14
Soziologie (Fach) / Wissen und Gesallschaft-VL (Hitzler) (Lektion)
Anzeige
- Titel eines mit Wissen befassten Buches von Dietrich Schwanitz Bildung - Alles was man wissen muss
- Grund für die Relevanz sozial gebiligten Wissens Die Macht des sozial gebilligten Wissens ist so groß, dass das, was mehr oder weniger alle billigen, auch wiederum von mehr oder weniger allen als selbstverständlich hingenommen wird.
- Bestimmung von Wissen Wissen soll heißen, das Dafürhalten von Wirklichkeit.
- Soziologisches Denken Soziologisch denkt, wer die Wirklichkeit als soziale Konstruktion, also als sozial konstruiert, dabei vor allem als sozial konstruiert begreift.
- Erklären sie den Sachbereich, an dem die Aufschichtung von Sonderwissensbeständen aus dem „Jedermannswissen“ erläutert wurde. "Lichtschalterbetätigen" - gehört in unserer Gesellschaft zum alltäglichen Jedermannswissen -> wird vorausgesetzt - Leute, die wissen wie man eine Glühbirne wechselt, wissen mehr als viele andere - Es gibt Leute, die wissen wie Strom erzeugt wird - Es gibt Leute, die wissen wie physikalische Gesetze funktioneren - und es gibt Leute, die wissen, ob dieses Wissen den aktuellen physikalischen Erkenntnissen entspricht
- Den wesentlichen Unterschied im Risikoverständnis von Experten und Laien Das Risikoverständnis von Experten bezieht sich auf infolge bekannter Faktoren quantifizierbare Schadensdimension. Das Risikoverständnis von Laien bezieht sich auf ein diffuses Spektrum negativer Auswirkungen bzw unvorhersehbarer Ausmaße denkbarer Schädigungen.
- Die wissenssoziologische Einsicht, dass es keine Sicht der Dinge gibt, die völlig vorurteilsfrei wäre Alle Menschen setzten in allen Situationen vorentscheidendes Wissen voraus. Demnach gibt es keine Sicht auf die Dinge, die völlig vorurteilsfrei wäre.
- Erläutern Sie den pragmatischen Nutzen von Handlungsroutinen und Routinewissen Wenn alles normal zu sein scheint, wissen wir meist selbstverständlich was zu tun ist, wenn wir wissen was los ist. Dabei nutzen wir Handlungweisen, die sich bereits einmal oder mehrmals als erfolgreich erwiesen haben und von denen wir ausgehen, dass sie es auch künftig tun werden.
- Die Idee der „Reziprozität der Perspektiven“ ... meint, dass andere Menschen die Dinge genauso sehen würden wie wir, wenn sie an unserer Stelle wären.
- Das Wissen um die Einzigartigkeit je subjektiven Wissens Jeder von uns weiß, dass das was er weiß nicht identisch mit dem ist, was andere Menschen wissen, nicht einmal mit dem was ein einzelner Mensch weiß.
- Anzeige
- (dreiteilige) Definition von Alltagswissen 1. das Wissen um die vertrauten Dinge und ihre Funktionen, Menschen und ihre Eigenschaften und `Geschichten`und ihre Bedeutungen 2. bestimmtes Wissen darüber, wie man mit seinem Wissen umzugehen hat, nämlich pragmatisch, d.h bezogen auf die Notwendigkeit sein Leben zu vollziehen 3. eine Ansammlung von Gewissheiten, dass dies oder jenes eben so und so ist und nicht anders.
- Den pragmatischen Vorteil kleiner, alltäglicher „Selbstverständlichkeiten“ .. entlassten uns davon, unentwegt und in Bezug auf alles kreativ sein zu müssen. ...helfen uns nachhaltig dabei, uns schnell in der Welt zu orientieren, sodass wir uns in der jeweiligen Situation besonders wichtigen, vordringlichen Themen zuwenden können.
- Thomas-Theorem "If men define situations as real, they are real in their consequences"
- Eine Bestimmung des Alltagsverstandes ..ist jene Geisteshaltung, in der wir annehmen, dass anderen normale, hellwache, erwachsene Menschen, im großen und ganzen Menschen wie wir sind und die Dinge wie sehen würden, wenn sie an unserer Stelle wären.