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Evaluation und Forschungsmethoden (Fach) / Evaluation (Lektion)

Vlrs

Diese Lektion wurde von sarrao91 erstellt.

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  • Multivariate Nutzenfunktionen Wie kann man die Vielfältigkeit von Effekten und Wertigkeiten in einem einzigen Kennwert für den "Gesamtnutzen" einer  Maßnahme ausdrücken? --> unterschiedliche Effekte und unterschiedliche Wertigkeiten müssen in gleichen Einheiten vorliegen und dann in die Formel eingefügt werden Nutzen = Wirkung (bzw. Effekt) * Wert
  • Kosten-Nutzen-Analyse Gegenüberstellung: (monetäre) Kosten des Programms und den monäteren Nutzen -> Effizienz als Relation von Kosten und Nutzen pro Person– Netto-Nutzen Differenz: Nutzen - Kosten– Nutzen-Quote Verhältnis: Nutzen ⁄ Kosten– Profitrate Verhältnis: Netto-Nutzen ⁄ Kosten
  • Kosten-Effektivitäts-Analyse Wirkung wird in eine sinnvolle Einheit transferiert und die Kosten pro Einheit berechnet. Effizienz als Kosten für– eine erfolgreiche Behandlung: Kosten pro erfolgreich behandelte Person zB)– Veränderung um eine Einheit: Kosten pro Veränderungseinheit (Gewichtsabnahme, Anzahl Zigaretten pro Tag, Aggressivität) • Effizienzvergleiche: sinnvoll bei gleichen Zielen und Kriterien
  • Effizienzanalyse Während die Effektivitätsanalyse nach der Wirksamkeit einer Maßnahme fragt, steht bei der Effizienzanalyse die Frage nach dem Nutzen und der Kosten-Nutzen-Bilanz im Vordergrund. --> hilft eine Entscheidung für eine Maßnahme zutreffen --> hilf ob sich die Durchführung einer Maßnahme im Nachhinein wirklich gelohnt hat
  • Wodurch zeichnet sich die Validität einer Untersuchung allgemein aus? Validität von Untersuchung U zur Prüfung von Hypothese EHist umso größer,je kleiner die Wahrscheinlichkeit ist,dass aufgrund der Ergebnisse die EH– angenommen wird, obwohl sie falsch ist oder– abgelehnt wird, obwohl sie zutreffend ist.
  • Validitäten einer Untersuchung • interne Validität : Ausschluss oder Kontrolle anderer Einflüsse• Variablenvalidität : adäquate Maßnahmen und Kriteriumsmaße• statistische Validität: Unabhängigkeit, Teststärke, Adjustierung• externe Validität: Prüfung Gültigkeit für andere Anwendungen
  • ROC-Kurve – Sensitivität (Hits, 1-f) versus Unspezifität (Falsche Alarme, e)bei variierenden Entscheidungskriterien bzgl. Testwerten– Validität entspricht Fläche unter der Kurve(AUC, area under curve)
  • tatsächliche Störvariable (confounder): korreliert mit UV und AV
  • Störungen der Internen Validität • Unterschiede zwischen verglichenen Gruppen bzw. Messungen– die über die intendierte Behandlung (UV) hinaus gehen und– sich auf die interessierenden Merkmale (AV) auswirken
  • Einteilung der Störvariablen – Unterschiede zwischen Situationen bzw. Personen– Auswirkungen wiederholter Beobachtungen (Sequenzeffekte)
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  • Kontrolle von Störvariablen der internen Validität allgemein – Konstanthaltung, Elimination– Ausbalanzierung (-> Einführung eines Kontrollfaktors)– Randomisierung (Experiment)– Parallelisierung (Quasi-Experiment)– Auspartialisierung (multiple Regression)
  • Standards für Evaluationsstudien • Deutschen Gesellschaft für Evaluation (DeGEval) 25 Standards für gesellschaftlich, ethisch und wissenschaftlichadäquate Durchführung in vier Bereichen– Ursprung: Joint Committee on Standards for Educational Evaluation Nützlichkeit (Utility)informativ für die betrachtete FragestellungDurchführbarkeit (Feasibility)unter gegebenen Bedingungen realisierbarFairness (Propriety)Bedürfnisse und Interessen der Beteiligten wahrenGenauigkeit (Accuracy)umfassend und methodisch sauber (z.B. statistische Auswertung)
  • Nützlichkeit informativ für die betrachtete Fragestellung
  • Durchführbarkeit unter gegebenen Bedingungen realisierbar
  • Fairness Bedürfnisse und Interessen der Beteiligten wahren
  • Genauigkeit umfassend und methodisch sauber (z.B. statistische Auswertung)
  • Experimentelle Evaluation: Bedingungen – mindestens zwei Untersuchusuchungsbedingungen– Randomisierung der Untersuchungseinheiten auf dieBedingungen dadurch Kontrolle der personenbezogenen Störvariablen möglich!-> interne Validität gegeben
  • Quasi-experimentelle Evaluation: – keine Randomisierung von Untersuchungseinheiten– Störvariablen interne Validität: nur approximative Kontrolle
