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Grundlagen der Diagnostik (Fach) / VL 7 // Gütekriterien II (Lektion)
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- Definieren Sie Validität! Validität bezeichnet das Maß in dem ein Instrument das misst was es messen soll oder vorgibt zu messenoder Übereinstimmung von Testergebnissen, mit dem was ein Test messen soll Urteil über Angemessenheit von Schlussfolgerungen vom Testwert auf das Verhalten außerhalb des Tests oder auf ein Merkmal der Person
- Wie verhalten sich Objektivität und Reliabilität zu Validität notwendige, aber keine hinreichenden Bedingungen
- Welche Formen der Validität können Sie unterscheiden? Augenschein-Validität (face-validity) Inhaltsvalidität (Kontentv.) Konstruktvalidität Kriteriumsvalidität
- Definieren Sie Kontentvalidität. inwieweit erfasst ein Test oder Testitem das zu messende Merkmal repräsentativ Testitems = repräsentative Stichprobe aus dem Itemuniversum mit dem das interessiernde Merkmal erfasst werden kann (> Repräsentationsschluss)
- Unterscheiden Sie Repräsentationsschluss und Korrelationsschluss. aus dem Verhalten in einer Test-Situation wird auf das Verhalten in der Realsituation geschlossen im Unterschied zum Korrelationsschluss (Trinkverhalten des Kriegers wird auf seine Tapferkeit geschlossen) > rein korrelativer Zusammenhang
- Wie können Sie Kontentvalidität unterscheiden? von der Art der Definition des zu messenden Konstruktsa) operational- Konstrukt wird durch Testinhalte definiertb) theoretisch- Konstrukt wird durch eine Theorie spezifiziert- diese macht Aussagen darüber, worauf bestimmte Unterschiede zwischen Personen zurückzuführen sind und warum sich diese Unterschiede in den Testergebnissen ausdrücken
- Beschreiben Sie Kontentvalidität bei operational definierten Konstrukten. Und nennen Sie ein selbstgewähltes Beispiel. Items decken interessierenden Merkmalsbereich, auf den verallgemeinert werden soll, umfassend ab Items = repräsentativ für Itemuniversum Inhaltsvalidität sollte für a) Einzelitems und b) Testzusammenstellung gegeben sein Sicherung: Übereinstimmung von Expertenurteilen (Ü-Koeffizient von Fricke) Beispiel: Schulleistungstests ausgerichtet am Lehrplan sollten für diesen valide sein
- Beschreiben Sie Inhaltsvalidität bei theoretisch definierten Konstrukten. Items = repräsentativ für Itemuniversum unterschiedliche Antworten auf Items >> Erklärbar durch Unterschiede im zu erfassenden Konstrukt Sicherung: a) theoretische Fundierungb) an Theorie ausgerichtete Itementwicklungc) Expertenurteile
- Definieren Sie Kriteriumsvalidität. Test ist kriteriumsvalide, wenn erfolgreich vom Verhalten innerhalb der Testsituation auf ein Verhalten außerhalb der Testsituation geschlossen werden kann (=Kriterium) Enge der Beziehung = Kriteriumsvalidität (> Korrelationsschluss)
- Unterscheiden Sie Unterformen der Kriteriumsvalidität und nennen Sie jeweils ein Beispiel. konkurrente Validität (=Übereinstimmungsvalidität)- Prüfung der Übereinstimmung von Teswerten und Kriterium, das zeitgleich erhoben wurde- Bsp.: Therapiesitzung mit aktueller Diagnostik prädiktive Validität- Prüfung der Übereinstimmung von Testwerten und Kriterium, das zeitlich später erhoben wurde- Bsp.: Intelligenz als Schätzer für Berufserfolg postdiktive Validität- Prüfung der Übereinstimmung von Testwerten mit Kriterium, das zeitlich vorab erhoben wurde- Bsp.: ???
