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neuotischeEmotion (Fach) / cer3 (Lektion)

cer3

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  • Cerebellum und Kognition – Evidenz Konditionierung Klassische Lidschluss-konditionierung Befunde aus Tierstudien CS Information und UCS Informationen kommen im Cerebellum zusammen Der Nucleus Interpositus ist entscheidend für die CS – US Assoziation unklare Rolle des cereb. Cortex
  • Klassische Lidschlusskonditionierung bei Patienten mit cerebellären Läsionen Bracha et al. (1997): Lidschlusskonditionierung bei 4 Patienten mit cerebellären Dysfunktionen unterschiedlicher Ätiologien und gesunden Kontrollpersonen reduzierte Anzahl konditionierter Reaktionen bei cerebellären Patienten motorisches Problem? UR unverändert nach cerebellären Läsionen Timing-Problem? Akquisitionsdefizit? SCA = superior cerebellar artery PICA = posterior inferior cerebellar artery Defizit vor allem bei SCA-Patienten, Akquisitionsdefizit nach posterioren Läsionen Auch Timing beeinträchtigt, wenn SCA betroffen, eher nach anterioren Läsionen
  • „Trace“ – Konditionierung bei cerebllären Patienten Gerwig et al., 2008: Testung von Patienten mit Läsionen des cerebellären Cortex Bei der „Trace“-Konditionierung sind cerebelläre Patienten nur für kürzere Intervalle beeinträchtigt Bei längeren Intervallen hingegen spielt der Hippocampus eine Rolle
  • Das Cerebellum und Vorhersagen beim rückmeldungsbasierten Lernen fMRT-Studie von Ramnani et al. (2004) berichtete Vorhersage-Fehler bezogene Aktivität im Cerebellum diese ist signifikant größer, wenn die Rückmeldung auf eine eigene (im Gegensatz zu einerbeobachteten) Reaktion folgt (Kobza und Bellebaum, 2014) ähnliche Effekte finden sich im Striatum und der Insula aber: bisher keine klare Evidenz für Defizite rückmeldungsbasierten Lernens nach cerebellärer Dysfunktion
  • rückmeldungsbasiertes Lernen Lernen, aufgrund von Verhalten die Konsequenzen vorherzusagen Hängt von der Diskrepanz zwischen erwarteten und erhaltenen Konsequenzen ab (Rescorla & Wagner, 1972) der „Prediction Error“ bei der Vorhersage von Handlungskonsequenzen
  • Das Cerebellum und Fehlerverarbeitung „Error Negativity“ (Ne) bzw. „Error-related Negativity“ (ERN): fehlerbezogenes EEG-Signal (Falkenstein et al., 1991; Gehring et al., 1991) Abgleich der intendierten mit der tatsächlich ausgeführten Reaktion sehr frühe Fehlerverarbeitung – basierend auf Efferenzkopien kognitive Kontrolle ermöglicht angemessene Reaktion auf Fehler
  • Das Cerebellum und Fehlerverarbeitung Anti-Sakkaden Aufgabe 8 Patienten mit cerebellären Läsionen,22 Kontrollpersonen Messung der Fehlerverarbeitung mit EEG Fokus auf der Ne/ERN veränderte Fehlerverarbeitung bei Patienten mit cerebellären Läsionen reduzierte ERN/Ne erhöhte spätere Positivierung (“error positivity” - Pe) Bestätigung in größerer Stichprobe bei Patienten mit neurodegenerativen cerebellären Erkrankungen (Peterburs et al., 2014)
  • Das Cerebellum und Verhaltensanpassung nach einem Fehler Probanden absolvieren eine “Stop-Signal Task” – Induktion von Fehlern Messung von Hirnaktivität mit fMRT Netzwerk der Fehlerverarbeitung bestehend aus ACC anteriorem cingulären Cortex, SMA supplementär motorischem Areal (SMA), Thalamus Mittelhirn Aktivität in ventrolateralem präfrontalem Cortex (VLPFC) reflektiert “post-error slowing”: Verlangsamung der Reaktion nach einem Fehler – Korrelat kognitiverKontrolle Fehlerbezogene cerebelläre Aktivität korreliert stark mit Aktivität im vlPFC für post-error-slowing -> Rolle des Cerebellums für Verhaltensanpassung -> das Cerebellum ist Teil eines Netzwerks der Verhaltensanpassung
