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Psychologie Fetchenhauer (Fach) / 3 (Lektion)
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- Was sind Motive? 4 treiben uns an bestimmen die Richtung unserer Handlungen geben uns die Energie, Umweltzustände anzustreben, die für unser Überleben und unsere Reproduktion vorteilhaft sind bestimmen was wir wollen
- Was sind Emotionen? 3 Emotionen informieren uns darüber, inwiefern unser Verhalten uns einem Ziel näher bringt oder nicht Emotionen sind affektive Informationen über a) die Relevanz bestimmter Motive und b) den Grad der Befriedigung dieser Motive Aus der Stärke von Emotionen darf jedoch nicht auf die Stärke des Motivs geschlossen werden Bei kontinuierlicher Motivbefriedigung werden häufig keine Emotionen erlebt Oft fällt es uns schwer, die emotionalen Konsequenzen des Wegfalls einer bestimmten Ressource zu antizipieren
- Was sind Kognitionen? Kognitionen vermitteln uns Informationen darüber, wie wir etwas erreichen
- Social Cocnition Aktuelle Richtung der Sozialwissenschaft. Untersucht wie Menschen Infos aus ihrer sozialen Umwelt verarbeiten (motivation wird bewusst vernachlässigt)
- Evolutionspsychologie vs Social Cognition E: Kognition und Motive sind wichtig
- Klassifizierung von Emotionen 3 Bewertungsdimension: positiv vs. negativ Erregungsdimension: ruhig vs. aufgeregt Potenzdimension: groß & stark vs. klein & schwach
- Klassifizierung von Emotionen, Abhängigkeiten und Unabhängigkeiten Bewertungs- & Erregungsdimension erweisen sich hierbei als weitgehend unabhängig Bewertungs- und Potenzdimension sind hingegen zumeist positiv miteinander verknüpft
- Thomas- Theorem „If men define situations as real,they are real in their consequences“
- Subjektivität von Emotionen Emotionen sind nicht Reaktionen auf objektive Umweltzustände,sondern auf deren subjektive Interpretation Thomas-Theorem sorgt für Sich selbst erfüllende- vs. Sich selbst zerstörendeProphezeiungen
- Was wollen wir? 3 Ökonomie: Rationale Handlungen dienen dazu, einen abstrakten Nutzen zu maximieren Lustprinzip: Menschliches Handeln ist durch das Bestreben bestimmt, negative Emotionen zu vermeiden und positive Emotionen zu erleben ⇒ Rationale Handlungen dienen dazu, bestimmte Emotionen herbeizuführen Einzelne Handlungen zielen nicht nur auf die Befriedigung eines einzelnen Motivs ab
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- Systematisierung von Motiven: nichtsoziale & soziale Motive intrinsische & extrinsische Motive explizite & implizite Motive
- Nicht-soziale Motive: 4 Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme, Emotionen: Hunger und Durst Körperliche Unversehrtheit und Sicherung des eigenen Überlebens, Emotionen: Schmerz und Furcht Neugier und Kompetenz, Emotion: Bedürfnis nach Wissen Kontrolle und Autonomie, Emotion: Bedürfnis danach, die Umwelt zu kontrollierenbzw. im eigenem Verhalten nicht kontrolliert zu werden
- Soziale Motive 7 Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Emotionen: Stolz, Furcht, Einsamkeit, Verzweiflung, Scham Sexualität und Intimität, Emotionen: sexuelle Erregung, Zärtlichkeit, Eifersucht Fürsorge Streben nach Status Aggression Streben nach einem möglichst hohem Selbstwert Streben nach einem sinnvollem Leben
- Intrinsische Motivation Ein bestimmtes Verhalten wird um seiner selbst willen gezeigt
- Extrinsische Motivation Ein bestimmtes Verhalten wird ausgeführt, weil sich die handelnde Person davon zu einem späteren Zeitpunkt positive Effekte verspricht
- Intrinsische vs extrinsische Motive 5 Bei vielen Handlungen gehen die beiden Motive ineinander über Intrinsische Motivation kann durch das Hinzufügen extrinsischer Belohnung untergraben werden Explizite Motive spiegeln das bewusste Selbstbild einer Person wider (Sie können leicht in einem Fragebogen abgefragt werden) Implizite Motive spiegeln die unbewussten Motive der Menschen wider (Deren Erfassung ist schwierig, weil Menschen introspektiv keinen Zugang zu diesen Motiven haben) Eine Möglichkeit zur Messung impliziter Motive ist der „Thematische Apperzeptionstest“ (TAT)