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- Was geschieht bei der Kriteriumsvalidität beim Einsatz mehrerer Prädiktoren? Multiple Validität- Güte der Vorhersage kann dann empirisch zB durch lineare Regression untersucht werden- gefundener Zusammenhang = multiple Validität Inkrementelle Validität- Ausmaß, in dem die Vorhersage des Kriteriums durch die Hinzunahme eines weiteren Tests verbessert werden kann> Zuwachs an erklärter Varianz bei der Vorhersage eines externen Kriteriums
- Definieren und beschreiben Sie den Begriff der Konstruktvalidität. Definition:- Test weist KV auf, wenn der Schluss vom Verhalten der Testperson innerhalb der Testsituation auf zugrunde liegende psychologische Persönlichkeitsmerkmale (Fähigkeiten, Charakterzüge, Dispositionen) aufgezeigt wurde- Enge der Beziehung durch testtheoretische Annahmen und Modelle überprüft KV ist Synthese aus IV und Krit.-V. Einbettung Test in nomologisches Netzwerk verwandter und fremder Konstrukte keine Einzelkennwerte, sondern >>> Validierung als Prozess
- Beschreiben Sie das nomologische Netzwerk. Cronbach und Meehl (1955) Beziehung zwischen- beobachtbaren Merkmalen- theoretischen Konstrukten und Beobachtbarem- verschiedenen theor. Konstrukten- Aussagen über die Beziehung zwischen beobachtbaren Merkmalen ermöglichen Ableitung von Hypothesen, wie sich der Test zu anderen beobachtbaren Merkmalen verhalten soll
- Durch welches Instrument lassen sich Validitätsklassen zusammenführen? Beschreiben Sie es kurz. Multi-Trait-Multi-Method-Analyse - jede Messung = Trait-Methoden-Einheit + unsystematischer Fehleranteil- MTMM verhindert dass hohe Korrelationen aufgrund gleicher Methoden fälschlicherweise als hohe Merkmalskonvergenz interpretiert werden
- Definieren Sie konvergente Validität. Wie nennt man das zugehörige Messinstrument. Messungen desselben Traits mit verschiedenen Methoden zeigen hohe Zusammenhänge Monotrait-Multimethod-Koeffizienten
- Definieren Sie diskriminante Validität. Wie nennt man das zugehörige Messinstrument. geringe Übereinstimmung von bzw. Diskrimination zwischen inhaltlich verschiedenen Konstrukten, sowohl innerhalb einer Messmethode als auch zwischen den Methoden a) Heterotrait-Monomethod-Koeffizienten- beinhaltet Methodenvarianz b) Heterotrait-Heterotrait-Koeffizienten
- Welche Prüfschritte sind bei MTMM-Verfahren zu beachten? Reliabilitäten sollten hoch und ungefähr gleich sein konvergente Validitäten sollten sig. von Null verschieden sein konvergente Validität > a) Korrelationen verschiedener Traits, die mit gleicher Methode erfasst wurdenb) Korrelationen verschiedener Traits, die mit versch. Methodenen erfasst wurden
- Nennen Sie kritische empirische Befunde zur Konstruktvalidität. KV noch immer umstritten häufig replizierter Befund: - Koeffizienten für konv. Val. niedrig + Koeffizienten für disk. Val. hoch!- d. h. gleiche Anforderungen in verschiedenen Übungen korrelieren untereinander niedrig- d. h. unterschiedliche Anforderungen innerhalb einer Übung korrelieren untereinander hoch Meta-Analyse (Melchers et al., 2007)- 31 Studien- N = 7540- konvergente Validität: r = .33- diskriminante Validität r = .62
- Welche Einflussfaktoren wirken sich auf die Konstruktvalidität aus? Merkmale des Tests- Reliabilität des Tests Merkmale des Kriteriums- Reliabität des Kriteriums- Validität des Kriteriums gemeinsame Merkmale von Test+Kriterium- gemeinsame Methodenvarianz- Konfundierung mit dem gleichen Merkmal Merkmale der untersuchten Person- Stichprobenumfang- Merkmale der Stichprobe