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Sozialpsychologie (Fach) / Einstellungsveränderungen (Lektion)

Einflussfaktoren

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  • Wieso spielt der Mere Exposure Effekt bei der Entstehung von Einstellungen eine Rolle? Kann man damit die Einstellung zu jeglichen Objekten unendlich ins positive umkehren? Mere Exposure Effekt bezeichnet die Entstehung einer Einstellung durch unbewusste psychologische Prozesse, die bewussten Gedanken vorrausgehen. Gemeint sind hier die Aufmerksamkeit und Affektionen(Gefühle). Zajonc (1968) führte dazu ein Experiment mit chin. Schriftzeichen durch. Den Versuchspersonen sahen chin. Schriftzeichen. Im 2. Durchgang sahen sie dieselben Schriftzeichen und unbekannte Schriftzeichen. Sie sollten bewerten, wie sehr sie die einzelnen Schriftzeichen mögen. Die Ergebnisse zeigten, das eine Präferenz gegenüber den bekannteren Schriftzeichen existiert. Der Mere Exposure Effekt kann erklären, warum wir zu Einstellungsgegenständen eine positive Einstellung haben,obwohl wir ns nich an Details des Einstellungsgegenstandes erinnern können. Allerdings ist der Effekt abnehmend.Es ist ein reiner Darbietungseffekt. Die immer wiederkehrende Darbietung führt später zu Langeweile. 
  • Operantes und klassisches Konditionieren: Wie formen sie Einstellungen? Wie funktionieren sie, wo liegen Unterschiede? Beim klassischen Konditionieren wird ein unbedingter Reiz zu einem bedingten Reiz durch Wiederholung und zeitliche Aufeinanderfolge. Beim operanten Konditionieren kommt es zu einem Anstieg eines gewünschten Verhaltens durch die negative oder positive Verstärkung. Staats und Staats(1958) konnten nachweisen, das auch Einstellungen durch klassisches Konditionieren entstehen können. Durch die Präsentation  eines negative Affekte verursachenden Stimulus  und einem neutralen Stimulus entstand eine negative Einstellung zu dem vormals neutralen Stimulus. Es wurde eine implizite Einstellung gebildet. Insko untersuchte 1965 die Entstehung impliziter Einstellungen durch operantes konditionieren. Auch hier führte die Belohnung von positiven Antworten zu einer positiveren Einstellung gegenüber des Einstellungsobjektes. Verstärkt wurde durch die zustimmende Äußerung des Interviewers.
  • Wie verändern sich Einstellungen laut Festinger und Carlsmith (1959) in ihrem Experiment? Wie kann man mit Dissonanz umgehen? In dem Experiment von Festinger und Calsmith sollten die Probanden eine langweilige Aufgabe durchführen. Im Anschluss bot man ihnen 1 oder 20 Dollar, um den nachfolgenden Vpn. zu berichten , was für eine interessante Aufgabe sie lösen mussten. Danach sollten die Vpn die Aufgabe bewerten. Diejenigen, die 1 Dollar für die Lüge erhalten hatten, gaben eine positivere Einstellung zu der Aufgabe an - sie fanden die Aufgabe interessant- als diejenigen Vpn die 20 Dollar erhalten hatten - sie fanden die Aufgabe immer noch langweilig. Festinger und Carlsmith folgerten daraus, dass es zur Aufwertung der gewählten Alternative und zur Abwertung der abgewählten Alternative kam. Um die Dissonanz zu verringern oder zu vermeiden kommt es zu einer Einstellungsänderung.
  • Das Elaboration Liklihood Model von Petty und Cacioppo (1986) ist ein Zwei-Prozess-Model der Einstellungsbildung bzw. Persuasion. Was ist die grundlegende Idee dahinter? Wie unterscheiden sich die zwei Prozesse? Persuasion: Einsatz von Botschaften, um die Meinung, die Einstellung und das Verhalten anderer Menschen zu verändern Elaborationwahrscheinlichkeit - nachdenken über eine Einstellung- ist eine  Funktion von Verarbeitungsmotivation und Verarbeitungsfähigkeit Postuliert werden zwei Wege der Verarbeitung : systematisch bzw zentral und unsystematisch bzw peripher Verarbeitungsmotivation hoch -> zentrale Route- systematische Verarbeitung -> Stärke der Argumente entscheidet über die Aulösung negativer oder positiver Reaktionen und der Einstellungsveränderung (negativ - keine Veränderung; positiv - Veränderung Verarbeitungsmotivation niedrig ( wenig Zeit oder Informationsqualität schlecht) -> periphere Route - unsystematische Verarbeitung zB. Heuristiken oder Konditionierung, Mere Exposure -> Argumente spielen keine Rolle sondern die Glaubwürdigkeit des Vortragenden - positive oder negative heuristische Hinweisreize -> positive Hinweisreize - Verhaltensänderung; negative Hinweisreize - keine Verhaltensänderung Eine Einstellungsveränderung die herbeigeführt wurde auf der zentralen Route ist stabiler, als eine Einstellungsänderung aufgrund der peripheren Route.
  • Gehe Schritt für Schritt durch, inwiefern die Manipulationen der unabhängigen Variablen im Experiment von Petty, Cacioppo und Goldman (1986) den Komponenten des ELM entsprechen. nutze hierbei folgende Ansatzpunkte: Wie wird die unterschiedliche Verarbeitungsroute hervorgerufen? Welche Aspekte der persuasiven Botschaft werden dargestellt? Auf welcher Route wird diese Information berücksichtigt? Erkläre die Ergebnisse der Studie! Prüfung soll eingeführt werden 2x2x2 Design UV 1: Relevanz hoch oder niedrig - betrifft es die Person oder nicht ;UV 2: Argumentstärke (zentrale Route) ; UV 3: Sprecherprestige Institution mit hohem Fachwissen oder mit niedrigem Fachwissen (periphere Route); AV Einstellung nach der Kommunikation Annahme: bei niedriger Relevanz sollte sich ein Unterschied zwischen dem Sprecherprestige zeigen, bei hiher Relevanz sollte die Argumentstärke einen entscheidenden Unterschied hervorrufen Die Annahme konnte bestätigt werden. War die Relevanz hoch ,war auch die Motivation hoch - die zentrale Route wurde genutzt und die Argumentstärke verursachte einen Unterschied in der Einstellung. War die Relevanz dagegen gering und die Motivation dementsprechend klein, war das Sprecherprestige der auschlaggebende Aspekt, der einen Unterschied in der Einstellung hervorrief.
  • Was ist Need for Cognition? In welchem Zusammenhang steht es mit dem ELM? Need for Cognition ist ein Persönlichkeitsmerkmal. Man kann Individuen im Hinblick darauf differenzieren, wie viel und wie gerne sie über die in einer Botschaft enthaltenen Themen und Probleme nachdenken. Personen mit hohem Need for Cognition tendieren in richtung zentraler Route, Personen mit niedrigem Need for Cognition in Richtung peripherer Route
  • Was besagt das HSM ? Das Heuristic-Systematic-Model von Chaiken (1980) postuliert noch einen 3. Faktor der zur peripheren Route führt - die Anschaulichkeit der peripheren Reize. Vpn bekamen Mitteilungen über VHS, Tonband oder schriftlich.Die zweite Variable war , ob es sich um einen positiv bewerteten Sender oder um einen negativ bewerteten Sender handelte. Bei schriftl. Darbietung hatte die Senderbewertung weniger Einfluss auf dei Einstellung, als bei der Darbietung auf VHS oder Tonband
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