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Wirtschaftsgeschichte (Fach) / VI Kriegswirtschaft Zweiter Weltkrieg (Lektion)

1939 - 1945

Diese Lektion wurde von Janaw55 erstellt.

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  • Erläutern Sie kurz die Grundaspekte des Vierjahresplans von 1936 (Hermann Göring zum Beauftragten) Im Vierjahresplan von 1936 wurde Hitler’s Priorität der Aufrüstung endgültig klar und zum zentralen wirtschaftpolitischen Ziel erklärt. Dieser kann daher auch als zweiter Vierjahresplan Hitlers verstanden werden. Während der erste (2.2.1933) die Beseitigung der Arbeitslosigkeit binnen 4 Jahren vorsah, forderte der zweite nach Erreichung der Vollbeschäftigung, die Wirtschaft binnen 4 Jahren kriegsfähig zu machen.  Diese 2. Phase der Nationalsozialistsischen Wirtschaftpolitik wurde mit einer geheimen Denkschrift Hitlers eingeleitet, von der zunächst du Göring und von Blomberg ein Exemplar erhielten. Hierin forderte Hitler: Die deutsche armee muss in 4 Jahren einsatzbereit sein Die deutsche wirtschaft muss in 4 Jahren kriegsfähig sein.  Weiterhin in Denkschrift: Krieg mit der Sowjetunion sei unvermeidlich Priorität der Rüstung wurde endgültig klar Ausrichtung der Wirtschaft auf eine beschleunigte Rüstung und Autarkie, da Deutschland mit seiner Rostoffabhängigkeit vom Ausland sonst keinen Krieg führen konnte Als weiter Ziele wurden  Die Kriegsvorbereitung Ausrichtung der Wirtschaft auf eine beschleunigte Rüstung Aufbau einer Autarkieindustrie Versorgung mit Rohstoffen, unabhängig vom Ausland Einsparung von Devisen Hitler benannte als zukünftige Autarkiebranchen explizit  Die Erzeugung von Treibstoff aus der heimischen Braunkohle  Massenproduktion von Synthesekautschuk (Buna) Die Nutzung der einheimische, relativ eisenarmen Erze  Die Leichtmetallerzeugung insbes. für Flugzeugbau Industrielle Fettversorgung auf Grundlage von Kohle Hitler bestimmte Hermann Göring im Oktober 1936 zum Beauftagen für den Vierjahresplan und stattete ihn mit umfassender Weisungsbefugnis gegenüber allen Behörden einschließlich der Reichsministerien.  "Diktator auf wirtschaftlichem Gebiet"  Trug die Denkschrit in einer Kabinettssitzung im September 1936 vor Rücktritt Hjalmar Schachts im Nov. 1937, da der die Autarkiepolitik nicht mittragen wollte.  Schnell wurde die Vierjahresplan-Organisation geschaffen, die Investitionsvolumen von  30% Ausbau Treibstofferzeugung 7% Erzeugung des Synthesekautschuk Buna  43% Chemieindustrie insgesamt (Chemieplan, IG Farben, Carl Krauch Bevollmächtigter für Mineralöl, Kautschuk, Leichtmetalle, Schie´-und Sprengstoffe und deren Vorprodukte)
  • Veränderung der Arbeitnehmerrechte nach Machtübernahme der Nationalsozialisten Die Umstrukturierung der Wirtschaft erforderte ein Umlenken der Arbeitskräften mit Blick auf rüstungswirtschaftliche Prioritäten. Im Verlauf der ersten Jahre der nationalsozialistischen Herrschaft mussten die Arbeitnehmer den Verlust einer Vielzahl der während der WR gewonnenen Arbeitnehmerrechte hinnehmen. Zu diesem Zweck  Mai 1933: Nazis hoben die erst in der Weimarer Republik eingeführten Arbeitnehmerrechte schrittweise wieder auf 2. Mai. 1933 = 1 Tag nach “Tag der nationalen Arbeit” wurden Gewerkschaften widerstandslos zerschlagen und ihre Einrichtung und Vermögen beschlagnahmt  2. Mai. 1993 = Gründung Deutsche Arbeitsfront DAF als Zusammenschluss aller bisherigen Gewerkschaften unter einem Dach unter Rober Ley’s Leitung  Verlust freier Interessenvertretungen Kaum Wahrnehmung der gewerkschaftlichen Aufgabe.  