- Explizite vs implizite Motive Die beiden Motivsysteme sind nahezu unabhängig voneinander Wenn beide Systeme korrelieren kommt es ehr zu höherer Lebenszufriedenheit als bei Divergenz der Systeme
- Explizites Motiv Ein explizites Leistungsmotiv korreliert positiv mit Verhalten in Anreizbedingungen, in denen externe Standards gesetzt werden und relevante Bezugspersonen eine Belohnung in Aussicht stellen
- Implizites Motiv Ein implizites Leistungsmotiv hingegen korreliert positiv mit Verhalten in Anreizbedingungen, in denen Beharrlichkeit bei der eigenständigen Verfolgung eines selbst gesetzten Zieles gefordert wird
- Motive und Motivbefridigung Nur wenige physische Bedürfnisse werden schwächer bei regelmäßiger Bedürfnisbefriedigung z.B. Hunger und Durst Die meisten Emotionen bezüglich bestimmter Motive steigen nicht durch eine längere Abwesenheit einer Motivbefriedigung
- Dauer starker Emotionen Starke Emotionen werden zumeist nicht durch absolute Zustände ausgelöst, sondern durch die Wahrnehmung von Veränderungen bzw. deren Antizipation Dies erklärt die menschliche Fähigkeit, sich schnell an neue – sowohl schlechte als auch gute – Lebensumstände zu gewöhnen Hedonische Tretmühle (nichts trägt zur dauerhaften Glückssteigerungen bei) Aber auch Bestätigung bei der Veränderung von Glücksempfinden
- Bias kognitive Verzerrung
- Impact Bias Menschen überschätzen die Dauer und Intensität von Emotionen ⇒Evolutionspsychologischer Sinn: Motivation, anstrebung positiver Situationen, vermeidung negativer Emotionen
- Evolutionäre Erklärungen für Emotionen Emotionen sind kein Selbstzweck Jede Emotion beinhaltet Information und bewegt uns zum Handeln
- Evolutionäre Erklärung für Hunger Information: Körper benötigt Nahrung Reaktion: Suche nach Nahrung Homo Sapiens evolvierte unter relativer Nahrungsknappheit Deshalb kann auch der moderne Mensch relativ lange ohne Nahrung überleben
- Evolutionäre Erklärung für Durst Information: Körper benötigt Flüssigkeit Reaktion: Suche nach Trinkwasser Wasser war während der Evolution meistens ausreichend vorhanden Deshalb kann auch der moderne Mensch nicht lange ohne Flüssigkeitsaufnahme überleben
- Evolutionäre Erklärung für Furcht Information: Gefahr Reaktion: erhöhte Wachsamkeit, Flüchten oder Kämpfen Angst vor physischen Gefahren vs. sozialem Ausschluss
- Evolutionäre Erklärung für Stolz Information: Gute Leistung erbracht, Befolgen der Gruppennorm Reaktion: „Weiter so!“, aber auch: Scham, um Neid und Missgunst anderer Gruppenmitglieder zu vermeiden
- Evolutionäre Erklärung für Scham Information: Verletzung sozialer Norm Reaktion: Signalisieren von Scham, Bitte um Verzeihung
- Negative vs. positive Erlebnisse 7 Negative Ereignisse informieren uns über negative Zustände und motivieren uns, unsere Umwelt bzw. unsere Situation zu verändern Negative Emotionen dienen vor allem dem Zweck, dass wir kontinuierlich versuchen, sie zu vermeiden Im allgemeinen sind negative Emotionen stärker als positive Emotionen Negative Emotionen sind differenzierter als positive Emotionen Negative Emotionen sind perseveranter (d.h. länger anhaltend) als positive Emotionen Über negative Emotionen wir mehr kommuniziert Negative Emotionen ähneln in gewissem Sinne dem Strafrecht
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- Kontrolle von Emotionen Wir können unsere Emotionen nicht kontrollieren, damit unsere Emotionen uns kontrollieren könnenKönnten wir z.B. „Schmerz“ unterdrücken, würde dieser seine Funktion verlieren
- Flow hochkonzentrietes, dem eigenen Leistungsvermögen entsprechendes Arbeiten, positive Emotionen erst nach nicht währende dem Arbeiten
- Der Zusammenhang von Stimmung und Informationsverarbeitung bei guter Stimmung Folgen: höheres Maß an Kreativität, oberflächlichere Informationsverarbeitung Funktionalität: Information über positive Umweltzustände, die es erlauben, durch spielerische Kreativität u.U. einen noch besseren Zustand zu erreichen
- Der Zusammenhang von Stimmung und Informationsverarbeitung bei schlechter Stimmung Folgen: intensivere Informationsverarbeitung, „Depressiver Realismus“ Funktionalität: Information über negative Umweltzustände, die eine intensive Informationsverarbeitung erfordern