  • “post-error slowing”: Aktivität in ventrolateralem präfrontalem Cortex (VLPFC) reflektiert“post-error slowing”: Verlangsamung der Reaktion nach einem Fehler – Korrelat kognitiverKontrolle (Das Cerebellum und Verhaltensanpassung nach einem Fehler)
  • Das Cerebellum und Verhaltensanpassung nach einem Fehler fehlerbezogene cerebelläre Aktivität korreliert stark mit Aktivität in VLPFC für “Post-Error Slowing” --> Rolle des Cerebellums bei Verhaltensanpassung nach einem Fehler --> Das Cerebellum ist Teil eines Netzwerks der Verhaltensanpassung
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  • Cerebellum und Rückmeldungs- bzw. Fehlerverarbeitung - Diskussion Hirnaktivierungsstudien legen nahe, dass das Cerebellums an der Rückmeldungs- und Fehlerverarbeitung beteiligt ist Die Fehlerverarbeitung ist bei Patienten mit cerebellären Läsionen verändert Es gibt jedoch in beiden Bereichen keine klare Evidenz für eine kausale Rolle des  Cerebellums – keine klaren Verhaltensdefizite bei Patienten mit cerebellären Läsionen Verhaltensdefizite finden sich eher bei Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen als nach fokalen Läsionen
  • Cerebellum und Arbeitsgedächtnis Chen & Desmond, 2005: fMRI bei Sternberg - Aufgabe spezifische Aktivierungen für „Load-Effekt“ in den verschiedenen Phasen
  • Cerebellum und Arbeitsgedächtnis – Enkodierung links inferior frontal, bilateral präzentral, SMA rechte superior laterale cerebelläre Hemisphäre rechtes inferiores Cerebellum visuelle Areale, Hippocampus, Thalamus, Pons...
  • Cerebellum und Arbeitsgedächtnis – Enkodierung Aktivität im... (nicht die Horror-Liste) Aktivität im superioren Cerebellum bei der Enkodierung Coaktivierung im inferioren Frontalcortex (BA 6,44) --> interne motorische Repräsentation, Artikulation --> Initiierung von „Rehearsal“ Kritik: höherer Load korreliert mit mehr Augenbewegungen
  • Cerebellum und Arbeitsgedächtnis Peterburs et al., 2015: fMRI bei Sternberg-Aufgabe, – Kontrolle von Augenbewegungen auch nach Korrektur für Augenbewegungen sign. cerebelläre Aktivität für Enkodierung
  • Cerebellum und Arbeitsgedächtnis – Behalten links inferior parietal rechtes inferiores Cerebellum mittlerer, inferior orbitaler Frontalcortex Nucleus Caudatus, Putamen...
  • Cerebellum und Arbeitsgedächtnis – Abruf linker mittlerer Frontalcortex rechter Orbitofrontalcortex posteriorer cerebellärer Vermis
  • Arbeitsgedächtnis bei cerebellärer Dysfunktion – eine tDCS-Studie Boehringer et al., 2013: verbales Arbeitsgedächtnis nach cerebellärer „transcranial direct current stimulation“ (tDCS) Aufgabe: Zahlenspanne vorwärts und rückwärts vor und nach tDCS signifikate reduzoerte Leistung sowohl vorwärts, als auch rückwärts
  • Cerebellum und Arbeitsgedächtnis – Diskussion Aktivität im inferioren Cerebellum während des Behaltens – Coaktivierung im linken Parietalcortex – Aufrechterhaltung des phonologischen Speichers fortlaufender Vergleich zwischen „Output“ des Rehearsal-Prozesses und dem Inhalt des phonologischen Speichers insgesamt konsistente Befunde zu verbalen Arbeitsgedächtnisdefiziten bei cerebellären Dysfunktionen (auch Patientenbefunde)
  • Allgemeine Diskussion Das Cerebellum scheint sowohl wichtig zu sein für Motorik, als auch für kognitive Prozesse Diese Annahme wird gestützt durch anatomische Befunde, durch Studien mit Patienten mit cerebellären Läsionen und durch Befunde der funktionellen Bildgebung Kritiker sind der Ansicht, dass motorische Prozesse als konfundierender Faktor nicht ausreichend berücksichtigt werden Befunde aus der Patientenforschung sind recht uneinheitlich und zeigen für die meisten kognitiven Bereiche keine eindeutigen Beeinträchtigungen Vlt. sind in Patientenstudien oft nicht die richtigen Tests angewendet worden, um „Dysmetria of Thought“ zu erfassen mehr Forschung ist notwendig!