Keine Bedeutung bei Lohn- und Tarifangelegenheiten Keine Bedeutung bei Durchsetzung von Arbeitnehmerrechten Diente der NSDAP zur Kontrolle und Erziehung ihrer Mitglieder im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie Formal war Mitgliedschaft freiwillig, intern wurde so viel Druck ausgeübt, dass möglichst viele Arbeiter sich organisieren => Mitgliedszahl stieg von 37.2% 1933 auf 98,6% (1938) 19. Mai.1933 = Gesetz über “Treuhänderin der Arbeit” = Aufhebung freier Tarifverhandlungen, d.h. Löhne wurden vom Staat diktiert Staat erhielt Zuständigkeit über die Regelungen der Arbeitsbedingungen (Schlichtungen, Überwachung von Betriebsordnung, Sicherstellung des Arbeitsfriedens)  Die Zuständigkeiten der DAF, die neben den Arbeitern ("Arbeitern der Faust") und den Angestellten ("Arbeitern der Stirn") auch die Arbeitgeber umfassen sollten, wurde auf die soziale Betreuung und nationalsozialistische Erziehung ihrer Mitglieder beschränkt Januar 1934 = Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit = Verlust der betrieblichen Mitbestimmung Einführung des Führerprinzips auf Unternehmensebene; Betriebsführer und Gefolgschaft Einsetzung von Vertrauenräten, die aber keine tatsächliche Interessenvertretung der Arbeitnehmer darstellten Aufhebung der Tarifvertragsordnung und des Betriebsrätegesetztes Feburar 1935: Einführung des sog. Arbeitsbuch = Aufhebung der freien Berufs- und Arbeitswahl  Lohnstopppolitik unterbindet Lohnanreize zum Anwerben von Facharbeitern (-> Bedarf an Facharbeitern nach Erreich der Vollbeschäftigung 1935/1936 besonders in Rüstungs- und Bauwirtschaft nicht deckbar) Nationalsozialisten sahen sich gezwungen, das Arbeitsbuch einzuführen Mobilität nahm seit Sommer 1938 ständig ab Offizielles Dokument mit Informatioen über Qualifikationen und bisherige Arbeitgeber und Arbeitnehmer Regelungen des Arbeitsbuches erschwerten Arbeitsplatzwechsel da  Instrument der Kontrolle von Arbeitsplatzwechel, "Wehrpass der Arbeit" Einstellung eines Arbeitnehmers ohne Arbeitsbuch nicht erlaubt Einbehaltung des Arbeitsbuches während der Beschäftigung Gleichzeitig: Erleichterung der staatlichen Lenkung der Arbeitskräfteallokation durch staatliche Arbeitsämter Staatliche Einstellungsverbote und Einstellungsgebote traten ergänzend hinzu.  Juni 1938: Offene Militarisierung des Arbeitsmarkes  Dienstverpflichtung im Westwall Februar 1939: Verlust der freien Berufswahl; JEDER deutsche Arbeitnehmer konnte jederzeit verpflichtet werden, seinen Wohnort aufzugeben und in einem zugeteilten Betrieb zu arbeiten
  • Wurde der Vierjahresplan erfüllt? Es ist festzuhalten, dass die im Vierjahresplan (1936-1940) avisierten Umstrukturierung der deutschen Industrie zwar in weiten Teilen umgesetzt wurde, die meisten Autarkieziele jedoch nicht erreicht wurden.  Der Vierjahresplan war nicht besonders effizient organisiert, dennoch wurde eine erhebliche Steigerung der Wirtschaftsleistung erzielt.  Der Auf- und Ausbau neuer Industrieanlagen wurde erreicht. Zwischen 1938-1942 ergaben sich die größten Zuwächse vor allem in dem Sektor der Grundstoffe bei abnehmender Bedeutung der Bauten und Verbrauchsgüter zu Lasten der Konsumenten. Neben dem Ausbau zusätzlicher Industriekapazitäten wie z.B. der Eisenförderung, der Braunkohle, des Flug- und Fahrzeugbaus und durch Stickstoff und Kunststoffe in Leuna und Bitterfeld wurde ebenfalls die Industrie in Mitteldeutschland ausgebaut (Hanover, Magdeburg). Weiterhin erzielte man erhebliche Produktionssteigerungen in einigen Autarkiebranchen, in anderen allerdings nur sehr geringe Zuwächse (Bergbau, Eisen- und Metallindustrie). Die Unabhängigkeit vom Weltmarkt wurden nur teilweise erreicht.   Die Treibstofferzeugnisse erreichten bis 1942 nur 45% der Vorgaben. Im Bergbau, der Eisen- und Metallindustrie wurden nur eine geringe Produktionssteigerung erzielt. Die Gründe im Bergbau lagen z.B. in der Erschöpfung der Erzgruben. Bei mehreren wichtigen Rohstoffen war das Reich demnach weiter vom Import abhängig (z.B. Eisenerz aus Schweden, Mineralöl aus Rumänien).  FAZIT: Der Vierjahresplan war nicht besonders effizient organisiert. Was bei besserer Organisation hätte erreicht werden können, zeigte sich ab 1942 im Rüstungsboom unter der Leistung von Albert Speer (Reichminister für Bewaffnung und Munition nach Tod von Todt). Hier verdoppelte sich die Produktion trotz Kriegsbedingungen innerhalb eines Jahrs.  Der prozentuelle Zuwachs von Rüstungsgeräten und die Abnahme von Verbrauchsgütern nimmt demnach erst während des Krieges an Geschwindigkeit zu. 
