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Psychologie Fetchenhauer (Fach) / 16 (Lektion)
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- Kultur Kultur als System von Werten, Normen und Praktiken Geflecht von Institutionen und Regeln Summe des Wissens über Techniken und Strategien zur Lösung bestimmter Alltaggsprobleme Hofstede: Kulturen als mentale Programme l Software of the mind Hofstede zeigt, dass nationale und regionale Kulturgruppen einen wesentlichen Einfluss auf das Verhalten von Unternehmen, insbesondere deren Organisation und Führung haben. In seiner Studie „national influences“,[2] näher beschrieben im Artikel Interkulturelle Zusammenarbeit, identifizierte er sechs Kulturdimensionen:[3] - Alle Definitionen weisen Mängel auf Wie grenzen sich Kulturen voneinander ab?Unter welchen Bedingungen gilt ein Sozialgefüge als Kultur?
- Ingroup vs. Outgroup Andersartigkeit: Die Grundlage von Stereotypen und Vorurteilen Wir nehmen uns als Teil einer sozialen Einheit wahr Wir neigen dazu, die welt in "wir" und "die anderen" zu trennen Unterscheidung der Ingroup und Outgroup u.a. nach ethnischer Zugehörigkeit Regionaler Herkunft Geschlecht Religionszugehörigkeit Identifikation mit bestimmten Institutionen oder Vereinen Kriterien zur Einteilung in verschiedene Gruppen können sich überlappen Annahmen bei Kategorisierung: Die Mitglieder einer Ingroup und die Mitlgieder der Outgroup sind durch speyifische Eigenschaften gekennyeichent, die sich voneinander deutlich unterscheiden Die typischen Eigenschaften der ingroup sind positiver zu bewerten als die der Outgrou
- Definitionen: Stereotype, Vorurteile, Diskriminierung, Ethnozentrismus StereotypeVorstellungen über typische Eigenschaften einer PersonengruppewertneutralVorurteileVorstellungen über negative Eigenschaften von Personengruppennicht wertneutral, negative - feindselige Bewertung von anderenDiskriminierungnegative und feindselige Behandlung Angehöriger bestimmter sozialer Gruppenkalter EigennutzEthnozentrismusNeigung von Menschen, andere Kulturen aus Perspektive der eigenen Kultur zu bewertenDie eigene Kultur wird unhinterfragt als positiv bewertet, während Abweichungen von der eigenen Kultur negativ bewertet werdenTendenz ist uralt
- Erklärung dieser Phänomene, dass manche Nationen, Kulturen etc weiter entwickelt sind als andere Vier verschiedene Perspektiven Motivationale Erklärungen Ökonomische Erklärungen Kognitive Erklärungen Evolutionäre Erklärungen
- Die motivationale Perspektive Verzerrte Wahrnehmung andererZweck: Positives Selbstbild aufrecht erhalten Angst vor dem Tod lindern Social Identity Theory Terror Management Theory
- Social Identity Theory Menschen leiten ihr Selbstkonzept und ihre Identität unter anderem auf ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen Gruppen ab Menschen streben danach, eine soziale Identität zu entwickeln die möglichst deutlich definiert ist möglichst positiv ist Abgrenzung der eigenen Gruppen ---> Zuordnung von spezifischer positiver Eigenschaften zu der eigenen Gruppe und negativer Eigenschaften zu der anderen Gruppe Wunsch nach positiver Distinkheit das Gefühl der Distinktheit kann bedroht werden, wenn objektive Ähnlichkeit mit einer Gruppe besteht, von der man sich abgrenzen will und die Vergleichsgruppe als größer oder mächtiger erlebt wird (Deutschland und Niederlande) Wenn sich Menschen objektiv sehr ähnlich sind werden sie sich sympathisch finden, wenn von der anderen keine Bedrohung ausgeht -> dann sind sie umso mehr bemüht, sich objektiv abzugrenzen
- Terror Management Theory Grundlegende Annahmen Menschen haben ein starkes Motiv ihr Überleben zu sichern Menschen wissen, im Gegensatz zu allen anderen Tieren, dass ihnen dies auf Dauer nicht gelingen wird Dieses Wissen um die eigenen Sterblichkeit führt zu einem Gefühl existenzieller Bedrohung Um mit dieser Bedrohung leben zu können, versuchen Menschen sich zumindest symbolisch unsterblich zu machen Wie kann man symbolische Unsterblichkeit erlangen? Eigene Werke schaffen, die den eigenen Tod überdauern werden l Gedichte schreiben Sich mit größeren sozialen Einheiten identifizieren, die auch dann noch existieren werden, wenn man selber bereits tot ist l Religion, Staat Unter hoher Moralitätssalienz wird die eigenen Ingroup aufgewertet und die Outgroup abgewertetSinkende Bereitschaft von Christen, ein Kreuz als Werkzeug zu verwendenStudie zur Geschmackbewertung von Kölsch-und Altbier von Kölnern und Düsseldorfern, wenn sie an ihren Tod erinnnert wurden
- Die ökonomische Perspektive Funktion, der eigenen Gruppen einen möglichst ungehinderten Zugang zu knappen Ressourcen zu ermöglichen Beispiel: Zusamenhang von Einkommen und Fremdfeindlichkeit, Ferienlager Experiment, Filme, Weltkrieg Rationale Diskriminierung auf Arbeitsmärkten Warum kommt es zur Benachteiligung? Auch hohe Kosten für Arbeitgeber Kategorisierung einfacher als Persönlichkeit messen (Versicherungen) Experiment grüne und lila Arbeitnehmer -> Aus einem kleines, völlig zufälligen Unterschied war durch das rationale Verhalten aller Marktteilnehmer ein Zustand systematischer Diskriminierung entstanden
