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Päpsy (Fach) / Freud (Lektion)
Psychoanalytisches Persönlichkeitsmodell
Diese Lektion wurde von hannahmayr erstellt.
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- Einleitung Freud Die Psychoanalyse hat große Aufnahme und Verbreitung gefunden, wurde aber bis heute immer wieder kritisiert. Dennoch haben Freuds Erkenntnisse über die menschliche Psyche nicht an Aktualität verloren und dienen als Erklärungsmöglichkeit für menschliches Verhalten und Erleben.
- Grundannahmen Psychoanalyse 1. jedes menschliche Verhalten wird durch Triebe erzeugt und gesteuert 2. alles Verhaltensweisen des Menschen sind durch seelische Prozesse bedingt und festgelegt, sie sind aber nicht immer offen erkennbar, sondern lassen sich durch die Lebengeschichte eines jeden Menschen erschließen → psychischer Determinismus 3. Der Mensch ist sich den seelischen Kräften und Motiven nicht bewusst, trotzdem wirken sie sich auf unser Erleben und Verhalten aus
- ES die Instanz der Triebe, Wünsche und Bedürfnisse orientiert sich am Lustprinzip, von Geburt an da, enthält Grundtriebe (Sexualtrieb und Todestrieb), es gelten keine Gesetze/Werte und Normen/Gut und Böse/Moral, nur blindes Bestreben nach sofortiger Befriedigung der Triebe, Wünsche und Bedürfnisse, Triebwünsche richten sich auf ein bestimmtes Ziel/Objekt
- ÜBER-ICH Instanz, die Wert und Normvorstellungen erfasst und das Verhalten vom Ich im Sinne der geltenden Moral führt orientiert sich am Moralitätsprinzip, entwickelt sich aus dem ES, ab 4-5Jahren, vertritt gesellschaftliche Werte und Normen und Moralvorstellungen, die ein Mensch verinnerlicht hat (erst durch Familie, dann Schule/Freunde etc.), ist das menschliche Gewissen, Sitz des Ich-Ideals: Streben nach dem Idealbild → kritische Selbstbeobachtung → bewertet Handlungen, Gefühle, Gedanken als richtig oder falsch → Selbstliebe, lob, kritik
- ICH die Instanz, die die bewusste Auseinandersetzung mit der Realität leistet orientiert sich am Realitätsprinzip, 2-3 Jahre, mit dem Einfluss der Außenwelt, da Wünsche nur im Abgleich mit der Realität erfüllt werden können, besitzt Ich-Funktionen: bewusste Wahrnehmung, Denken, Gedächtnis, Handeln, Planen, Entscheiden → Kind wird immer fähiger Realität zu prüfen und Triebe aufzuschieben
- Beziehung der drei Instanzen ÜBER-ICH: bewertet Wünsche des ES, gibt an ICH konkrete Anweisungen zur Ausführung der Wünsche ICH: vermittelt zwischen ÜBER-ICH und ES, überprüft Realität, verwirklicht zugelassene Wünsche, wehrt nicht zugelassene ab ES: kündigt Wünsche, Triebe und Bedürfnisse beim ICH an Realität: umfasst die Beschaffenheit und die Forderungen der Außenwelt, ermöglicht und verhindert Triebbefriedigung/
- ICH-Schwächen einzelen Persönlichkeitsinstanzen stehen zueinander und mit der Realität im Ungleichgewicht ; ICH ist einer der drei unterlegen und kann zwischen ihnen nicht mehr vermitteln. → Person ist fremdbestimmt in ihrem Verhalten → nicht jede ICH-Schwäche = psychische Störung → Ziel jeder Erziehung sollte starkes ICH sein
- ES siegt über ICH ÜBER-ICH ist zu schwach und kann sich deshalb nicht mehr gegen ES durchsetzen. → Triebwünsche werden im Übermaß befriedigt → Rücksichtslosigkeit, Egoismus, Faulheit, exzessives Verhalten
- ÜBER-ICH siegt über ICH ÜBER-ICH zu stark ausgebildet und ICH kann sich gegenüber ÜBER-ICH nicht mehr behaupten, die Wünsche und Bedürfnisse vom ES werden unterdrückt → strenge Selbstkontrolle, Zwang, überzogene Schuldgefühle
- Realität siegt über ICH ICH wird von den Anforderungen der Realität beherrschft, kann sich ihnen ggü. nicht mehr durchsetzen. Die eigenen Bedürfnisse werden unterdrückt → Mitläufer, Unselbstständig, Angst vor Ablehnung
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- Angst vor der Realität Das ICH fürchtet die Konsequenzen, die auf die Befriedigung der Bedürfnisse folgen bzw. folgen werden. → Realitätsangst
- Angst vor den Forderungen des ÜBER-ICH Das ICH fürchtet sich vor den übermäßogen Forderungen des ÜBER-ICH → Moralische Angst
- Angst vor den Ansprüchen des ES Das ICH fürchtet von den Ansprüchen des ES überwältigt zu werden oder vernichtet zu werden → Neurotische Angst
- Funktion und Umgang mit Angst Funktion: das Individuum vor einer Bedrohung warnen Umgang: 1. sich der Angst stellen und realistische Lösung 2. Schutzmaßnahmen, die die bedrohlichen und angstauslösenden Erlebnisinhalte abwehren, unbewusst machen und somit helfen, drohende Konflikte zu vermeiden → Abwehrmechanismen
- Fixierung und Regression Bei der Fixierung, dem Verhaftetbleiben an bestimmten Erlebens- und Verhaltensweisen einer Entwicklungsphase und der Regression, ein Zurückfallen in einer bestimmten Phase vorherrschende Erlebens- und Verhaltensweisen aufgrund eines auslösenden Ereignisses