  • Formen der Investitionsfinanzierungen 3 verschiedene Formen zur Auswahl: (Rang nach Risiko) 1.  Risikoteilungsvertrag  Staat übernimmt nur bestimmten Anteil des gesamten Investitionsrisikos  Beispiel: Zellwollewerken, 1/3 der Investitionssumme auf eigenes Risiko finanzie- Keine Preis- und Absatzgarantien ABER höherer Handlungsspielraum im Preis ABER Unternehmen konnte Vereinbarungen über Mitsprache und Kontrollrechte jedezeit kündigen 2. Wirtschaftlichkeitsgarantievertrags  Das Unternehmen übernimmt die Finanzierung der Produktionskapazitäten aus eigenen Mitteln   Staat gewährt dem Unternehmen für eine vorab vereinbarte Zeitspanne Preis- und Absatzgarantien für eine bestimmte Menge der neu erzeugten Güter.  Anfallende variable Kosten + fünfprozentige Verzinsung auf Investition Investitionsrisiko auf den Staat übertragen  ABER: umfangreiche Kontroll- und Mitspracherechte, die Informationsvorteile bei Preisverhandlng einhemmten innerhalb Vertragsfrist 3. Pachtverträge Staat finanziert den Aufbau der Produktionsanlagen vollständig aus öffentl Mitteln War Eigentümer und verpachtete diese dann für eine bestimmte Laufzeit an private Betreiberunternehmen.  0,5 - 2/3 des Betriebsgewinns an Staat abführen => Trade-off zwischen erwartetem Gewinn und erwartetem Risiko verschiedener Vertragstypen 
  • Von war hin der gewählte Vertragstyp ab? Einschätzung der künftigen Rentabilität Einschätzung des Risikos Bespiele: 1. für Wirtschaftlichkeitsvertrag:  IG Farben: Braunkohlehydrierung (Treibstoffsynthese), Industrielle zweifel an Rentabilität, aber wurde als langfristig profitabel eingeschätzt (antizipierte Ölpreiskrise) 1933: Hydrierwerk in Leuna mittels eines Wirtschaftlichkeitsgarantievertrages finanziert, kurzfristige Investitionsrisiko vollständig auf den nationalsozialistischen Staat überwälzen und sich gleichwohl das langfristige Eigentum an dieser Anlage sichern konnten.  Kapazitätsausbau mit Schätzungen der Absatzentwicklung USA und GB Ausbau der Chemiefaserkapazitäten erfolge weitgehens auf eigenes Risiko der Unternehmen 2. für Pachtvertrag: Kupferbergbau in Deutschland unrentabel Deshalb war kein Unternehmen bereit, in diesem Bereich unternehmerische Risiken einzugehen. Rüstungskapazitäten   -> Ein Großteil der NS-Rüstungs- und Autarkieprojekte wurde in freiwilliger Kooperation zwischen privaten Unternehmen und Staat abgewickelt. -> NS-Wirtschaft: Marktwirtschaft im vorgezogenen kriegswirtschaftlichen Ausnahmezustand -> „Kriegswirtschaft im Frieden“ 
  • Der Wirtschaftlichkeitsgarantievertrag Beim Wirtschaftlichkeitsgarantievertrag übernimmt das private Unternehmen die Finanzierung der zusätzlichen Produktionkapazitäten aus eigenen Mitteln und  ist somit Eigentümer der neuen Anlage. Im Gegenzug gewährt der Staat dem Unternehmen vorzeitig für eine bestimmte Menge und Zeitraum vereinbarte Preis- und Absatzgarantien. Die Preisgarantien umfassen nicht nur die variablen Produktionskosten, sondern umfassen auch eine 5%ige Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Dafür musste das Unternehmen dem Staat umfassende Kontroll und Mitspracherechte gewähren, was einen Nachteil in Preisverhandlungen durch Informationsvorsprung des Staates und Einschränkung des Handlungsspielraums zur Folge hatte. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit konnte das unternehmen wieder frei über die Produktionsanlagen verfügen. Der W.garantievertrag wurde hauptsächlich dann gewählt, wenn die Renditeaussichten zwar kurzfristig (innerhalb der vom Außenhandel isolierten Autarkiephase) als unrentabel erschienen, jedoch langfristig in einer hohes Renditepotential bargen Als Beispiel ist das Verfahren der Braunkohlehydrierung durch die damalige IG Farben (BASF, Bayer,). Das schon 1924 durch die BASF (damals unter der Leitung von Carl Bosch) entwickelte Braunkohlesynthese (zur Gewinnung von synthetischem Benzin durch Braunkohle und Wasserstoff in Hochdruckreaktor) sollte  in einer Form eines Hydrierwerkes in Leuna ausgebaut werden. Da die kurzfristigen Renditeerwartungen bei der Vertragsverhandlung 1933 bedingt durch die ständig fallende und niedringen Erdölpreisen die Investition kurzfristig als unrentable erscheinen ließen, langfristig jedoch hohes Potential (durch erschöpfte Erdölreserven) erwartet wurde, entscheid man sich für einen Wirtschaftlichkeitsgarantievertrag, um in der unrentablen Autarkiephase das kurzfriste Investitionsrisiko vollständig auf den Staat abwälzen zu können und dennoch das langfristige Eigentum an den Anlagen zu erwerben. 