  • Quasi-experimentelle Versuchspläne Beobachtung AV unter ≥ 2 Bedingungen, ohne Randomisierung  Störungen interne Validität  Effekte nicht eindeutig durch Behandlung verursacht  Ziel: möglichst viele mögliche Störfaktoren ausschalten
  • Quasi-Experiment: Erhöhung der internen Validität 1. Zusammenstellung möglichst äquivalenter Gruppen 2. Statistische Kontrolle durch Auspartialisierung 3. Ausgleich durch erhöhte Beobachtungszahl
  • Statistische Kontrolle durch Auspartialisierung von potentiellen Störvariablen und Vortestwerten durch multiple Regression (Partialkorrelation, Kovarianzanalyse)• möglich bei vollständig und teilweise vorgegebenen Gruppen
  • Fall-Kohorten-Studien: Zusammenstellung äquivalenter Gruppen 1. Erhebung vollständiger Informationen über sinnvolle Kovariaten- AV vor Intervention (Vortest, Autoregressor-Modell) oder- Werte auf vermutlich relevanten Störvariablen (SV)2. Auswahl der Personen für Kontrollgruppe aus größerer Kohorte,Zielsetzung: (möglichst) gleiche• Mittelwerte (evtl. auch andere Verteilungsstatistiken) derGruppen (Ausbalanzierung):• Individual-Werte für Paare von Personen aus beiden Gruppen(Parallelisierung, matching)• vorhergesagte Wahrscheinlichkeiten für Gruppenzugehörigkeit(mittels logistischer Regression aus SV) für Paare vonPersonen (Propensity score matching)
  • Quasi-Experimente: Klassische Störfaktoren der Internen Validität Campbell & Stanley (1963), Shadish, Cook & Campbell (2002)• Unterschiede zwischen Gruppen über UV hinaus, v.a. bezüglich– Merkmale der Personen selection   > evtl. Unterschiede in Vortestwerten– Veränderungen von individuellen Merkmalen – Probandenschwund (drop-out) – externe Ereignisse – Effekte wiederholter Messungen – tatsächlich erfasste Merkmale• statistische Regression
  • Simpson-Paradox spezieller Fall der Konfundierung Paradox: ein beobachteter Effekt einer Maßnahme ist innerhalb jeder Subgruppe der Störvariablen hypothesenkonform,aber über die Subgruppen ändert er sein Vorzeichen oder ist hypothesenwidrig (oder anders herum). zwei Bedingungen müssen gegeben sein: Störvariable ist hoch mit der UV korreliert gegensinnige Konfundierung: SV muss einen Haupteffekt auf die AV haben, welcher den Effekt der UV auf die AV zuwiederläuft
  • Randomisierung in Evaluationen und Felduntersuchungen verhindert durch: • rechtliche Gründe• ethische Gründe• politische Gründe• wirtschaftliche Gründe
  • Randomisierung in Evaluationen und Felduntersuchungen ermöglicht durch • hohe Wichtigkeit derMaßnahme• räumlich getrennte Gruppen• Untersuchung isolierter Teilaspekte• unwillkürliche Selbstzuordnung• natürliche Zufallszuweisung
  • Mögliche Störvariablen: Jeder systematische Unterschied zwischen denUntersuchungsbedingungen vor der Erhebung der AV, der überdie UV(en) hinausgeht.
  • Tatsächliche Störvariablen: Variablen, die sowohl mit den UV(en) als auch mit der AVsystematisch assoziiert sind.
  • Elimination: Reduzierung der Ausprägung der Kontrollvariablen auf Null (Sonderfallder Konstanthaltung);
  • Randomisierung: Zufällige Zuordnung der Probanden zu den Untersuchungseinheiten;
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  • Validitätsgefährdungen bei wiederholten Messungen • Übung, Erinnerung, Sensibilisierung bei Beurteilern• zwischenzeitliches Geschehen• Veränderung der Beurteilungsmaßstäbe (response shift)• erwartungsgeleitete Wahrnehmungen oder Beurteilungen• Regression zur Mitte,insbesondere bei Untergruppen oder Personen mit extremenVortestwerten• Unreliabilität von Differenzwerten,insbesondere bei hoher Autokorrelation (Retestreliabilität)– hoch reliable Tests für stabile Persönlichkeitsmerkmalefür Veränderungsmessungen ungeeignet
  • Spezielle Störfaktoren bei Feldstudien • Behandlungsdiffusion • Behandlungskompensation • kompensatorische Rivalität • Resignation• Hawthorne- und Placeboeffekte
  • Validitätsgefährdungen bei wiederholten Messungen • Übung, Erinnerung, Sensibilisierung bei Beurteilern• zwischenzeitliches Geschehen• Veränderung der Beurteilungsmaßstäbe (response shift)• erwartungsgeleitete Wahrnehmungen oder Beurteilungen• Regression zur Mitte,insbesondere bei Untergruppen oder Personen mit extremenVortestwerten• Unreliabilität von Differenzwerten,insbesondere bei hoher Autokorrelation (Retestreliabilität)– hoch reliable Tests für stabile Persönlichkeitsmerkmalefür Veränderungsmessungen ungeeignet