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Psychologie Fetchenhauer (Fach) / 4 (Lektion)

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Diese Lektion wurde von SOWI erstellt.

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  • Überzeugung der „Nature“-Vertreter 3  Menschen sind durch ihre genetischen Anlagen geprägt Unsere evolutionäre Vergangenheit beeinflusst unser gesellschaftliches Miteinander z.B. Evolutionspsychologen
  • Überzeugung der „Nurture“-Vertreter  Menschen sind das Produkt der gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen sie leben Gesellschaftliche Bedingungen sind das Produkt menschlichen Handelns und lassen sich ändern Durch eine Veränderung der gesellschaftlichen Bedingungen lässt sich auch das Erleben und Verhalten der einzelnen Mitglieder einer Gesellschaft verändern z.B. Behavioristen, Aufklärung, tabula rasa (John Locke)
  • Behaviorismus 3  Beobachtung und quantitative Erfassung overten Verhaltens von Menschen und Tieren unter streng kontrollierten Bedingungen Verzicht auf Untersuchung internaler Prozesse Annahme, dass Menschen und andere Organismen komplexe Maschinen sind Typisch: Laborexperiment
  • Behavioristische Lerntheorien 4  Starker Fokus auf Laborexperiment Suche nach allgemeinen Lernprinzipien, die Menschen und Tieren gemeinsam sind Betonung der Plastizität menschlichen Verhaltens, das immer als Produkt von Lernprozessen zu verstehen ist Begründet wird die reine Laborfokusierung mit der fehlenden Validität der introspektiven Befragung
  • Klassische Konditionierung Das Prinzip der klassischen Konditionierung besagt Wenn ein zunächst neutraler Stimulus A wiederholt mit einem Stimulus B gepaart wird, der zu einer bestimmten Reaktion führt, dann reicht irgendwann die Anwesenheit des zunächst neutralen Stimulus A, um die Reaktionauszulösen z.B. Pawlow Speichelfluss, Werbung, Placeboeffekt
  • Instrumentelles Konditionieren (Skinner) 3 Instrumentelle (Operante) Konditionierung basiert auf dem sogenannten „law of effects“ (Effektgesetz) Führt ein Verhalten zu positiven Konsequenzen (positive (hinzufügen eines positiven Stimulus) oder negative (entfernung eines negativen Stimulus) Verstärkung), dann steigt seine Häufigkeit Führt ein Verhalten zu negativen Konsequenzen (Bestrafung 1.(hinzufügen eines negativen Stimulus) oder 2. Art( entfernen eines positiven Stimulus), dann sinkt seine Häufigkeit Entscheidend für Lernprozesse ist die zeitliche Kontiguität zwischen Verhalten und Konsequenz Jegliches Verhalten ist nach Skinner als Ergebnis einerinstrumentellen Konditionierung zu verstehen
  • Sozial-kognitive Lerntheorie von Bandura 4 Erweiterung des reinen Behaviorismus um 2 Aspekte  Mentale Prozesse werden explizit berücksichtigt und nicht aus der Analyse ausgeschlossen Menschen lernen nach Bandura nicht nur durch Versuch und Irrtum, sondern auch durch Einsicht und Verstehen Menschen lernen nicht nur aus den Konsequenzen ihres eigenen Verhaltens, sondern auch aus der Beobachtung des Verhaltens anderer
  • Lernen durch Imitation (sozial-kognitive Lernmethode) 4 Wenn eine Modellperson für ein gezeigtes Verhalten belohnt wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Verhalten der Modellperson imitiert wird Wenn eine Modellperson für ein gezeigtes Verhalten bestraft wird, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass das Verhalten der Modellperson imitiert wird Vorbildrolle kann intendiert sein (Lehrer) oder oder nicht intendiert sein (Star) Effizienzerwartung (= perzipierte Fähigkeiten zur erfolgreichen Imitation) Je wahrscheinlicher es erscheint, dass die Person dasVerhalten der Modellperson erfolgreich imitieren kann desto eher wird das Verhalten der Modellperson imitiert
  • Kritik am Behaviorismus  Ab Anfang der 60er Jahre erfolgte eine kognitive Wende, die den Behaviorismus zunehmend kritisierte Bedeutung von Kognitionen für die Erklärung menschlichen Verhaltens Subjektive Mutmaßungen über Ursache-Wirkungszusammenhänge und unbewusste Prozes (befragung allein nach Grüden für ihr verhalten zu fragen reicht nicht aus)  Evolutionspsychologen kritisieren nicht nur die Methoden des Behaviorismus, sondern auch seine inhaltliche Ausrichtung
  • Behaviorismus vs. Evolutionspsychologie Behavioristen behaupten Menschen kommen als eine tabula rasa zur Welt Verhalten wird über klassisches und instrumentelles Konditionieren erworben  Evolutionspsychologen behaupten Menschen sind domänenspezifisch mit sehrunterschiedlichen Lernbereitschaften und –fähigkeiten ausgestattet Lernprozesse bei Menschen und anderen Tieren sind Interaktionen zwischen spezifischen Lernerfahrungen und spezifischen genetisch vorgegebenen Prädispositionen Beispiel: Spracherwerb bei Menschen  Die Lernfähigkeit einer Spezies in einer bestimmten Domäne hängt vom Selektionsdruck ab, der auf eine Spezies wirkt  Komplexes Lernen ist nicht nur auf Menschen beschränkt Beispiel: Orientierungssinn
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  • Kritik am Behaviorismus 4 Stimulusabhängigkeit, ob eine Fähigkeit mittels Konditionierung gelernt wird oder nicht hängt vom Stimulus ab Aus behavioristischer Perspektive sollten Organismen grundsätzlich mehrere Durchgänge benötigen, um Zusammenhänge zwischen Stimuli und Verhalten zu lernen Aus evolutionärer Perspektive sollten Organismen Prädispositionen haben, um Zusammenhänge zwischen bestimmten Stimuli und Konsequenzen schneller zulernen als die zwischen anderen Stimuli und Konsequenzen bestätigung der evolutionären Variante 
  • Behaviorismus als Heuristiken Skinner + Bandura Skinners intrumentelle Konditionierung als Heuristik:   Wenn ein bestimmtes Verhalten zu positiven Konsequenzen führt, wiederhole es! Wenn ein bestimmtes Verhalten zu negativen Konsequenzen führt, wiederhole es nicht! Banduras Mechanismen des Modelllernens als Heuristik:  Wenn du beobachtest, dass bei einer anderen Person ein bestimmtes Verhalten zu positiven Konsequenzen führt und du dich in der Lage fühlst, dich genauso zu verhalten,dann imitiere dieses Verhalten! Sonst nicht!