  • Risikoverteilungsvertrag Beim Risikoteilungsvertrag übernimmt der Staat nur einen bestimmten Anteil des Investitionsrisikos, gewährte dem Unternehmen allerdings das Recht, die Vereinbarungen über  Mitbestimmungs- und Kontrollrechte innerhalb der Vertragslaufzeit jederzeit zu kündigen. Es generiert keine Preis und Absatzgarantien und überlässt das Investitionsrisiko somit größtenteils dem Unternehmen, welches das Eigentum das den zusätzlichen Kapazitäten übernimmt. Das private Unternehmen besitzt einen höheren Verhandlungsspielraum (Informationsvorsprung) im Preis und ann mit höheren Renditen rechnen. Der Risikoverteilungsvertrag wurde daher in der Regel hauptsächlich dann gewählt, wenn ein Projekt in der Autarkiebranche positive langfristige Renditen, die über die der Autarkiephase hinausgingen, verspricht. Hier hatten Unternehmen Anreize, das Eigentum an den Kapazitäten zu erwerben und den Staat so weit wie möglich aus der Unternehemsführung auszugrenzen. Als Beispiel ist der: Ausbau Kapazitäten für Zellwolle (z.B. regionale Zellwollewerke 1935) 1/3 der Investitionssumme für Produktionskapazitäten auf eigenes Risiko 2/3 durch staatlich garantierten Kredit (Bankenkonsortium) Unternehmen ist Eigentümer der neuen Anlage Beispiel: Chemiefaser (Relativ gute Rentabilitätserwartungen)
  • Pachtvertrag Der Pachtvertrag war die Möglichkeit für einen Unternehmer, das Investitionsrisiko vollständig an den Staat abzuwälzen. Hier finanzierte der Staat den Aufbau der neuen Produktionsanlage vollständig aus öffentlichen Mitteln (Staatseigentum) und verpachtete diese dann als Eigentümer für eine bestimmte LZ an private Unternehmen. Die Pachtsumme betrugen 50-65 des Betriebsgewinnes. Zusätzlich verlor das Unternehmen umfangreiche Mitbestimmungsrechte an den Staat. Dem Unternehmen blieben demnach nur 35-50 % des Betriebsgewinnes als Kompensation für Unternehmerisches Know-How. Nach Ablauf der Pachtperiode besaß das Unternehmen keinerlei Ansprüche mehr an die Produktionsanlage. Der Pachtvertrag stellte somit eine lukrative Alternative da, wenn langfristige, sowie kurzfristige Gewinnerwartungen als unrentabel erschienen und wurde beispielsweise im Falle von Kupferminen gewählt (man nach Vertragsablauf nichts mehr damit zu tun haben wollte) Als prominentes Beispiel ist der Pachtvertrag Mitte der 1930er Jahre im Aufbau zusätzlicher Rüstungskapazitäten zu nennen, sa die privaten Unternehmen sich in aller Regel weigerten, eigene Mittel in Rüstungskapazitäten zu investieren. Als Treuhänderin finanzierte die HIB aus Heeresmitteln den Anlagenbau, der dann von den privaten Muttergesellschaften wie der Robert Bosch GmbH mit entsprechendem Know-How durchgeführt wurde.
