema, bei dem im Mittel (aber mit Schwankungen) jede sechste Reaktion verstärkt wird ist eine (1) !!! a) variable Intervallverstärkung. b) feste Quotenverstärkung. c) feste Intervallverstärkung. d) variabel Quotenverstärkung. d
- Die Schaltstellen zwischen Nervenzellen sind (1) a) die Axonhügel. b) die Myelinscheiden. c) die Dendriten. d) die Synapsen. d
- Das Arbeitsgedächtnis verschiedener Tierarten untersucht man mithilfe (1) a) eines Vielfach-T-Labyrinths. b) eines Radial-Labyrinths. c) einer Shuttle-Box. d) eines Open-Fields. b
- In einem klassischen Versuch (z. B. beim Kaninchen) wird ein Luftstoß, der zu einem spontanen Schließen des Augenlids führt, mehrfach durch einen Lichtblitz angekündigt. Nach einigen Wiederholungen reicht das Lichtsignal allein, den Lidschluss auszulösen. Der zugrunde liegende Lernprozess ist (1) a) die operante Konditionierung. b) Zeitlernen. c) die klassische Konditionierung. d) Unterscheidungslernen. c
- Konditionierte Furcht ist besonders löschungsresistent, weil (1) a) Angst nicht von der Amygdala an den Hippocampus vermittelt wird. b) Furcht stereotypes Verhalten begünstigt. c) Löschung vor allem bei sozialem Lernen erfolgt. d) Synergieeffekte von klassischer und operanter Konditionierung vorliegen. d
- Futterhortende Vögel, z. B. der Eichelhäher (1) a) finden ihre Verstecke anhand von Marken, die sie im Boden hinterlassen. b) orten die Verstecke mithilfe von Geruchsreizen. c) memorieren die Umrisse des Gebietes, in dem sie versteckt haben. d) merken sich zahlreiche Futterverstecke einzeln. d
- Eine Dishabituation kann ausgelöst werden durch (1) a) häufig wiederholte Reizung. b) geringfügige Änderung des auslösenden Reizes. c) längeres Vortraining. d) Intervalltraining. b
- Das Lernen bei der Nachfolgeprägung ist deshalb adaptiv, weil (1)!!! a) unter natürlichen Bedingungen die Mutter relevante Reize produziert. b) die Jungen ein Suchschema für die Mutter haben. c) das Lernen eine ohnehin ausgebildete Bindung festigt. d) Prägungslernen anderes Lernen vorbereitet. a
- Beim Emulationslernen wird zunächst gelernt (1) a) der soziale Status des beobachteten Artgenossen. b) der exakte Bewegungsablauf. c) Mittel und Ziel der Handlung. d) ein differenziertes Rollenkonzept. c
- Das Geschmacksvermeidelernen führt zu (1) a) besonders nachhaltigem Lernen. b) sehr flüchtigem Lernen. c) einer sehr starken, aber schnell abnehmenden Änderung der Reaktionsbereitschaft. d) einer schwachen, aber anhaltenden Reaktionsbereitschaft. a
- Eine erneute Reaktionsbereitschaft nach erfolgter Habituation (1) a) kann nur durch Dishabituation erfolgen. b) tritt generell nicht auf. c) kann auch durch zeitlichen Abstand erfolgen. d) ist durch Klassische Konditionierung bedingt. c
- Unter Extinktion versteht man (1) a) das Verschwinden einer konditionierten oder verstärkten Reaktion, nachdem der konditionierte Reiz bzw. die Beziehung zwischen Reis und Verstärker sich als irrelevant erwiesen haben. b) die durch sensorische Adaption reduzierte Reaktionsbereitschaft. c) das Nachlassen einer unkonditionierten oder spontanen Reaktion, nachdem der unkonditionierte Reiz bzw. das spontane Verhalten sich als irrelevant erwiesen haben. d) die völlige Entleerung der synaptischen Vesikel. a
- Komplexe Reize begünstigen gegenüber weniger komplexen Reizen (1) a) eine Habituation. b) einen schnellen Aufmerksamkeitswechsel. c) eine Sensitivierung. d) langfristige Gedächtnisbildung. c
- Die Speicherung von Gedächtnisinhalten erfolgt (1) a) in spezifischen Gedächtsnismolekülen. b) in neuronalen Netzwerken, z. B. durch Veränderungen an Synapsen. c) durch differenzierte Veränderung der Leitungsgeschwindigkeit an myelinisierten Neuronen. d) durch strukturelle Änderungen in Gliazellen. b
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- Die Beeinflussung von Gedächtnisinhalten durch Interferenzen ist besonders leicht möglich (1) a) im Kurzzeitgedächtnis. b) im prozeduralen Gedächtnis. c) im Langzeitgedächtnis. d) im semantischen Gedächtnis. a
- Die Verbreitung des Süßkartoffel-Waschens bei japanischen Makaken (1) a) demonstriert echtes Imitationslernen und Kulturentwicklung. b) beruht auf angeborenem Verhalten. c) ist vermutlich durch individuelles Lernen bei unter gleichen Bedingungen lebenden Tieren zu erklären. d) beruht auf Kulturübertragung zwischen verschiedenen Arten. c
- Bei der Spur-Konditionierung (trace conditioning) (1) a) überlappen sich der konditionierte Reiz (CS) und der unkonditionierte Reiz (US)etwas. b) wird der US vor dem CS präsentiert. c) werden CS und US simultan präsentiert. d) ist zwischen dem CS und dem US eine kurze Pause. d
- Wenn ein Verhalten über Ortsverstärkung in einer Gruppe von Tieren weitergegeben wird, beruht der individuelle Lernprozess (1) a) auf Emulationslernen. b) auf Klassischer Konditionierung. c) auf Imitation. d) auf Versuch -und Irrtumslernen. d
- Der Lernprozess der Habituation beruht auf (1) a) adaptivem zentralnervösem Lernen. b) sensorischer Adaption. c) kognitiver Instabilität. d) muskulärer Ermüdung. a