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Sozialpsychologie (Fach) / Soziale Wahrnehmung (Lektion)

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  • Wie lange benötigt unser Gehirn, um ein Urteil über einen Unbekannten zu fällen? 1/10 Sekunde
  • Wie lange benötigt unser Gehirn, um sich eine Meinung über einen Menschen zu bilden? 90 Sekunden
  • Welche zwei Schlüsseleigenschaften werden bei einem Urteil über einen Unbekannten vor allem eingeschätzt? Sympathie / Antipathie Status
  • Welcher Bereich des Gehirns ist für schnelle emotionale Urteile zuständig? Die Amygdala
  • Was lässt eine Person sympathisch und positiv erscheinen? Ähnlichkeit (similar to me effect) Vertrautheit (familiarity) Assoziation mit Positivem Physische Attraktivität (beauty-is-good-Annahme)
  • Wie war das Experiment von Asch zum Thema Eindrucksbildung aufgebaut und zu welchem Ergebnis kam er? Den Versuchspersonen wurde eine Liste von Persönlichkeitsmerkmalen einer (fiktiven) Person vorgelegt, die Listen unterschieden sich lediglich hinsichtlich zweier Persönlichkeitsmerkmale. Im Anschluss sollten die Versuchsperson der charakterisierten Person weitere Eigenschaften zuordnen.Ergebnisse: Basierend auf implizierten Persönlichkeitstheorien¹ werden soziale Informationen zu einem Gesamtbild zusammengefügt, nicht einfach einzelne Teile zusammenaddiert. Bestimmte Persönlichkeitsmerkmale haben dabei einen überproportional größeren Einfluss auf den Gesamteindruck (z. B. Wärme = zentrales Persönlichkeitsmerkmal) als andere (z. B. Höflichkeit = peripheres Persönlichkeitsmerkmal). Zuerst gegebene Informationen über eine Person dienen als Grundlage für die Einordnung der nachfolgenden Informationen ----------------------------------------¹Schemata, von denen wir unbewusst beim Umgang mit anderen Menschen ausgehen. Analog zu wissenschaftlichen Persönlichkeitstheorien beinhalten diese folgende Elemente: Welche beobachtbaren Merkmale und Verhaltensweisen sind relevant (z. B. Geschlecht, Alter, Hautfarbe, Umgangsformen, Ausbildung, regionale Herkunft, Sternzeichen etc.)? Welche Rückschlüsse können aus diesen Beobachtungen gezogen werden (introvertiert/extrovertiert, ehrlich/unehrlich, aggressiv/sanft, ...)? Wie werden die so erschlossenen Ergebnisse bewertet (sympathisch, kompetent, vertrauenswürdig, ...)?
  • Welche Merkmale bestimmen, wie attraktiv wir ein Gesicht finden? Durchschnittlichkeit (Nichtabweichung vom durchschnittlichen Gesicht der Population) Symmetrie (Übereinstimmung zwischen linker und rechter Gesichtshälfte) Als besonders schön werden Gesichter empfunden, die leichte Abweichungen von der Perfektion zeigen
  • Welche Merkmale bestimmen, wie attraktiv wir den Körper einer Person finden? Bei Frauen: Taille-Hüfte-Verhältnis Bei Männern: Taille-Schulter-Verhältnis
  • Was sagt der sogenannte "Halo"-Effekt aus? Ein wahrgenommenes positiv bewertetes Merkmal färbt auf die Beurteilung anderer Merkmale derselben Person ab. Das Wissen über eine bestimmte Eigenschaft einer Person dominiert den Gesamteindruck, andere Eigenschaften werden vernachlässigt oder ignoriert.
  • Welche äußerlichen Merkmale spielen bei der Einschätzung von Kompetenz, Autorität und Glaubwürdigkeit eine Rolle? Körpergröße Kleidung Körperbau Luxusartikel
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  • Nenne die 5 Effekte der Eindrucksbildung Halo Effekt: Das Wissen über eine bestimmte Eigenschaft einer Person dominiert den Gesamteindruck, andere Eigenschaften werden vernachlässigt oder ignoriert Primacy Effekt: Zuerst dargebotene Informationen haben einen überproportional großen Einfluss auf die Wahrnehmung und Eindrucksbildung Recency Effekt: Die zuletzt dargebotene Information hat einen überproportional großen Einfluss auf die Wahrnehmung und Eindrucksbildung (besonders, wenn mah abgelenkt oder wenig motiviert ist, Informationen zu verarbeiten) Tendenz zur Beharrung: Der erste Eindruck beeinflusst die Beurteilung einer Person auch dann noch, wenn er sich als falsch herausgestellt hat (Selbsterhalt) Konfirmatorische Informationssuche: Gezielte Suche nach Informationen, die den eigenen Eindruck über andere Menschen bestätigen
  • Unter welchen Umständen sind wir bereit, unsere Eindrücke zu hinterfragen? Verarbeitung inkonsistenter (widersprüchlicher) Informationen:Sie gefährden die anfängliche Sicherheit der Einschätzung und werden deshalb gerne verdrängt bzw. ignoriert. Inkongruente (nicht übereinstimmende) Verhaltensweisen werden aber besser erinnert (unerwartete Ereignisse erfordern mehr kognitive Kapazität) Motive zur Integration weiterer Informationen:Aufgrund veränderter Umstände wird es wichtig, sich einen akkuraten Eindruck zu verschaffen.