  • Die staatlichen Hermann-Göring-Werke (HGW) 1937 Das Beispiel der 1937 (23.7.) gegründeten Hermann-Gröding Wertke wird in der wirtschaftsgeschichtlichen Forschung oftmal als Beispiel für eine Kommandowirtschaft aufgegriffen und kann als Beispiel für eine erzwungene Kooperation gesehen werden. Göring fordert (nach Vorgabe des Vierjahresplans) von Eisen- und Stahlindustriellen im Ruhrgebiet den Ausbau der Verhüttungskapazitäten und verstärkte Erschließung der einheimischen und armen Eisenerze sollten als Substitut für Eisenerzimporte aus Schweden dienen im Blockadefall) Die deutsche Schwerindustrie (Befürchtung vor kurz eingeschätzer Rüstungsboom und Fehlinvestition) verlangten Preiserhöhungen von bis zu 50% um die notwendigen Zusatzinvestitionen + Risiko finanzieren zu können.  Göring deutete diese privatwirtschaftliche Forderung als implizite Verweigerung   23. Juli 1937 die Gründung der staatlichen Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten „Hermann Göring“  Aktienkapital bis 1938: auf 400 Millionen RM aufgestockt Das Reich => 270 Millionen RM allein stimmberechtigter AktienUnternehmer: 130 Millionen RM stimmrechtlose Vorzugsaktien (trugen Teile der Investitionskosten, ohne dass sie Mitspracherechte hatten)  Weiterhin: HGW mutierte zu Dachgesellschaft für konfiszierte Unternehmen in besetzten Gebieten. Nur 2% der Eisenproduktion im Jahr 1940 stammten aus Salzgitter. => Erfolgreiche Weigerung der Schwerindustrie, langfristig unrentable Kapazitäten aufzubauen.  Das Beispiel der 1937 (23.7.) gegründeten Hermann-Gröding Wertke wird in der wirtschaftsgeschichtlichen Forschung oftmal als Beispiel für eine Kommandowirtschaft aufgegriffen und kann als Beispiel für eine erzwungene Kooperation gesehen werden. Hermann Göring forderte im Frühjahr 1937 im Rahmen des Vierjahresplans von der Deutschen Schwerindustrie (Eisen- und Stahl im Ruhrgebiet) den Ausbau der Verhüttungskapazitäten und die Erschließung der einheimischen, armen Eisenerze. Diese Forderungen wurden von der Schwerindustrie als langfristig unrentabel und somit als Fehlinvestition eingestuft, woraufhin sie eine Preiserhöhung von 50% zum Risikoausgleich forderten. Hermann Göring (Diktator der Wirtschaft) als implizite Verweigerung und gründete infolgedessen am 23. Juli die staatlichen Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten “Hermann-Göring” mit Förderstätten in der Pfalz, Baden und Salzgitter. Im Frühjahr 1938 sollte das Aktienkapital auf 400 Millionen aufgestockt werden, von denen stimmberechtigter Aktien im Wert von 270 Millionen RM dem Reich, 130 Mio RM stimmrechtsloser Vorzugsaktien den Privatunternehmer zugeteilt wurden. Diese übernahmen somit einen erheblichen Teil der Investitionskosten, besaßen im Gegenzug aber keinerlei Mitspracherechte. Die Hermann-Göring Werke mutierten in den Folgejahren immer mehr zu einer Dachgesellschaft für konfiszierte Unternehmen aus eroberten Ländern, konnte seine Autarkieziele jedoch nicht erfüllen. 1940 erfolgten lediglich 3% der Eisenproduktion in Salzgitter.  Die Gründung der Hermann-Göring Werke kann somit als erfolgreiche Verweigerung der Privatwirtschaft verstanden werden, kalkulierbare Risiken einzugehen.
  • Kommandowirtschafts-These: War die Autarkiepolitik eine "nationalsozialistische Kommandowirtschaft"? Nein, die neue wirtschaftshistorische Forschung findet die Bezeichnung einer Kommandowirtschaft nicht zutreffend. Es wurde also durchaus Zwang angewendet, dies geschah aber nicht grundsätzlich und stellte eine Ausnahme dar. Die "Kommandowirtschafts-These": Vorstellug von der vollständigen Unterordnung der Unternehmer unter die Planungsvorhaben der nationalsoz. Führung Unternehmerischen Handlungsspielraum im Zuge einer "kalten Sozialisierung" eingeengt Privateigentum habe nichts mehr bedeuted, nur formal existiert Diese These wurde in der älteren Forschung begründet mit: 1933/1934: Enteignung von Hugo Junkers  1934: Gründung der Braunkohle Benzin AG  1937: Wegnahme der Erzgruben der deutschen Stahlindustrie durch Gründung der Hermann-Göring-Werke Hierbei handelte es sich jedoch um Einzelfälle.  Viel eher war man der Ansicht, dass freiwillig kooperierende Privatunternehmer generell effizienter wirtschaften als reine Staatsbetriebe. Anreize: Die staatliche Lenkung der Privatindistrie erfolgte über das Setzen von Anreizen.  Belohnung: Unternehmen, die im Interesse des nationalsozialistischen Staates produzierten mit hohen Gewinnen belohnt.   Potential: Innovations- und Produktivitätspotential der Privatunternehmen so weit wie möglich auszunutzen Förderung: Gute Gewinnlage der Rüstungsindustrie aktiv förderten, indem sie das Risiko der Investition ganz oder teilweise auf den Staat überwälzen konnten.  Fazit: Anstatt die Unternehmen direkt zu zwingen, instrumentalisierten die Nationalsozialisten das unternehmerische Gewinnmotiv. Dies ist mit Temin’schen Vorstellung einer nationalsozialistischen Kommandowirtschaft nicht zu vereinbaren Eine Kommandowirtschaft sieht anders aus. 