- Die kognitive Perspektive Vorurteile und Stereotype werden auf die kognitiven Limitationen des Menschen zurückgeführt Automatische Zuordnung von allem Wahrgeommenen zu einer bestimmten übergeordneten Kategorie Schutz vor der Masse an Informationen und Sinnesreizen Kategorisierungsprozess : wesentliches Kennzeichen jeglicher Wahrnehmungsprozesse spart kognitiv Energie (Muede, Abgelenkt) Verwendung von peripheren Hinweisreizen Outgroup Homogenity Effect Confirmation Bias Kontakthypothese Sich selbst erfüllende Prophezeiungen
- Kategorisierungsprozess bei Personen Erfolgt nach dem ähnlichen Prinzip wie die Farbenzuordnung Verwendung von Kategorien spart kognitive Energie Verstärkte Neigung zur Verwendung von Stereotypen, wenn man müde oder abgelenkt ist Outgroup Homogenneity Effect : Die Unterschiede zwischen Mitgliedern einer Outgroup werden systematisch unterschätzt Beipiel: Präferencen für Rock oder klassische Musik bei Princeton oder Rutgers Studenten
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- Stereotype und Confirmation Bias Confirmation Bias verstärkt Stereotype In Kontaktsituationen werden stereotypkonformen Informationen wahrgenommen Stereotype werden so bestätigt und als valide wahrgenommen, obwohl sie objektiv nicht zutreffen Kontakthypothese Menschen unterschiedlicher Gruppen werden miteinander in Kontakt gebracht um gegenseitige Stereoype und Vorurteile abzubauengegenteiliger Effekt: Oft kommt es durch den Confirmation Bias zur scheinbaren Bestätigung der zuvor bestehenden VorurteilenConfirmation Bias: Tendenz, vor allem solche Informationen auszunehmen, die unsere zuvor aufgestellten bestätigen
- Stereotype Threat Angst, ein Stereotyp zu werden kann bei Angehörigen diskriminierter Minderheiten eben dieses stereotypkonforme Verhalten auslösen Angst, einen Stereotyp zu erfüllen als sich selbst erfüllende Prophezeiung Werden wir auf die Zugehörigkeit einer gewissen Gruppe aufmerksam gemacht, verhalten wir uns automatisch im Einklang mit Stereotypen, die mit dieser Gruppe assoziiert werden
- Diskriminierung ethischer Minderheiten Wahrnehmungsverzerrung durch die kognitive Architektur unserer Informationsverarbeitung Angehörige ethnischer Minderheiten fallen durch ihre Andersartigkeit auf Distinkte, außergewöhnliche und negative Ereignisse prägen sich stärker in menschliches Gedächtnis ein als alltägliche, gewöhnliche und positive Ereignisse Eine Kobination dieser beiden Erkenntnisse ergibt die ungerechtfertigte Zuschreibung negativer Eigenschaften Angehöriger ethnischer Minderheiten
- Die evolutionäre Perspektive Funktionaler Nutzen von Stereotypen und Vorurteilen in der Environment of Evolutionary Adaptedness Mitgleider anderer Stämme stellten Konkurrenten um knappe Ressourcen dar -> Die mit Stereotypen und Vorurteilen einhergehende Feindseligkeit führt potenziell zu gewalttätigen und somit gefährlichen Konflikten Error Management Theory: Es konnten 2 Fehler gemacht werden Fremde als feindselig betrachten, obwohl sie es nicht sind Fremde als friedfertig betrachten, obwohl sie es nicht sind -> 2. Fehler war gravierender -> Tod Minimal Group Paradoxon : Automatizität, mit der Mitlieder zwischen der eigenen Ingroup und der Outgroup schon bei unwichtigen Merkmalen unterscheiden - waren einst adaptiv-> Stereotype sind Indikatoren fuer die Stammeszugeörigkeit -> Intergruppenkonflikte meist wegen Hautfarbe, Sprache, Religion oder anderer ethnischer Unterschiede
- Minimal Group Paradigm Automatismus, sich selbst bei unwichtigen Merkmalen einer sozialen Gruppe zuzuordnen
- Attributionale Ambiguität Die Frage, ob man nur so behandelt wird, weil man einer bestimmten Gruppe angehört siehe Glass-Ceiling-Effect, Positive Diskriminierung
- Zusammenhang Eigen- und Fremdwahrnehmung Weltbild (die welt, in der wir subjektiv leben) wird im hohen Maße sozial vermittelt -> wer wir seber sind leiten wir davon ab, wie wir von anderen gesehen werden -> Stereotype sind sich selbsterfüllende Prophezeiungen -> der eigenen Identität kann man schwer entkommen Wir werden von anderen Menschen oftmals nicht als Individuen wahrgenommen, sondern als Mitglieder bestimmter sozialer Gruppen, denen ein bestimmtes Verhalten erwartet wied und welches unser Selbstbild und unser tatsächliches Verhalten beeinflusst.
- Einfluss von Stereotypen Sich selbst erfüllende Prophezeiungen durch sozial vermitteltes Weltbild Attributionale Ambiguität -> Warum werden wir so beurteilt? Stereotype Threat -> Angst ein stereotypkonformes Verhalten anzunehmen
- Systematische Diskriminierung Aus kleinen, zufälligen Unterschieden ist durch das rationale Verhalten aller Marktteilnehmer ein Zustand systematischer Diskriminierung entstanden
- Hyperactive Agency Detection Device Hohe Kosten einer unterschätzen potentiellen Gefahr