7

BSA-A-Lizenz (Fach) / Cardiofitness (Lektion)

Die richtige Belastungsdosierung

Diese Lektion wurde von Andromeda1 erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

  • Warum ist die maximale Herzfrequenz die wichtigste Bezugsgröße zur Bestimmung der Belastungsintensität für das Ausdauertraining? Das Herzfrequenzverhalten unter Belastung lässt Rückschlüsse auf die Beanspruchungssituation des Organismus zu. So besteht eine relativ enge Beziehung zwischen der Höhe der Herzfrequenz und der Sauerstoffaufnahme unter Belastung. Aus diesem Grund werden prozentuale submaximale Intensitäten in Abhängigkeit von der maximalen Herzfrequenz zur Belastungssteuerung für das Ausdauertraining herangezogen. Die maximale Herzfrequenz ist dabei Ausdruck der 100-prozentigen Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems, in etwa gleichzusetzen mit 100 % maximaler Sauerstoffaufnahme. Die maximale Herzfrequenz ist die unter intensiver körperlicher Belastung höchstmögliche erreichbare Herzfrequenz und eine anerkannte physiologische Messgröße zur Bestimmung der Ausbelastung des HKS. Sie ist neben dem Schlagvolumen Ausdruck eines gesteigerten Sauerstofftransportes während körperlicher Belastungund weist von daher eine enge Beziehung zur maximalen Sauerstoffnahme auf.
  • Stellen Sie die wesentlichen Kritikpunkte an der Bestimmungsmöglichkeit der maximalen Herzfrequenz mittels verschiedener Faustformeln da. Für ein effektives Ausdauertraining wäre die Bestimmung der maximalen Herzfrequenz durch einen Ausdauerbelastungstest die beste Lösung. Auf Grund gesundheitlicher Risiken und motivationalen Einflüssen jedoch of nicht duchführbar. Daher bleibt nur die Möglichkeit, die maximale Herzfrequenz mit Hilfe einer altersbezogenen Faustformel abzuschätzen. Hfmax Laufen/Walken = ca. 220 - LA (+- 10-12 S/min) Hfmax Fahrrad = 200 - LA (+- 10 - 12 S/min) Kritik: relativ große Streubreite der Einzelwerte; verschiedene Studien belegen, dass ca. 30 - 50 % der Probanden mehr als 10 - 12 S/min über bzw. unter dem berechneten Zielwert liegen; handelt sich um Mindeswerte. Fazit: Die maximale Herzfrequenz ist eine individuelle Größe, die nur schwer über pauschale Formeln bestimmt werden kann. Eine Berechnungsformel kann auf Grund interindividueller Unterschiede(Trainingszustand, Genetik, Geschlecht) niemals für alle Personengruppen gelten! Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Maximale Herzfrequenz bei den verschiedensten Belastungsformen wie z.B Laufen, Radfahren, Rudern, Stepper etc.) sehr unterschiedlich verhält. Sie kann also immer nur eine theorethische Bezugsgröße für die Belastungsdosierung beim Ausdauertraining sein, die mit einem Gewissen Fehlerfaktor behaftet ist.
  • Stellen sie die Berechnungsmöglichkeiten der Trainingsfrequenz nach ACSM und KARVONEN anhand eines selbst gewählten Beispiels dar. Worin liegen die Unterschiede zwischen beiden Methoden? ACSM-Formel : Thf = Hfmax * Intensität in % Das ACSM empfiehlt eine Trainingsintensität von 40/50-85 % VO2max bzw. 60-90 % Hfmax als trainingswirksamen Bereich zur Entwicklung der cardiopulminalen Fitness. Eine Belastungsintensität von mindestens 45-50% VO2max bzw 60 - 65% Hfmax wird dabei als unterste Grenze eines trainingswirksamen Reizes für untrainierte Personen angesehen. Beispiel: 41 Jahre, untrainiert Hfmax = 220 - 41 = 179 S/min 60 % Hfmax = 179 * 0.6 = 107 S/min 70 % Hfmax = 179 * 0,7 = 125 S/min KARVONEN-Formel: Thf = (hfmax - HfRuhe) * Intensität in % + HfRuhe Der empfohlene Trainingsbreich zur Entwicklung der cardiopulmonalen Fitness liegt bei 40-85% HfReserve. Beispiel: 41 , untrainiert HfRuhe= 74 S7min Hfmax = 220 - 41 = 179 S/min HfReserve = 179 - 74 = 105 S/min Belastungsintensität = 60% HfReserve Thf = 105 * 0,6 + 74 = 137 S/min KARVONEN-Formel berücksichtigt die altersbedingte Veränderung der HFmax und die trainingsbedingte Veränderung der HfRuhe
  • Warum sollte beim Ausdauertraining grundsätzlich immer eine Pulsunter- und Pulsobergrenze angegeben werden? So kann durch die Angabe einer mindest und Höchstintensität der opimalte Trainingsbereich eingegrenzt werden, sodass vor allem Über- aber auch Unterforderung ausgeschlossen wird.
  • Warum hat eine untrainierte Person bei der Berechnung der Trainingsherzfrequenz nach der KARVONEN-Formel im Vergleich zu einer trainierten Person bei gleicher Belastungsintensität u.U eine höhere Trainingsherzfrequenz? In der Präsenzphase klären.
  • Beschreibe die IPN-Formel zur Berechnung der Trainingsherzfrequenz und diskutieren sie mögliche Vor- und Nachteile gegenüber den anderen Formeln Das Ursprüngliche Berechnungsmodell wurde durch Untersuchungen des IPN geringfügig modifiziert. DIe Formel unterscheidet sich vor allem hinsichtlich der Ausgangsbasis zur Berechnung der maximalen Herzfrequenz für die verschiedenen Ausdauergeräte und Bewegungsformen sowie der direkten Ableitung von Trainingsintensitäten aus dem Ergebnis des IPN-Tests. IPN-Formel für das Fahrrad und das Ruderergometer: Thf = [(220-LA)-hfRuhe]*Bf + HfRuhe Für das Laufen/Walken, Stepper und Crosstrainer:  [(220-3/4LA)-hfRuhe]*Bf + HfRuhe Bf für aerobes Training liegt zwischen 0,5 und 0,7 als Obergrenze Kritik: Angaben über die Höhe der maximalen Herzfrequenz basieren nur auf theorethischen Schätzungen; 
  • Erläutern Sie die Eignung der Borg-Skala für die Belastungssteuerung des Ausdauertrainings im Fitness und Gesundheitssport. Borg-Skala= Steuerung der Belastungsintensität im Ausdauertraining mit Hilfe des subjektiven Anstrengungsemfindens Die Einteilung des subjektiven Belastungsempfindens auf der Borgskala reicht von 6-20. Durch eine Multiplikation mit dem Faktor 10 kann die zugehörige Herzfrequenz unter dynamischer Belastung nährungsweise bestimmt werden. Die Borgskala zur Einschätzung des Anstrengungsempfindens während körperlicher Aktivität ist eine preiswerte und bei richtiger Anwendung eine gute zusätzliche Messgröße. Gerade im Bereich gesundheitsorientierter Sportangebote eignet sich die Biorg-Skala auch für Trainingsempfehlungen. Im Rahmen der Primär und Sekundärprävention durch körperliche Aktivität ermöglich die Borg-Skala wichitge und gut verständliche Hinweise zur Belastungsintensität.
Anzeige