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  • Geschichte der deutschen Kriegsführung Frühe erfolgreiche und in eine spätere erfolglose Phase 1. Phase Beginn: Überfall auf Polen am 1. September 1939 Schnelle Siege über Dänemark, Norwegen, die Beneluxstaaten und Frankreich im Jahr 1940 sowie über Jugoslawien und Griechenland  Überzeugung von „Blitzkriege“  Hitlers => wegen kurzen Dauer nur eine vergleichsweise geringe Anzahl von Waffen und Munition verbrauchten  Angriff auf die Sowjetunion als Blitzkrieg geplant und bei Einbruch des russischen Winters beendet sein sollte Russicher Winter: Kriegseintritt der USA brachte dieser militärische Rückschlag die Phase der erfolgreichen Blitzkriege zu einem plötzlichen Ende und machte Hitlers strategischen Albtraum zur Realität   =>Zu einem an- dauernden und vor allem materialintensiven Zweifrontenkrieg gezwungen,  => Konnte es aufgrund vergleichsweise geringen Ausstattung mit ökonomischen Ressourcen auf längere Sicht nicht gewinnen  2.Phase: erfolglose Phase Sie Alliierten eroberten zwischen 1942 und 1945 die von deutschen Truppen besetzten Länder und Gebiete Schritt für Schritt zurück.   8. Mai 1945 erfolgte schließlich Deutschlands bedingungslose Kapitulation.  => militärische und die ökonomische Entwicklung des Dritten Reichs während des Zweiten Welt- kriegs entwickelte sich nicht parallel, sondern entgegengesetzt, Blitzkriegshypothese : Produktion schien in den militärisch erfolgreichen Jahren zu stagnieren und boomte, als sich die Wehrmacht in der Defensive befand.  - Annahme: Friedenswirtschaft im Krieg: Hitler habe Expansion der deutschen Rüstungsproduktion planmäßig begrenzt, um ökonomischen Ressourcen zur Produktion von Konsumgütern freizusetzen => Zustimmung der deutschen Bevölkerung zu seiner Politik => „Friedenswirtschaft im Krieg“ möglich durch Einsatz der Blitzkriege, die eine gerine Menge an Waffen und Minition ausgeführt werden konnten. - Nach Scheitern musse die Rüstungsproduktion durch den Einsatz aller verfügbaren Ressourcen nunmehr erheblich gesteigert werden 
  • Was war das "Wunder der Rüstung"? Rationalisierungsmaßnahmen: Vorteile der ... MALFAA Massenproduktion: Reduktion der Typenvielfalt bei den Rüstungsgütern und ihren Vorprodukten  Anspassungskosten:  Häufigkeit kleinerer Modifikationen der einzelnen Waffentypen verringert  Lerneffekte: Verstetigung der Produktion (vor 1942 häufigen Programmwechsel reduziert) Fertigungszeit: Fertigungsschritte, die die Kampfkraft einer Waffe nicht erhöhten (Polieren und Lackieren) streichen Arbeitsteilung Überbetrieblich: Ausschüsse und Ringe gegründet =>. produktivsten Unternehmen gezwungen, ihr Fertigungs-Know-how mit Konkurrenten zu teilen 6. Anreizstruktur Dazu: Funamentaler Wechsel der Anreizstruktur im staatlichen Beschaffungswesen:   Übergang von Selbstkosten- zu Festpreisverträgen => ökonomischen Anreize geschaffen, Kostensenkungspotentiale zu nutzen Das Rüstugswunder bezeichnet die extrem positive Entwicklung der Rüstungsproduktion seit 1942. In der Zeit von 1942 bis 1945 hatte sich die Produktion laut dem damaligen Leiter des Reichsministers für Bewaffnung und Munition, Adam Speer, mehr als verdreifacht. Im Vergleich zum Basisjahr 1938 lag die Produktion damit weit über dem Basiswert von 1938 und stellte im Vergleich zum Ersten Weltkrieg, in dem die Produktion um 35% abnahm, gefolgt von einer großen Hungersnot 1916/1917 (“Steckrübenwinter”) sehr gute Tendenzen dar.  Die Geschichte der deutschen Kriegsführung im Zweiten Weltkrieg kann in eine positive, frühe (1938- Spätherbst 1941) und eine erfolglose späte (Ende 1941-1945) Phase eingeteilt werden. Die Era der erfolgreichen Blitzkriege endete somit mit Eintritt der USA in den Krieg. Skurilerweise entwickelten sich der militärische und der ökonomische Erfolg während des Zweiten WK in entgegengesetzte Richtungen. Während die Produktion in den militärisch erfolgreichen Jahren nahezu stagnierte, boomte sie in den Jahren, in denen sich die Wehrmacht in der Defensive befand (siehe Blitzkrieghypothese). Laut wirtschaftshistorischer Auffassungen (vgl. Müller) sei der Anstieg der Rüstungsproduktion 1942 durch Adam Speer als Leiter des Reichsministeriums für Bewaffnung und Munition (der Nachfolger des verunglücktenTodt), zu verdanken. Auffällig ist jedoch, dass Speer es selbst war, der die Verdreifachung der Produktion vor Reednern als Wunder der Rüstung bezeichnete. Dies tat er hauptsächlich zur Stärkung des Durchhaltewillens und Festigung seiner eigenen Position in der Nazihierarchie.  Es ist besonders bemerkenswert, dass die Steigerung der Produktion i) in einer Zeit zunehmender Luftangriffe der Aliierten und ii) durch das starke Wachstum der Arbeitsproduktivität von 100% hervorgetreten sei (vgl. Eichholtz). Dies ist vor allem auf folgende Rationalisierungsmaßnahmen zurückzuführen: Speer nahm eine Reduktion der Typenvielfalt bei Rüstungsgütern und Vorprodukten vor (Vorteile Massenproduktion), verringerte die Häufigkeit kleinerer Modifikationen der einzelnen Waffentypen (Einsparung Anpassungskosten) und Verstetigung der Produktion (Lerneffekte durch weniger Programmwechsel). Weiterhin reduzierte er Fertigungsschritte, die die Kampfkraft einer Waffe nicht erhöhten (Einsparung Fertigungszeit) und führte eine zunehmen überbetriebliche Arbeitsteilung durch das bilden von Ausschüssen und Ringen, in denen die produktivsten Unternehmen ihr Know-How mit den Konkurrenten teilten.  Speer’s Rationalisierungsmaßnahmen leiteten demnach großes Potentiale zur Senkung der Produktionskosten ein. Diese wären laut Overy allerdings höchstwahrscheinlich nicht zu vollem Potential ausgenutzt worden, hätte Speer nicht unterstützend dazu eine Änderung in der ökonomischen Anreizstruktur geschaffen, die die privaten Unternehmen motivierte, diese Kostensenkungspotentiale auch zu nutzen. Durch den Übergang von Selbstkosten- zu Festpreisverträgen wurden die Unternehmen motivierte, diese Kostensenkungspotentiale auch zu nutzen.
  • Was ist mit der Blitzkrieghypothese gemeint? Trifft diese Hypothese zu? Die Blitzkrieghypothese beschreibt die diskontinuierliche Entwicklung zwischen mitlitärischem und ökonomischen Erfolg als eine bewusste Entscheidung der nationalsozialistischen Führung und  stellt den Ausgangpunkt einer wirtschaftshistorischen Kontroverse über die Ursachen des deutschen "Rüstungswunders" nach der Übernahme des Rüstungsministeriums durch Speer und über die Gründe für den Rüstungsboom ab 1942 dar.  Die Geschichte des Zweiten WK kann in zwei grundlegende Phasen eingeteilt werden: eine erfolgreiche, frühe Phase (1938 - Spätherbst 1941) und eine erfolglose, späte Phase (Spätherbst 1941 bis 1945). Skurilerweise wuchs die Rüstungsproduktion in der Phase, in der sich die Deutsche Wehrmacht in der Defensive befand und schien in den militärisch erfolgsreichen Jahren nahezu zu stagnieren.  Vertreten durch Klein und Milward postultiert die Blitzkrieghypothese, dass Hitler bis 1941 die Rüstungsproduktion planmäßig begrenzt hätte, um Konsum aufrecht zu erhalten.  Dadurch hätte er sich die notwendige Zustimmung der durch die Erinnerungen an das Leid im Ersten WK geprägte Bevölkerung (Hungersnot, Elend, Krankheit) sichern wollte.  Er setzte dabei auf die Blitzkriegstrategie, die aufgrund einer kurzen Dauer und schnellen Erfolge nur eine geringe Anzahl an Waffen und Munition verbrauchte und somit Ressourcen für die Konsumgüterindustrie offenlegte (Friedenswirtschaft im Kriege).  Die neuere Wirtschaftshistorische Forschung (Spoerer/Streb) hat diese These angezweifelt. Es lassen sich weder überzeugende Belege für eine ausgefeilte Blitzkrigstrategie noch für eine Rüstungsproduktion auf Sparflamme finden.  Es gäbe nicht genügend Anhaltspunkte, dass Hitler den 2. WK bereits mit einer ausgefeilten Blitzkriegstrategie begonnen hätte. Vielmehr plante er, den Krieg im Osten schnell zu gewinnen und die sowjetischen Industriekapazitäten schnell unter Kontrolle zu bringen, bevor GB und USA ihre Rüstungskapazitäten zur vollen Leistung ausgebaut hatten. Mit dem Kriegseintritt der USA endete jedoch die Phase der erfolgreichen Blitzkriege, die Hilter vielmehr zu einem materialintensiven Zweifrontenkrieg gezwungen hatte, als dass er dies geplant hätte. Weiterhin hätten die Nationalsozialisten bereits vor dem 2 WK umfangreich in den Aufbau der Rüstungsproduktion investiert, was dem Bild der “Produktion aus Sparflamme” widerspricht. Laut Müller und Overy sei der Anstieg der deutschen Rüstungsproduktion daher Albert Speer zu verdanken.  Allerdings ist laut neueren Forschungen aus hier anzumerken, dass der von Speer kreierte Rüstungsindex Mängel aufweist, die Rüstungsproduktion überschätzt und durch “Schönheitsmaßnahmen” künstlich aufgebläht wurde (z.B. vom Ausland erbeutete Rüstungsgüter als Eigenproduktion ausgewiesen). Die meisten angepriesenen Rationalisierungsmaßnahmen waren zusätzlich nicht von Speer eingeführt, sondern schon deutlich früher.
  • Entscheidungsbaum zur Vertragspräferenz der Autarkie- und Rüstungsunternehmen bei unterschiedlichen Investitionsprojekten 1. Langfristige Rentabilitätserwartung, nach Rückkehr zu "normalen" marktwirtschaftlichen Verhältnissen 1.1 Negativ: Pachtvertrag Werk im Staatseigentum (Kupferminen, Rüstungsfabriken) Positiv: Kurzfristige Rentabilitätserwartung während der Autarkiephase 1.2.1 Negativ: Wirtschaftlichkeitsgarantievertrag Werk im Privateigentum (Synthesebenzin) 1.2.2. Positiv: Risikoteilungsvertrag Werk im Privateigentum (Synthesefasern, Synthesekautschuk) 
  • Wie brachte das NS-Regime die Unternehmen dazu, im Sinne der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik zu handeln? Zu der Frage, was die Unternehmer dazu veranlasste, sich gemäß staatlichen Planvorgaben zu erhalten zieht die wirtschaftshistorische Forschung zwei grundlegende Ansätze heran: Die Kommandowirtschafts-These postultiert zum einen, Unternehmer hätten unter Zwang die Nachfrage des Regimes befriedigen müssen und wurden durch Androhungen von Enteignung und Gewalt in ihrem unternehmerischen Handlungsspielraum eingeschränkt.  Vertreter dieser Sichtweise ziehen dazu die prominenten Beispiele für staatliche Regulierung und Zwang, wie das der Enteignung der Flugzeugwerke Hugo Junkers 1933/1934 oder das der Wegnahme der Erzgruben der deutschen Stahlindustrie 1937 durch die HGW.  Die neuere wirtschaftshistorische Forschung hat Zweifel an der These, dass private Unternehmer zu Investitionen in Rüstungsproduktion gezwungen wurden und nimmt eine freiwillige Kooperation an. Man war der Ansicht, dass freiwillig kooperierende Privatunternehmer generell effizienter wirtschaften als reine Staatsbetriebe. Anreize: Die staatliche Lenkung der Privatindistrie erfolgte über das Setzen von Anreizen.  Übernahme von Investitionsrisiken  Verbriefte Absatzgarantien Belohnung: Unternehmen, die im Interesse des nationalsozialistischen Staates produzierten mit hohen Gewinnen belohnt.   Potential: Innovations- und Produktivitätspotential der Privatunternehmen so weit wie möglich auszunutzen Förderung: Gute Gewinnlage der Rüstungsindustrie aktiv förderten, indem sie das Risiko der Investition ganz oder teilweise auf den Staat überwälzen konnten.  Heute kann man sagen, dass das Regime auf ökonomische Anreize setzte, um die Unternehmen dazu zu bringen, im Sinne der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik zu handeln. Anstatt die Unternehmen direkt zu zwingen, instrumentalisierten die Nationalsozialisten das unternehmerische Gewinnmotiv.
  • Erläutern Sie 2 in der Vorlesung genannte Unterschiede zwischen der Kriegswirtschaft des Ersten und des Zweiten Weltkriegs! Erster Weltkrieg: Basisjahr 1913 - 1918 Index des BIP von 100 - 67 pro Einwohner in P2005 Produktion: ging im Ersten Weltkrieg stark zurück Ernährung: Bevölkerung hungerte im "Steckrübenwinter" 1916,1917 Offene Kriegsfinanzierung: Anleihen spielen in Anfangsphase eine Rolle Zweiter Weltkrieg: Basisjahr 1938 - 1944 Index des BIP von 100 - 135 pro Einwohner in P2005 Produktion: stieg über den Wert von 1938 an, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit war größer und es wurden im großen Umfang Ressourcen aus den besetzten Gebieten genutzt Ernährung: Bevölkerung hungerte nicht und die Unterernährung wurde in die besetzten Gebiete verlagert  "Geräuschlose Kriegsfinanzierung": Verzicht auf langfristige Anleigen